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Volume 6, No. 1, Art. 23 Januar 2005Zur Genese von Bedeutung durch AmbivalenzEmily Abbey & Jaan Valsiner (USA)Zusammenfassung: Ambivalenz ist ein Schlüsselbegriff, der in den meisten grundlegenden Feldern der Psychologie so z.B. in der Wahrnehmungs-, Persönlichkeits-, Kommunikations- und Kognitionsforschung verwendet wird. Dabei wurde aber meist die Relevanz von Ambivalenz für Prozesse der Bedeutungs- und Sinnkonstruktion übersehen. Alle Bedeutungen werden in der Gegenwart geschaffen (wobei vergangene Erfahrungen in diesem Prozess integriert werden) in ihrem Bezug auf eine Zukunft, die aber niemals vollständig durch die Gegenwart determiniert werden kann. In dem von uns skizzierten Entwicklungsmodell zeigen wir, wie Bedeutungen im Spannungsfeld zwischen Gegenwart und Zukunft entstehen. Hierzu werden drei Verläufe unterschieden: Erstens erreicht der Prozess der Bedeutungskonstruktion und -zuschreibung im Falle des Fehlens von Ambivalenz einen gewissen Status quo und fällt danach ab. Zweitens führt schwache Ambivalenz zu sprunghaften Start- und Stoppbewegungen im Prozess der Bedeutungsgenese entlang von auslösenden Zeichen. Solche Zeichen "kontrollieren" Bedeutungen in der Gegenwart nur probeweise und vorläufig, ohne dabei mögliche zukünftig zu erschließende Bedeutungen grundsätzlich einzuschränken. Drittens führt hohe Ambivalenz zum Aufkommen "starker" Zeichen, die zur Aufgabe haben, Ungewissheit bezüglich der Gegenwart werdenden Zukunft einzuschränken. Zur Veranschaulichung des Modells werden empirische Daten aus einer mikrogenetischen Studie zur Konstruktionsprozessen von Bedeutung/Sinn in der Entwicklung junger Erwachsener verwendet. Keywords: Ambivalenz, Unsicherheit, Mikrogenese, semiotische Mediation, semiotische Emergenz, Zweideutigkeit, pre-control, attractor point, projektive Kontextualisierung Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 03.01.2005 Volume 6, No. 1 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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