Volume 11, No. 2, Art. 23 – Mai 2010

Rezension:

Stefan Thomas

Giampietro Gobo (2008). Doing Ethnography. London: Sage; 355 Seiten; ISBN 978-1-4129-1920-3; 32,- Euro

Zusammenfassung: Das Buch "Doing Ethnography" von Giampietro GOBO bietet eine Einführung in die Ethnografie vonseiten der Praxis her. In systematischer Weise behandelt er zentrale Themen wie Definition, Umsetzung und Reflexion ethnografischen Forschens. Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die ethnografische Methodendebatte, was immer auch einen Blick auf zukunftsweisende Entwicklungen einschließt. Dabei erfährt der Methodendiskurs eine Einordnung in eine konstruktivistische Forschungsperspektive.

Keywords: Ethnografie; Forschungsdesign; teilnehmende Beobachtung; ethnografisches Interview; ethnografisches Schreiben

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt

2.1 "Methodology"

2.2 "Collecting materials"

2.3 "Analyzing materials"

2.4 "Audiences"

3. Fazit

Literatur

Zum Autor

Zitation

 

1. Einleitung

Als Lesende des Buches "Doing Ethnography" möchte GOBO sowohl Studierende ansprechen, die eine erste Einführung in die Ethnografie suchen, als auch Wissenschaftler/innen, die sich ein Textbuch als Grundlage für ihre Methodenseminare wünschen. Den Anfänger/innen wird versprochen, ein brauchbares Rezeptbuch in der Hand zu halten: "This is a book of recipes. It teaches you how to cook ... an ethnography" (GOBO, S.i). Methodologie und Verfahrensweisen werden ausgiebig anhand von Studien illustriert, um das tacid knowledge erfahrener Ethnograf/innen zu explizieren. Der Praxisbezug soll gleichfalls den Kolleg/innen eine Hilfe und Erleichterung bei der Vorbereitung für anschauliche Lehre sein. Im Folgenden wird das Buch an seinen eigenen Maßstäben gemessen, indem diese Besprechung eine Antwort auf die Frage sucht, inwieweit es gelungen ist, Theorie und Praxis gegenseitig zu erhellen, sodass am Ende zu verstehen ist, was Ethnografie ist. [1]

Das Buch verfolgt zudem noch ein zweites Ziel. GOBO startet in der Einleitung mit dem offensichtlichen Widerspruch, dass Ethnografie einerseits eine marginal method ist, deren Objektivität und Wissenschaftlichkeit nicht selten infrage gestellt wird. Andererseits haben die Ergebnisse aus der Feldforschung wegen ihrer Anschaulichkeit oftmals eine sehr verführerische Wirkung. Angesichts des ungeklärten methodologischen Status soll das Textbuch daher auch einen Beitrag zur Systematisierung und Verwissenschaftlichung der ethnografischen Methode leisten, um Anwendungshemmnisse in den normal social science abzubauen. [2]

Zur Abhandlung zentraler Gesichtspunkte ist das Buch in vier Teile gegliedert: Methodologie, Datenerhebung, Datenanalyse, und Präsentation. [3]

2. Inhalt

2.1 "Methodology"

Im 1. Kapitel "What is ethnography" beginnt GOBO mit einem Definitionsversuch. Dabei fasst er den Begriff Ethnografie zunächst methodisch. Die Anwendung (teilnehmender) Beobachtung ist das entscheidende Kennzeichen, durch das sich Ethnografie von anderen sozialwissenschaftlichen Verfahren abhebt. Die Lebendigkeit und Detailliertheit ethnografischer Beschreibungen setzt die "unabhängige" Beobachtung durch die Forschenden voraus. Mehr noch weist GOBO darauf hin, dass Menschen einerseits nur sehr schwer in der Lage sind, ihr eigenes Leben zu objektivieren, weil persönliche Selbstauskünfte immer subjektive Wahrnehmungen, Interpretationen und Darstellungen des eigenen Denkens, Fühlens und Tuns sind. Andererseits sind, wie GOBO deutlich macht, auch die Forschenden mit einem gravierenden Problem konfrontiert. Ansprüche an Wissenschaftlichkeit und Objektivität seien nur vermittels des schwierigen, widersprüchlichen, letztlich paradoxen Verhältnisses von involvement und detachment zu realisieren. Die Perspektiven engagierter Teilnahme und distanzierter Beobachtung schließen sich in gewisser Hinsicht gegenseitig aus. Und dennoch wertet GOBO dieses Problem nicht als prinzipiellen Einwand gegen Ethnografie, sondern verweist eher pragmatisch darauf, dass schon Alltagsmenschen beim Erkennen ihrer Lebenswelt im Widerspruch von empathischer Identifikation und reflexiver Distanz stünden, sodass sich auch die Forschenden hieraus nicht befreien könnten. [4]

Im 2. Kapitel "Method or methodology" wird die definitorische Diskussion zum Zweck größerer Trennschärfe und Erklärungskraft intensiviert, indem GOBO die konstruktivistische Wissenschaftsperspektive, die generell dem Buch zugrunde liegt, entfaltet. Mit einer stärkeren begrifflichen Schärfe will er einem inflationären Gebrauch vorbeugen, der allerorten zu beobachten ist, sodass Ethnografie mittlerweile als abused buzz-word zum Synonym qualitativer Methodik überhaupt avanciert ist. GOBO entwickelt dazu eine Klassifikation zur Bestimmung von Leit-Methodologien entlang der Unterscheidung kognitiver Modi. Ethnografie lässt sich demgemäß als Leit-Methodologie dem kognitiven Modus Beobachten zuordnen. Weitere Methodologien, die als Platzhalter für zentrale Modi menschlicher Welterkenntnis stehen, seien das "diskursive bzw. Tiefen-Interview" (Zuhören), die Fragebogenerhebung (Fragen), die "dokumentarische Methodologie" (Lesen), "transformative Methodologien" wie das Experiment (Operation) und die "spekulative Methodologie" (Introspektion). [5]

Ein historisches Panorama an Theorien, Ansätzen und Personen bis hin zur Gegenwart wird im 3. und 4. Kapitel entworfen. In der Sammlung sozialwissenschaftlicher Forschungsparadigmen steht für die Pionierzeit ethnografischen Forschens selbstredend die Chicago School. Das Aufgreifen anthropologischer Methoden war vom erwachenden Interesse an Kulturen der Großstadt getragen, was die first-hand observation von Stadtvierteln, Gettos und Sozialmilieus erforderte. In den 1960er und 1970er Jahren – vielfach als "Goldene Ära" der Feldforschung bezeichnet (DENZIN & LINCOLN 2005a) – gewannen in den Theorietraditionen des symbolischen Interaktionismus und der Grounded-Theory-Methodologie mikrosoziologische Bedeutungs- und Handlungsanalysen an Bedeutung. Studien, in denen mehr der soziale Kontext im Vordergrund steht, wie bei William F. WHYTE und Erwing GOFFMAN, werden von GOBO als structuralistic ethnography bezeichnet. Während realist ethnography ergonomische und menschliche Verhaltensformen in natürlichen Settings untersuche, ziele Ethnomethodologie auf die Aufdeckung sozialer Regeln des Alltagshandelns. Als neuere Formen werden von ihm unter dem Forschungsprogramm der cultural studies die kultur- und medienwissenschaftliche reception ethnography herausgehoben, die feminist ethnography mit dem Fokus auf Themen sozialer Ungleichheit unter Geschlechtern sowie die postmodern ethnography als fundamental selbstreflexive Kritik am vorherrschenden Repräsentationsmodell der Sozialwissenschaften. In eine mögliche Zukunft würden Methodenkonzepte wie gobal, institutional und performance ethnography weisen. [6]

Im 5. Kapitel "Designing research" gelangt GOBO schließlich zur Einführung in die konkrete Forschungspraxis. Am Anfang einer jeden, damit auch ethnografischen Studie stehen Bestimmung und Explikation von Forschungsgegenstand und Fragestellung. Ausgangspunkt ist gemäß der GOBOschen konstruktivistischen Wissenschaftsperspektive die Prämisse, dass die Sozialwelt immer schon im Alltag anhand von mentalen Schemata und praktischen Interessen vorinterpretiert ist. Mehr noch wird entlang der Auswahl von empirischen Indikatoren, operationalisierten Definitionen und Analyseeinheiten der Forschungsgegenstand im Sinne von "constructing the research topic" erst geschaffen (GOBO, S.73). Die Fragestellung solle demnach nicht zu breit sein, um sowohl Oberflächlichkeit als auch Vorurteile zu vermeiden, und um im Sinne von sensitizing concepts gegenüber neuen Einsichten offen zu sein. Vor allem Komplexität und Vielschichtigkeit des Feldes sind GOBO zufolge entlang der Formulierung zentraler Untersuchungskonzepte und -dimensionen zu reduzieren. Die Konkretisierung der Fragestellung werde erleichtert – und hier versucht GOBO unorthodox die quantitative Methodik für die Ethnografie fruchtbar zu machen – durch die Definition von skalierbaren Variablen, durch die Formulierung von Hypothesen und durch das Zurückgreifen auf theoretische Modelle. [7]

Unter dem Titel "Project management" wird, den Methodologie-Teil mit dem 6. Kapitel abschließend, die Planung der Durchführung einer ethnografischen Studie besprochen. Als besondere Herausforderung einer Ethnografie stellt GOBO die knappen Ressourcen (speziell die limitierte Zeit), die den Forschenden zur Verfügung stehen, heraus. Wichtig sei eine gezielte und begründete Auswahl der Stichprobe aus der Grundgesamtheit aller relevanten Settings, Personen und Ereignisse. Ebenso ist für ihn die Balancierung der eigenen Teilnahme an dem sozialen Leben des Forschungsfeldes notwendig, was einerseits Identifikation, Empathie und Engagement, andererseits Distanzierung, Dezentrierung und Reflexion erfordere. Gerade angesichts der komplexen Planungsleistung, die für eine ethnografische Studie notwendig ist, werden abschließend Methoden des Zeitmanagements vorgestellt. [8]

2.2 "Collecting materials"

Im zweiten Teil des Buches, der sich mit Datenerhebung beschäftigt, werden im 7. Kapitel unter dem Aspekt des "Entering the field" zunächst Strategien diskutiert, die die Forschenden bei der Aushandlung des Feldzugangs unterstützen. Hier kommt es GOBO zufolge auf einen geschickten und flexiblen Umgang mit der eigenen Rolle an, um vertrauensvolle Beziehungen zu den Feldteilnehmenden zu etablieren, die mehr Türen zum Feld eröffnen als verschließen. Dabei sei es wichtig, die "richtigen" Informant/innen auszuwählen, die das ganze Spektrum an sozialen Positionen innerhalb des Forschungsfeldes abdecken, die für die Untersuchung relevant sind. Die Forschenden sollten gemäß GOBOs Empfehlung eher zurückhaltend, nicht wertend agieren und möglichst wenig im Feld intervenieren. Die Eröffnung des Feldzugangs schließe dann auch ein, Zugriff auf weitere Informations- und Bedeutungsträger – wie etwa öffentliche und persönliche Schriftdokumente – zu gewährleisten. [9]

Im 8. Kapitel werden "Ethical dilemmas", ein in der Ethnografie oftmals vernachlässigtes Thema, behandelt. Zu den ethischen Grundprinzipien, an denen sich qualitative Forschung messen lassen muss, gehört sicherlich, dass Informant/innen nicht getäuscht werden dürfen, die Forschenden ihnen gegenüber aufrichtig auftreten müssen und in der Sozialwelt keinen Schaden anrichten dürfen; auch ist den Forschungspartner/innen die Möglichkeit zum informed consent einzuräumen. GOBO macht aber deutlich, dass die Einhaltung dieser "Anstandsregeln" nicht verhindern kann, immer wieder in moralische Dilemmata zu geraten, die nicht für alle Beteiligten aufzulösen sind. [10]

Mit Blick auf die erste Zentralfrage der Datenerhebung "How to observe?" warnt GOBO gleich zu Beginn des 9. Kapitels davor, dass die Methode nur wenige Hinweise darauf geben könne, was und wie zu beobachten sei (S.148). Diese Frage sei primär aus den zu entdeckenden Relevanzstrukturen des Gegenstandes selbst zu beantworten. Zumindest könne ein klar formuliertes Forschungsdesign helfen, sich angesichts der Komplexität des Feldes nicht orientierungslos darin zu verlieren. Besondere Bedeutung, um die sozial geteilten Selbstverständlichkeiten einer Kultur aufzudecken, erlangen für ihn Gedankenexperimente und Befremdungsstrategien – zum Beispiel durch Perspektivenübernahme der Position von Außenseiter/innen, Fremden und Noviz/innen, Einzelgänger/innen, "Problemfällen" etc. Ebenso sollten GOBO folgend die Forschenden im Feld praktisch tätig werden, um die Basisregeln, die eingeübten Kulturpraktiken, den unhinterfragten Sprach- und Reflexionshorizont aus der Handlungsperspektive kennenzulernen. [11]

Im Hinblick auf die zweite Zentralfrage "What to observe?" hebt GOBO vier Aspekte heraus, worauf Forschende fokussieren sollten: soziale Strukturen, Common-Sense-Interpretationen, Handlungskontext und Artefakte. Mit Blick auf soziale Strukturen schränkt GOBO sogleich ein, dass diese keiner unmittelbaren Beobachtung zugänglich seien (S.163). Er empfiehlt stattdessen, auf die sozialen Praktiken, das beobachtbare Verhalten, besonders auf die Zeremonien und Rituale zu schauen, die Ausdruck des großen Regelwerks sozialer Strukturen seien. Jedoch wird hier m.E. nicht deutlich genug, dass Strukturen eher das Resultat einer rekonstruktiven Interpretation sozialen Handelns durch Elaboration der zugrunde liegenden Handlungssituation sind. [12]

Als zweiter wichtiger Beobachtungsgegenstand wird von ihm das verbale Verhalten hervorgehoben, durch welches sich die Bedeutungsimplikationen von Handlungsweisen, Situationen und Artefakten mit dem Ziel einer "dichten Beschreibung" sozialen Lebens aufdecken lassen. Drittens ist ihm der Kontext wichtig, weil jede Handlung oder jeder Sprechakt in einer sozialen Situation platziert ist. Und dennoch verbleibt die folgende Aufgabenstellung für die Beobachtung zu eng: "context, therefore, means above all observing the physical space or setting" (S.173), weil auch diesbezüglich der Bedeutungsaspekt entscheidender ist als das physikalische Arrangement von Räumen und Gegenständen. Viertens rücken GOBO zufolge Artefakte in den Interessenfokus der Beobachtenden, die als technologische, kognitive oder organisatorische Instrumente die Durchführung von Handlungen ermöglichen und unterstützen. [13]

Den Gegenpart zur Beobachtung sieht GOBO in der Befragung. "Ethnographic interviewing" ermöglicht durch das Gespräch mit Akteur/innen eine extensive Exploration von subjektiven Sinnzuschreibungen und unklar gebliebenen Sachverhalten. Dabei bleibe das Interview in die teilnehmende Beobachtung eingebettet, weil sich die Gespräche häufig aus Ad-hoc-Situationen mit zuvor bekannten Personen ergeben. Hier bestehe im Gegensatz zum Intensiv-Interview keine Notwendigkeit, sogleich alle wichtigen Fragen zu behandeln, weil in der Regel das Interview zu einem späteren Zeitpunkt weitergeführt werden könne. Im Vergleich zur teilnehmenden Beobachtung hebt GOBO jedoch gravierende Nachteile und Mängel des Interviews hervor. Insbesondere können Forschende auf diesem Wege nicht den tatsächlichen Ablauf eines Ereignisses rekonstruieren, sondern müssen sich mit subjektiven Repräsentationen von Sachverhalten begnügen. [14]

Abschließend werden im 12. Kapitel unter dem Titel "Crafting ethnographic records" Formen der Aufzeichnung ethnografischer Daten diskutiert. GOBO legt dar, dass ethnografische Beobachtungsdaten in erster Linie als Feldnotizen festgehalten werden, die mehr (persönlichen) Erfahrungsberichten gleichen, als dass es sich um (objektive) Beschreibungen der Sozialwelt handele. Interpretation beginnt für GOBO (der sich hier auch auf CLIFFORD 1990 bezieht) demgemäß nicht erst bei der Datenauswertung, sondern schon die Feldbeschreibungen müssen als Interpretation der Beobachtenden – als textuelle Inskriptionen – behandelt werden. Dennoch sei es wichtig, zwischen Deskription und Interpretation zu trennen. Daher plädiert GOBO dafür, sich auf eine wörtliche Wiedergabe des Gesagten in einer konkreten, anschaulichen Sprache zu konzentrieren. Gerade zu Beginn, beim Feldeintritt, empfiehlt er, der Protokollierung viel Zeit zu widmen, weil die Offenheit für das Neue und Unvertraute rasch verblasse. Weiterhin erachtet er eine Trennung von Beobachtungsnotizen, theoretischen Notizen, methodologischen Notizen und persönlichen Notizen für sehr hilfreich. Als Leitlinie für eine Zeitbudgettierung hält GOBO für sinnvoll: "25% of your time allocated to observation; 25% to writing up fieldnotes; 20% to analysis of the empirical documentation; and 30% for writing the research report" (S.213). [15]

Neben den Beobachtungsnotizen sieht er aber auch Dokumente, Texte unterschiedlichster Gattungen, Fotos und Filme sowie kulturelle Artefakte als interessante Datenquellen an. Die Erhebung von statistischem Material ist für ihn dort sinnvoll, wo Ereignisse und Phänomene gemessen oder gezählt werden. Neben dem Schreiben von "old-style pen-and-paper fieldnotes" (S.217) hat sich für GOBO zur Datengewinnung die Verwendung von Audiorekordern, Fotoapparaten und Filmkameras bewährt. Besonders Hypermedia (= Multimedia + Hypertext) hält er für ein geeignetes Verfahren, um über die Kombination von Texten, Bildern und Videos sowie die Verlinkung von Daten und Interpretationen die Webstruktur von Bedeutungswelten in ihrer Komplexität, Vieldeutigkeit und Verweisungsbezügen lebendig zu machen (vgl. hierzu COFFEY, RENOLD, DICKS, SOYINKA & MASON 2006). [16]

2.3 "Analyzing materials"

Im dritten Teil des Buches wird, beginnend mit dem 13. Kapitel "Coding and analyzing ethnographic records", ein weiteres Thema behandelt, das in der ethnografischen Debatte eher zu kurz kommt. Die Auswertung konzeptualisiert GOBO dabei nach STRAUSS und CORBIN (1990) anhand des open coding (deconstruction), axial coding (construction) und selective coding (confirmation) – wobei der Grund für die Restriktion allein auf Grounded-Theory-Methodologie offenbleibt. Für GOBO lassen sich die Aufgaben in diesem analytischen Dreischritt folgendermaßen zusammenfassen:

"[I]n deconstruction the Ethnographer seeks to uncover the conventions regulating the interactions observed; in construction he or she devises a story (theory) about the phenomenon observed; in the confirmation the information collected is used to document precisely and systematically the hypotheses contained in the story (theory)" (GOBO, S.227). [17]

Insbesondere durch Dekonstruktion und Denaturalisierung des lebensweltlichen Bedeutungsgehalts geht es GOBO darum, den Daten eine neue, d.h. analytisch-theoretische Lesart zu geben. Ebenso wird festgestellt, dass es einer Theorie keineswegs schade, wenn sie auch praktische Implikation für das untersuchte Forschungsfeld aufweise. Schließlich gibt GOBO einen kurzen Überblick über das Leistungsvermögen von CAQDAS (Computer-Assisted Qualitative Data Analysis Software). [18]

Ebenso wichtig wie die Frage nach ethnografischen Auswertungsmethoden ist die Diskussion methodenbezogener Gütekriterien. Unter der Überschrift "Politics of accountability" behandelt GOBO die Frage nach der Gültigkeit, Legitimierung und Anerkennung von Auswertungsergebnissen innerhalb der scientific community, wobei sowohl klassische als auch qualitative Gütekriterien kritisch beleuchtet werden. Aus der konstruktivistischen Perspektive wendet er sich aber insbesondere gegen den Realismus, der ethnografischer Forschung vielfach inhärent sei. Gütekriterien lassen sich für ihn demnach nicht einfach über eine einfache Korrespondenzbeziehung zwischen Begriff und Wirklichkeit bestimmen. Vielmehr soll es sich um praktische Konventionen handeln, die sich aus der reflexiven Betrachtung konkreter Forschungspraxis entwickeln (S.278f.). [19]

2.4 "Audiences"

Zu Beginn des vierten Teils schildert GOBO unter der Überschrift "Communicating findings, writing ethnographies" eine nicht von der Hand zu weisende Beobachtung des akademischen Forschungsbetriebs: Während solide Daten oftmals nicht zur Kenntnis genommen werden, weil sie in einem schlecht geschriebenen Report dargestellt seien, vermutet er, dass überzeugende Ergebnisdarstellungen, die auf großes Interesse stoßen, nicht selten auf schlechten Daten beruhen würden (S.287). Virulent werde die Frage nach der Form der Forschungspräsentation gerade im Fall der Ethnografie allerdings noch aus einem weiteren Grund: Das Publikum zerfalle zumeist in zwei Gruppen, das "gelehrte Fachpublikum" auf der einen, die Angehörigen der untersuchten Lebenspraxis auf der anderen Seite. Unter dem Aspekt des ethnografischen Schreibens tritt GOBO ferner dem verbreiteten Missverständnis entgegen, dass Schreiben ein bloßes Festhalten der beobachteten Ergebnisse und Gedanken sei. Vielmehr erfordere Schreiben einen kontinuierlichen Prozess von Beginn an, in dem "thinking", "communication" and "continuing to analyze the data" miteinander verbunden seien (S.288f.). Das Resultat des Schreibprozesses gewinnt für ihn zudem eine eigene Gegenständlichkeit: "For the reader, the book is not one representation among the many possible of a culture; it becomes the culture" (S.290). Aus diesem Grund sei eine kritische Reflexion der akademischen Konstruktionspraxen notwendig. GOBO differenziert zwischen drei Präsentationsformen, die für Ethnografien typisch seien: realist narrative, processual narrative und reflexive narrative. Während die Realismus-Erzählung für GOBO über die Gegründetheit des ethnografischen Forschungsberichts in den persönlichen Erfahrungen der Forschenden systematisch hinwegtäuscht, kritisiert er an dem prozessualen Modell, dass die Beschreibung der sozialen Wirklichkeit hinter dem persönlichen Erfahrungsbericht der Forschenden zurücktrete. Er spricht sich daher für die reflexive Erzählweise aus, in der die Beschreibung der sozialen Wirklichkeit vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrung eingeordnet, reflektiert und korrigiert werde (S.298). [20]

Im 16. Kapitel "Leaving the field" geht es schließlich um die Frage nach dem optimalen Zeitpunkt zur Beendigung des Feldaufenthalts. Indikatoren seien die taken-for-grantedness der untersuchten Sozialwelt seitens der nunmehr im Forschungsfeld sozialisierten Wissenschaftler/innen und die theoretical saturation sensu GLASER und STRAUSS (1967). Zum Ende könne die Forschung gelangen, wenn "... no new data is shedding any further light on the features of the categories" (GOBO, S.308). Neben methodologischen Gesichtspunkten müssten die Forschenden bei der Beendigung des Feldaufenthalts ebenso die sich aufseiten der Akteure entwickelnden Verpflichtungen, Erwartungen und Gefühle berücksichtigen. Dies schließe ein, dass sie den Menschen im Feld eine Antwort auf die Frage schuldig seien, ob und in welcher Weise der Kontakt auch nach der Forschung aufrechterhalten werden solle. [21]

Zum Ende des Buches wird über die reine Methodendiskussion hinausgreifend die Relevanz und der Stellenwert von Beobachtungsverfahren in der Gegenwartsgesellschaft unter dem Stichwort der "Observation society" bestimmt. Dabei könnten Beobachtungsverfahren, die sich außerhalb von Wissenschaft entwickelt haben – Big-Brother-Show; shadowing technique, wo eine Person in ihrem Alltag gleich einem Schatten begleitet wird; flanking, wo Noviz/innen etwa beim Jobtraining Expert/innen zur Seite gestellt werden; focused ethnography als abgespeckte Kurzzeitform der teilnehmenden Beobachtung –, sehr wohl auch Anregungspotenzial für die Ethnografie bieten. [22]

3. Fazit

Bei "Doing Ethnography" handelt sich um ein Einführungsbuch in die Ethnografie, das nicht mit Überraschungen aufwartet, das aber solide gearbeitet ist und systematisch in den Diskussionsstand einweist. Die Einführung halte ich für gelungen, weil anschaulich in der direkten Auseinandersetzung mit einer Vielzahl an Beispielen das praktische Vorgehen in der Ethnografie erhellt wird. Durch den Reichtum an Veranschaulichungsmaterial wird die theoretische Auseinandersetzung immer wieder auf die methodische Praxis zurückgeführt. Mehr noch finden sich auf der Companion-Webseite des Sage-Verlags längere Passagen von Originalstudien, sodass sich hier die nicht vorbelasteten Lesenden mit wegweisenden Ethnografien vertraut machen können. Dennoch hätte das Buch gerade unter dem Aspekt, eine Einführung zu bieten, an vielen Stellen kürzer gefasst sein können. Für verzichtbar halte ich ebenso, was für ein englischsprachiges textbook aber wohl unvermeidlich ist, das Glossar zentraler Begriffe und die den Lernfortschritt abprüfenden Wissensfragen, mit denen jedes Kapitel abschließt. Diese Parzellierung eines Diskussionsstandes, der sich aus der reflexiven Aneignung angewandter Methodik entwickelt hat, in abprüfbares Wissen steht meines Erachtens einem Begreifen in Zusammenhängen eher im Wege. [23]

Das Bedürfnis nach einer aktuellen Einführung in die Ethnografie scheint groß zu sein, was sich anhand einer zunehmenden Anzahl einleitender Werke (etwa auch in Form von überarbeiteten Neuauflagen) und themenbezogener Handbücher beobachten lässt. Wie lässt sich mit Blick auf die Literaturlage unter Heranziehung der vielleicht wichtigsten Bücher GOBOs "Doing Ethnography" verorten? [24]

Besonders SPRADLEY "Participant Observation" (1980) kann als Klassiker gelten, wo der Diskussionstand bis in die 1980er Jahre zusammengefasst wird. Ethnografie wird durchweg als Synonym für teilnehmende Beobachtung verwandt. Die Stärke des Buches besteht darin, dass ausgehend von eigener Feldforschungserfahrung eine konzeptuelle Begrifflichkeit entwickelt wird, in der die zentralen Gesichtspunkte der Methode pointiert gefasst werden. Eine Einführung entlang der einzelnen Stationen im Forschungsprozess gibt unter gleichem Titel das übersichtliche Buch von JORGENSON (1989). [25]

Bei zwei weiteren Standardwerken älteren Publikationsdatums wurden unter weitgehender Beibehaltung des Textkorpus moderate Aktualisierungen bezüglich neuerer Entwicklungen vorgenommen. Der methodologische Standort, von dem die Darstellung erfolgt, muss aber in beiden Fällen in den 1980er Jahren verortet werden. FETTERMANs "Ethnography. Step by Step" (2010 [1989]) ist ein Buch, das die einzelnen Untersuchungsschritte immer entlang von einschlägigen Bespielen aus den praktischen Notwendigkeiten des Forschungsprozesses begründet. HAMMERSLEY und ATKINSON (2007 [1983]) entwickeln in "Ethnography. Principles in Practice" die Methode aus einer vorzüglichen Kenntnis des Literaturstandes der 1980er Jahre entlang einer Vielzahl an Zitaten über methodische Vorgehensweisen und Reflexionen aus ethnografischen Studien. [26]

ANGROSINO (2007), ein Buch aus dem "Qualitative Research Kit", herausgegeben von FLICK (2007), bietet eine knappe, auf das Wesentliche kondensierte Einführung, die einen ersten Einstieg als orientierenden Überblick bietet. Schließlich stellt MURCHISON "Ethnography Essentials" (2010) die aktuellste Einführung dar, die insbesondere von der US-amerikanischen Debatte über qualitative Forschungsmethoden aus argumentiert. [27]

GOBOs Werk zeichnet sich im Vergleich dadurch aus, dass es das konzeptuelle Niveau in Richtung einer fortgeschrittenen Formalisierung und Methodisierung noch weiter anhebt. Das Buch begründet sich weniger aus der Praxis heraus und gewinnt seine Authentizität nicht aus der Eigenerfahrung oder den Fremdberichten erfahrener Ethnograf/innen. Die Darstellung der Forschungspraxis erhält eher den Charakter von Beispielen, anhand deren die methodische Darstellung veranschaulicht wird. Es erscheint insbesondere als Basislektüre für die Methodenausbildung geeignet. [28]

Zudem finden sich zum Thema "Ethnografie" mehrere Handbücher, wobei insbesondere das "Handbook of Ethnography", herausgegeben von ATKINSON, COFFEY, DELAMONT, LOFLAND und LOFLAND (2001), mit einer breiten Sammlung von Autor/innen aufwartet, die sich mit neueren methodischen Entwicklungen aus einer Vielzahl an Facetten beschäftigen. Dem steht das "Ethnographer's Toolkit" von SCHENSUL und LECOMPTE (1999) gegenüber, das mit sieben Bänden und über 1.600 Seiten sicherlich umfangreichste Handbuch zur Ethnografie. Zudem gibt es mit aktuellerem Erscheinungsdatum noch das Handbuch von ROBBEN und SLUKA (2007), das sich mit Ethnografie aus der Sicht der Sozialanthropologie beschäftigt. EMERSON (2001) bietet eine Sammlung zumeist klassischer Texte, die von ihm kenntnisreich eingeführt werden. Und nicht zuletzt müssen auch DENZIN und LINCOLN (2005b) hier Erwähnung finden, weil sie ihr qualitatives Verständnis eng entlang des Begriffs Ethnografie führen und Raum für experimentelle und emanzipatorische Ansätze in der Sozialforschung bieten. [29]

Im Vergleich zu den Handbüchern – mit Ausnahme von SCHENSUL und LECOMPTE – liegt der Vorteil einer Monografie sicherlich darin, dass diese aus einem Guss ist, die Thematik von einem genuin methodologischen Standpunkt ausarbeitet und eine geschlossene Darstellung des Gesamt des Feldes im Auge hat. Handbuchartikel dagegen sind im besten Falle Expertisen aus unterschiedlichen methodologischen Orientierungen – obwohl aufgrund besonderer Offenheit und Unwägbarkeit des Forschungsprozesses in der Ethnografie wohl auch dies gerade einen besonderen Charme entfaltet. [30]

Über die Bewertung des Buches als thematische Einleitung hinaus habe ich zwei prinzipielle Einwände gegen die methodologische Rahmung ethnografischer Forschung. Beide Kritikpunkte beziehen sich auf den konstruktivistischen Relativismus, auf dem bei GOBO die konzeptuelle Grundlegung von Ethnografie beruht. Erstens mag es vielleicht aus einer konstruktivistischen Perspektive nahe liegen, Ethnografie anhand einer operationalen Definition durch die vorherrschende Forschungspraxis zu bestimmen. GOBO stellt sehr klar heraus, dass sich Ethnografie als teilnehmende Beobachtung versteht. Was hierbei aber aus dem Blick fallen muss, ist, dass qualitative Forschung den Anspruch erhebt, sich nicht zuerst ausgehend von der Methode, sondern vom Gegenstand zu bestimmen. Besonders deutlich treten die Schwierigkeiten der definitorischen Reduktion von Ethnografie auf Beobachtung anhand der methodologischen Taxonomie hervor, die GOBO im 2. Kapitel entwickelt. Hier unterscheidet er kognitive Modi, aus denen er Grundmethodologien empirischer Sozialforschung ableitet. Ethnografie, eine dieser Grundmethodologien, ist aber nicht auf den kognitiven Modus "Beobachtung" zu reduzieren. Wenn Ethnografie die Kartografierung kultureller Welten zur Explikation der Bedeutungs- und Handlungsstruktur ist, dann wird deutlich, dass dies den Rückgriff auf das ganze Spektrum kognitiver Modi wie Zuhören, Fragen, Lesen, das aktive Intervenieren im Feld und die reflexive Introspektion notwendig macht. Bei der Gewinnung von First-hand-Einsichten in die untersuchte Lebenswelt ist daher auch der Einbezug des ganzen Werkzeugkoffers quantitativer und qualitativer Methoden mehr als sinnvoll (THOMAS 2010). [31]

Letztlich, und dies ist der zweite Kritikpunkt, kommt die eigentliche Stärke ethnografischen Forschens, die Situierung des Forschungsprozesses in der Lebenswelt, in der konstruktivistischen Eingemeindung sensu GOBO nicht mehr zur Geltung. Sicherlich handelt es sich bei Sozialforschung stets um eine konstruktive Praxis. Doch ist mehr darüber zu sagen, als dass Alltagsmenschen wie Wissenschaftler/innen (nur) mit ihren mentalen Konzepten und Konstruktionen operieren. Interpretationen sind nämlich nicht rein mentalistische Konstrukte, sondern diese sollten im besten Falle auf den gesellschaftlichen Wissens- und Reflexionshorizont bezogen sein, wie dieser sich in der Sprache auslegt, um in intersubjektiver Weise die soziale Wirklichkeit theoretisch zu erfassen und praktisch zu bewältigen. Die Aufgabe von Sozialwissenschaft besteht nach meinem Verständnis gerade darin, die "common-sense-Akte im Alltagsleben" (CICOUREL 1974, S.315), auf die auch die Forschenden in ihrem Denken über die soziale Welt notwendigerweise zurückgreifen zu explizieren. Die Sozialwissenschaften erfordern es angesichts der sozialen Vorstrukturiertheit ihres Gegenstandes, von den sprachlichen Verständigungs- und Reflexionsformen auszugehen, wie diese in der Lebenswelt vorgefunden werden, um diese in Form von wissenschaftlichen Modellen und Theorien zu systematisieren. Speziell für diese anspruchsvolle Aufgabe sozialwissenschaftlicher Forschung scheint mir Ethnografie die Methode der Wahl zu sein. [32]

Literatur

Angrosino, Michael (2007). Doing ethnograhic and observational research. London: Sage.

Atkinson, Paul; Coffey, Amanda; Delamont, Sara; Lofland, John & Lofland, Lyn (Hrsg.) (2001). Handbook of ethnography. London: Sage.

Cicourel, Aaron V. (1974). Methode und Messung in der Soziologie. Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Clifford, James (1990). Note on (field)notes. In Roger Sanjek (Hrsg.), Fieldnotes: The makings of anthropology (S.47-70). Ithaca, NY: Cornell University Press.

Coffey, Amanda; Renold, Emma; Dicks, Bella; Soyinka, Bambo & Mason, Bruce (2006). Hypermedia ethnography in educational settings: Possibilities and challenges. Ethnography and Education, 1(1), 15-30.

Denzin, Norman K. & Lincoln, Yvonna S. (2005a). Introduction: The discipline and practice of qualitative research. In Norman K. Denzin & Yvonna S. Lincoln (Hrsg.), Handbook of qualitative research (3. Auf., S.1-32). Thousand Oaks, CA: Sage.

Denzin, Norman K. & Lincoln, Yvonna S. (Hrsg.) (2005b). Handbook of qualitative research (3. Auf.). Thousand Oaks, CA: Sage.

Emerson, Robert M. (Hrsg.) (2001). Contemporary field research. Perspectives and formulations. Prospect Hights, IL: Waveland.

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Glaser, Barney G. & Strauss, Anselm L. (1967). The discovery of grounded theory. Chicago: Aldine.

Hammersley, Martyn & Atkinson, Paul (2007). Ethnography. Principles in practice (3. Aufl.). Abingdon: Routledge. [Orig. 1983]

Jorgensen, Danny L. (1989). Participant observation. A methodology for human studies. Newbury Park, CA: Sage.

Murchison, Julian (2010). Ethnography essentials: Designing, conducting, and presenting your research. San Francisco: Wiley.

Robben, Antonius C.G.M. & Sluka, Jeffrey A. (Hrsg.) (2007). Ethnographic fieldwork. An anthropological reader. Malden, MA: Blackwell.

Schensul, Jean J. & LeCompte, Margaret D. (Hrsg.) (1999). Ethnographer's toolkit (7 Bde.). Lanham, MD: AltaMira.

Spradley, James P. (1980). Participant observation. New York: Rinehart & Winston.

Strauss, Anselm L. & Corbin, Juliet M. (1990). Basics of qualitative research: Grounded theory procedures and techniques. Newbury Park, CA: Sage.

Thomas, Stefan (2010/in Druck). Ethnografie. In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Psychologie. Wiesbaden: VS.

Zum Autor

Dr. Stefan THOMAS forscht an der Freien Universität Berlin zu sozialpsychologischen und soziologischen Aspekten der Integration des Individuums in der Gegenwartsgesellschaft. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf Armuts- und Exklusionsprozesse. Als Dozent lehrt er an der Freien Universität Berlin und der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Forschungsschwerpunkte: Sozialpsychologie; Armut, Exklusion und Integration; Identität und Motivation; Wissenschaftstheorie und Forschungsmethoden.

Kontakt:

Dr. Stefan Thomas

Alice-Salomon-Hochschule
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E-Mail: thomas@ash-berlin.eu
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Zitation

Thomas, Stefan (2010). Rezension: Giampietro Gobo (2008). Doing Ethnography [32 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 11(2), Art. 23, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1002234.



Copyright (c) 1970 Stefan Thomas

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