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Volume 8, No. 1, Art. 2 – Januar 2007 Die Zeit der Materialität Estrid Sørensen (Deutschland) Zusammenfassung: Während Zeit und Raum in den Sozialwissenschaften eine klassische Dualität darstellen, schlägt dieser Artikel eine Sichtweise auf Zeit, Raum und Materialität als im Kern zusammengehörig vor. Als eine der herausragenden Beteiligten an gegenwärtigen Diskussionen über Materialität in den Sozialwissenschaften betonen die Science and Technologie Studies (STS) relationale Ansätze. Jedoch mangelt es den STS an einer klaren, relationalen Definition von Materialität, vielmehr neigen sie dazu, sich auf das Handeln eigenständiger Entitäten wie etwa auf das Handeln von Materialitäten zu konzentrieren. Dieser Aufsatz stellt eine relationale Definition von Materialität vor, Dies impliziert, die Frage nach der Zeit von Materialität empirisch zu wenden. Es wird argumentiert, dass Materialität in ihrer Eigenschaft als relational räumlich untersucht werden muss, weshalb ein raumbezogener Ansatz zur Beschreibung von Beziehungsmustern vorgestellt wird. Auf Grundlage von Feldforschungen in einem Klassenzimmer und einem Computerraum einer Grundschule werden dreierlei Materialien analysiert: die Tafel, ein Hochbett und eine vernetzte, virtuelle 3D-Umgebung. Die empirischen Beschreibungen identifizieren drei unterschiedliche Materialitäten, und es wird gezeigt, wie Zeit in jeder von ihnen unterschiedlich geformt ist. Zeit, so wird argumentiert, ist ein emergenter und charakterisierender Aspekt von Materialitäten als räumlichen Formationen. Keywords: Materialität, Zeit, Raumanalyse, STS, Actor-Network Theorie, Lerntechnologien, Grundschule Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 20.12.2006 Volume 8, No. 1 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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