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Volume 7, No. 1, Art. 26 – Januar 2006 Die Beurteilung des Risikoverhaltens Dritter Nigel Harvey, Matt Twyman & Clare Harries (Großbritannien) Zusammenfassung: Personen urteilen oft über die Risikopräferenzen von anderen: Ärzte urteilen über ihre Patienten, Anwälte über ihre Klienten, Finanzmanager über ihre Investoren, Eltern über ihre Kinder und Helfer über die auf sie Angewiesenen. Wie kommen diese Urteile zustande? In welchem Verhältnis stehen die Urteile zu den eigenen Risikopräferenzen? Forschung in anderen Bereichen sozialen Urteilens hat gezeigt, dass Personen "egozentrisch" sind: Sie urteilen über andere in der selben Weise, wie sie über sich selbst urteilen. Für den Bereich finanziellen Risikohandelns fanden HSEE und WEBER (1997) diese Form von "Egozentrismus", wenn die Urteilenden glaubten, sich in den Anderen hineinversetzen zu können. War dies nicht der Fall, unterstellten sie, die anderen seien wenig risikofreudig bzw. risikovermeidend. Unsere Forschung zu den Bereichen Freizeit, Drogenkonsum, Öffentliche Verkehrsmittel und Beruf replizieren die Ergebnisse von HSEE und WEBER nur für Bereiche risikovermeidenden Verhaltens, nicht jedoch für risikofreundliches Verhalten. Wir diskutieren die Gründe für Risiko vermeidendes Handeln und identifizieren eine Reihe von Faktoren, die das Ausmaß von Unterschieden zwischen Selbst- und Fremdbeurteilungen der Risikoakzeptanz beeinflussen. Keywords: Risikopräferenzen, Egozentrismus, Selbstverstärkung, stellvertretendes Entscheiden, soziales Urteilen Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 03.01.2006 Volume 7, No. 1 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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