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Volume 5, No. 1, Art. 17 – Januar 2004

Entscheidungen über Medikamente: Ein sozialer Koordinationsprozess

Amrei C. Joerchel (Deutschland) & Jaan Valsiner (USA)

Zusammenfassung: Wie entscheiden sich Menschen, Medikamente einzunehmen? Wann ist es notwendig, etwas gegen den Zustand zu unternehmen, in dem man sich befindet, wenn man gerade dabei ist, krank zu werden? Fragen wie diese benöötigen eine Antwort auf zwei Ebenen – zuerst auf der Ebene der generellen Entscheidungsstruktur, auf der Denkprozesse koordiniert werden, um zu einer Entscheidung zu kommen (das makrogenetische Modell), und dann auf einer zweiten Ebene, bei der es um die konkreten, individuellen Entscheidungsprozesse geht (das mikrogenetische Modell).

Beide Modelle werden in diesem Beitrag beschrieben, und ausgewählte Fallanalysen aus einer Interviewstudie mit 25 jungen Erwachsenen werden präsentiert. Wir benützen diese Daten um zu zeigen, dass, obwohl – es individuelle Unterschiede bei derartigen Entscheidungen gibt – jeder in gleicher Weise das makrogenetische wie auch mikrogenetische Modell "durcharbeitet". Unsere Analyse zeigt auch, dass das "volkstümliche" Modell, den Köörper als "Maschine" zu betrachten, in jedem Interview präsent war. Solche generellen "volkstümlichen" Modelle dienen als Rahmen für die detaillierten Entscheidungsprozesse zwischen der mikrogenetischen und der makrogenetischen Ebene. Der Entscheidung, Medikamente zu nehmen, während man mit einer kleineren Krankheit kämpft, liegt also – wie wir in diesem Beitrag beschreiben und diskutieren – ein komplexer psychologischer Vorgang zugrunde.

Keywords: Medikamente, Krankheit, Entscheidungen treffen, kognitive Heuristiken, makrogenetische und mikrogenetische Prozesse

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 10.05.2004

Volume 5, No. 1   Inhaltsverzeichnis

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(ISSN 1438-5627)

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