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Volume 6, No. 2, Art. 42 – May 2005

Gegen den Strich lehren: Herausforderungen für die Lehre qualitativer Methoden in den Gesundheitswissenschaften

Joan M. Eakin & Eric Mykhalovskiy (Kanada)

Tagungsbericht:

Nationaler Workshop "Teaching Qualitative Research in the Health Sciences"

Toronto, Ontario, Kanada, 22.-23. Oktober 2004
Organisiert von Joan Eakin und Eric Mykhalovskiy

Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird über einen Workshop berichtet, der sich mit dem Charakter und den besonderen Herausforderungen qualitativer Forschung in gesundheitswissenschaftlichen Settings beschäftigte. Hintergrund für die Durchführung des Workshops war das wachsende Interesse an qualitativen Methoden in den Gesundheitswissenschaften bei zugleich ungenügendem pädagogischen Wissen und unzureichender institutioneller Unterstützung für qualitative Forschungsvorhaben. In unserer Perspektive sind mit der Lehre qualitativer Methoden in einer Umgebung, die quantitativ-basierte Wissensformen präferiert und in der unkonventionelle Forschungsansätze eher marginalisiert werden, einige besondere Herausforderungen verbunden. So sind aktuelle Veränderungen im Forschungskontext (Förderpolitik für angewandte Forschung) und im universitären Kontext (Tendenz zu schnellerer und kürzerer Ausbildung) nur schwer mit einigen zentralen Prämissen qualitativer Forschung vereinbar und können vereinheitlichende Konsequenzen für die studentische Ausbildung zur Folge haben. Hier kann die Lehre qualitativer Methoden über disziplinäre und professionelle Gräben hinweg und insbesondere für Studierende mit geringen oder fehlenden sozialwissenschaftlichen Kenntnissen einen kleinsten gemeinsamen Nenner eröffnen. Lehrende müssen hierbei jedoch mit störenden Effekten der kritischen Dimensionen von qualitativer Forschung auf Studierende und Universitätsangehörige umgehen, ebenso mit den strukturellen Zwängen und politischen Anforderungen, die aus der Betreuung von Qualifikationsarbeiten erwachsen. Doch trotz dieser Herausforderungen einer "Lehre gegen den Strich" lohnt es, qualitative Methoden in gesundheitswissenschaftlichen Kontexten zu lehren, und wir halten deshalb weitere Diskussionen für sinnvoll und potenziell auch eine Führungsrolle für aussichtsreich.

Keywords: Lehre, Gesundheitswissenschaften, strukturelle Zwängen, Störeffekte

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 26.05.2005

Volume 6, No. 2   Inhaltsverzeichnis

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(ISSN 1438-5627)

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