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Volume 1, No. 2 Juni 2000
Qualitative Familien- und Kommunikationsforschung
Irmentraud Ertel
Zusammenfassung: Qualitative
psychologische Familien- und Kommunikationsforschung konzentriert sich auf
die Untersuchung familialer Alltagskommunikation von Familien als soziale
Einheiten. Dabei werden videographierte Alltagsgespräche von "ganz
normalen Familien" auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen
empirisch analysiert, um unter entwicklungspsychologischer Perspektive die
Frage nach der Veränderung familialer Systeme zu beantworten.
Keywords: Qualitative
Familienforschung, Alltagskommunikation, Kommunikationsstile, authentische
Familiengespräche, familiale Beziehungen, Familie als Typus,
Entwicklungsprozesse, Inhaltsanalyse, Video als Forschungsinstrument, Qualitative Entwicklungspsychologie
1.
Ausgangsfragen und Hauptanliegen
2.
Traditionen im Feld der Familienforschung
3.
Eigene Forschungsaktivitäten
3.1
Die Forschungsobjekte: "Normale Familien"
3.2 Das Forschungsfeld: Alltag in Familien
3.3 Das Forschungsmaterial: Alltagsgespräche ein
Beispiel
3.4 Der empirische Zugang: unterschiedliche
Analyseebenen familialer Alltagskommunikation
3.4.1 Die
Transkripterstellung
3.4.2 Die Zusammenfassungen
3.4.3 Die SprecherInnenwechsel
3.4.4 Die Gesprächsbeteiligung
3.4.5 Die Themenwahl
3.4.6 Die GesprächspartnerInnen und ihre Themen
3.4.7 Die Kommunikationsstile
3.4.8 Die Funktionen
4. Die
Forschungsintentionen
4.1 Die Familie als
Einzelfall
4.2 Die Charakteristika familialer Alltagskommunikation
4.3 Die Familie als Typus
4.4 Die Entwicklungsprozesse in Familien
4.5 Der Nutzen der Forschung
5. Zusammenfassung
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Ausgangsfragen und Hauptanliegen
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Wie soll eine in der Psychologie
angesiedelte Kommunikationsforschung betrieben werden, die den Ansprüchen
einer entwicklungspsychologisch ausgerichteten Familien- und
Gruppenforschung genügt? Wie kann dabei zusätzlich in den
unterschiedlichen Phasen der Forschungstätigkeit eine
qualitativ-psychologisch orientierte Forschungsstrategie verfolgt werden?
Wie läßt sich eine theoretisch begründete und methodisch fundierte
Kommunikations- und Gesprächsforschung als Alltagsforschung konzipieren?
Und schließlich: wie sieht diese Forschung konkret aus? [1]
In meinen Forschungsaktivitäten geht es
mir primär um Umsetzung einer qualitativ orientierten psychologischen
Familienforschung. Hauptanliegen sind dabei die Erforschung familaler
Beziehungen im Gegenstandsbereich der familialen Kommunikationsforschung.
Hierbei liegt mein Schwerpunkt auf der Untersuchung familialer
Alltagskommunikation. Ich konzentriere mich auf gewohnheitsmäßige, für
die Forschungsobjekte wiederkehrende Alltagsszenen. Als empirisches
Material benutzte ich per Video fixierte authentische Familiengespräche
und arbeite überwiegend mit Transkripten. [2]
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Traditionen im Feld der Familienforschung
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Im Bereich der Familienforschung führt
eine wichtige Traditionslinie zurück bis in die zwanziger Jahre. Damals
wurde die Familie bereits von BURGESS (1926) als eine Einheit miteinander
interagierender Persönlichkeiten definiert und damit auf die zentrale
Bedeutung der familialen Beziehungsgestaltung hin verwiesen, die sich u.a.
im kommunikativen Austausch der Familienmitglieder konkretisiert. Ein
weiterer Anknüpfungspunkt für meine Arbeiten findet sich bei HESS und
HANDEL (1959), die in der Familienforschung den Begriff der Familienkultur
eingebracht haben und davon sprechen, daß es sich bei der sozialen
Einheit 'Familie' um ganz eigene Welten im Sinne einer Mikrokultur mit
ihren eigenen Wertvorstellungen, Normen, Ritualen, Umgangsformen und
Gewohnheiten handelt. Als dritte Traditionslinie in der Familienforschung
spielt die Berücksichtigung der Erkenntnisse eine wesentliche Rolle, daß
Familien nicht als statisches Gebilde zu begreifen sind, sondern daß seit
den Arbeiten von DUVALL (1971) und ALDOUS (1978) Familien als dynamische
Einheiten konzeptualisiert werden, die einem ständigen Prozeß des
Wandels unterworfen sind. Familien sind demnach gefordert, die für die
einzelnen Familienmitglieder nötige Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten
und gleichzeitig den nötigen Raum und Freiraum für Veränderung
bereitzustellen. Nur so können die an die Familie herangetragenen
normativen Entwicklungsaufgaben in zufriedenstellender Weise für die
jeweiligen Familienmitglieder gemeistert werden. [3]
In Bezug auf den Gegenstandsbereich der
familialen Kommunikationsforschung bedeutet das Anknüpfen an die gerade
aufgeführten Traditionen, Familien nicht nur auf der individuellen Ebene
oder auf der Ebene der Subsysteme zu untersuchen hier überwiegen die
Betrachtung von Dyaden wie etwa Mutter-Kind-, Vater-Mutter- oder
Geschwisterdyaden. Vielmehr soll auch die Ganzheit im Mittelpunkt des
Interesses stehen, wobei sowohl die Besonderheit einer jeden Familie
aufgrund ihrer unverwechselbaren eigenen Kommunikationsgeschichte im Auge
zu behalten und die Frage der Veränderung der Einheit Familie im
Forschungsfeld der familialen Kommunikation zu thematisieren ist. [4]
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Eigene Forschungsaktivitäten
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Die Forschungsobjekte: "Normale Familien"
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Bei der Erforschung familialer
Kommunikation konzentriere ich mich auf die Familie als Ganzes. Mir geht
es gezielt darum, Familien als soziale Einheit, sprich als Gruppe, zu
untersuchen. Diese "Beobachtungseinheit" ist nötig, um das
komplexe interaktive Geschehen aller zur jeweiligen Familie zählenden
Mitglieder in actu begreifen und analysieren zu können. Tatsache ist, daß
diese Blickrichtung eine neue Herausforderung darstellt. In der aktuellen
Familienforschung wird der Familie als Ganzer bislang kaum Beachtung
geschenkt. Vielmehr ist es üblich, mit Daten zu hantieren, die von
einzelnen Individuen oder von einzelnen familialen Dyaden stammen (HOFER,
YOUNISS & NOACK 1998). Als überdenkenswert erscheint dabei, daß
FamilienforscherInnen trotzdem beanspruchen, Aussagen über den
Untersuchungsgegenstand Familie zu tätigen, ohne selbstkritisch zu
realisieren, daß die Untersuchungseinheit "Familie als Ganze"
tatsächlich nicht ins Visier genommen wurde. Hierbei schleichen sich
Generalisierungen ein, die nicht haltbar sind. Schließlich liefert diese
Art Forschung Daten über die untersuchten Individuen oder Dyaden als
Untersuchungseinheiten und noch keine Daten über die Gruppe Familie als
Untersuchungsgegenstand, so daß Schlußfolgerungen, welche die Gruppe
betreffen, einem Kategorienfehler aufsitzen (SCHUMACHER 1995). [5]
Im Zuge der sogenannten Ausdifferenzierung
familialer Lebensformen ist es wichtig, die tatsächlich gelebten
familialen Einheiten als Forschungsobjekte auszuwählen. Das heißt nichts
anderes, als daß die "Untersuchungseinheit Familie" sehr
variabel und nicht reduzierbar ist auf bspw. die Kernfamilie. Je nach
Familienform (Alleinerziehende, traditionelle Kleinfamilie, Stepfamilie
...) und gelebter Familienrealität (mit anderen Personen und Generationen
zusammenlebende Gemeinschaften) besteht die soziale Einheit Familie aus
sehr unterschiedlichen Personen. In meinen Forschungen untersuche ich
derzeit Familien, die als "biologische Familien" bezeichnet
werden. Darunter versteht man Eltern mit ihren leiblichen Kindern, also
Familien, die keine Trennung, Scheidung oder Wiederverheiratung erlebt
haben. Diese Familienform ist besonders gut geeignet, wenn es darum geht,
familiale Kommunikationswelten zu erforschen, weil solche Familien als
Einheiten über eine jahrelange gemeinsame Kommunikationsgeschichte verfügen.
[6]
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Das Forschungsfeld: Alltag in Familien
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Die Kommunikationsforschung ist in
Anlehnung an ethnographische Traditionen im sozialen Feld der
Forschungsobjekte selbst angesiedelt, d.h. ich habe Familien in ihrem
Lebensbereich aufgesucht, um sie dort unter "normalen
Bedingungen" zu erleben und zu studieren. Mir geht es darum,
authentisches Gesprächsmaterial für die Analysen familialer
Kommunikation zu verwenden, d.h. Gespräche zu analysieren, die tatsächlich
in Familien stattgefunden haben, im Unterschied etwa zu der Befragung
einzelner Familienmitglieder über Spezifika der Kommunikation in ihrer
Familie. Hinter dieser "Forschungsstrategie" steht der Anspruch
an eine empirische Authentizität, sprich: es geht mir um die ökologische
Validität des Gesprächmaterials (DEPPERMANN 1999). Konkret bedeutet das,
die Familien in der ihnen gewohnten, häuslichen Umgebung mehrfach zu
besuchen und dort, je nach Entwicklungsstand der Familie, adäquate
Untersuchungssituationen zu wählen, die für die Forschungsobjekte
relevant sind, d.h. in einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinden. Mir
ist es dabei wichtig, Alltagsszenen in Familien zu erfassen, die von der
Familie selbst "inszeniert" werden. Konkrete Alltagsroutinen wie
Mahlzeiten stellen sich dabei geradezu als "ideales
Forschungssetting" dar, familiale Wirklichkeiten zu untersuchen.
Familienessen als kommunikatives Ereignis sind der zentrale Ort für die täglich
sich fortsetzende und erweiternde Interaktionsgeschichte, für die
Aufrechterhaltung eines Selbstbildes der Familie und die Definition eines
umfassenden Weltbildes. Die Bedeutung von Alltagsritualen wie Mahlzeiten
wiegt um so mehr, je verflochtener sich die individuellen Tagesabläufe
der einzelnen Familienmitglieder in unterschiedlichen gesellschaftlichen
Bereichen wie Arbeit, Bildung, Vereinen usw. anspielen. Kurzum: Die
Forschungsobjekte werden im Rahmen ihres Alltagshandelns bspw. während
bestimmter Alltagsrituale untersucht (ROTHENBUHLER 1998). Dadurch wird
bereits bei der Erhebung von Daten die Komplexität familialer
Alltagskommunikation in angemessener Weise respektiert. Als empirisches
Material können dann familiale Alltagsgespräche verwendet werden und
nicht zum Untersuchungszweck von ForscherInnen konstruierte "Gespräche"
mit vorgegebener Aufgabenstellung und zu besprechenden Themen. In diesem
Sinne handelt es sich bei den Tischgesprächen um authentische Gespräche
von Familien. [7]
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Das Forschungsmaterial: Alltagsgespräche ein Beispiel
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Ich stelle nun eine Szene aus einem
videographierten Familiengespräch vor, um einen Einblick zu geben in das
empirische Material. Es handelt sich dabei lediglich um einen kleinen
Ausschnitt familialer Alltagskommunikation, den ich aus einer aktuellen
Studie mit einem Pool von 36 analysierten Gesprächen herausgreife. Die 36
Gespräche stammen von 18 Berliner Familien, die im Rahmen einer Längsschnittstudie
des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin vier Jahre lang an
der Untersuchung "Von der Kindheit zur Jugend in der Familie"
teilgenommen haben (KREPPNER 1989). Die 18 von mir untersuchten Familien
sind eine Teilstichprobe der insgesamt 68 Familien umfassenden
Gesamtstichprobe. Die Berufe der Eltern sind breit gestreut: Busfahrer,
Krankenschwester, Kaufmann, Buchhändlerin, Ärztin, Hausfrau,
Berufsberater, Lehrerin, Angestellter und Studentin. Die 18 Familien sind
sogenannte "biologische Familien" und haben zwei Kinder. Die
meiner Untersuchung zugrundeliegenden 36 Familiengespräche zeigen die 18
Familien zu Beginn der Längsschnittuntersuchung und vier Jahre später.
Die Gespräche sind allesamt während alltäglicher Mahlzeiten geführt
worden, d.h. wir haben es hier mit einem Ausschnitt aus einem Tischgespräch
einer vierköpfigen Familie zu tun: Mutter und Vater, 12- und 7-jähriges
Kind. Ich werde das Beispiel im weiteren dafür nutzen, andeutungsweise zu
zeigen, auf welche Aspekte familialer Alltagskommunikation meine Forschung
gerichtet ist. [8]
Vorweg noch eine kurze Szenenbeschreibung
zum leichteren Verständnis der Gesprächspassage: Die Familienmitglieder
sind während des Abendessens damit beschäftigt, das anstehende
Weihnachtsfest zu organisieren. Sie entwickeln gemeinsam konkrete Vorschläge
für die Gestaltung der Feiertage und bedenken dabei für sie wichtige
Faktoren wie etwa die Frage, wer einkaufen geht, wo und wann man den
obligatorischen Tannenbaum ersteht, wann die Tanne geschmückt werden
soll, welche Termine ausgemacht sind usw. Hier nun der Gesprächsausschnitt
der Familie Zöppritz. Die Nummern am linken Seitenrand stehen für die
beteiligten Familienmitglieder Vater, Mutter, älteres Kind und jüngeres
Kind, wobei die realisierten SprecherInnenwechsel differenziert
festgehalten werden, wie unter 3.4.3 erläutert wird.
01 Mit Annette hab ich heut telefoniert,
zwei Termine ausgemacht.
03 Am dreiundzwanzigsten gehen wir hin, wir alle.
13 Und fünfundzwanzigsten.
05 Da bin ich ja mit Herbert in der Garage.
01 Ja, meint Herbert gleich morgen.
05 Hm.
09 Und am einundreißigsten.
01 Daß ihr dann mittags wieder zurück seid.
05 Hm.
01 Muß ick doch alleine einkaufen.
05 Ick mach das vorher noch.
01 Mußte Freitag denn gehen.
05 Hm.
01 ....
02 Und wir gehen dann um fünf alle hin, um siebzehn Uhr, is
ein Tag vor Heiligabend, und dann feiern wir Weihnachten mit denen
schon.
09 Oh.
08 Toll, schön.
03 Siebzehn Uhr, denn müssen wir aber um siebzehn Uhr den
Weihnachtsbaum geschmückt haben.
05 Wieso is erst einen Tag vor Heiligabend?
01 Wann sollen wir denn den schmuecken?
05 Am Heiligabend.
16 Hm.
01 Machen wir das nich immer 'nen Tag vorher?
13 Ja, machen wir.
05 Wir haben doch Zeit, sonntags kannste nichts einkaufen.
01 Ja stimmt, dann schmuecken wir ihn Sonntagmorgen.
05 Ja.
09 Und Sonntag nachmittag gibt's die Bescherung.
02 Wir alle oder?
09 Ihr denk ich.
02 Ja.
09 Wir können auch machen.
13 Edith, Sonntag morgen, wenn ich dir helfen darf, dann sagst du immer,
wann machen wir das.
08 Wann kaufen wir denn unsern Weihnachtsbaum?
01 Auf jeden Fall am Tage, nich wieder im Dunkeln.
13 Sonst haben wir wieder so 'ne Krücke.
10 Ich hab so einen schönen gesehen, da könnten wir hin.
02 Wo war denn das?
06 Wo denn?
10 Rathaus Schöneberg, nee Rathaus Tempelhof.
05 Warum habt ihr ihn nicht gekauft?
01 Weil wir mit dem Auto vorbeigefahren sind.
05 Da habt ihr 'ne schöne Tanne gesehen?
01 Ja, beim Vorbeifahren.
05 Aha.
01 Ne wunderschöne.
05 Die möcht ich sehen.
10 So groß und voll.
06 Dat is zu klein.
02 Die war größer.
16 So.
02 Die war so groß wie du.
09 Wie ich?
05 Dat is doch viel zu klein, ich denk wir wollen 'ne große haben.
01 Na Mensch, wie willste in diesem...
10 Bis zur Decke?
01 In dem kleenen Haus hier wat hinstellen?
13 Nee, geht nich.
11 Nee.
13 Sicher bis zum Schlafzimmer so 'ne
11 Guck mal Timo, so.
04 Auf jeden Fall holen wir den am Tag.
05 Zwei Termine hast du mit Annette, ja wann, noch 'n Termin?
01 Am siebenundzwanzigsten abends dann, aber ohne Kinder.
05 Dat is dann...
09 Is ja nett.
02 Ja, nur so.
06 Oma is doch da, könnt ihr mit Oma...
Soweit die "Weihnachtsszene" im
Tischgespräch der Familie Zöppritz. [9]
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Der empirische Zugang: unterschiedliche Analyseebenen familialer Alltagskommunikation
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Ich beschreibe im folgenden einige
empirische Auswertungsschritte, die ich im Rahmen einer Studie entwickelt
habe. Zum Verständnis der unten dargestellten Schritte sei angemerkt, daß
es sich dabei nur um einen Ausschnitt der empirischen Analysen handelt. In
diesem Sinne sind die aufgeführten Punkte als Grobskizze der tatsächlichen
Untersuchung zu verstehen. [10]
3.4.1 Die
Transkripterstellung
Zunächst werden wortwörtliche Transkripte
der gesamten Gespräche erstellt, die den Kommunikationsfluß der Gesprächsäußerungen
der Familienmitglieder in seiner chronologischen Abfolge wiedergeben. So
kann der Gesprächsverlauf auf verbaler Ebene inhaltlich vollständig
abgebildet werden. Bei Gesprächen mit mehr als vier Personen sieht die
Lage anders aus. Hier teilen sich die Familienmitglieder zeitweise in
Untergruppen und führen zeitlich gesehen parallel verlaufende Dialoge.
Hier wäre eine vollständige Rekonstruktion der Gesprächsbeiträge nicht
oder nur schwer machbar. Bei den Tischgesprächen mit einer Anzahl von
vier Familienmitgliedern ist die Transkription aller Beiträge gerade noch
praktikabel. [11]
3.4.2 Die
Zusammenfassungen
Für jedes Familiengespräch wird eine
Zusammenfassung formuliert, welche die wesentlichen Gesprächsinhalte, die
beteiligten Personen, die Stimmung bei Tisch und einen Gesamteindruck des
"kommunikativen Miteinanders" festhalten. Die Zusammenfassungen
dienen zum einen als Orientierung für die folgenden systematischen
Analysen familialer Kommunikation, zum anderen kann während des
Forschungsprozesses das gesamte Gespräch einer Familie schnell wieder in
Erinnerung geholt werden. [12]
3.4.3 Die
SprecherInnenwechsel
Die SprecherInnenwechsel werden als das
konstituierende Moment eines jeden Gesprächs zum definitorischen
Bestimmungsstück und unabhängig von diversen Forschungsrichtungen als
das Kernstück der Kategorie 'Gespräch' begriffen (vgl. HENNE &
REHBOCK 1982). In der Gesprächschronographieforschung gilt der
SprecherInnenwechsel als ein Aspekt der Wortführung (FELDSTEIN
& WELKOWITZ 1982). In meiner Untersuchung spielt ein weiterer
Aspekt eine zentrale Rolle. Es handelt sich um die Adressiertheit der
Gesprächsbeiträge, welche die SprecherInnenwechsel zusätzlich
spezifizieren. Es zeigt sich bei der Analyse der videographierten
Familiengespräche, daß die vier Familienmitglieder empirisch in Bezug
auf die Gesprächsrichtung einer Äußerung ein dialogisches Prinzip
praktizieren. Dies bedeutet, daß ein Beitrag eines Familienmitglieds ganz
konkret an eine andere Person adressiert ist, wenngleich der Gesprächsinhalt
für alle Anwesenden hörbar ist. Über die konkrete personale
Gerichtetheit einer Gesprächsäußerung hinaus realisieren die Mitglieder
eine zusätzliche Variante: Einige Beiträge werden an kein bestimmte
Familienmitglied oder aber an alle gemeinsam adressiert. Aufgrund der
Anzahl der interagierenden GesprächspartnerInnen es sind jeweils vier
Familienmitglieder ins Gespräch involviert wird auf gesprächsorganisatorischer
Ebene jeder Gesprächsbeitrag dahingehend analysiert, von wem er stammt
und an wen er gerichtet ist. So kann die Adressiertheit der Gesprächsäußerungen
anhand der Analyse der Videos im Detail rekonstruiert werden. [13]
Die Rekonstruktion der SprecherInnen samt
der Gerichtetheit der Beiträge wird nicht zum Selbstzweck betrieben. Sie
dient dazu, den Gesprächsverlauf generell inhaltlich nachvollziehen zu können.
Nur so können einzelne Gesprächsszenen in späteren Analyseschritten adäquat
interpretiert werden. Zusätzlich wird die Kommunikationsdichte auf
innerfamilialer Ebene beschreibbar. Die numerischen Kodes mit den Zahlen
01 bis 16 stehen jeweils für eine der 16 von den Familienmitgliedern
realisierten SprecherInnenwechsel. Die Ziffern bedeuten dabei folgendes:
01: Mutter spricht an Vater,
02: Mutter spricht an Kind1, (älteres Kind)
03: Mutter spricht an Kind2, (jüngeres Kind)
04: Mutter spricht an alle oder niemanden. Entsprechend gilt für den
Vater:
05: Vater spricht an Mutter,
06: Vater spricht an K1,
07: Vater spricht an K2,
08: Vater spricht an alle oder niemanden. Und für das ältere der
beiden Geschwister gilt:
09: Kind1 spricht an Mutter,
10: Kind1 spricht an Vater,
11: Kind1 spricht an Kind2,
12: Kind1 spricht an alle oder niemanden. Und für das jüngere
Geschwister gilt:
13: Kind2 spricht an Mutter,
14: Kind2 spricht an Vater,
15: Kind2 spricht an Kind1,
16: Kind2 spricht an alle oder niemanden.
Hier mein Vorschlag: Lesen Sie aufgrund der
Kodierungen noch einmal obiges Beispiel, und versuchen Sie, das Gespräch
in ihrer Vorstellung mitzuverfolgen. Sie erhalten einen Eindruck davon,
wie komplex ein Alltagsgespräch einer vierköpfigen Familie bereits auf
der Ebene der Gesprächsorganisation abläuft! [14]
3.4.4 Die Gesprächsbeteiligung
Anhand des oben entwickelten Verfahrens,
welches die SprecherInnenwechsel jeweils für das ganze Familiengespräch
chronologisch im Detail erfaßt, mache ich konkrete Aussagen zu den Gesprächsbeteiligungsverhältnissen
auf inner- und intrafamilialer Ebene. Interessant ist dabei, daß die
Familienmitglieder auf innerfamilialer Ebene sehr unterschiedlich in die
Kommunikation einbezogen sind. Es konnte beispielsweise gezeigt werden, daß
die beiden Geschwisterkinder in die Kommunikation mit ihren Elternteilen
unterschiedlich involviert sind. Die älteren Kinder sind deutlich mehr in
die Gespräche einbezogen, als die jüngeren Geschwisterkinder. Solche
Erkenntnisse sind, um nur eine Beispiel zu nennen, im Zusammenhang
entwicklungspsychologischer Konzepte, wie dem Non-shared-Enviroment Ansatz
von ROWE und PLOMIN (1981), der die unterschiedlichen
Sozialisationsbedingungen für Geschwisterkinder in ein und derselben
Familie thematisiert, aufschlußreich. Unterschiede im elterlichen
Verhalten gegenüber ihren Kindern können auf Grundlage der Analyse von
Familiengesprächen empirisch belegt werden. [15]
3.4.5 Die Themenwahl
Die familiale Alltagskommunikation kann im
Bezug auf die angesprochenen Themen als ein Gespräch beschrieben werden,
welches polythematisch angelegt ist, d.h. die Familienmitglieder kommen
vom "Hölzchen auf's Stöckchen". Eine für alle Gespräche
angefertigte Themenanalyse zeigt zum einen die Themenprofile der einzelnen
Familien, darüber hinaus legt sie die Bandbreite der von den Familien
angesprochenen Themen dar. Obiges Beispiel demonstriert ein Beispiel für
die Kategorie "Festtage", konkret: Weihnachten. Weitere Gesprächsthemen
in Familien aus der gesamten Themenpalette sind: Schule, Persönliches,
Tagesgeschehen, Arbeit, Freunde, Essen, Reise, Befindlichkeit,
Vorkommnisse und Benehmen. Interessant ist die Tatsache, daß sich das
Themenrepertoire der untersuchten Stichprobe quasi an zwei Händen abzählen
läßt. Dies ist geradezu eine ideale Voraussetzung zur Untersuchung und
Klärung der Frage, wie Familien die prinzipiell gleichen
Alltagsthemen besprechen, diskutieren und abhandeln. [16]
3.4.6 Die GesprächspartnerInnen und ihre Themen
Die beiden unterschiedlichen Gesprächsebenen,
die Ebene der Beteiligung und die Ebene der Themen können zusammen
daraufhin analysiert werden, welche Familienmitglieder sich bei welchen
Gesprächsthemen zu Wort melden. Gibt es etwa Themen, die ausschließlich
zwischen bestimmten Familienmitgliedern verhandelt werden oder werden die
Gesprächsinhalte als Familienthemen abgehandelt? Gibt es bevorzugte
elterliche Themen, und gibt es neue Themen in ein und derselben Familie
vier Jahre später, oder bleibt es bei denselben Themen? [17]
3.4.7 Die Kommunikationsstile
Einzelne Gesprächsszenen, aber auch ganze
Familiengespräche können in weiteren Schritten interpretiert werden, um
genauer zu erfassen, wie die Kommunikationsstile der Familien zu
beschreiben sind. Hierbei wird also versucht, das Miteinander der
Familienmitglieder im kommunikativen Austausch zu qualifizieren, etwa mit
Begriffen wie: sich gegenseitig unterstützen, sich abfragen,
reglementieren, sich gegenseitig aufziehen, aufeinander eingehen, bloßstellen.
Fragen nach dem familialen Kommunikationsstil sind besonders interessant
im Hinblick auf die Funktionalität von Familiensystemen. Insbesondere für
die in Familien Heranwachsenden stellt die familiale Kommunikation das
"beziehungsgestalterische Grundkapital" dar, das sie von
Kindesbeinen an vermittelt bekommen. [18]
3.4.8 Die Funktionen
MACKELDEY (1987) benennt vier verschiedene
Grundfunktionen von Alltagskommunikation: 1.) die Steuerung einer
gemeinsamen-gegenständlichen Tätigkeit, 2.) die Steuerung
theoretisch-erkennender, planerischer Tätigkeiten, 3.) die Herstellung
und Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Kontakte und schließlich 4.)
die Möglichkeit zur Affektentladung. Diese zunächst theoretisch
hergeleiteten Grundfunktionen, die sich allesamt auf die essentielle
Bedeutung von Sprache beziehen, nämlich auf die Verwendung der
Sprache selbst, lassen sich empirisch in den Familiengesprächen
nachweisen. Obige Weihnachtsszene der Familie Zöppritz steht Pate für
die zweite Grundfunktion von Alltagsgesprächen, die Steuerung
planerischer Tätigkeiten. Planerische Aktivitäten, wie sie die
dargestellte Szene zeigt, sind typisch für die Familie Zöppritz. Eine
empirische Analyse im Hinblick auf die Funktionen der Tischgespräche läßt
Rückschlüsse auf intrafamilialer Ebene zu und verweist darüber hinaus
auf die Bedeutung sozialer Episoden, wie z.B. gemeinsame Mahlzeiten und
Interaktionsroutinen im Alltag von Familien. [19]
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Die Forschungsintentionen
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Die oben skizzierte Darstellung der
unterschiedlichen Analyseebenen gab Aufschluß über die konkrete
empirische Forschungstätigkeit. Hier nun in Kürze die übergeordneten
Intentionen, die ich mit einer qualitativ orientierten psychologischen
Familien- und Kommunikationsforschung verfolge. [20]
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Die Familie als Einzelfall
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Die Konzentration der
Kommunikationsforschung auf den Einzelfall im Sinne einer ideographischen
Forschungsstrategie hat in meinen Forschungen Vorrang, um die
innerfamiliale Dynamik einer konkreten Familie in ihrer Besonderheit und
Originalität zu begreifen. Die Nachvollziehbarkeit des Gesprächverlaufs
aufgrund ganz eigener Sprach- und Kommunikationswelten einzelner Familien
sowie der hohe Grad an Bedeutungsverschlüsselung der Gesprächsbeiträge
aufgrund einer zum Teil über Jahre und Jahrzehnte andauernden
Interaktions- und Kommunikationsgeschichte von Familien machen diese
Arbeit zum Kernpunkt der empirischen Arbeit. [21]
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Die Charakteristika familialer Alltagskommunikation
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Beim Generieren der verschiedenen
Kategorien für die Kommunikationsanalysen orientiere ich mich an der
Spezifik des empirischen Materials. Letzteres meint, die spezifischen
Charakteristika familialer Alltagskommunikation zu berücksichtigen
wie oben beschrieben bspw. die Feinanalyse auf gesprächsorganisatorischer
Ebene mit ihren vielfältigen SprecherInnenwechseln, die Binnenstruktur
auf dyadischer Ebene, die polythematischen Rekonstruktion der Gesprächsverläufe,
die unterschiedliche Verwobenheit einzelner Familienmitglieder in diverse
Gesprächspassagen usw. Ich verzichte dabei bewußt auf die Verwendung
bestehender Kategoriensysteme aus der Kommunikationsforschung, da diese überwiegend
für Gesprächssituationen mit zwei Personen einerseits und im Rahmen
klinischer Studien andererseits entwickelt wurden. Hinter dem oben
skizzierten Vorgehen steht forschungsstrategisch gesehen die Entdeckung
einer gegenstandsbezogenen Theorie mit "optimaler Passung" von
Empirie und Theorie für den Gegenstandsbereich der familialen
Alltagskommunikation. [22]
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Mit Blickrichtung auf die Erforschung von
Kommunikationsstilen schließt sich an das am Einzelfall orientierte
methodische Vorgehen das Vergleichen verschiedener Familien und das
Konstruieren von Familientypen an. So generiere ich auf einer höheren
Abstraktionsebene Kommunikationsstile im Sinne von Typen. [23]
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Die
Entwicklungsprozesse in Familien
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Mit der Untersuchung familialer
Alltagskommunikation soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie sich
Entwicklungsprozesse in Familien abspielen. Zu diesem Zweck vergleiche ich
zwei Zeitpunkte mit einem Abstand von vier Jahren anhand derselben
Stichprobe von Familien mit denselben Alltagsszenen. Die Frage nach der
Veränderung von Familiensystemen läßt sich so anhand empirischer
Analysen familialer Kommunikation lebensnah im Alltag von Familien
studieren. [24]
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Empirisches Wissen über "ganz normale
Familien" ist bis dato in der psychologischen Familienforschung spärlich.
Im Sinne einer qualitativ orientierten Grundlagenforschung geht es darum,
Kenntnisse über und Einsicht in die Kommunikation klinisch
"nicht-auffälliger" Familien zu erlangen. Es geht darum, unter
einem entwicklungspsychologischen Fokus ein erweitertes Verständnis von
der konkreten Beziehungsgestaltung in Familien zu entwickeln. In einem
weiteren Schritt können Erkenntnisse dann für Fragestellungen aus der
klinisch und therapeutisch orientierten Familienforschung genutzt werden.
[25]
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Hauptanliegen meiner Forschungsaktivitäten
ist die Orientierung der psychologischen Familienforschung am Alltag der
Forschungsobjekte im Sinne eines möglichst sensiblen Einblicknehmens in
die gelebte Familienrealität ganz normaler Familien. Dabei nutze ich natürliche
Interaktionsszenen in der häuslichen Umgebung und erforsche familiale
Einheiten im Sinne der Ganzheit (HANDEL 1992). Als empirisches Material
interessiert mich dabei primär die familiale Kommunikation, so wie sie
von den Familienmitgliedern selbst im Rahmen alltäglicher
Interaktionsroutinen überwiegend als "en-passant Handlungen"
entsteht. Familiale Kommunikationsforschung wird dabei so betrieben, daß
die Einflußnahme der Forscherin im empirischen Feld auf ihre Anwesenheit
selbst beschränkt bleibt. In der aktuell laufenden empirischen Studie mit
18 Familien werden 36 Familiengespräche analysiert. Das Datenmaterial ist
überwiegend von mir selbst im Rahmen des Forschungsprojekts "Von der
Kindheit zur Jugend in der Familie", geleitet von Dr. K. KREPPNER
(vgl. 1989), am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, erhoben
worden. Bei der Auswertung ist es mir ein prinzipielles Anliegen, mich für
auftauchende neue Forschungsfragen im Forschungsprozeß offen zu halten.
Mit dieser Forschungshaltung im Hinterkopf wurde von mir ein Verfahren
entwickelt, welches unterschiedliche Analyseebenen der Kommunikation berücksichtigt,
wie bspw. die Gesprächsbeteiligung, Gesprächsthemen,
Kommunikationsstile, Gesprächsverläufe etc. Für die inhaltsanalytischen
Auswertungen familialer Alltagskommunikation ist mir ein computerunterstütztes
Vorgehen hilfreich, da es subjektive Interpretationsleistungen transparent
darstellen und Forschungsschritte im Auswertungsprozeß explizieren kann
(HUBER 1992). In der Forschungspraxis gelange ich über eine intensive
Beschäftigung mit Einzelfällen zur Rekonstruktion familialer
Kommunikationsstile, welche die Einzigartigkeit familialer
Kommunikationswelten betont (SILLARS 1995). Daran schließt sich die
Generierung von Kommunikationsstilen im Sinne von Typen an. Die
Untersuchung familialer Alltagskommunikation dient mir in einem übergeordneten
Sinne zur Erforschung von Entwicklungsprozessen in Familien. [26]
Aldous, J. (1978). Family careers.
New York: Wiley.
Burgess, E. (1926). The family as a unity
of interacting personalities. Family, 7, 3-9.
Deppermann, A. (1999). Gespräche
analysieren. Eine Einführung in konversationsanalytische Methoden.
Opladen: Leske & Budrich.
Duvall, E. (1971). Family development
(4. Auflage). Philadelphia: Lippincott.
Feldstein, S. & Welkowitz, J. (1982).
Gesprächschronographie Die objektive Bestimmung zeitlicher Parameter
in verbalen Interaktionen. In K. Scherer (Hrsg.), Vokale Kommunikation:
nonverbale Aspekte des Sprachverhaltens (S.105-121). Weinheim: Beltz.
Handel, G. (1992) The qualitative tradition
in family research. In J. Gilgun, K. Daly, & G. Handel (Hrsg.), Qualitative
methods in family research (S.12-21). Newbury Park: Sage.
Henne, H. & Rehbock, H. (1982). Einführung
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Hess, R. & Handel, G. (1959). Family
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Hofer, M., Youniss J. & Noack, P.
(Hrsg.) (1998). Verbal interaction and development in families with
adolescents. Stamford: Ablex.
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Irmentraud ERTEL
Disziplin: Psychologie
Studium: Psychologie (Freie Universität,
Berlin), Musik (Hochschule der Künste, Berlin)
Forschungsinteressen: Familienforschung,
Kommunikationsforschung, Beratungsforschung, Musikpsychologie, Qualitative
Methodologie und Methoden, Alltagsforschung
Kontakt:
Institut für Erziehungswissenschaft
Abt. Pädagogische Psychologie
Münzgasse 22-30
D 72070 Tübingen
Tel.: +49 / 7071 / 297 83 24
E-Mail: irmentraud.ertel@uni-tuebingen.de
Berliner Anschrift:
Mittenwalderstr. 17
D 10961 Berlin
Tel.: +49 / 30 / 695 07 512
E-Mail: irmentraud@telda.net
Bitte zitieren Sie diesen Beitrag wie folgt (und zusätzliche Absatznummern, wenn notwendig):
Ertel, Irmentraud (2000, Juni). Qualitative
Familien- und Kommunikationsforschung [26 Absätze]. Forum Qualitative
Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 1(2).
Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-00/2-00ertel-d.htm [Datum des Zugriffs: Tag, Monat, Jahr].
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Letzte Änderung: 25.02.2003
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(ISSN 1438-5627)
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