Volume 12, No. 2, Art. 21 – Mai 2011

Biografie und Politik: Wissenschaftliche Selbstverständnisse und empirische Begegnungen. Einleitende Überlegungen zum Schwerpunktthema

Michaela Köttig, Christine Müller-Botsch & Martina Schiebel

Zusammenfassung: In der Analyse zeithistorischer und gegenwärtiger politischer Phänomene werden Potenziale einer wissenssoziologisch und interaktionstheoretisch fundierten biografietheoretischen Perspektive wenig wahrgenommen. Der folgende Beitrag leitet ein in die Schwerpunktausgabe "Biografie und Politik", die aus einem Workshop 2009 in Berlin hervorgegangen ist. Diskutiert wird politisches als stets biografisch kontextualisiertes Handeln: In welchen gesellschaftlich-biografischen Kontexten findet politisches Handeln statt? Inwieweit stellen politische Aktivitäten biografische Verarbeitungsformen spezifischer Erfahrungen dar? Welche Folgen haben konkrete politische Handlungen wiederum für weitere biografische und gesellschaftliche Entwicklungen?

Die Ausgabe will dazu beitragen, auf der Basis neuerer empirischer Arbeiten konzeptionell das Verhältnis von politischem Handeln und Biografie aus biografietheoretischer Perspektive zu diskutieren und Spezifika des Forschungsfeldes zu konturieren. Die Aufsätze aus unterschiedlichen Disziplinen befassen sich anhand von konkreten empirischen Forschungsprojekten und in der Auswertung unterschiedlicher Quellen mit verschiedenen konzeptionellen Überlegungen und methodische Herangehensweisen. Sie ermöglichen, Leistungen und Grenzen biografieanalytischer Ansätze und Spezifika des Verhältnisses von Politik und Biografie zu diskutieren.

Keywords: Biografieforschung; politisches Handeln in Vergangenheit und Gegenwart; Politikanalyse

Inhaltsverzeichnis

1. Zahlreiche Studien versus geringer übergreifender Diskurs über "Biografie und Politik"

2. Zur Heterogenität im Forschungsfeld

3. Die Beiträge des Bandes

Danksagung

Anmerkungen

Literatur

Zu den Autorinnen

Zitation

 

1. Zahlreiche Studien versus geringer übergreifender Diskurs über "Biografie und Politik"

Das Forschungsfeld "Biografie und Politik" zeichnet sich durch Heterogenität und Interdisziplinarität gleichermaßen aus: Soziologische und historische sowie politik-, kultur-, und literaturwissenschaftliche Studien nehmen den Gegenstandsbereich in den Blick. Dementsprechend vielfältig sind die theoretischen Grundannahmen, die als Rahmungen und Sensibilisierungen die Forschungen strukturieren. Aber auch das Verständnis der Begriffe "Biografie" und "Politik" weist eine große Bandbreite auf. Diese Vielfalt spiegelt sich in dem vorliegenden Themenschwerpunkt wider, der auf den von uns organisierten interdisziplinär konzipierten Workshop "Biografie und Politik" zurückgeht.1) Ziel ist es, neben der Vorstellung neuer Forschungsergebnisse durch die Explikation der theoretischen und methodischen Bezüge in den einzelnen Aufsätzen einen Beitrag zu leisten für weitergehende Diskussionen zum Verhältnis von Politik und Biografie.2) Bevor jedoch die einzelnen Beiträge vorgestellt werden, möchten wir einige einleitende Überlegungen voranstellen. [1]

Ein Blick auf das Forschungsfeld macht eine eklatante Kluft zwischen einer erheblichen Anzahl an empirischen Studien in diesem Feld einerseits und dem weitgehenden Fehlen eines über die einzelnen Studien hinausgehenden konzeptionellen und theoretischen Diskurses über die spezifische Verbindung von Politischem und Biografischem andererseits deutlich. So entstand in den vergangenen Jahrzehnten eine ganze Reihe empirischer Studien, die Politisches und Biografisches als miteinander Verbundenes erforschen und präsentieren. Zu nennen sind hier etwa die Forschungen zum Nationalsozialismus (stellvertretend BUDE 1987; LEONHARD 2002, 2006; MÜLLER-BOTSCH 2009; ROSENTHAL 1986, 1987, 1988, 1989, 1992, 1997; ROSENTHAL & VÖLTER 1997; WIERLING 1999a), zu Rechtsextremismus (INOWLOCKI 1988, 1992, 2000; KÖTTIG 2000, 2001, 2004; SCHIEBEL 1992, 2000), zu sozialen und politischen Bewegungen (STRAUB 1993; MIETHE 1999; MIETHE & ROTH 2005; NOOKE 2008), zum politischen Handeln in der Nachkriegszeit in Ost- und Westdeutschland (BUDE 1995; SCHIEBEL & ROBEL 2010; VÖLTER 2003; WIERLING 1999b), zu Transformationsprozessen (ALHEIT, BAST-HEIDER & DRAUSCHKE 2004 und die Studien im Sammelband von FISCHER-ROSENTHAL & ALHEIT 1995) oder zur wechselseitigen Verzahnung von Biografien und Institutionen bzw. auch von politischen Systemen, die vor allem in Umbruchprozessen virulent werden (SCHIEBEL 2003, 2008; MIETHE & SCHIEBEL 2008, 2009; KÖTTIG 2009; HORVAY 2010) sowie einzelne Sammelbände zu politischen Biografien (MIETHE & ROTH 2000; KÖNIG & WIRTH 2009), die Habilitationsschrift von Volker DEPKAT (2007) über deutsche Politiker/innen und die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts auf der Basis von Autobiografien oder etwa die Studie zu Biografie und bürgerschaftlichem Engagement von CORSTEN, KAUPPERT und ROSA (2007).3) [2]

Darüber hinaus werden Politik und Familie im soziologischen Diskurs beispielsweise auch als Dimensionen von Sozialisation (BOCK 2000) diskutiert. In der Biografieforschung zeichnet sich dabei seit den 1990er Jahren ein Trend zur "Mehrgenerationenforschung" ab. Zu beobachten ist hier, dass sich viele der Arbeiten mit der Tradierung in Familienbeziehungen beschäftigen. So wird auch die transgenerationale Vermittlung von politischen Erfahrungen über gesellschaftliche Transformationen hinweg beforscht (VÖLTER 2003, 2008). Im Hinblick auf Familie und Politik sind in den letzten Jahren durch die starke mediale Präsenz, die das Thema "Kriegskinder" hatte, auch Fragen zu intergenerationellen Übermittlungen insbesondere nationalsozialistischer Orientierungs- und Handlungsmuster in den Familien zumindest berührt worden (RADEBOLD 2005; RADEBOLD, BOHLEBER & ZINNECKER 2008; KÖTTIG 2008; MÜLLER 1998). [3]

Demgegenüber gibt es bisher nur wenig Literatur, die sich systematisch und konzeptionell explizit mit dem Verhältnis von Biografie und Politik befasst. Über die Hinweise und theoretischen Schlussfolgerungen auf Basis empirischer Ergebnisse innerhalb der einzelnen biografietheoretischen Studien hinaus wird in den einschlägigen Disziplinen kaum diskutiert, inwieweit sich Spezifika im Verhältnis dieser beiden Dimensionen ausmachen lassen und welche Forschungswege und -fragen in diesem Feld sich besonders anbieten. In der Politikwissenschaft beispielsweise finden sich über die vergangenen Jahrzehnte hierzu nur wenige Beiträge, die u.a. stets auf die geringe Berücksichtigung dieser Perspektive in ihrer Disziplin aufmerksam machen (MOHR 1990; HEUER 2000). Insgesamt scheint es bezeichnend für den Stand der Diskussion, dass es bis 2006 dauerte, bis in einem politikwissenschaftlichen Methodenband ein Artikel zu biografischen Forschungsansätzen aufgenommen wurde (DAUSIEN 2006). In der Geschichtswissenschaft wurden hingegen im vergangenen Jahrzehnt zunehmend biografische Ansätze diskutiert, ohne allerdings ihre potenzielle Verflechtung zu Politikanalysen zu fokussieren. Letzteres gilt auch für die Soziologie, in der allerdings biografische Forschungsansätze bereits seit den späten 1970er Jahren intensiv diskutiert und entwickelt wurden. [4]

Der offensichtliche Mangel an einer breiteren konzeptionellen und methodischen Auseinandersetzung im Forschungsfeld Politik und Biografie hat sicher verschiedene Gründe. Dass sich die sozial- und geschichtswissenschaftliche Politikanalyse der vergangenen Jahrzehnte so schwer tat mit biografischen Ansätzen hat u.a. damit zu tun, dass sie sich in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von Traditionen einer Politikgeschichte distanzierte, die im Verständnis des Historismus mythisierend und heroisierend politische Geschichte als Geschichte "großer Männer" schrieb (BÖDEKER 2003). Historische und gegenwartsbezogene Politikanalyse fokussierte seit der Nachkriegszeit in Deutschland über Jahrzehnte struktur- und systemtheoretische Ansätze, in denen konkrete Individuen und ihre Erfahrungen, Handlungsorientierungen und Deutungsmuster weitgehend außen vor blieben. Doch wo Politikanalyse diese Abgrenzung gegenüber dem Biografischen heute noch pauschal aufrecht erhält, übersieht sie beispielsweise soziologische biografiewissenschaftliche Entwicklungen aus den letzten 30 Jahren, die in der Tradition der Chicagoer Schule interaktionstheoretisch und wissenssoziologisch fundiert sind. Solchermaßen biografisch angelegte Studien können hinsichtlich politologischer Fragestellungen nicht "nur" die Entstehung und Verläufe politischer Aktivität einzelner Individuen untersuchen. Vielmehr vertreten sie den Anspruch, über eine Trennung sozialwissenschaftlichen Arbeitens in Mikro- und Makroanalysen hinauszuführen (FISCHER-ROSENTHAL 1990). Ausgehend von der grundlegenden Überlegung, dass die wechselseitige Beeinflussung von Individuum und Gesellschaft insbesondere auf dem Wege der Biografieforschung bereichsspezifisch erforscht werden kann, können Biografieanalysen auch der Analyse von politischen Bewegungen und Organisationen in Geschichte und Gegenwart als Grundlage dienen. In der prozessorientierten Herangehensweise sucht Biografieforschung die Sinnbezüge und Handlungsmuster von Akteur/innen in ihrer Entstehung und Veränderung zu rekonstruieren und damit gleichsam auch soziale und politische Bedingungen und Veränderungen in den Blick zu nehmen. Damit vermag sie beizutragen zur Erforschung politischer Phänomene und politischen und gesellschaftlichen Wandels. Dies gilt insbesondere auch für Phasen gesellschaftlicher und politischer Transformation (FISCHER-ROSENTHAL 2000; VÖLTER 2003; WOHLRAB-SAHR 2005). [5]

Neuere Entwicklungen der politischen Kulturforschung, in denen Politik als Aushandlungs- und Kommunikationsprozess begriffen wird, sind durchaus anschlussfähig an wissenssoziologische und interaktionistisch ausgerichtete Forschungen aus dem Kontext der Biografieforschung (weiterführend SCHIEBEL in diesem Band). Zu nennen sind hier beispielsweise der hermeneutische Ansatz von ROHE (1990, 1994, 2003) bzw. Ansätze der Kulturgeschichte des Politischen, wie sie in der kulturhistorischen Diskussion vor allem von MERGEL (2002) oder auch SCHWELLING (2004) vertreten werden. Ähnliches gilt für neuere Ansätze in der Politikgeschichte (FREVERT & HAUPT 2005). [6]

Mit dem Workshop "Politik und Biografie" sollte der Versuch unternommen werden, die unterschiedlichen Ansätze und Traditionen innerhalb der einzelnen Fachdisziplinen stärker in Bezug zueinander zu bringen und damit zu einem interdisziplinären Dialog beizutragen. [7]

2. Zur Heterogenität im Forschungsfeld

Aktuell erstreckt sich das Forschungsfeld "Politik und Biografie" über verschiedene Disziplinen, ohne in den meisten von ihnen systematisch verankert zu sein. Die erhebliche Heterogenität der Studien ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: 1. auf die verschiedenen verwendeten Begriffe von Biografie, 2. auf verschiedene Begriffe und Dimensionen von Politik, mit denen gearbeitet wird; 3. auf das verwendete unterschiedliche Quellenmaterial; 4. auf die Anwendung unterschiedlicher Forschungsansätze und Auswertungsmethoden und 5. schließlich auf verschiedene Fragestellungen und Funktionen, die mit der Rekonstruktion von Biografien verbunden sind. [8]

Zunächst zu den unterschiedlichen Begriffen und Dimensionen von Biografie: Was ist der Gegenstand der Biografieforschung, was meinen wir, wenn wir von Biografie sprechen? "Biografie" bedeutet im engeren Sinne ja die schriftliche Darstellung eines Lebens. Oftmals wird der Begriff Biografie jedoch auch – in der Wissenschaft wie umgangssprachlich – als Bezeichnung des gelebten Lebens verwendet. "Lebensgeschichte" enthält bereits im Begriff selbst diesen Doppelcharakter und weist auf das gelebte Leben ebenso hin wie auf Darstellungen eines Lebens (vgl. zum Doppelcharakter des Begriffs "Geschichte" KOSELLECK 1973). Fragestellungen der sozialwissenschaftlichen Biografieforschung beziehen sich auf beide Dimensionen der "Lebensgeschichte": Sie können entweder stärker Aspekte des gelebten Lebens oder die Konstruktion der von den Beforschten in schriftlicher oder mündlicher Form dargestellten Geschichte betreffen. In der Regel werden jedoch – zumindest während der Auswertung im Forschungsprozess und sofern die Materiallage dies erlaubt – beide Dimensionen und ihr Zusammenhang analysiert (FISCHER-ROSENTHAL 1996, S.154f.). Eine weitere Dimension, die in der soziologischen Biografieforschung stark diskutiert wird, ist der bereits eingeführte Aspekt, dass Biografien als "Selbstbeschreibungen von Individuen im Kreuzungsbereich gelebter Lebensgeschichte und gelebter Gesellschaftsgeschichte" (FISCHER-ROSENTHAL 1995, S.44) gesehen werden, sodass mit biografischen Analysen sowohl Prozesse der Individuierung wie auch Prozesse gesellschaftlicher Entwicklung rekonstruierbar werden. Zwar wird diese Sicht von vielen im Bereich der Biografieforschung aktiven Forscherinnen und Forschern geteilt, allerdings mit der einen oder anderen Modifikation oder Fokussierung. Insofern bleibt stets zu klären, in welcher Weise die Begriffe "Biografie", "Biograf" bzw. "Biografin", "Normalbiografie", "Kollektivbiografie" oder "pluralisierte Biografie" etc. verstanden werden und wie auf sie Bezug genommen wird. [9]

Die Bandbreite tatsächlicher und denkbarer Studien im Forschungsfeld hängt auch mit verschiedenen Facetten und Dimensionen des Politikbegriffes zusammen, auf die in einzelnen Studien Bezug genommen werden kann: So können Ausschnitte von Macht- und Herrschaftskonstellationen im staatlichen Bereich und politische Institutionen und Organisationen im engeren Sinne den Forschungsgegenstand bilden und mit einem biografischen Ansatz beforscht werden. Hier kann Teilhabe an Herrschaft ebenso wie Opposition, Verweigerung oder Widerstand gegenüber Regierungsentscheidungen und Herrschaftsansprüchen im biografischen Kontext der Akteur/innen interpretiert werden. Mit Blick auf die in der jüngeren politikwissenschaftlichen Forschung viel benutzte analytische Trennung des Politischen in polity, politics und policy kann Biografieforschung in allen drei Bereichen sinnvoll eingesetzt werden: bei der Erforschung geronnener politischer Strukturen (polity), den Prozessen von Machtbildung und Interessendurchsetzung (politics) sowie der Herausbildung und Veränderung der Inhalte, die über politisches Handeln realisiert werden sollen (policies). Biografische Ansätze bieten sich ferner insbesondere an, wenn nach der Wirkung staatlicher Herrschaft und kollektiv verbindlicher Entscheidungen auf die Lebensgeschichten von Gesellschaftsmitgliedern gefragt wird; hier können auch Wechselwirkungen zwischen politischen und lebensgeschichtlichen Entwicklungen erforscht werden. Neben einem Politikbegriff im engeren Sinne, orientiert an den Organen und Institutionen politischer Systeme, kann einzelnen Studien auch ein weiter Politikbegriff zugrunde gelegt sein. So kann nahezu jegliches soziale Handeln in seinen politischen Dimensionen – beispielsweise in seinem Bezug auf die "Herstellung kollektiv bindender Entscheidungen" (LUHMANN 1984, S.102) – zum Untersuchungsgegenstand oder die Rekonstruktion lebensweltlicher Bezüge des Politischen ins Zentrum von Untersuchungen gestellt werden. [10]

Während systematische Verzahnungen von Biografie und Politik in der sozial- und geschichtswissenschaftlichen Literatur noch rar sind, liefern "klassische" theoretische Ansätze, die die Bedeutung von Herrschaft und/oder Macht fokussieren (etwa ELIAS 1992 [1989], 1997 [1939]; WEBER 1980 [1922]; BOURDIEU 2005 [1992]; FOUCAULT 2004, 2005) und neuere dekonstruktivistische Beiträge (SCHULZE, BERGHAHN & WOLF 2006) hilfreiche konzeptionelle Hinweise. Besonders anregend ist in diesem Zusammenhang ein Beitrag von Ilja SRUBAR (1999) aus phänomenologisch-wissenssoziologischer Perspektive zur Verbindung von Strukturen der Lebenswelt und "dem Politischen", an dessen Überlegungen sich mit biografischen Ansätzen gut anschließen lässt. SRUBAR zeigt in starker Anlehnung an Arbeiten von Alfred SCHÜTZ (darunter SCHÜTZ 2004 [1932]) auf, wie seit der Antike diskutierte unterschiedliche Dimensionen des Politischen – wie Mächtigkeit, Offenheit und Selbstbegrenzung, Kommunikation und Konflikt (beispielsweise bei ARISTOTELES 2006; WEBER 1980 [1922]; ARENDT 1992 [1960]; SCHMITT 1979 [1932]; VOEGELIN 2004; PLESSNER 1981 [1931]) – lebensweltliche Grunderfahrungen und zugleich konstitutive Entstehungsmomente des Politischen bilden. Die Emergenz des Politischen begreift SRUBAR in dieser Perspektive als Reflexionsprozess der Konstruiertheit der Welt und einen sich daran anschließenden weiteren Konstruktionsprozess im Bemühen um Definitionsmacht (SRUBAR 1999, S.33). So werden beispielsweise lebensweltliche Grunderfahrungen der Unterscheidung von Vertrautem und Nicht-Vertrautem thematisiert, die sich im reflektierenden Akt des Politischen als Prozesse der Exklusion oder Inklusion niederschlagen können (S.26ff.). [11]

Drittens entsteht die Bandbreite der Studien zu Politik und Biografie durch das verwendete Quellenmaterial, mit dem gearbeitet wird. Neben im Forschungsprozess mittels verschiedener Interviewverfahren generierter Selbstpräsentationen kann es sich dabei um schriftliche Ego-Dokumente wie geschriebene (Auto-) Biografien, Briefe oder Tagebücher ebenso handeln wie um biografische Dokumente, die aus institutionellen Kontexten überliefert sind und entweder vom Biografen/von der Biografin selbst verfasst wurden (was nicht heißen muss, dass diese Dokumente ausschließlich freiwillig entstanden sind) oder aber durch institutionelle Prozeduren erhoben bzw. gesammelt wurden (vgl. zu dieser Unterscheidung HÄDER 2004; MIETHE & SCHIEBEL 2008 sowie SCHIEBEL in diesem Band). Je nach Quellenmaterial können bestimmte Fragestellungen besser oder schlechter bearbeitet werden. Anhand von biografischen Selbstpräsentationen aus institutionellen Kontexten kann beispielsweise – in der Orientierung der (Auto-) Biograf/innen an den Adressat/innen – das wechselseitige Verhältnis von Individuum und Gesellschaft bereichsspezifisch besonders gut bearbeitet werden (MÜLLER-BOTSCH 2008, 2009). [12]

Viertens haben wir es in diesem Forschungsbereich mit unterschiedlichen Forschungsparadigmen zu tun, die die Anwendung unterschiedlicher Forschungsansätze und Auswertungsmethoden zur Folge haben. Hiervon abhängig ist nicht etwa nur die Größe des Samples von der Einzelbiografie über den Vergleich zweier Biografien bis hin zu einem – in der qualitativen Forschung – größeren Sample von 20 bis 30 Fällen. In der Auswertung werden darüber hinaus auch verschiedene hermeneutische und inhaltsanalytische Verfahren angewendet und unterschiedliche Wege und Grade von Generalisierungen der Ergebnisse eingeschlagen. [13]

Schließlich hängt die Breite des Forschungsfeldes mit verschiedenen Fragestellungen und Funktionen zusammen, die mit der Rekonstruktion von Biografien verbunden sind. So ist zu diskutieren, welche Fragestellungen mit welchen biografischen Ansätzen sinnvoll bearbeitbar sind. Berührt ist damit auch die Frage nach der Funktion, die biografischen Rekonstruktionen zugeschrieben wird. So gibt es etwa das wissenschaftliche Interesse an Biografien als "Instrument", um über spezifische gesellschaftliche Phänomene Aussagen treffen zu können. Zudem können Biografien pädagogische Funktionen und erinnerungskulturelle oder geschichtspolitische Funktionen einnehmen. Welche Implikationen die jeweilige Funktion für den Forschungsprozess und die Ergebnisdarstellung hat, muss stets in den einzelnen Arbeitskontexten geklärt werden. [14]

3. Die Beiträge des Bandes

Die Beiträge dieses Themenschwerpunkts repräsentieren die oben skizzierte Breite des Forschungsfeldes in erheblichem Maße. Die Autorinnen und Autoren kommen vor allem aus der Soziologie, der Geschichts- und der Politikwissenschaft. Forschungsansätze und Fragestellungen aus diesen drei Disziplinen lassen sich unseres Erachtens produktiv verbinden bei der (Weiter-) Entwicklung und Diskussion des Forschungsfeldes. Für die Diskussion relevant sind zudem weitere Disziplinen, u.a. die Literatur- und Kulturwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Ethnologie. Die Schwerpunktausgabe soll die Chance bieten, unterschiedliche Ansätze kennenzulernen und sich über verschiedene Herangehensweisen auszutauschen. Die Beiträge zeigen neben Forschungsergebnissen – die die jeweils spezifisch zeithistorischen, inhaltlichen Schwerpunktthemen betreffen – unterschiedliche Herangehensweisen und Möglichkeiten der Anwendung von Biografieforschung in der Politikanalyse auf. [15]

Auf der Grundlage der Fallanalyse eines hessischen Arbeiters, der in der Zeit des Nationalsozialismus entschied, sich dem Kriegsdienst durch Flucht zu entziehen, thematisiert Andrea NEUGEBAUER die Bedeutung biografischen Lernens für politisches Handeln. Aufbauend auf Überlegungen zum Begriff des politischen Handelns und zur Entstehung und Aneignung politikrelevanter Orientierungs- und Handlungsmuster aus biografietheoretischer Perspektive betont sie in der Sekundäranalyse eines in den 1980er Jahren geführten Interviews die biografische Dimension von Politisierungsprozessen und zeigt das enge Verwobensein von biografisch entstandenen Veränderungswünschen und institutionalisierten politischen Deutungs- und Handlungsmustern auf. [16]

Mit der biografischen Dimension von politischer Sozialisation und Politisierungsprozessen befasst sich auch der Beitrag von Dirk MICHEL-SCHERTGES. Auf der empirischen Basis der Auswertung von narrativ-biografischen und themenorientierten Interviews, die mit zwei Überlebenden des Holocaust geführt wurden, zeigt MICHEL-SCHERTGES unter Bezugnahme auf Arbeiten von Henri LEFEBVRE die Relevanz auf, die biografischen Erlebnissen bei Politisierungsprozessen und politischen Einstellungen zukommt. [17]

Mit der politischen Sanktionierung von Kommunistinnen und Kommunisten in der frühen Bundesrepublik und deren Auswirkungen sowohl auf die Biografien der Betroffenen als auch auf die politische Kultur beschäftigt sich Martina SCHIEBEL in ihrem Beitrag. Hier werden biografie- und diskursanalytische Herangehensweisen im Bereich der Politikanalyse miteinander verknüpft, und es wird auf dieser Grundlage unter Bezugnahme auf Norbert ELIAS ein Ansatz einer kulturhistorisch informierten, wissenssoziologisch fundierten Politikanalyse vorgestellt. [18]

Mit Politiker/innen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) befassen sich die drei folgenden Beiträge des Themenschwerpunktes. Gisela NOTZ analysiert mit geschichtswissenschaftlichen Methoden die Biografien von Frieda NADIG und Dr. Elisabeth SELBERT, deren biografische Erfahrungen während des Nationalsozialismus und insbesondere deren frauenpolitisches Engagement bei der Erarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland im Parlamentarischen Rat (1948/49). Judith MICHEL untersucht ebenfalls mittels geschichtswissenschaftlicher hermeneutischer Quellenanalyse, inwiefern sich Willy BRANDTs frühe politisch-soziale Orientierungen einerseits und sein jeweiliges politisches Amt andererseits auf seine Amerikapolitik ausgewirkt haben. Diskutiert werden hier vergleichend die Positionen und Verhaltensweisen BRANDTs in Bezug auf den Vietnamkrieg als Außenminister und dann Bundeskanzler sowie seine Amerikapolitik in den 1980er Jahren in seiner Altkanzlerzeit, als er Vorsitzender der "Nord-Süd-Kommission" und Präsident der Sozialistischen Internationale war. Max REINHARDT schließlich untersucht die Repräsentationsfähigkeit der SPD am Beispiel ihrer Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker im Generationenvergleich über eine Habitus‑/Feld-Analyse nach Pierre BOURDIEU mithilfe eines typologischen Stichprobenverfahrens. Zentrale Quellen seiner Untersuchung waren biografische und themenzentrierte Interviews. [19]

Die folgenden beiden Beiträge beschäftigen sich mit der DDR-Geschichte, wobei auch die deutsch-deutsche Geschichte und politisch-gesellschaftliche Transformationsprozesse seit 1989 in die Untersuchungen einbezogen werden. Rita HORVAY präsentiert Ergebnisse aus ihrer Studie über politische Gefangenschaft in der DDR und Wechselwirkungen zwischen dem öffentlichen Umgang und den biografischen Erinnerungen ehemals Inhaftierter. Die Arbeit basiert auf fallrekonstruktiv ausgewerteten narrativen biografischen Interviews mit Menschen, die ab Mitte der 1970er Jahre in der DDR politisch inhaftiert waren. Alexander LEISTNER diskutiert am Beispiel der unabhängigen DDR-Friedensbewegung den Beitrag von Schlüsselfiguren für die Entstehung und Stabilisierung von sozialen Bewegungen. Auf der Basis biografischer Interviews bildet er idealtypisch verdichtete Sozialfiguren des Protests, die Aufschluss über die Entstehung und Entwicklung sozialer Bewegungen geben können. [20]

Im Zentrum des Beitrags von Ingrid MIETHE steht die Vorstellung eines methodischen Verfahrens. Am Beispiel der Untersuchung von Bildungsaufsteigern und Bildungsaufsteigerinnen ist das Anliegen hierbei, dem Zusammenhang von makro-politischer Gelegenheitsstruktur und habituellen Praktiken nachzugehen und gesellschaftliche Makro-, Meso- und Mikroebene über ein biografietheoretisches Konzept miteinander zu verbinden. [21]

Carsten HEINZE schließlich beschäftigt sich mit der politischen Dimension von Autobiografien als Teil von Erinnerungskulturen in Ost- und Westdeutschland. Ebenso, wie sie beeinflusst sind von öffentlichen Erinnerungskulturen, wirken Autobiografien aus einer subjektiven Perspektive durch ihre Adressierung an die Öffentlichkeit auch auf diese zurück. Diskutiert wird in dem Beitrag insbesondere die durch diese wechselseitige Beeinflussung entstehende politische Aufgeladenheit von Lebens- und Zeitgeschichte in Autobiografien. [22]

Danksagung

An dieser Stelle sei der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte der Freien Universität Berlin und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, für die Ausrichtung des Workshops, der Sektion Biografieforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für finanzielle Unterstützung bei der Redaktion der Schwerpunktausgabe, Bettina VÖLTER für kritische und hilfreiche Kommentare zu diesem einleitenden Text und Yvonne FORD für die Unterstützung bei den englischsprachigen Abstracts gedankt. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei allen Beitragenden des Bandes sowie bei Katja MRUCK für ihre intensive Redaktionsarbeit.

Anmerkungen

1) Der Workshop wurde vom 3.7.-4.7.2009 in Berlin veranstaltet von der Sektion Biographieforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Kooperation mit der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte der Freien Universität Berlin und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin), dem Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen sowie dem DFG-Projekt "Politische Biographien im Generationsverlauf 1945-1968" am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Bremen. Siehe zum Call for Papers http://www.soziologie.de/fileadmin/user_upload/Sektion_Biographieforschung/cfpPolitikubiographie09.pdf, zum Programm http://www.soziologie.de/fileadmin/user_upload/Sektion_Biographieforschung/Workshop_Programm_1_.pdf. <zurück>

2) Ebenso, wie es in diesem Themenfeld kaum eine breitere Diskussion über Fachgrenzen hinweg gibt, fehlt bisher auch eine internationale Diskussion zum Verhältnis von Biografie und Politik weitgehend. Im Folgenden spiegelt sich dies auch in der erwähnten Literatur wider, die – wie die Beiträge des Workshops – vorwiegend auf Forschungszusammenhänge in Deutschland bezogen ist. <zurück>

3) Vgl. zudem zahlreiche Oral-History-Projekte im diskutierten Themenfeld, die seit 1988 in BIOS. Zeitschrift für Biografieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen vorgestellt wurden. Das Gesamtinhaltsverzeichnis 1988-2009 findet sich unter http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fgeschichteundbiographie/gesamt2009-2.pdf [Zugriff 10.5.2011]. <zurück>

Literatur

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Zu den Autorinnen

Prof. Dr. Michaela KÖTTIG, geb. 1965, Professorin für Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Sozialwesenstudium an der Gesamthochschule Kassel mit dem Schwerpunkt Frauenforschung und qualitative Sozialforschung. Lehrtätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät im Seminar für Soziologie der Universität zu Köln, der Universität Gesamthochschule Kassel und am Methodenzentrum der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Forschungsschwerpunkte: Rechtextremismus und Gender, Migration.

Kontakt:

Michaela Köttig

Fachhochschule Frankfurt am Main
Fachbereich 04, Soziale Arbeit und Gesundheit
Nibelungenplatz 1
D-60318 Frankfurt/Main

Tel.: +49 (0)69 1533 2647
Fax: +49 (0)69 1533 2809

E-Mail: koettig@fb4.fh-frankfurt.de
URL: http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/fb4/ansprechpartnerinnen/professorinnen/michaela_koettig.html

 

Dr. Christine MÜLLER-BOTSCH, geb. 1968, Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 1997 Forschungs- und Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Seit 2009 Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin. Schwerpunkte: Politische Systeme in Deutschland im 20. Jahrhundert, Diktatur- und Transformationsforschung, politisches Handeln, Analyse narrativer Interviews und schriftlicher Selbstpräsentationen, historisch-politische Bildungsarbeit.

Kontakt:

Christine Müller-Botsch

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13/14
D-10785 Berlin

Tel.: +49 (0)30 269950-18
Fax: +49 (0)30 269950-10

E-Mail: mueller@gdw-berlin.de

 

Dr. Martina SCHIEBEL, geb. 1965, Studium der Soziologie und Germanistik in Bielefeld (Dipl.-Soz.), Promotion in Göttingen an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Dr. disc.pol). Mitarbeit in zahlreichen Forschungsprojekten in Gießen, Bremen, Göttingen und Darmstadt sowie entsprechende Lehrtätigkeit; derzeit Lehrbeauftragte am Fachbereich 08 der Universität Bremen. Zuletzt Projektleitung ("eigene Stelle") des DFG-Projekts "Politische Biografien im Generationsverlauf 1945-1968" am Fachbereich 09 der Universität Bremen (Laufzeit 2008-2010). Arbeitsschwerpunkte: Interpretative Sozialforschung, insbesondere Biografieforschung, Biografie und Institution, Biografie und Politik, deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte, Transformation.

Kontakt:

Martina Schiebel

Universität Bremen
Postfach 330440
D-28334 Bremen

Tel.: +49 (0)421 6207500

E-Mail: schiebel@uni-bremen.de
URL: http://www.martinaschiebel.ruebemix.de/

Zitation

Köttig, Michaela; Müller-Botsch, Christine & Schiebel, Martina (2011). Biografie und Politik: Wissenschaftliche Selbstverständnisse und empirische Begegnungen. Einleitende Überlegungen zum Schwerpunktthema [22 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 12(2), Art. 21, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1102217.



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