Volume 1, No. 3, Art. 11 – Dezember 2000

Die computergestützte Archivierung qualitativer Interviewdaten mit dem Datenbanksystem "QBiQ"

Susann Kluge & Diane Opitz

Zusammenfassung: Im deutschsprachigen Raum werden qualitative Interviewdaten bisher kaum systematisch und umfassend archiviert. Für die qualitativen Längsschnittdaten des Sonderforschungsbereichs 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf" der Universität Bremen musste deshalb ein computergestütztes Konzept entwickelt werden, das geeignete Anonymisierungsstrategien und detaillierte Weitergabe- und Zugangsbedingungen für das sensible Datenmaterial enthält. Die Archivierung und Weitergabe der Daten sollte computergestützt erfolgen, da so nicht nur die Lagerkapazitäten der verbalen Daten um ein Vielfaches reduziert, sondern auch der Zugriff auf die elektronisch gespeicherten Dateien sehr schnell erfolgen kann.

Mit "QBiQ" (sprich wie im Englischen für "cubic") wurde schließlich vom Sfb ein Datenbanksystem entwickelt, mit dem nicht nur qualitative und quantitative Daten gemeinsam verwaltet werden können, sondern das auch über die wichtigsten Grundfunktionen gängiger Textanalysesysteme verfügt (Kodierung des Datenmaterials, Erstellen verschiedener Arten von Textretrieval etc.). Darüber hinaus sollen zukünftig weitere Schnittstellen zu Textanalysesystemen programmiert werden, um einen Datenaustausch zwischen den verschiedenen Programmen zu ermöglichen.

Keywords: Computergestützte Archivierung von qualitativen Längsschnittdaten, Datenbanksystem "QBiQ", Datenschutz und Forschungsethik, Anonymisierung, Sekundär- und Re-Analysen

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorteile einer computergestützten Archivierung

2.1 Reduzierung der Lagerkapazitäten und schnelle Weitergabe

2.2 Etablierung qualitativer Sozialforschung

2.3 Einsatz von Textanalysesystemen

2.4 Dokumentation des Forschungsprozesses und Durchführung von Re-Analysen

3. Das Konzept für eine computergestützte Archivierung

3.1 Einheitliches Datenbanksystem

3.2 Integration qualitativer und quantitativer Daten

3.3 Das Datenbanksystem "QBiQ"

4. Datenschutzrechtliche und forschungsethische Aspekte

4.1 Anonymisierung

4.2 Einwilligung der Befragten

4.3 Verwendung nur zu Forschungszwecken

4.4 Einhaltung von Datenschutzbestimmungen

4.5 Regelungen für den Zugang und die Weitergabe

5. Zusammenfassung

Anmerkungen

Literatur

Zu den Autorinnen

Zitation

 

1. Einleitung

Eine Besonderheit des Bremer Sonderforschungsbereichs 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf"1), der seit 1988 von der DFG gefördert wird, besteht darin, dass die meisten Forschungsprojekte quantitative und qualitative Methoden kombinieren, um die Zusammenhänge zwischen den soziostrukturellen Handlungsbedingungen und den individuellen Handlungsstrategien der Akteure untersuchen zu können. Da einige Projekte ihre Studien zudem als Panelbefragung angelegt haben, liegen inzwischen einzigartige quantitative und qualitative Längsschnittdatensätze mit einem Beobachtungsfenster von bis zu zehn Jahren vor.



Abb. 1: Ausgewählte Teilprojekte des Sfb186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf" [1]

Während nun das quantitative Datenmaterial anderen Forschungsgruppen über das Kölner Zentralarchiv zur Verfügung gestellt werden kann, ist dies bei den qualitativen Daten nicht möglich. Denn anders als in Großbritannien, wo 1994 das "Qualitative Data Archival Resource Centre" an der Universität von Essex2) gegründet wurde, gibt es in Deutschland bisher keine zentrale Anlaufstelle für die Archivierung verbaler Daten. Dabei ist die Archivierung qualitativen Datenmaterials nicht nur sinnvoll, um die Forschungsergebnisse mittels Re-Analysen überprüfen zu können, sondern vor allem auch, um das Datenmaterial für Sekundäranalysen zur Verfügung stellen zu können. Denn zum einen ist der Informationsgehalt und damit das Analysepotential qualitativer Daten in der Regel sehr hoch, zum anderen ist die Erhebung und Aufbereitung verbaler Daten – vor allem die Transkription – sehr aufwendig. [2]

Im deutschsprachigen Raum existieren bislang jedoch nur einige wenige Archive für qualitative Daten, die in der Regel auf dem Engagement einzelner ForscherInnen beruhen und zudem auf sehr unterschiedliche Themenbereiche spezialisiert sind.3) Außerdem verwalten bisher nur ganz wenige dieser Archive ihre Materialien auch computergestützt, weil die Interviews zum großen Teil nicht in maschinenlesbarem Format vorliegen. Sie wurden – häufig noch vor der Einführung bzw. verbreiteten Nutzung von Computern – mit der Schreibmaschine getippt, und das (nachträgliche) Scannen der Transkripte ist sehr arbeits- und kostenintensiv. [3]

Da der Großteil der Sfb-Interviews in maschinenlesbarem Format vorliegt, war es für die qualitativen Daten der Sfb-Projekte ein wichtiges Anliegen, die Vorteile einer computergestützten Archivierung zu nutzen. Im Unterschied zur Archivierung quantitativer Daten gab es jedoch keine allgemeinen Regeln für eine computergestützte Archivierung qualitativen Datenmaterials, die auch datenschutzrechtliche und forschungsethische Aspekte berücksichtigten. Da qualitative Interviews meist viele persönliche Details aus dem Leben der Befragten enthalten, ist das Identifikationsrisiko bei entsprechendem Zusatzwissen in der Regel relativ hoch. Wir haben deshalb am Sonderforschungsbereich ein Konzept für die computergestützte Archivierung qualitativer Daten erarbeitet, das geeignete Anonymisierungsstrategien und detaillierte Weitergabe- und Zugangsbedingungen für das sensible Datenmaterial enthält. [4]

Im folgenden werden zunächst die Vorteile einer computergestützten Archivierung dargelegt, bevor das Archivierungskonzept des Sfb und abschließend wesentliche datenschutzrechtliche und forschungsethische Aspekte vorgestellt werden. [5]

2. Vorteile einer computergestützten Archivierung

Die Vorteile einer computergestützten Archivierung beziehen sich auf sehr unterschiedliche Bereiche:

  • So werden zunächst die Lagerkapazitäten erheblich reduziert und die Kopier- und Transportmöglichkeiten von qualitativen Daten erheblich verbessert. Die archivierten Daten können daher schnell und unkompliziert an andere ForscherInnen weitergegeben werden.

  • Dies vereinfacht nicht nur die Durchführung von Sekundär- und Re-Analysen im Rahmen neuer Forschungsprojekte. Durch die Nutzung von bereits erhobenem und aufbereitetem Datenmaterial in der sozialwissenschaftlichen Lehre und für Qualifikationsarbeiten kann auch die Etablierung der qualitativen Sozialforschung forciert werden.

  • Liegen qualitative Daten bereits in maschinenlesbarem Format vor, können außerdem ohne weitere Aufbereitungsschritte Textanalysesysteme eingesetzt werden. Diese erleichtern nicht nur die Verwaltung und Auswertung des umfangreichen Datenmaterials, sondern vereinfachen auch

  • die Dokumentation des Forschungsprozesses und damit die Überprüfbarkeit der Auswertungsergebnisse erheblich. [6]

2.1 Reduzierung der Lagerkapazitäten und schnelle Weitergabe

Die Archivierung und Weitergabe qualitativen Datenmaterials ist aufgrund der erheblichen Datenmengen meist sehr aufwendig und kostenintensiv. Solange das Datenmaterial nur auf Papier verfügbar ist, erfordert nicht nur das Kopieren viel Zeit und Arbeit, auch der Transport ist entsprechend kompliziert und hinsichtlich des Datenschutzes sehr unsicher. In der Regel begeben sich daher die ForscherInnen selber zum Archiv-Ort, um das Material zu sichten. [7]

Neue Computertechnologien erleichtern nun den Umgang mit diesen Datenmengen: Sie ermöglichen es, auch sehr umfangreiches verbales Datenmaterial in maschinenlesbarer Form zu verwalten und so die Lagerkapazitäten um ein Vielfaches zu reduzieren. Aber die Interviews können im Dateiformat nicht nur sehr platzsparend gelagert, sondern – wie jeder quantitative Datensatz auch – auf einen portablen Datenträger gespeichert und so sehr schnell und unkompliziert an andere NutzerInnen weitergegeben werden. Es ist also nicht mehr erforderlich, dass die ForscherInnen zum Archiv fahren, die Daten können vielmehr per Post oder E-Mail zugesandt werden. Die Durchführung von Sekundär- und Re-Analysen wird durch die Reduzierung der Lagerkapazitäten und die verbesserten Transportmöglichkeiten also erheblich vereinfacht. [8]

2.2 Etablierung qualitativer Sozialforschung

Der vereinfachte Zugriff auf bereits erhobene qualitative Daten ist besonders von Interesse für die sozialwissenschaftliche Lehre an den Universitäten und für ForscherInnen, die Qualifikationsarbeiten schreiben. Da die Auswertung verbaler Daten sehr aufwendig ist, ist es in diesen Kontexten aus zeitlichen und finanziellen Gründen meist nicht möglich, größere Stichproben – von mehr als 20 Personen – zu befragen und alle Interviews zu transkribieren. Es wäre also von erheblichem Vorteil, wenn man auf bereits erhobenes Datenmaterial zurückgreifen könnte, das transkribiert und in maschinenlesbarem Format vorliegt. [9]

Qualitative Methoden führen in der universitären Ausbildung immer noch ein Schattendasein, da sie bisher nicht zum offiziellen Lehrplan gehören. Ihre Vermittlung ist in der Regel von dem Engagement einzelner DozentInnen abhängig, die meist selber mit qualitativen Verfahren arbeiten. Um den wissenschaftlichen Nachwuchs mit diesen Methoden vertraut zu machen und die Etablierung qualitativer Forschungsmethoden voranzubringen, ist es daher unabdingbar, dass auch qualitative Daten vermehrt für die sozialwissenschaftliche Ausbildung zur Verfügung stehen und genutzt werden. Die computergestützte Archivierung eröffnet hier ausgezeichnete Möglichkeiten, weil schnell auf bereits erhobenes Datenmaterial, das entsprechend aufbereitet wurde, zurückgegriffen werden kann (siehe auch den Beitrag von GLÄSER & LAUDEL in diesem Band). [10]

2.3 Einsatz von Textanalysesystemen

Liegen die Interviewtexte bereits in maschinenlesbarem Format vor, können außerdem Textanalysesysteme wie winMAX, ATLAS/ti oder NUD.IST eingesetzt werden (siehe KELLE 1995; WEITZMAN & MILES 1995; FIELDING & LEE 1998; ALEXA & ZUELL 1999; KUCKARTZ 1999), ohne das Datenmaterial noch in irgendeiner Weise aufbereiten zu müssen. Denn im ASCII-Format können die Texte in jedem beliebigen Textanalysesystem sofort eingelesen werden. [11]

Diese Programme erleichtern die Verwaltung und Auswertung qualitativer Daten, da – wie bei der Arbeit mit statistischen Programmpaketen – alle Interviews zu einem Datensatz zusammengefasst werden. Die einzelnen Analyseschritte können so für alle Interviews gleichzeitig durchgeführt werden, und die Zusammenstellung von – zuvor kodierten – Textpassagen oder die Suche nach einzelnen Begriffen wird erheblich beschleunigt und vereinfacht. [12]

Zusätzlich schaffen diese Textanalysesysteme auch gute Voraussetzungen, um das analysierte Datenmaterial zu archivieren. Denn in der Regel können nicht nur die Interviewtexte, sondern auch die Kodes, Kodierungen, Variablen oder Memos, die man im Laufe der Auswertungen produziert hat, über eine Export-Funktion auf transportable Datenträger gespeichert werden. Auch diese Informationen können dann archiviert und später für weitere Auswertungen an einem anderen PC wieder importiert werden. [13]

2.4 Dokumentation des Forschungsprozesses und Durchführung von Re-Analysen

Werden qualitative Daten computergestützt ausgewertet und archiviert, kann auch der Forschungsprozess gut dokumentiert werden. So müssen z.B. die thematischen Aspekte, unter denen das Datenmaterial ausgewertet wurde, in der Form von Kodes präzise definiert werden, und diese müssen wiederum einzelnen Textpassagen eindeutig zugeordnet werden. Aufgrund dieser Kodierungen können auch Interpretationen, die auf mehreren Textstellen basieren, sehr schnell überprüft werden. Die Textpassagen müssen nicht erst langwierig in einem Berg von Interviewtranskripten gesucht werden, sondern können mit Hilfe von Retrievalfunktionen in Sekundenschnelle gefunden werden. [14]

In den letzten Jahren ist von verschiedenen Seiten immer wieder darauf hingewiesen worden, wie wichtig die Dokumentation des Forschungsprozesses und die Archivierung des empirischen Datenmaterials ist, um die Auswertungsergebnisse überprüfen zu können. Eine Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat deshalb erst kürzlich empfohlen, Primärdaten auf haltbaren und gesicherten Trägern zehn Jahre aufzubewahren (DFG 1998, S.12f). Und andere WissenschaftlerInnen fordern (KAASE 1998, S.95f; WAGNER 1999, S.14ff), dass Daten auch an Dritte herausgegeben werden müssen, wenn diese ein begründetes fachliches Interesse an ihrer Re-Analyse nachweisen können. Auf diese Weise soll auch der Fälschung von Daten und Auswertungsergebnissen vorgebeugt werden. Führende amerikanische Zeitschriften im Bereich der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften akzeptieren bereits Beiträge nur, wenn die zugrundeliegenden Daten auch für Re-Analysen zur Verfügung stehen. [15]

3. Das Konzept für eine computergestützte Archivierung

Um nun das Datenmaterial der Sfb-Projekte computergestützt archivieren zu können, mussten neben datenschutzrechtlichen Bedingungen – auf die wir im nächsten Kapitel noch eingehen werden – zwei weitere Aspekte bedacht werden:

  • Zum einen haben viele Projekte bereits mit Textanalysesystemen wie winMAX oder NUD.IST gearbeitet, um das umfangreiche Datenmaterial systematisch auszuwerten – jedoch mit sehr unterschiedlichen Programmen und Versionen. Deshalb stellte sich die Frage, wie die Daten in einem einheitlichen Datenbanksystem erfasst werden können, um sowohl die Verwaltung als auch die Weitergabe der Materialien zu vereinfachen.

  • Zum anderen musste berücksichtigt werden, dass die meisten Projekte sowohl qualitative als auch quantitative Methoden kombiniert haben. Um die verbalen Daten umfassend und angemessen auswerten zu können, sollten daher auch die standardisierten Daten schnell verfügbar sein. [16]

3.1 Einheitliches Datenbanksystem

Da viele Sfb-Projekte das qualitative Datenmaterial mit Hilfe von Textanalysesystemen verwaltet und ausgewertet haben (siehe auch den Beitrag von KÜHN & WITZEL in diesem Band), liegt neben den Interviewtexten auch zahlreiches Zusatzmaterial wie Kodes, Kodierungen oder Memos vor. Dieses zusätzliche Material ist nicht nur für Re-Analysen von Bedeutung, sondern auch nützlich für die Durchführung von Sekundäranalysen in anderen Forschungsprojekten und in der sozialwissenschaftlichen Lehre. [17]

Bisher können qualitative Daten jedoch nur in das Textanalyseprogramm importiert werden, mit dem sie zuvor auch erstellt und bearbeitet wurden, weil diese Systeme nur sehr begrenzt über Schnittstellen zu anderen Programmen verfügen (siehe hierzu auch MUHR in diesem Band). Um also die Kodes und Kodierungen eines anderen Projektes für die eigenen Analysen nutzen zu können, muss man entweder mit dem Programm arbeiten, mit dem die Daten gespeichert wurden, oder man muss die Kodierungen, Memos und Variablen nochmals eingeben. Das ist aber nicht nur sehr aufwendig, sondern auch überflüssig, weil die Daten ja bereits vorliegen – nur eben nicht im passenden Format. Aus verschiedenen Gründen ist es oft nicht sinnvoll, mit dem Textanalysesystem des datengebenden Projektes zu arbeiten:

  • So kommt es bei der Arbeit mit "alten" DOS-Programmen unter Windows nicht selten zu Problemen.

  • Meist bieten die ersten Versionen der qualitativen Analyseprogramme auch weniger Funktionen und

  • sind bei der Benutzung und in der Menüführung sehr umständlich gegenüber modernen Windows-Versionen.

  • Außerdem möchte man vielleicht besondere Funktionen nutzen, die nur von einzelnen Textanalysesystemen angeboten werden – wie z.B. das Anlegen von Kodierfamilien und das Erstellen von Netzwerkstrukturen in ATLAS/ti –, oder

  • man möchte verschiedene Methoden kombinieren. [18]

Für ein Archiv ist es grundsätzlich viel zu aufwendig, mit vielen verschiedenen Programmen zu arbeiten. Um daher von den verschiedenen Analysesystemen und ihren Versionen unabhängig zu sein, sollte für die Archivierung der Sfb-Daten ein einheitliches Datenbanksystem entwickelt werden.



Abb. 2: Die Archivierung aller Projektdaten mit dem Datenbanksystem "QBiQ" [19]

3.2 Integration qualitativer und quantitativer Daten

Bei der Programmierung eines geeigneten Datenbanksystems musste weiterhin berücksichtigt werden, dass viele Sfb-Projekte innerhalb einer Studie sowohl qualitative Interviewtexte als auch standardisierte Daten abwechselnd erhoben haben, weil diese Methodenkombination eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.4) So nutzten die Projekte z.B. die Ergebnisse der ersten standardisierten Erhebung, um einen Stichprobenplan für das qualitative Sample zu konzipieren (KELLE & KLUGE 1999, S.46).



Abb. 3: Modell zur Integration qualitativer und quantitativer Verfahren in der Lebenslaufforschung [20]

Außerdem konnten die bisherigen Zwischenergebnisse des einen Methodenstrangs in der nächsten Welle der anderen Verfahrensweise berücksichtigt werden. Und schließlich konnte nach dem Vorliegen der (End-) Ergebnisse aus beiden Methodensträngen geprüft werden, inwiefern diese Ergebnisse:

  • übereinstimmen und damit zur gegenseitigen Validierung beitragen,

  • sich zueinander komplementär verhalten, indem sie unterschiedliche Aspekte eines bestimmten sozialen Sachverhalts beleuchten, oder

  • sich widersprechen. In diesem Fall musste untersucht werden, ob einer – oder beide – Methodenstränge unzuverlässige Ergebnisse erbracht haben oder ob die zugrundegelegten theoretischen Modelle überprüft werden müssen (siehe KELLE, KLUGE & SOMMER 1998). [21]

Sind nun in einer Forschungsstudie qualitative und quantitative Methoden – aus den genannten Gründen – kombiniert worden, ist es für die Archivierung und Weitergabe des gesamten Forschungsmaterials von Vorteil, wenn jederzeit beide Datenarten zur Verfügung stehen und in einem gemeinsamen Datenbanksystem verwaltet werden:

  • So ist auf einen Blick ersichtlich, welche Datensätze zusammengehören, und man ist nicht auf ein zusätzliches Datenbanksystem für die quantitativen Variablen angewiesen, sondern kann sehr bequem mit einem einzigen System arbeiten.

  • Auch für die angemessene Auswertung der qualitativen Interviews ist es sehr hilfreich, wenn die quantitativen Angaben zu den einzelnen Fällen jederzeit verfügbar sind. In ihrer standardisierten Form können diese Informationen sehr schnell überschaut und abgerufen werden.

  • Weiterhin können jederzeit neue Variablen generiert werden, um Auswertungsergebnisse der qualitativen Datenanalyse komprimiert zu erfassen.

  • Die Variablen können wiederum genutzt werden, um z.B. sog. selektive Retrievals zu erstellen und so verschiedene Subgruppen miteinander zu vergleichen oder anderen Fragestellungen nachzugehen. [22]

3.3 Das Datenbanksystem "QBiQ"

Um diesen Anforderungen zu genügen, haben Mitarbeiter5) unseres Projektes das Datenbanksystem "QBiQ" (sprich wie im Englischen für "cubic") programmiert, mit dem sowohl die Interviewtexte, Kodes, Kodierungen und Memos als auch die standardisierten Datensätze gemeinsam verwaltet werden können. Der Name "QBiQ" soll auf diese Doppelfunktion des Datenbanksystems (bi = zweifach) hinweisen, mit dem sowohl die qualitativen als auch die quantitativen Daten archiviert werden können. [23]

Aufgrund seiner Programmiersprache kann "QBiQ" unter verschiedenen Betriebssystemen eingesetzt und als Freeware unentgeltlich an andere ForscherInnen weitergegeben werden. Mit "QBiQ" können die verbalen Daten aber nicht nur verwaltet, sondern auch bearbeitet werden, denn das Programm verfügt über die wichtigsten Grundfunktionen der gängigen Textanalysesysteme wie die Kodierung des Datenmaterials, das Erstellen verschiedener Arten von Textretrievals, die Suche nach bestimmten Begriffen, das Erstellen und Verwalten von Memos, etc. So ist eine erste Datenaufbereitung für die eigene Forschungsarbeit möglich. [24]

Zur Zeit werden für "QBiQ" Schnittstellen zu anderen Textanalysesystemen entwickelt, wie es bei Textverarbeitungsprogrammen, Statistischen Programmpaketen oder anderen Datenbanksystemen längst der Fall ist. Unabhängig davon, mit welchem Programm das datengebende Projekt gearbeitet hat, ist es dann möglich, rasch nicht nur auf die Interviewtexte, sondern auch auf die dazugehörigen Kodes, Kodierungen oder Memos zurückzugreifen. Eine solche Schnittstelle, die den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Programmen ermöglicht bzw. erleichtert, ist bereits zu winMAX verfügbar. Bei anderen Textanalysesystemen erfolgt der Import dieser zusätzlichen Informationen noch über ein externes Integrationsprogramm. [25]

4. Datenschutzrechtliche und forschungsethische Aspekte

Angesichts der weitreichenden Möglichkeiten moderner Datenverarbeitung und der Sensibilität qualitativer Interviews müssen bei der Archivierung unbedingt datenschutzrechtliche und forschungsethische Aspekte beachtet werden, um das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Befragten zu wahren. So muss das Datenmaterial nicht nur sehr sorgfältig anonymisiert werden, sondern es sollten auch weitere Vorkehrungen getroffen werden, die im folgenden ebenfalls kurz beschrieben werden (siehe auch KLUGE & OPITZ 1999). [26]

4.1 Anonymisierung

In der Regel werden bereits bei der Transkription der Interviews personenbezogene Angaben wie Namen, Adressen oder Orte gelöscht, um eine Identifikation der Befragten zu verhindern. Dieses Vorgehen entspricht den gesetzlichen Vorschriften, die eine Anonymisierung verlangen, "sobald dies nach dem Forschungszweck möglich ist" (§40 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)). Da jedoch qualitative Interviews oft viele persönliche Details und ausführliche Schilderungen von Lebensereignissen enthalten, müssen manchmal auch weitere Angaben oder einzelne Textpassagen gelöscht bzw. so verändert werden, dass kein Personenbezug mehr herstellbar ist. Sollte es nicht möglich sein, die Fälle entsprechend zu anonymisieren, dürfen diese nicht archiviert oder weitergegeben werden. [27]

Die Weitergabe wissenschaftlicher Daten an andere ForscherInnen ist nur möglich, wenn die befragten Personen nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft identifiziert werden können (§3 Abs. 7 BDSG). Ist eine solche Anonymisierung nicht möglich, können die Daten nur archiviert und weitergegeben werden, wenn die Befragten damit einverstanden sind. [28]

4.2 Einwilligung der Befragten

Aus forschungsethischen Gründen sollten qualitative Interviews ohnehin nur mit der Einwilligung der Befragten archiviert werden (siehe auch HOPF 1991, 2000), um diese über den Verbleib ihrer Interviews zu informieren und nicht auf ein "bloßes Informationsobjekt" zu reduzieren (siehe BVerfGE 65, S.48; METSCHKE 1994, S.16; HAMM & MÖLLER 1999, S.7). Ein solches Vorgehen entspräche auch den Richtlinien des Ethik-Kodex der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und des Berufsverbandes Deutscher Soziologen (BDS), der ausdrücklich fordert,

  • dass "die Persönlichkeitsrechte der in sozialwissenschaftliche Untersuchungen einbezogenen Personen ebenso wie ihr Recht zur freien Entscheidung über die Beteiligung an Forschungsvorhaben zu respektieren" sind (ETHIK-KODEX 1998, I B 2, S.81) und

  • dass die Beteiligung an sozialwissenschaftlichen Untersuchungen generell "freiwillig ist und auf der Grundlage einer möglichst ausführlichen Information über Ziele und Methoden des entsprechenden Forschungsvorhabens erfolgt" (ETHIK-KODEX 1998, I B 3, S.81). [29]

4.3 Verwendung nur zu Forschungszwecken

Weiterhin versteht es sich von selbst, dass die Daten nur zu Forschungszwecken weitergegeben werden dürfen. Das Bundesdatenschutzgesetz lässt keine Ausnahme von dieser Regelung zu.6) [30]

4.4 Einhaltung von Datenschutzbestimmungen

Darüber hinaus sollten sich die künftigen DatennutzerInnen schriftlich verpflichten, die folgenden Bestimmungen einzuhalten:

  • Die Interviews dürfen nur für Forschungszwecke (§40 Abs. 1 und 2 BDSG) und nur zum schriftlich vereinbarten Zweck, d.h. einem konkreten Forschungsvorhaben genutzt werden.

  • Das Datenmaterial darf nicht an Dritte weitergegeben werden und muss auch so verwahrt werden, dass Dritte keinen Zugang haben (siehe auch §5 BDSG7)).

  • Es darf kein Versuch unternommen werden, die Daten zu deanonymisieren (vgl. §40 Abs. 3 BDSG; siehe auch ETHIK-KODEX 19988)),

  • und personenbezogene Details dürfen nicht zitiert bzw. veröffentlicht werden (§40 Abs. 4 BDSG).

  • Die Beendigung des Vorhabens muss angezeigt und die geliehenen Unterlagen müssen entweder vernichtet oder an das Archiv bzw. das datengebende Projekt zurückgegeben werden.

  • Diese Verpflichtungen gelten für alle Mitglieder der Forschungsgruppe, die über einen Datenzugriff verfügen (vgl. ETHIK-KODEX 1998, I B 7, S.82). [31]

4.5 Regelungen für den Zugang und die Weitergabe

Obwohl die Daten auch bei den (ursprünglichen) ForscherInnen verbleiben können, sollte qualitatives Datenmaterial auf Dauer in einem professionellen Archiv deponiert werden. Dort kann es sicherer gelagert werden, und der Zugang zu den Daten sowie ihre Weitergabe können wesentlich besser kontrolliert werden. Generell sollte die Weitergabe der Daten sehr restriktiv gehandhabt und es sollte fallweise entschieden werden, an wen das Datenmaterial herausgegeben wird. [32]

5. Zusammenfassung

Der Vorteil einer computergestützten Archivierung qualitativen Datenmaterials liegt neben der Reduzierung von Arbeitsaufwand und Lagerkapazitäten also vor allem darin, dass die Weitergabe der Materialien – auch für die Lehre oder für kleinere Forschungsarbeiten – sehr schnell und unkompliziert erfolgen kann. Dies gilt insbesondere, wenn das datengebende Projekt die Interviews mit einem Textanalysesystem verwaltet hat und weitere Informationen wie Kodes, Kodierungen und Memos verfügbar sind. [33]

Die computergestützte Archivierung qualitativer Daten vereinfacht aber nicht nur den Zugriff auf bereits erhobenes und bearbeitetes Material, sondern erhöht auch die Transparenz des Forschungsprozesses und ist damit für die Nachvollziehbarkeit bzw. Überprüfbarkeit der Auswertungsergebnisse von zentraler Bedeutung. Auf diese Weise kann die Akzeptanz qualitativ orientierter Forschung als fester Bestandteil der empirischen Sozialforschung verbessert werden. [34]

Nicht vergessen werden dürfen allerdings, neben allen positiven Argumenten, die durchaus begründeten Bedenken zum Schutz der Befragten. Um das informationelle Selbstbestimmungsrecht der/des Einzelnen auch bei der Archivierung und Weitergabe biographischer Interviews zu wahren, sollten die Betroffenen mit der Übermittlung ihrer Daten einverstanden sein, und die zukünftigen DatennutzerInnen müssen den gleichen Daten- und Personenschutzvorschriften unterliegen wie die ForscherInnen des datengebenden Projekts. [35]

Auch wenn ein Missbrauch der Daten – trotz dieser Vorkehrungen – nie völlig ausgeschlossen werden kann, halten wir das Risiko für sehr gering, dass andere ForscherInnen versuchen, die befragten Personen zu identifizieren. In der Regel haben sie kein Interesse an einer Deanonymisierung, weil sie nicht an den Personen an sich, sondern an generellen Aussagen und Ergebnissen interessiert sind. [36]

Anmerkungen

1) Siehe: http://www.sfb186.uni-bremen.de <zurück>

2) Für weitere Informationen zum Archiv siehe CORTI und THOMPSON 1998 sowie die Homepage des Archivs: http://www.essex.ac.uk/qualidata <zurück>

3) Siehe die Inhaltsübersicht in diesem Band. <zurück>

4) Ausführlich zur Verbindung von qualitativen und quantitativen Erhebungs- und Auswertungsverfahren siehe u.a.: PREIN, KELLE und KLUGE 1993; ERZBERGER und PREIN 1997; ERZBERGER 1998; KELLE et al. 1998; KELLE und ERZBERGER 1999; PREIN und ERZBERGER 2000. <zurück>

5) Wir möchten an dieser Stelle Stephan KUHAGEN und Mathias PALM für die Programmierung von "QBiQ" danken. <zurück>

6) "Für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung erhobene oder gespeicherte personenbezogene Daten dürfen nur für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung verarbeitet oder genutzt werden." (§40 Abs. 1 BDSG) <zurück>

7) §5 BDSG regelt das Datengeheimnis: "Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). (...)" <zurück>

8) "Die Anonymität der befragten oder untersuchten Personen ist zu wahren." (Ethik-Kodex 1998, I B 5, S.81) <zurück>

Literatur

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Zu den Autorinnen

Susann KLUGE

Dr. phil., Dipl.-Sozialwiss.; geboren 1963; Studium der Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft in Bremen, Münster und Passau; seit 1992 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf" der Universität Bremen.

Forschungsschwerpunkte: Methodologie und Methoden qualitativer Sozialforschung, empirisch begründete Typenbildung in der qualitativen Sozialforschung, Verknüpfung qualitativer und quantitativer Verfahrensweisen, Computergestützte Verfahren qualitativer Sozialforschung, Archivierung und Anonymisierung qualitativen Datenmaterials, Frauen- und Geschlechterforschung.

Kontakt:

Dr. Susann Kluge

Sonderforschungsbereich 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf"
der Universität Bremen
Bereich Methodenentwicklung und EDV
Wiener Str. / FVG-West
Postfach 330 440
D - 28334 Bremen

Tel.: +49 / (0)421 / 218 - 4166, - 4169
Fax: +49 / (0)421 / 218 – 4153

E-Mail: skluge@sfb186.uni-bremen.de
URL: http://www.sfb186.uni-bremen.de

 

Diane OPITZ

Dipl.-Sozialwiss.; geboren 1972; Studium der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkten Bevölkerungswissenschaft und Methoden der empirischen Sozialforschung in Potsdam und Berlin; seit 1992 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf" der Universität Bremen.

Tätigkeitsbereiche: Archivierung und Anonymisierung qualitativen Datenmaterials, Entwicklung der Metadatenbank, Internet-Einbindung.

Kontakt:

Dipl.-Soz.wiss. Diane Opitz

Sonderforschungsbereich 186 "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf"
der Universität Bremen
Bereich Methodenentwicklung und EDV
Wiener Str. / FVG-West
Postfach 330 440
D - 28334 Bremen

Tel.: +49 / (0)421 / 218 - 4166, - 4169
Fax: +49 / (0)421 / 218 – 4153

E-Mail: dopitz@sfb186.uni-bremen.de
URL: http://www.sfb186.uni-bremen.de

Zitation

Kluge, Susann & Opitz, Diane (2000). Die computergestützte Archivierung qualitativer Interviewdaten mit dem Datenbanksystem "QBiQ" [36 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum Qualitative Social Research, 1(3), Art. 11, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0003111.

Revised 7/2008



Copyright (c) 2000 Susann Kluge, Diane Opitz

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