Volume 1, No. 1, Art. 8 – Januar 2000

Qualitative Forschung in der Sportwissenschaft

Ina Hunger & Jörg Thiele

Zusammenfassung: In der vergleichsweise jungen Querschnittsdisziplin "Sportwissenschaft" finden qualitative Forschungsansätze seit ca. zehn Jahren in sozial- und erziehungswissenschaftlichen Teildisziplinen zunehmend Berücksichtigung. Der Beitrag erörtert, welche Themen aufgegriffen, welche Methoden vor welchem Gegenstandsverständnis angewandt werden und welcher Erkenntniswert "qualitativen Ergebnissen" in der allgemeinen sportwissenschaftlichen Diskussion zugesprochen wird. Ferner wird dargestellt, inwiefern die Arbeiten auf "erprobte Forschungsdesigns" der Mutterwissenschaften zurückgreifen und welche forschungsmethodischen Variationen hinsichtlich des spezifischen Untersuchungsbereichs vorgenommen werden. Chancen, vor allem aber Probleme bei dem (derzeitigen) Versuch, sich im Rahmen qualitativer Forschung ein eigenes sportwissenschaftliches Profil zu geben, werden dabei gekennzeichnet. Anmerkungen zur konkreten Forschungspraxis bilden den Abschluß.

Keywords: Forschungsstil, Sportpädagogik, Sportwissenschaft, qualitative Methodologie

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Qualitative Forschung: Anfänge und Fortführung

3. Themenfelder: Fragestellungen, Konzeptionen, Rezeption der Ergebnisse

4. Forschungsansätze: "Traditionen" und "Innovationen"

5. Profilierungsbemühungen: Chancen und Probleme

6. Forschungspraxis: Anmerkungen und Wünsche

Anmerkungen

Literatur

Zur Autorin und zum Autor

Zitation

 

1. Einleitung

In der Sportwissenschaft, einer vergleichsweise jungen "Querschnittsdisziplin", finden qualitative Forschungsansätze seit Mitte der achtziger Jahre zunehmend Berücksichtigung in sozial- und erziehungswissenschaftlich orientierten Teildisziplinen.1) Wurde vor circa 15 Jahren der Gebrauch qualitativer Methoden noch häufig als "kurzzeitiger Modetrend im Windschatten der Mutterwissenschaften" oder als "methodologische Nischenarbeit" angesehen sowie der "wissenschaftlichen Vorzimmerfunktion" bezichtigt, so haben qualitative Ansätze heute einen festen Stellenwert im Kanon sportwissenschaftlicher Forschungsdesigns. Zwar kann nicht von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden, als sichere Kennzeichen dafür, daß qualitative Ansätze ein festes methodologisches Standbein auf sportwissenschaftlichen Boden geworden sind, gelten nicht zuletzt aktuelle kritische Anmerkungen: Wies man 1984 noch darauf hin, daß der Grund für die "Überzahl" quantitativer Forschung "sicherlich auch mit dem Komfort von Standardrecherchenprogrammen" (ANDERS 1984, S.225) zusammenhängt, so kann man heute lesen, "daß zuweilen der Eindruck entsteht, daß die qualitative Bearbeitung den Vorzug erhält, weil sie im Verständnis Bearbeitender näher vertrautem Vorgehen zugerechnet wird und weniger, weil die Fragestellung diese Methode empfiehlt" (ERDMANN 1998, S.66). [1]

Daß der Einsatz von qualitativen Methoden mittlerweile selbstverständlicher geworden ist, läßt sich ferner an dem Aufbau von Forschungsarbeiten festmachen. Wurde in den achtziger Jahren bei der Begründung des qualitativen Forschungsdesigns noch viel Energie auf die Kritik an quantifizierenden, variablenkorrelierenden Verfahren verwandt und klang bei der Begründung "weicher Methoden" ein fast schon trotziger Unterton an, so fehlen diese Abgrenzungsbemühungen heute weitgehend. Man vertraut quasi auf ein "sozial geteiltes Wissen", nämlich darauf, daß sich die Leistungsfähigkeit qualitativer Forschung bewährt hat, und konzentriert sich nunmehr auf die differenzierte Darstellung der für das jeweilige Forschungsthema angemessenen methodischen Schritte. [2]

2. Qualitative Forschung: Anfänge und Fortführung

Die Gründe für das Aufgreifen von und an dem Festhalten an qualitativen Verfahren im Rahmen sportwissenschaftlicher Disziplinen stehen im untrennbaren Zusammenhang mit der sogenannten "epistemologischen Wende" bzw. "Alltagswende" (vgl. z.B. GEULEN 1981) und den methodologischen Entwicklungen in den jeweiligen Mutterdisziplinen Erziehungswissenschaft und Soziologie. Sie verweisen aber auch auf die spezifische Situation der sich universitär etablierenden Sportwissenschaft, die Mitte der achtziger Jahre im Zuge einer (ersten kritischen) Selbstvergewisserung einen Perspektivenwechsel vornahm. Stand in den siebziger Jahren – der sogenannten Auf- und Ausbauphase sportwissenschaftlicher Institute an Universitäten – die Frage nach neuen Schulsport-Konzepten und struktureller Neuorganisation des Schulsports im Vordergrund sportpädagogischer Bemühungen, so wurden Anfang der achtziger Jahre kritische Stimmen laut, die auf die Gefahr der zunehmenden Entfremdung zwischen normativen Entwürfen und Praxis hinwiesen und die die den Praktiker/innen zugewiesene Rolle als "exekutives Organ" sportpädagogischer Entwürfe problematisierten (vgl. LANGE 1984, S.78ff.). Gefordert wurde eine fundierte empirische Auseinandersetzung mit den an der Schulwirklichkeit Beteiligten und auf der methodologischen Ebene eine Hinwendung zu den Subjekten, deren Wissen, Handeln und Erleben. [3]

Auch im Rahmen außerschulischer Praxisfelder war der Ruf nach einem anderen Blickwinkel auf die Praxisfelder und ihren Akteuren vernehmbar. Zum einen wurde im Zuge der sich in der Sportwissenschaft derzeit formierenden geschlechtsspezifischen Forschung bzw. Frauenforschung die inhaltliche Angemessenheit des Erhebungsinstrumentariums deduktiver Forschung in Frage gestellt, insofern "gerade im Sport ... im Gefolge dieser Forschungsperspektive Frauen völlig unzulässige "wissenschaftliche" Erklärungskonzepte und in der Sportpraxis unzulängliche Trainingskonzepte und Spieltaktiken übergestülpt" (KLEIN 1983, S.16) werden. Zum anderen suchte man im Kontext der damals emotional gefärbten, kontroversen Diskussion über den Kinder- und Jugendhochleistungssport nach einem "anderen Zugang" zu den Aktiven, der differenzierteren Aufschluß über subjektive Denkmuster, Strukturen in den sozialen Feldern, den latenten Sinn von Handlungen etc. zuließ. Man begnügte sich nicht mehr damit, den Beratungsbedarf diverser Sportverbände zu stillen, nämlich normative Wertpositionen und Forderungen "wissenschaftlich zu begründen und zu legitimieren" (HEIM 1991, S.115). Es wurde auch versucht, den Blick hinter die Kulissen zu werfen und aufzuzeigen, was bei oberflächlicher Betrachtung des Praxisfeldes in der Regel verborgen bleibt. [4]

Der seit den neunziger Jahren zu konstatierende (quantitative) Anstieg von qualitativen Arbeiten kann u.a. im Zusammenhang mit dem Entstehen neuer Bewegungskulturen und "sportlichen Phänomenen" gesehen werden, die explorative Annäherungsversuche nahelegten. Er erweist sich andererseits aber auch als "hausgemacht". Angesprochen ist hiermit die an vielen Instituten praktizierte "Weitergabe" von Methoden und Forschungsdesigns an den (zumeist lehrstuhlgebundenen) sportwissenschaftlichen Nachwuchs, der seit Anfang der neunziger Jahre systematisch(er) gefördert werden sollte. Zwar kann im Bereich sportwissenschaftlicher Forschungsmethoden nicht von "Schulenbildung" gesprochen werden, wohl aber von Standorten, die bestimmte Methoden-Sozialisationseffekte bei dem häuslichen Nachwuchs erzeugen. Betrachtet man die in den letzten Jahren publizierten Qualifikationsarbeiten, so lassen sich zumeist eindeutige Abdrücke der durch die Lehrstuhlinhaber organisierten Einflüsse erkennen. [5]

3. Themenfelder: Fragestellungen, Konzeptionen, Rezeption der Ergebnisse

Die Themen, die mit Hilfe qualitativer Methoden aufgegriffen werden, sind vielfältig und lassen sich unter den verschiedensten Aspekten ordnen. Als einfache und schnelle Orientierungshilfe dienen an dieser Stelle zunächst die Begriffe "Schulsport", "Vereins- und Spitzensport" und "Freie Sport- und Bewegungsszenen". Die Ordnungsstruktur verortet die einzelnen Themen also unter dem Aspekt "Organisation des Sports" bzw. zeigt an, unter welcher Verantwortlichkeit im weitesten Sinne "Sport und Bewegung" stattfindet (Schule, Verband, Sonstige). Innerhalb der jeweiligen Felder wird eine weitere Differenzierung vorgenommen. Diese Binnendifferenzierung orientiert sich vornehmlich an den vorherrschenden Erkenntnisinteressen.2) [6]

Schulsport: Im Kontext von Schulsport wird in erster Linie die Lehrperson und ihre Perspektive in das Zentrum qualitativ ausgerichteter Arbeiten gestellt. Die Fragestellungen betreffen u.a. die Bereiche "Unterrichtsplanung und Lehrplanrezeption" (z.B. BRÄUTIGAM 1986), "Unterrichtliches Handeln und seine Bedingungen" (z.B. LANGE 1984; TREUTLEIN, JANALIK & HANKE 1989; für den Bereich der Bewegungserziehung im Elementarstufe: HUNGER 2000), "Sprache und Kommunikation" (z.B. KUHLMANN 1985; FRIEDRICH 1991) sowie "Belastungssituationen und Problembewältigungen" (z.B. MIETHLING 1986, unter feministischer Perspektive: z.B. KUGELMANN 1996). Einzureihen ist hier – mit gewisser Einschränkung – auch der Ansatz der interpretativen Unterrichtsforschung (SCHIERZ 1986; SCHERLER 1989), der durch die Interpretation von Unterrichtsbeispielen auf die Bearbeitung von Strukturproblemen des Unterrichts abzielt, ohne daß die Sichtweisen der jeweiligen Lehrpersonen in die Interpretationsarbeit einbezogen werden. [7]

Forschungsarbeiten, die sich mit der Perspektive von Schüler/innen beschäftigen, fehlen weitgehend. Zwar liegen Untersuchungen vor, die die Perspektive der sogenannten "sportschwachen" Schüler/innen nachzeichnen (z.B. KÖPPE & WARSITZ 1989), die Partizipation von Schüler/innen am Unterrichtsgeschehen aufzeigen (MÜNSTER 1995) oder die Wahrnehmung der Lehrperson aus Schülersicht analysieren (FREI 1999). Der Frage, wie Schüler/innen die Unterrichtswirklichkeit deuten, erfahren und mitgestalten, wurde systematisch jedoch bislang nicht nachgegangen. Erst seit kurzem wird diese Zielgruppe als ein "Forschungsdesiderat hohen Ranges und von großer Dringlichkeit" (MIETHLING 1998, S.8) erkannt, und es zeichnen sich einzelne Projekte ab, die sich der Schüler/innenperspektive annehmen (vgl. MIETHLING 1998). [8]

Die theoretischen Konzeptualisierungen der im Mittelpunkt der "Schulsportarbeiten" stehenden "Gegenstände" erweisen sich als sehr heterogen und umfassen u.a. kognitionstheoretische, interaktionstheoretische, strukturalistische und wissenssoziologische Ansätze. Der Gegenstandsbereich ist dementsprechend unterschiedlich weit gefaßt. Einerseits stehen die Mikrostrukturen ausgewählter unterrichtlicher Handlungen im Mittelpunkt des Interesses, andererseits wird versucht, grundlegende Handlungsorientierungen oder allgemeine Regelhaftigkeiten aufzudecken, wie zum Beispiel Benachteiligungsmechanismen, Problembewältigungsstrategien, Unterrichtsgestaltungs-Prinzipien etc. [9]

Bei den Erhebungsmethoden dominieren Verfahren, die auf die Stimulierung verbaler Äußerungen abzielen. Genannt werden – neben Rekonstruktionsmethoden, wie "Lautes Denken", "Struktur-Lege-Techniken" – teilstrukturierte, problemzentrierte, fokussierte, unstrukturierte, halb-offene, freie, (kontrolliert-) explorative, leitfadenorientierte, biographische oder schlicht "qualitative Interviews". Die Vielfalt der Begriffe verweist jedoch weniger auf den Umstand, daß den Arbeiten vielfältige Erhebungsmethoden zugrunde gelegt werden, sondern eher darauf, daß es vielfältige Möglichkeiten gibt, eine gesprächsähnliche Situation, die durch offene, themenzentrierte Fragen mehr oder weniger (vor-)strukturiert wird, zu etikettieren. Denn: Bei näherer Betrachtung der Arbeiten zeigen sich in der Regel weniger Varianten der Datenerhebung, als es die Termini nahelegen.3) Teilnehmende Beobachtungen werden zwar häufig als ergänzende Verfahren angegeben, der Prozeß der Datengewinnung wird jedoch selten transparent gemacht, und auch im Rahmen der Ergebnisdarstellung finden diese Daten kaum Berücksichtigung. Die Strategien der Datenauswertung, die oftmals nur skizzenhaft beschrieben werden, können nicht eindeutig zugeordnet werden. Hier werden sowohl bekannte Ansätze der qualitativen Datenanalyse ("Inhaltsanalyse", "Grounded Theory-Methodik"; "Sequenzanalysen") als auch linguistische und literaturwissenschaftliche Interpretationsverfahren aufgegriffen. Die Analyse der Daten reicht von der einfachen Darstellung untersuchter Einzelfälle bis hin zu einer Typenbildung, die das übergreifende Allgemeine in der spezifischen Konstellation versucht aufzuzeigen. [10]

Die meisten der Arbeiten haben über die Darstellung des Ist-Zustandes ein eindeutiges intentional pädagogisch motiviertes Anliegen. Zum einen wird bereits durch die (veränderungsbezogene Dimension der) Erhebungsmethode bei den Interviewpartner/innen angestrebt, Vorstellungen der Zwangsläufigkeit und Unabänderlichkeit ihrer Sichtweisen und Handlungsmuster zu lockern oder die Beteiligten für problematische Situationen im Schulsport-Kontext zu sensibilisieren. Zum anderen münden die Arbeiten in aller Regel in die Darstellung von konkreten Maßnahmen, die vor dem Hintergrund der (mehr oder weniger explizierten) normativen Vorstellungen der Autor/innen formuliert werden und auf die Verbesserung des Praxisfeldes abzielen. [11]

In der sportpädagogischen Diskussion haben – so kann behauptet werden – die (patchworkartigen) Einblicke in die Gedanken-, Erlebnis- und Alltagswelt der am Schulsport Beteiligten große Aufmerksamkeit erfahren. Themen wie strukturelle Probleme der Sportlehrer/innenausbildung, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen des Schulsports, koedukativer oder geschlechtsgetrennter Sportunterricht etc. wurden neu diskutiert und ausgelegt. Die Ergebnisse fanden (zumindest teilweise) Einlaß in den Bezugshorizont didaktischer Theoriebildung und wurden im Hinblick auf praxisrelevante Maßnahmen fruchtbar gemacht. [12]

Vereins- und Spitzensport: Qualitativ ausgerichtete Arbeiten beschäftigen sich hier vor allem mit der Person und Situation des Athleten und der Athletin. Von besonderem Interesse sind dabei die Darstellung und Analyse von einschlägigen Sportkarrieren und Bewegungsbiographien (z.B. SCHWIER 1995), sportartspezifischen Lebenswelten (z.B. Rose 1991; LÜSEBRINK 1997) sowie damit im Zusammenhang stehenden Fragen nach Identitätsentwicklung und -problemen, Umbruchsituationen etc. (z.B. ABRAHAM 1986; PALZKILL 1990; RICHARTZ & BRETTSCHNEIDER 1996; THIELE 1996). [13]

Die Datenerhebung basiert in der Regel auf narrativen bzw. leitfadenorientierten Interviews, die Auswertung verfolgt das Ziel, die in den untersuchten Handlungsbereichen wirksamen Strukturmuster, Ablaufformen, (verdeckten) Initiationen durch vergleichende Fallanalysen zu erschließen. Forschungsstrategisch liegt (v.a. seit den letzten Jahren) eine weitgehende Orientierung an der Grounded Theory-Methodik vor. [14]

Während im schulischen Kontext die Lehrperson und somit die das sportliche Geschehen inszenierende Person im Mittelpunkt qualitativer Forschung steht, bleibt im Kontext des Vereins- und Spitzensports die Figur des Trainers und der Trainerin weitgehend unberücksichtigt. Eine Verschränkung der Perspektiven der am System Beteiligten findet also auch hier selten statt. Als Ausnahmen können die Arbeiten der von BETTE, SCHIMANK und TREUTLEIN4) angesehen werden. Im Rahmen einer breit angelegten qualitativen Studie, die gleichermaßen die Perspektiven von Athlet/innen, Funktionären und Trainer/innen berücksichtigt, versuchen die Autoren seit geraumer Zeit, auf strukturelle und biographische Rahmenbedingungen aufmerksam zu machen, die die Einnahme bzw. die Verordnung von "Doping" betreffen.5) [15]

Alle Autor/innen, die sich mit dem Bereich des Spitzensports beschäftigen, wollen, verfolgt man ihre einleitenden Beweggründe, sich dem jeweiligen Thema zu nähern, auf strukturimmanente Probleme und (Identitäts-) Konflikte der Aktiven aufmerksam zu machen und schließen in der Regel mit mehr oder weniger vorsichtigen Empfehlungen an die im System Verantwortlichen. Obwohl (?) sich die Ergebnisse der Untersuchungen in gewisser Hinsicht quantifizieren lassen bzw. punktuelle Verteilungsaussagen aufgrund der kleinen Grundgesamtheit der Spitzensportler/innen innerhalb der jeweiligen Sportart zulässig sind, haben die Interventions- und Beratungsvorschläge bislang kaum praktische Konsequenzen. Der organisierte Spitzensport erweist sich in seinen Strukturen als äußerst resistent gegenüber pädagogisch ambitionierten Empfehlungen und auf "weichen Verfahren" basierenden Untersuchungen. Man ist versucht zu sagen, daß die Verantwortlichen, wie es im Leistungssport traditionell üblich ist, auf Maßnahmen wie "Zählen und Messen" vertrauen und eindeutige praktische Empfehlungen, die schnelle und sichtbare Erfolge ermöglichen, erwarten. [16]

Freie "Sport- und Bewegungsszenen": In den letzten Jahren sind vor allem bewegungsorientierte Jugendkulturen, wie z.B. Inline-Skater, Skateboarder, Streetballer, Raver etc., in den Blickpunkt qualitativer Arbeiten gerückt. Zwar liegen derzeit nur wenige abgeschlossene Berichte vor (z.B. SCHWIER 1998), einschlägige – in der Regel vom sportwissenschaftlichen Nachwuchs verfaßte – Aufsätze deuten jedoch an, daß in den kommenden Jahren Ergebnisse über (derzeit aktuelle) jugendspezifische Bewegungspraxen, Codes, Körperbilder etc. vorliegen werden. Weitere Arbeiten, die unter dem o.g. Schlagwort verortet werden können, sind Themen, die sich mit der Frage nach der Motivation für die Ausübung bzw. der Faszination von einer Sportart beschäftigen (vgl. z.B. SCHWIER 1998a) oder sich der Frage nach den "unerfüllten Sportwünschen" (SCHWANK 1994) bzw. dem Verzicht auf sportliche Betätigung widmen (HENKEL 1995). [17]

4. Forschungsansätze: "Traditionen" und "Innovationen"

Betrachtet man die Arbeiten unter der Fragestellung, inwieweit die qualitativen forschungsmethodischen Designs als traditionell oder als innovativ zu bezeichnen sind, so neigt man dazu, die Konzeptionen der meisten Arbeiten als "konventionell" zu bezeichnen. Man folgt in der Regel bereits bekannten Verfahren der Datenerhebung und Auswertungsstrategien, auch wenn selbstverständlich in Abhängigkeit von den Fragestellungen, vom vorliegenden Datenmaterial etc. Variationen vorgenommen werden. Sofern einzelne Autor/innen der Anlage ihrer Arbeit Innovationscharakter zuschreiben, handelt es sich um ungewöhnliche Methoden-Kombinationen, wobei u.E. fraglich ist, ob es sich hierbei tatsächlich um eine sinnvolle Verschränkung oder vielmehr um eine bruchstückhafte Addition von diversen Verfahren handelt. Der schlichte Hinweis auf einen "multimethodalen" Zugang allein überzeugt jedenfalls angesichts der ungelösten Frage nach der Kompatibilität verschiedener methodischer Zugriffe nicht. Kreative Ansätze lassen sich vergleichsweise eher bei der "Präsentation der Ergebnisse" – im Rahmen qualitativer Forschung eine immer neu entstehende Herausforderung – konstatieren. Hier zeigen sich des öfteren Darstellungsformen, die auf eine nachvollziehbare Vermittlung von Interpretations- und Verallgemeinerungsprozessen abzielen und keiner "bekannten Figur" der Ergebnispräsentation folgen. [18]

Die Tatsache, daß die Forschungsarbeiten bereits bekannten qualitativen Designs folgen, verweist auf mindestens zwei Rahmenbedingungen. Zum einen handelt es sich bei sehr vielen Arbeiten um Forschungsprojekte, die im Kontext einer wissenschaftlichen Qualifikation – zumeist Dissertation – durchgeführt worden sind. Selbständige methodologische Gehversuche – im Sinne einer innovativen qualitativen Forschungspraxis – wären hier in der Regel Schritte auf unsicheres Terrain, das man aus diversen "Sicherheitsgründen" wohl ungern betritt. Ein anderer Grund für die Orientierung an erprobten Verfahren verweist auf die konkrete Forschungspraxis. Insofern im Rahmen der Scientific Community der Sportwissenschaft kaum Netzwerke oder Foren existieren, die qualitative Ansätze zum Gegenstand ihres wissenschaftlichen Diskurses machen, besteht das Problem, daß die Forscher/innen – sofern sie nicht den Kontakt zu Nachbardisziplinen suchen – auf sich allein gestellt sind. Probleme, die im Kontext des qualitativen Forschungsprozesses entstehen (können), wie zum Beispiel "der Zugang zum Untersuchungsfeld", "Interaktionsstörungen" etc., können – da man "im eigenen Saft schmort" – nur schwer forschungsstrategisch fruchtbar gemacht bzw. erkenntnisbezogen genutzt werden. [19]

5. Profilierungsbemühungen: Chancen und Probleme

Während Mitte der achtziger Jahre sportwissenschaftliche bzw. -pädagogische Stimmen zu hören waren, die der Disziplin einen "Methodenminderwertigkeitskomplex" (SCHERLER & SCHIERZ 1987, S.77) zuschrieben, insofern sie sich – so der Vorwurf – kritiklos bestehender Methoden bediente, so sind heute Tendenzen festzustellen, die auf ein neues Selbstbewußtsein der Sportwissenschaft hindeuten. Lehrbücher mit dem anspruchsvollen Titel "Datenanalyse in der Sportwissenschaft" (z.B. STRAUSS & HAAG 1999) sind auf dem Markt, weitere Handbücher zur qualitativen Methodenlehre sind – nach Insiderinformationen – in der Entstehungsphase. Es ist einerseits zu begrüßen, daß sich die Sportwissenschaft in Form einer überblicksartigen Zusammenstellung von Forschungsdesigns um eine Konturierung ihrer interdisziplinären Forschungsansätze bemüht und die Bandbreite von Methoden nach außen hin darstellt. Begrüßenswert ist dies auch insofern, als Forschungsarbeiten aus der Sportwissenschaft noch immer kaum von den anderen Fachdisziplinen wahrgenommen werden; ja, viele Vertreter/innen anderer Fachbereiche heute noch erstaunt reagieren, wenn sie hören, daß diese Disziplin überhaupt existiert. [20]

Andererseits bergen die derzeitigen Profilierungsbemühungen – zumindest aus unserer Sicht – auch problematische Aspekte. Angesprochen sei an dieser Stelle das potentielle Problem der Ausblendung der mutterwissenschaftlichen Fundierungen oder die einseitige Orientierung an vermeintlichen Methodenexperten aus der Sportwissenschaft. Bei allem Respekt für die wissenschaftlichen Leistungen der jeweiligen Autoren muß festgehalten werden: In der Bundesrepublik existiert kein methodologisch ausgerichteter sportwissenschaftlicher Lehrstuhl. Bei der Darstellung der methodischen Verfahren handelt es sich i.d.R. um Rezeptionsleistungen, nämlich um die Zusammenfassung einschlägiger Konzepte der Datenerhebung und -auswertung, die an anderer Stelle bereits detailliert und vor dem Hintergrund der wissenschaftstheoretischen Grundlagen dargestellt wurden. In diesem Sinne handelt es sich bei den Werken zwangsläufig um abgespeckte methodologische Versionen, die – sofern eine einseitige Orientierung an ihnen erfolgen sollte, eine qualitative Forschung "light" nach sich ziehen könnten. [21]

6. Forschungspraxis: Anmerkungen und Wünsche

Die derzeitige Forschungspraxis kann man, wie oben bereits angedeutet wurde, mit dem Begriff "Verinselung" kennzeichnen. Aufgrund der Interdisziplinarität des Faches, das u.a. sportmedizinische, sportökonomische, sportphilosophische, sporthistorische Teilbereiche umfaßt und somit disziplinspezifischen Forschungstraditionen folgt, der Größe der Institute, die im Schnitt ca. fünf unterschiedlich ausgerichtete Lehrstühle bereitstellen, und der Tatsache, daß Lehrstühle mit dem Schwerpunkt "Methodologie" nicht vorgesehen sind, findet innerhalb der Disziplin kaum systematischer Austausch über forschungsstrategische Vorgehensweisen im Rahmen qualitativer Ansätze statt. Kooperationen mit Nachbardisziplinen, die eine methodologische Nähe vermuten lassen, werden selten gesucht, da inhaltlich kaum Interessensüberschneidungen vermutet werden. Pragmatisch gesehen begründen sich die mangelnden Versuche der Kontaktaufnahme nicht zuletzt durch die räumliche Trennung der Sportinstitute von den anderen Fachgebieten. [22]

Die Chancen, die aufgrund der fehlenden Vernetzung vergeben werden, liegen auf der Hand: Eine systematische Auswahl und perspektivenverschränkende Bearbeitung von Forschungsthemen finden nur selten statt. Die Wahl der Themen begründet sich in der Regel durch eine gewisse biographische Nähe der Wissenschaftler/innen zu den entsprechenden Praxisfeldern oder aber durch spontane Entdeckungen im Rahmen der jeweiligen Arbeitszusammenhänge. Die Bearbeitung der Themen erfolgt durch Einzelpersonen, wobei aus forschungsökonomischen Gründen (eigener und fremder) oft auf regelmäßige Diskussionen über den Prozeß der Datenerhebung und -analyse sowie damit im Zusammenhang stehenden Problemen verzichtet werden muß. [23]

U.E. erscheint es notwendig, sowohl Netzwerke innerhalb der Sportwissenschaft zu bilden als auch Bezüge zu den jeweiligen Mutterwissenschaften (wieder-) herzustellen, die auf einen kontinuierlichen Austausch über aktuelle Forschungsthemen und Bearbeitungsformen abzielen und somit Einblick in die jeweiligen Arbeitsprozesse erlauben. Die neuen Medien bieten hier sicherlich eine gute Möglichkeit, Transparenz und Kontakte herzustellen und eine Basis für eine (potentiell) sinnvolle Zusammenarbeit zu legen. [24]

Unter strukturellen Gesichtspunkten sehen wir ferner einen Handlungsbedarf, was die Ausbildung der Studierenden bzw. des potentiellen (sport-)wissenschaftlichen Nachwuchses in Sachen "Forschungsmethoden" betrifft. In Anbetracht der Tatsache, daß viele Nachbardisziplinen (z.B. Soziologie, Erziehungswissenschaften, Psychologie) Veranstaltungen zum Thema "Qualitative Forschungsmethoden" parallel anbieten, halten wir es aus inhaltlichen Erwägungen und nicht zuletzt aus Kapazitätsgründen für sinnvoll, gemeinsame, disziplinübergreifende Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten. [25]

Anmerkungen

1) Auch im Rahmen der Bewegungswissenschaften (z.B. LIPPENS 1992) und in der Sportpsychologie (z.B. QUINTEN 1994; STELTER 1996) basieren einzelne Forschungsarbeiten auf qualitativen Ansätzen. Da der qualitative Methodengebrauch hier jedoch die Ausnahme darstellt, wird im folgenden auf diese Teildisziplinen nicht weiter eingegangen. <zurück>

2) Da Forschungsprojekte, die in Aufsätzen vorgestellt werden, kaum aussagekräftige Ausführungen zur Methodik treffen, werden bei den folgenden Ausführungen, die im übrigen nicht auf Vollständigkeit abzielen, i.d.R. nur die Arbeiten erwähnt, die als Buchpublikationen vorliegen. <zurück>

3) Vgl. hierzu auch KUHLMANN (1993). <zurück>

4) Vgl. z.B. BETTE (1994) und BETTE und SCHIMANK (1995). <zurück>

5) Ferner beschäftigen sich an der Deutschen Sporthochschule Köln FREI u.a. derzeit mit den Belastungen und Risiken im weiblichen Kunstturnen. Auch hier werden Systemperspektive und unterschiedliche Akteursperspektiven (Trainer/innen, Turnerinnen, Eltern) in Bezug zueinander gesetzt. <zurück>

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Treutlein, Gerhard; Janalik, Heinz & Hanke, Udo (1989). Wie Sportlehrer wahrnehmen, denken, fühlen und handeln. Ein Arbeitsbuch zur Diagnose und Veränderung von individuellem Sportlehrerverhalten. Köln.

Zur Autorin und zum Autor

Dr. Ina HUNGER (geb. 1965): seit 1999 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften des Sports (Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen (1994-1996) und am Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück (1996-1999).

Forschungsthemen: "Handlungsorientierungen im Kontext der Bewegungserziehung"; "Die Perspektiven der "Sportschwachen" auf den Sportunterricht"; "Sportverständnis von Kindern".

Kontakt:

Dr. Ina Hunger

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft
Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften des Sports
Horstmarer Landweg 62 b
D-48149 Münster

E-Mail: inahunge@uni-muenster.de

 

PD. Dr. Jörg THIELE (geb. 1960): seit 1996 Hochschuldozent am Pädagogischen Seminar an der Deutschen Sporthochschule Köln; z.Zt. Lehrstuhlvertretung für den Bereich Sportpädagogik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Forschungsthemen: "Phänomenologie"; "Sport und Gesundheit"; "Körpererfahrung".

Kontakt:

PD. Dr. Jörg Thiele

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Schwarzwaldstr. 175
D-79117 Freiburg

E-Mail: Thielej@uni-freiburg.de

Zitation

Hunger, Ina & Thiele, Jörg (2000). Qualitative Forschung in der Sportwissenschaft [25 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 1(1), Art. 8, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs000185.

Revised 7/2008



Copyright (c) 2000 Ina Hunger, Jörg Thiele

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