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Volume 8, No. 1, Art. 12 – Januar 2007

Vom Herstellen eines rechtlichen Notfalls. Die Anwaltskanzlei von ihrer schnellsten Seite

Alexander Kozin (Deutschland)

Zusammenfassung: Dieser Aufsatz untersucht die Herstellung eines rechtlich relevanten symbolischen Objektes, des "Notfalls". Die Untersuchung wird aus phänomenologischer Perspektive durchgeführt. Als theoretischen Einstiegsrahmen verwende ich HUSSERLs Kritik der Mathematisierung der Lebenswelt. Dadurch zeige ich, dass der Notfall als zeitlicher Zustandsmodus aufgefasst werden kann. Unter Zuhilfenahme der workplace studies exportiere ich phänomenologische Einsichten in eine sozialwissenschaftliche Sphäre. Aus dieser Perspektive stellt sich der rechtliche Notfall als ein Mittel dar, das dazu dient, ein lebensweltliches Original (die Narration des Klienten) in ein im Rechtsdiskurs und seinen Materialitäten gründendes rechtsspezifisches zeitliches Ereignis zu minimieren, mechanisieren, transformieren und rekonstituieren. Gemäß diesem Verständnis ähnelt eine Rechtsanwaltskanzlei einem Labor, dessen Ziel epistemische Enkulturation ist. Bei meiner Analyse des rechtlichen Notfalls als "Werden" verwende ich datenbasiertes Material, das im Rahmen von umfangreichen Feldforschungen in einer Rechtsanwaltskanzlei in den Vereinigten Staaten gesammelt wurde. Abschließend stelle ich ausgehend von Gilles DELEUZE, der das Recht an der Schnittstelle von "Material" (Diskurs) und "Kräften" (Handlungen) sieht, theoretische Überlegungen zu den sozialen Konsequenzen des rechtlichen Notfalls an.

Keywords: Anwaltskanzlei, Notfall, Zeitlichkeit, Technologie

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 19.12.2006

Volume 8, No. 1   Inhaltsverzeichnis

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(ISSN 1438-5627)

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