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1. Was ist der Fall in der Psychotherapie? 2. Psychotherapie braucht qualitative Forschung qualitative Forschung braucht Psychotherapie 3. Psychotherapie als soziales Ereignis kein medizinisches Modell 4. Fragen und Anliegen der Zeitschrift 5. Themen für Manuskripteinsendung 6. Bisher erschienene Beiträge 7. Der Beirat 8. Kontakte und Manuskriptsendungen |
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Zur Beantwortung dieser Leitfrage will die neue Zeitschrift das interdisziplinäre Gespräch zwischen Psychotherapie, Sozial- und Literaturwissenschaften sowie angrenzenden Gebieten fördern. Initiatoren und Herausgeber verbindet die Überzeugung, daß das, was Psychotherapie ausmacht, keineswegs nur mit dem medizinischen Paradigma der Krankenbehandlung verstanden, sondern darüber hinaus als soziales Ereignis begriffen werden muß. Die empirische Forschung in der Psychotherapie hat das Ende der Metaanalysen erreicht wofür ein ganz neuer Beleg die ungemein kenntnisreiche Überblicksstudie von Bruce E. Wampold (2001) ist. Psychotherapie kann auch von anderen Wissenschaften intensiv profitieren und anderen ihr Wissen zureichen.
Die Erforschung psychotherapeutischer Prozesse hat enormen Aufschwung genommen und öffentliche Resonanz gefunden, zugleich aber haben sich die Diskurse der Forscher und die der professionellen Psychotherapeuten weit ausdifferenziert und spezialisiert. Bemühungen um Integration der Psychotherapie in die Medizin bringen laufend neue Kompensationen hervor, gleichwohl ist ihre Stellung im Medizinsystem marginal geblieben. Aus wissenssoziologischer Sicht ist die Randständigkeit der Psychotherapie Teil eines noch nicht abgeschlossenen Selbstreinigungsprozesses der medizinischen Disziplin, der sich auf alle anthropologischen und soziologischen Dimensionen ihres Gegenstandes bezieht und diesen immer mehr auf seine naturwissenschaftlich vermeßbaren Bestandteile reduziert. Die Relevanz von Ergebnissen der empirischen Psychotherapieforschung für die professionelle Praxis ist äußerst fraglich. Zweifel sind berechtigt, ob psychotherapeutisches Handeln durch Leitlinien normiert oder durch Behandlungsmanuale standardisiert werden kann. Die empirische Forschung in der Psychotherapie reagiert durchaus sensibel auf diese Probleme und riskiert einen Blick in Nachbargebiete, insbesondere zu qualitativen Forschungsansätzen, wie sie in den Sozialwissenschaften schon lange erprobt sind.
Angesichts dieser Situation haben sich die Herausgeber entschlossen, die interdisziplinäre Kooperation zwischen Psychotherapie und Sozialwissenschaften voranzubringen. In den Human- und Sozialwissenschaften haben sich Arbeitschwerpunkte mit interpretativen, qualitativen Forschungs- und Theorieansätzen entwickelt. Die Herausgeber eint die Überzeugung, daß im Feld zwischen Psychotherapie und Sozialwissenschaften mittlerweile Zugänge entwickelt sind, die für die Erschließung kommunikativer Prozesse ergiebige Einsichten ermöglichen und feinkörnig genug sind, um die Sensibilitäten von Psychotherapeuten zu steigern und umgekehrt gibt es in den Sozial- und Literaturwissenschaften einen breiten Bedarf, psychotherapeutische Erfahrungen zu verarbeiten. Allein schon bei der Frage, wie ein qualitatives Forschungsinterview geführt werden kann, springt das ins Auge.
Immer schon haben sich Psychotherapeuten für "die Gesellschaft" interessiert und Sozialwissenschaftler haben theoretisch und methodisch auf psychotherapeutisches Wissen zugegriffen. Die neuen, zum Teil strikt empirisch vorgehenden methodischen Zugänge der Konversationsanalyse, der Ethnografie der Kommunikation oder aus der kognitiven Linguistik entstehende Verfahren wie die Metaphernanalyse, sodann die objektive Hermeneutik, die Inhaltsanalyse von Erzählungen oder die Beobachtung des mimisch-gestischen Austauschs gestatten nun, "Gesellschaft" als dasjenige zu bestimmen, dem wir alltäglich nicht nur ausgesetzt sind, sondern das wir "herstellen", also auch in psychotherapeutischen Interaktionen. Gesellschaft das sind nicht nur großformatige Ereignisse wie Kriege, Wahlen, Arbeitslosigkeit oder einschränkende Normensysteme, sondern auch die kleinen Ereignisse wie ein Gespräch mit den Nachbarn, eine Vereinssitzung oder intime familiäre Beziehungen und immer auch deren Scheitern. Gesellschaft wird nicht einfach erduldet, sondern "gemacht". Menschen deuten ihre Krisen und Belastungen, ihre Krankheiten und Störungen, sie machen sichtbar und hörbar, wie sie sich, ihre Verwirrungen und Normalitäten verstehen und verstanden wissen wollen. Sie tun dies auch beeinflußt von der therapeutischen Kultur der Zeit, ein Thema, für das Literaten oft einen ausgeprägten Sinn entwickelt haben.
Zu verstehen, wie das andauernd, stündlich und täglich mit allem, was Menschen im Umgang miteinander tun, geschieht, ist das Anliegen dieser Zeitschrift. In diesem Sinne ist auch Psychotherapie gesellschaftliches Ereignis. Sie wird es noch mehr und erst recht, wenn ihre Ergebnisse und Befunde auf den Bildschirmen der Gesellschaft übermittelt und dort neue soziale Realitäten miterzeugt werden. Jede in sich einzigartige therapeutische Interaktion hat so immer auch mit vielschichtigen Umwelten fertig zu werden.
In dieser Zeitschrift werden deshalb Beiträge erscheinen, die interdisziplinär angelegt sind. Fragen lauten etwa:
Wie helfen sich Ehepartner bei der Lösung von Problemen?
Wie wickeln sie ihre Interaktion ab?
Wann fangen Problemgespräche an und wie eigentlich werden sie beendet?
Hört ein Problem irgendwann auf?
Was genau tun Psychotherapeuten, wenn sie einem Patienten bei der Bearbeitung eines Traumas hilfreich zur Seite stehen?
Was bedeutet das Wort "verarbeiten", wenn man es einmal als interaktives Geschehen auffasst?
Wie sprechen Mitarbeiter auf onkologischen Stationen mit Kindern über Sterben und Tod?
Was können klinisch-linguistische Ansätze beitragen, um verschiedene Formen von Aphasie zu unterscheiden?
Wie wird in Talkshows über Aids, Viagra oder Brustkrebs gesprochen und welche Wirkungen hat das auf betroffene Zuschauer?
Was sind die Metaphern der Depression?
Gibt es eigentlich "gestörte Persönlichkeiten", ohne daß sie irgendjemanden "stören" und auf welche Weise genau tun sie das, und wie bringen sie ihren Therapeuten dazu, sich seinerseits an ihnen zu stören?
Wie werden Diagnosen interaktiv "gemacht", und was machen Diagnosen dann mit den Personen?
Wie entscheiden Sozialarbeiter über zu gewährende Hilfen?
Wie überreden Patienten Ärzte zu Operationen, und wie wird die Überweisung interaktiv zuwege gebracht?
Wie entwickeln Psychotherapeuten ihre professionelle Kunst, natürlich zu sein, und was unterscheidet sie von anderen natürlichen Helfern?
Kurz- alles, was in (psychotherapeutischen) Interaktionen geschieht, findet Interesse; Interaktion ist nicht ein Ding, das in einer Person versteckt ist, sondern ereignet sich zwischen Teilnehmern.
Diese Palette von Fragen soll die Richtung angeben, die die Zeitschrift eingeschlagen hat. Wir legen bei den Beiträgen Wert darauf, daß Material präsentiert wird, welches Leserinnen und Lesern nicht nur emotionalen Nachvollzug erlaubt, sondern die Möglichkeit bietet, zu alternativen Schlüssen zu gelangen.
Material das können sowohl Transkripte von Interaktionen und psychotherapeutischen Sitzungen sein, aber auch illustrative Material das können sowohl Transkripte von Interaktionen und psychotherapeutischen Sitzungen sein, aber auch illustrative Kasuistiken, die das interaktive Moment des Be-Handelns erkennen lassen. Solche Episoden müssen nicht der therapeutischen Welt entstammen vielleicht geschieht ja Bedeutsames auch bei Gesprächen in der Sauna, zwischen Freunden oder beim Friseur oder beim Lesen eines Dramas. Die Materialpräsentation soll Auseinandersetzung ermöglichen und den empirischen Gehalt auslotbar machen. Darüber hinaus sind die Spalten der Zeitschrift auch offen für methodische und philosophische Themen, wie aus Phänomenologie, Sprachanalyse oder Hermeneutik für unser Themenfeld eingebracht werden können. Herausragende fremdsprachige Arbeiten werden in Übersetzungen aufgenommen.
Auseinandersetzung findet aber auch innerhalb der Zeitschrift statt. Wir werden von Zeit zu Zeit Autorinnen und Autoren darum bitten, Beiträge mit Kommentaren zu versehen, auf die der Erstautor wiederum abschließend antworten kann.
Auseinandersetzungen sind schließlich auch nach außen hin, zu tagespolitischen Ereignissen fällig, und hierfür gibt es eine Rubrik für Polemisches. Rezensionen sind vorgesehen.
Alle, die sich vom hier entworfenen Themenzuschnitt angesprochen fühlen, sind eingeladen uns ihre Beiträge einzureichen. Sämtliche Beiträge werden anonym an Gutachter versandt, die einer Veröffentlichung zustimmen müssen. Wir hoffen, auf diese Weise den Ansprüchen unserer Leser an Qualität und Lesbarkeit am ehesten gerecht zu werden.
Die Kooperation zwischen Psychotherapie und Sozialwissenschaft kann nicht nur programmatisch verkündet, sie kann gehaltvoll realisiert werden. Das belegt die folgende Zusammenstellung der Beiträge. Jedes Heft ist mit einem Editorial versehen, es erscheinen Rezensionen:
1999, Heft 1
Michael B. Buchholz und Ulrich Streeck: Qualitative Forschung professionelle Psychotherapie
Martin Dornes: Formen der Eltern-Kleinkind-Beratung und Therapie: Ein Überblick
Johanna Lalouschek: Tabuthema Brustkrebs? Die discursive Konstruktion von medizinischer und kultureller Bedeutung in Gesundheitssendungen des Fernsehens
1999, Heft 2
Nicole Kronberger: Schwarzes Loch, geistige Lähmung und Dornröschenschlaf: Ein metaphernanalytischer Beitrag zur Erfassung von Alltagsvorstellungen von Depressionen
Herbert Will: Ist Widerstand eine Tatsache, eine Interpretation oder eine Interaktion? Zum Widerstandskonzept in der klassischen Psychoanalyse
Bettina Hoeltje: "Und der Vater ist gestorben" Kindliches Spiel um Geschlechtsidentität und Sexualität. Hermeneutische Interpretationsversuche videografierter Szenen
Karin Martens-Schmid: Tagungsbericht über das 6. Arbeitstreffen "Qualitative Forschung in der Psychotherapie" 1998
1999, Heft 3
Eckard Daser: Kognitive und interaktionelle Elemente der Empathie
Heike Hülzer: Metapher Verständigungsfalle und Verstehenshilfe
Elisabeth Gülich und Martin Schöndienst: "Das ist unheimlich schwer zu beschreiben". Formulierungsmuster in Krankheitsbeschreibungen anfallskranker Patienten: Differentialdiagnostische und therapeutische Aspekte
1999, Heft 4
Jörg Bergmann: Diskretion in der psychiatrischen Exploration Beobachtungen über Moral in der Psychiatrie
Bruno Hildenbrand: Was ist für wen der Fall? Problemlagen bei der Weitergabe von Ergebnissen von Fallstudien an die Untersuchten und mögliche Lösungen
Wilfried Kossen: Ein Verleumder vor Gericht die Gestaltung einer Fernsehdiskussion mit Daniel J. Goldhagen
Michael Neumann: Ein Fall von Gewalt. Ein soziologischer Kommentar zu Situation, Motiv und Gelegenheit
Kritische Stellungnahmen:
Ulrich Streeck: Psychoanalytische Diagnostik aus der Ferne Anmerkungen zu einer Falldiskussion
Brigitte Boothe: Anmerkungen zu einer psychoanalytischen Falldiskussion
2000, Heft 1
Emanuel A. Schegloff: Das Wiederauftauchen des Unterdrückten
Anna Kazanskaya und Horst Kächele: Kommentar zu Schegloff "Das Wiederauftauchen des Unterdrückten"
Michael B. Buchholz, Ralph Grabhorn, Norbert Hartkamp, Cornelia von Kleist, Hans-Geert Metzger, Annegret Overbeck und Aglaja Stirn: Illegitime Deals Ein Teamprozeß unter der Lupe
Ulrich Streeck und Andreas Dally: Das fremde Geschlecht. Zur Darstellung von Geschlechtszugehörigkeit im psychotherapeutischen Dialog mit einem Transsexuellen
2000, Heft 2: Themenheft "Erzählen in der Psychotherapie"
Armin Koerfer, Karl Köhle und Rainer Obliers: Narrative in der Arzt-Patient-Kommunikation
Karin Martens-Schmid: Narrative Problempräsentation in einem familientherapeutischen Erstinterview
Michael B. Buchholz: Die Traumerzählung in der familientherapeutischen Sitzung
Agnes von Wyl: Was magersüchtige und bulimische Patientinnen erzählen
2000, Heft 3: Themenheft "Diagnostizieren"
Michael B. Buchholz: Diagnose oder Verständigung in Beziehungen
Jörg Frommer: Qualitative Diagnostikforschung in der Psychotherapie
Charles Goodwin: Die Ko-Konstruktion von Bedeutungen in Gesprächen mit einem Aphasiker
Peter von Matt: Immermann diagnostiziert Grabbe: der Autor als Richter
2000, Heft 4
Bernhard Grimmer: Kreditierung in einer psychoanalytisch orientierten Psychotherapie
Brigitte Boothe und Ulrich Streeck: Selbstgerechtes Wohlwollen in der Psychoanalyse
Aglaja Stirn, Gerd Overbeck und Jochen Jordan: Veränderungen im stationären Psychotherapieverlauf einer essgestörten Patientin
Martin Altmeyer: Im Spiegel der neueren Sprachphilosophie: Psychoanalyse und Intersubjektivität
2001, Heft 1: Themenheft "Erzählen Fühlen Handeln"
(In diesem Heft ist das Transkript einer von Rainer Krause, Saarbrücken, durchgeführten therapeutischen Sitzung abgedruckt, das von mehreren Autoren mit qualitativen Verfahren analysiert und kommentiert wird)
Rainer Krause: Einführung. Die Untersuchung einer psychoanalytischen Fokaltherapie
Brigitte Boothe: Erzähldynamik und psychischer Verarbeitungsprozeß. Eine narrative Einzelfallanalyse
Cord Benecke und Rainer Krause: Fühlen und Affektausdruck. Das affektive Geschehen in der Behandlung von Herrn P.
Ulrich Streeck: "Ja, genau, genau". Bestätigungen als Versuche des Patienten, die Kompetenz des Therapeuten als eigene zu deklarieren. Eine gesprächsanalytische Untersuchung
2001, Heft 2
Ulrich Stuhr, Ulrich Lamparter, Friedrich Wilhelm Deneke, Matthias Oppermann, Sigrid Höppner-Deymann, Brigitta Bühring und Michael Trukenmüller: Das Selbstkonzept von "Gesunden". Verstehende Typenbildung von Laien-Konzepten sich gesundfühlender Menschen
Gisela Wiegand: Psychoanalyse und Bindungstheorie. Untersuchung unhinterfragter Prämissen
Stefanie Wilke, Claudia Pauli-Magnus, Claudia Oberbracht, Tilman Grande, Thorsten Jakobsen und Gert Rudolf: Psychoanalytiker kommentieren ihre Behandlungen. Ein Beitrag zur qualitativen Psychotherapieprozessforschung
Martin Altmeyer: "Big Brother" und andere Inszenierungen von postmoderner Identität. Das neue Subjekt entsteht im Auge der Kamera
2001, Heft 3: Themenheft "Religiöse Orientierungen im Wandel: Konversion und Vision"
Ulrike Popp-Baier: Von der Möglichkeit, ein anderer Mensch zu werden. Psychologische Analysen von Konversionserzählungen
Monika Wohlrab-Sahr: "Ich hab das eine gegen das andere ausgetauscht sozusagen". Konversion als Rahmenwechsel
Hubert Knoblauch und Bernt Schnettler: Die kulturelle Sinnprovinz der Zukunftsvision und die Ethnophänomenologie
2001, Heft 4: Themenheft "Sprechen vom Körper Sprechen mit dem Körper (1)"
Brigitte Boothe: Das Körperliche im Spiegel des psychoanalytischen Fallberichts
Ada Borkenhagen: Körper- und Selbsterleben von Frauen, die sich zu einer Schönheitsoperation entschieden haben
Aglaja Stirn: Vom Initiationsritual zur geschmückten Haut. Tätowierungen im Spiegel von Stammestraditionen und neuem Kunstverständnis
2002, Heft 1: Themenheft "Sprechen vom Körper Sprechen mit dem Körper (2)"
Cornelia Müller: Eine kleine Kulturgeschichte der Gestenbetrachtung
Ulrich Dausendschön-Gay/Ulrich Krafft: Text und Körpergesten. Beobachtungen zur holistischen Organisation der Kommunikation
Jürgen Streeck/Ulrich Streeck: Mikroanalyse sprachlichen und körperlichen Interaktionsverhaltens in psychotherapeutischen Beziehungen
Anna Auckenthaler, Berlin Jessica Benjamin, New York Hans Bosse, Frankfurt a.M. Harald Burger, Zürich Manfred Cierpka, Heidelberg Martin Dornes, Frankfurt a.M. Jörg Frommer, Magdeburg Heidi Gideon, Göttingen Helmut Göbel, Göttingen Charles Goodwin, Los Angeles Norbert Hartkamp, Düsseldorf Heiko Hausendorf, Bielefeld Bruno Hildenbrand, Jena Horst Kächele, Ulm Werner Kallmeyer, Weinheim Heiner Keupp, München Armin Koerfer, Köln Hans-Christoph Koller, Hamburg Joachim Küchenhoff, Basel Irene Kühnlein, Augsburg Karin Martens-Schmid, Köln Wolfgang Mertens, München Stephen Mitchell, New York (+) Bernd Nitzschke, Düsseldorf Ulrich Oevermann, Frankfurt Gerd Overbeck, Frankfurt Christa Rohde-Dachser, Frankfurt Emanuel A. Schegloff, Los Angeles Roland Schleiffer, Köln Rudolf Schmitt, Berlin Walter Schönau, Groningen Michael Schröter, Berlin Jürgen Streeck, Austin Reinhart Wolff, Berlin