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Volume 7, No. 4, Art. 10 – September 2006 Kontexte verstehen: Mehrsprachige qualitative Forschung als Sekundäranalyse qualitativer Daten Bogusia Temple, Rosalind Edwards & Claire Alexander (UK) Zusammenfassung: Forschung mit Teilnehmer(inne)n, die über andere muttersprachliche Kompetenzen verfügen als die im jeweiligen Forschungsprojekt dominanten, erfordert in der Regel die Zusammenarbeit mit Interpret(inn)en und Übersetzer(inne)n, die deren Sprachen beherrschen. Diese führen Interviews durch und erstellen dann Texte in anderen als den Herkunftssprachen der Forschungsteilnehmer(innen). Dennoch werden die Ergebnisse solcher mehrsprachigen Forschungen meist präsentiert, als handele es sich um eine Analyse von Primärdaten. Wir versuchen dementgegen zu zeigen, dass in dieser Weise mehrsprachig erhobene Daten in vieler Hinsicht Ähnlichkeiten mit Sekundäranalysen aufweisen, denn Fragen nach der Bedeutung des Kontextes, in dem die Daten generiert wurden, sind zentral für mehrsprachige Forschung im Besonderen und für Sekundäranalysen im Allgemeinen. Wir veranschaulichen unsere Position an einem Forschungsprojekt, das sich mit den Erfahrungen von Personen befasst, die kaum Englisch sprachen und Übersetzer(innen) brauchten, um Gesundheits-, Erziehungs-, Sozial- oder andere Dienste in Anspruch zu nehmen, und diskutieren an diesem Beispiel, wie wir mit dem Problem des Kontextes umgegangen sind, wenn Daten von Dritten in Sprachen erhoben wurden, derer wir nicht mächtig sind. Keywords: Sekundäranalyse qualitativer Daten, Mehrsprachigkeit, Versorgungsforschung, Interpretation, Übersetzung, Methodologie Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor. Letzte Änderung: 23.06.2006 Volume 7, No. 4 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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