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Volume 2, No. 1 – Februar 2001

Sensitive Forschung: Strategien zum Schutz der Beteiligten

Heather McCosker, Alan Barnard & Rod Gerber (Australien)

Zusammenfassung: Innerhalb je spezifischer kultureller und sozialer Kontexte werden viele Phänomene als "sensitiv" erachtet: Hierzu gehören etwa Gegenstände, die als "privat", "belastend" oder "religiös" definiert werden. Gespräche hierüber haben schnell einen emotionalen Charakter, so z.B., wenn es um Tod oder Sex geht. Ebenso können Bereiche, in denen die Gefahr der Stigmatisierung besteht, als "sensitiv" betrachtet bzw. erlebt werden, also z.B. bei der Untersuchung von Subkulturen oder von politisch sensiblen Themen.

Deshalb werden Ethik-Komitees eingerichtet, denen es obliegt, die befragten Personen oder Personengruppen im Verlaufe des Forschungsprozesses zu schützen. Allerdings zeigen eigene Erfahrungen ebenso wie Berichte in der Literatur, dass dies keinesfalls die einzige Gruppe ist, die im Forschungsprozess potentiellen Risiken ausgesetzt ist: Risiken - sowohl physische als auch psychische - können ebenso die Forschenden, die Personen, die z.B. Interviews verschriften, diejenigen, die den Prozess supervidieren und schließlich auch die Leser und Leserinnen von Veröffentlichungen treffen. Um eventuelle Gefahren für alle am Forschungsprozess Beteiligten möglichst gering zu halten, ist es deshalb sinnvoll, Sicherheitsprotokolle bzw. -richtlinien zu formulieren, die es erlauben, potentielle Risiken bereits zu Beginn der Forschungsarbeit zu erkennen und zu minimieren bzw. angemessen auf im Laufe des Forschungsprozesses entstehende Belastungen oder Gefährdungen zu reagieren.

Keywords: sensitive Forschung, Risiko, Transkription, Forscher, Supervision, Sicherheitsrichtlinien

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 30.01.2003

Volume 2, No. 1   Inhaltsverzeichnis

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(ISSN 1438-5627)