Unsere Autorin Angelika Birck ist tot. Sie starb – ganz plötzlich – am 7. Juni 2004 im Alter von 32 Jahren. Ihr Tod hat uns sehr bewegt. Ihr wissenschaftliches, praktisch-psychologisches und persönliches Engagement galt vor allem der Hilfe für Opfer von Gewalt – sexualisierter Gewalt und Folter-Opfern. Für unsere FQS-Debatte "Erfolgreich Sozialwissenschaft betreiben – Ethnographie der Karrierepolitiken einer Berufsgruppe" [Vol. 4, No. 2 (Mai 2003)] schrieb sie diesen Text mit dem Titel "Laura promoviert. Eine Satire in sieben Aufzügen". Sie kennzeichnete den Text damals als "rein literarisch und fiktiv" – was er naturgemäß nicht war. Er repräsentiert vielmehr ziemlich minutiös ihr Erleben der Geschichte ihres Promovierens im Dschungel der Bürokratie und des gutsherrlichen Gehabes in universitären Milieus in zwei Ländern. Von dieser Geschichte hatte ich einige Etappen mitbekommen und habe sie ermutigt, ihre "literarische Verarbeitung" als Text in unserer FQS-"Debatte" zur Ethnographie sozialwissenschaftlicher Milieus herauszubringen. Im Angesicht ihres plötzlichen Todes und ihrer kurzen Lebensspanne liest sich dieser Bericht noch einmal bedrängender. Wir sind froh und stolz, sie als Autorin zu haben.
 

Der Lebensgefährte von Angelika Birck – Dinu Gherman – hat zu ihrer Würdigung eine Website eingerichtet: Siehe http://www.angelika-birck.info/.
 

Für die FQS-Redaktion: Franz Breuer