5. Bundeskongress Soziale Arbeit vom 25. 27. September 2003 in Kassel
Der Initiativkreis für den »Bundeskongress Soziale Arbeit«, dem VertreterInnen von Hochschulen, Verbänden und der sozialpädagogischen Praxis angehören, hat auf seiner jüngsten Sitzung in Mainz beschlossen, den nächsten Bundeskongress vom 25. bis 27. September 2003 in Kassel durchzuführen.
Der »Bundeskongress Soziale Arbeit« dient dem Wissenstransfer zwischen der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit, der Verständigung von PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen über die gegenwärtigen sozialen Probleme und Unsicherheiten, über ihre je spezifischen Äußerungsformen und über die Aufgaben, die der Sozialen Arbeit daraus erwachsen. Die Bundeskongresse sind inzwischen ein unverzichtbares Forum sowohl für die theoretischen Vergewisserungen und für die Entwicklung handlungsorientierter Praxismodelle wie auch für die sozialpädagogischen Reflexionen bezüglich des fachlichen und politischen Umgangs mit den immer riskanter werdenden sozialen Ungleichheitslagen und den Bedingungen, die sie mit reproduzieren.
Das Thema des »Fünften Bundeskongresses Soziale Arbeit« wird die Präsenz der Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum und die Möglichkeiten einer sozial gerechten Gestaltung gesellschaftlicher, insbesondere sozialer Infrastrukturen aufgreifen. Mehr als je zuvor muss die Soziale Arbeit sich zukünftig an der Gestaltung ihrer Bezugsfelder selbst aktiv beteiligen und darauf hinwirken, die soziale Seite der Gesellschaft engagiert und aktiv mit zu arrangieren. Eingebunden in die allgemeinen gesellschaftlichen Wandlungs- und Modernisierungsprozesse ist die Soziale Arbeit aufgefordert, ihre Ziele und ihre Methoden in Abstimmung zwischen öffentlichen Erwartungen, Politik und Ökonomie, sozialpädagogischer Praxis und Wissenschaft kontinuierlich aufs neue zu bestimmen.
Soziale Probleme und Unsicherheitslagen unserer Gesellschaft sowohl durch ökonomische und technologische Globalisierungsprozesse als auch durch Wiederentdeckungen der sozial-kulturellen Nahräume bestimmt haben zu einer Verschärfung der milieuspezifischen und individuellen Lebensbedingungen und -risiken geführt. Hierüber begründet sich zum einen eine Erweiterung der Perspektiven Sozialer Arbeit. Zum anderen ist parallel zu beobachten, dass erstens Kernbereiche der Sozialen Arbeit ihre fachliche Grundstruktur verändern, zweitens mit anderen gesellschaftlichen, beispielsweise polizeipräventiven und ordnungspolitischen Programmen immer mehr konkurrieren oder aber drittens von Medien als publikumswirksame und attraktive Betätigungsfelder entdeckt werden. Insgesamt verschiebt sich gegenwärtig die Position Sozialer Arbeit im gesellschaftlichen Raumgefüge deutlich.
Der »Fünfte Bundeskongress Soziale Arbeit« wird sich unter dem Titel »Soziale Arbeit im öffentlichen Raum. Soziale Gerechtigkeit in der Gestaltung des Sozialen« diesen Problemstellungen und den damit verbundenen Aufgaben und Anforderungen in einer Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen, Symposien, Arbeitsgruppen und Foren stellen.
5. Bundeskongress Soziale Arbeit
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