Volume 20, No. 2, Art. 28 – Mai 2019



Klassische Studien als Ausgangspunkt. Eine fundierte und leicht verständliche Einführung in ausgewählte qualitative Forschungszugänge

Sylvie Johner-Kobi

Review Essay:

Patrick Heiser (2018). Meilensteine der qualitativen Sozialforschung. Eine Einführung anhand klassischer Studien. Wiesbaden: Springer VS; 284 Seiten; ISBN 978-3-658-18557-2

Zusammenfassung: Patrick HEISER führt anhand von vier klassischen Studien in häufig angewandte qualitative Forschungszugänge, Erhebungsmethoden und Auswertungsansätze ein. Gewählt hat der Autor "Die Arbeitslosen von Marienthal" (JAHODA, LAZARSFELD & ZEISEL 1975 [1933]) zur Illustration der Ethnografie und der teilnehmenden Beobachtung, die Studie zu arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrern (ULICH, HAUSSER, MAYRING, STREHMEL & KANDLER 1985) zur Diskussion des Expert*inneninterviews und der Inhaltsanalyse, die Untersuchung zu Gemeindezusammenlegungen und kommunalen Machtstrukturen (SCHÜTZE 1976) für das narrative Interview und die Narrationsanalyse sowie "Awareness of Dying" (GLASER & STRAUSS 1965) für die Diskussion der Grounded-Theory-Methodologie. Jede der vorgestellten Studien wird mit Bezug auf zwei unterschiedliche Gütekriterien qualitativer Forschung beurteilt. Patrick HEISERs Text ist ein verständlich geschriebenes Einführungswerk, das Studierenden der Soziologie und angrenzender Gebiete einen fundierten Einblick in häufig eingesetzte Erhebungs- und insbesondere Auswertungsmethoden gibt.

Keywords: qualitative Forschungszugänge; qualitative Inhaltsanalyse; Narrationsanalyse; Grounded-Theory-Methodologie; "Klassiker" der Sozialforschung; Auswertungsmethoden

Inhaltsverzeichnis

1. Besprechungsfokus

2. Braucht es ein weiteres Einführungswerk?

3. Die Buchkapitel: eine durchdachte Struktur trotz Exkursen

3.1 Einblick in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung

3.2 Marienthal-Studie: Ethnografie und teilnehmende Beobachtung

3.3 Lehrer*innen-Studie: Expert*inneninterview und Inhaltsanalyse

3.4 Gemeindestudie: narratives Interview und Narrationsanalyse

3.5 Krankenhaus-Studie: Grounded-Theory-Methodologie

3.6 Vergleich der Analyseansätze

4. Verständlichkeit als Stärke, aber braucht es hierfür die Wir-Form?

5. Bilanz mit Bezug zum Besprechungsfokus

Anmerkungen

Literatur

Zur Autorin

Zitation

 

1. Besprechungsfokus

Im Sinne einer "reflektierten Subjektivität" (STEINKE 2000, S.330) möchte ich einleitend transparent machen, aus welchem Blickwinkel diese Rezension geschrieben ist. Meine Perspektive ist die einer Dozentin, die in der Sozialen Arbeit für Masterstudierende in der forschungsmethodischen Ausbildung tätig ist. Bei der Lektüre des Werkes von Patrick HEISER war deshalb die Frage zentral, ob das besprochene Buch als Einführungswerk für Studierende im Master hilfreich sein könnte. Damit sich ein Werk für diese Stufe eignet, sollte der Fokus auf Auswertungsansätzen (und nicht auf Erhebungsmethoden) liegen, wobei häufig eingesetzte Auswertungsmethoden detailliert behandelt sein sollten. Das Werk sollte wenn möglich Ausführungen zu wissenschaftstheoretischen und forschungsethischen Themen beinhalten sowie auch Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung im Blick haben, und last but not least sollte es für Studierende verständlich geschrieben sein. [1]

Im 2. Abschnitt dieser Rezension wird der Text von HEISER mit Bezug auf andere Einführungswerke diskutiert. Im 3. Abschnitt erfolgt eine Beschreibung und Bewertung der Inhalte. Im 4. Abschnitt wird auf die Verständlichkeit des Werks und den Stil eingegangen, und im 5. Abschnitt bilanziere ich mit Bezug auf den Besprechungsfokus. [2]

2. Braucht es ein weiteres Einführungswerk?

"Meilensteine der qualitativen Sozialforschung" fügt sich als Lehrbuch in eine Reihe weiterer Werke im deutschsprachigen Raum ein, die in qualitative Forschung einführen und sich dabei nicht auf einen Forschungszugang, sondern auf mehrere konzentrieren sowie Auswertungsansätze vorstellen. Beispiele sind "Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung für Studierende" von Jörg STRÜBING (2013), ein Werk, welches insgesamt sechs Auswertungsansätze1) abdeckt, oder "Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch" von Aglaja PRZYBORSKI und Monika WOHLRAB-SAHR (2014), in dem fünf Auswertungsansätze2) behandelt werden. Daneben existieren Überblickswerke zu qualitativer Sozialforschung, in denen wissenschaftstheoretische Grundlagen sowie Erhebungs- und Auswertungsmethoden vorgestellt werden, beispielsweise von Uwe FLICK (2017) oder Siegfried LAMNEK und Claudia KRELL (2016). Hierbei liegt der Fokus allerdings nicht auf einer detaillierten Darstellung der einzelnen Auswertungsmethoden. [3]

Spezifisch für die Soziale Arbeit gibt es ein über 700seitiges Handbuch zu qualitativen Methoden in der Sozialen Arbeit (BOCK & MIETHE 2010), das nicht als Einführungsband, sondern als Nachschlagewerk für verschiedene methodische Zugänge zu verstehen ist. Daneben existieren Einführungsbücher zu Sozialarbeitsforschung generell. Diese umfassen aber jeweils sowohl quantitative wie auch qualitative Forschungszugänge, beispielsweise die zwei älteren Titel "Sozialarbeitsforschung für Studium und Praxis" von Erika STEINERT und Gisela THIELE (2008) oder "Empirische Sozialforschung für die Soziale Arbeit. Eine Einführung" von Hanne SCHAFFER (2009). [4]

HEISER, dessen Band ich im Folgenden bespreche, ist ein Soziologe, der an der FernUniversität in Hagen lehrt und forscht. Er befasst sich mit forschungsmethodischen Fragen und inhaltlich mit religionssoziologischen Themen. Aus letzteren ist ein Forschungsprojekt zu biografischen Gründen des Pilgerns auf dem Jakobsweg entstanden (HEISER & KURRAT 2015). Diese Studie wird auch im rezensierten Text mehrmals beispielhaft hinzugezogen. Sein Werk versteht HEISER als "Lehrbuch", das sich insbesondere an Bachelor- und Masterstudierende richtet. Spezifisch an seinem Einführungsbuch ist der starke Bezug zu den "Klassikern" beziehungsweise "Meilensteinen" der Sozialforschung. Die Darstellung der klassischen Studien nimmt einen prominenten Platz ein und wird mit zahlreichen Originaltextstellen aus den erwähnten Untersuchungen illustriert. Grund für dieses Vorgehen ist seine Annahme, dass die "Grundprinzipien einer Methode" (S.6) bei den klassischen Studien besonders deutlich würden, auch wenn die Methode sich weiterentwickelt habe. [5]

Insbesondere aus drei Gründen kann das Buch von HEISER als gelungen bewertet werden: Erstens ist die Idee, mit Bezug auf vier klassische Studien in ausgewählte Erhebungs- und Auswertungsmethoden einzuführen, neu. Durch die fundierte Darstellung der Studien und insbesondere ihres Kontextes gewinnen die Lesenden ein umfassendes Verständnis für die dargestellten Erhebungs- und Auswertungsmethoden. Sie lernen, dass Forschung in einem gesellschaftlichen und wissenschaftstheoretischen Kontext stattfindet und durch diese Kontexte geprägt ist. Zweitens stellt HEISER drei Auswertungsansätze vor, die selten gemeinsam dargestellt werden, namentlich die qualitative Inhaltsanalyse, die Narrationsanalyse und die Grounded-Theory-Methodologie. Bisherige Lehrbücher, wie etwa die eingangs erwähnten von PRZYBORSKI und WOHLRAB-SAHR (2014) oder STRÜBING (2013), die sich mehreren Auswertungsansätzen zuwandten, schlossen die qualitative Inhaltsanalyse aus. Da die qualitative Inhaltsanalyse aber ein Analyseverfahren ist, welches insbesondere auch in der Sozialen Arbeit bei Auftragsforschungsprojekten oder bei Bachelor- und Masterarbeiten verbreitet ist, füllt HEISER hier eine Lücke. Drittens schafft es HEISER, sowohl Erhebungs- als auch Auswertungsmethoden detailliert vorzustellen, wobei der Fokus aber klar auf Auswertungsansätzen liegt. [6]

3. Die Buchkapitel: eine durchdachte Struktur trotz Exkursen

Patrick HEISER gliedert seine Abhandlung in ein Vorwort und sechs Kapitel. Im Vorwort führt er die zwei Ziele des Buches auf: Zum einen sollen Lesende die erwähnten Methoden nicht "abstrakt, sondern jeweils anhand eines konkreten Forschungsbeispiels" (S.1) kennenlernen, zum anderen soll die Kompetenz der Lesenden erhöht werden, bestehende Studien zu lesen und kritisch zu reflektieren. Neben den Angaben zu den Zielen macht HEISER im Vorwort Hinweise zum Aufbau, zur Darstellungsform sowie zum Entstehungshintergrund seines Lehrbuchs, das aus Präsenz- und Online-Seminaren entstanden ist, die der Autor an der FernUniversität Hagen durchgeführt hat. Auf ein einführendes Kapitel 1 folgen Kapitel 2-5 zu den vier klassischen Studien, die einheitlich in fünf Unterkapitel gegliedert sind. Jede der Studien wird mit jeweils zwei unterschiedlichen Gütekriterien in Anlehnung an STEINKE (2000)3) beurteilt, und bei jeder Studie wird ein Thema in einem Exkurs vertieft behandelt. Im 6. Kapitel arbeitet der Autor Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vorgestellten drei Auswertungsansätze (qualitative Inhaltsanalyse, Narrationsanalyse und Grounded-Theory-Methodologie) heraus. Der Lehrbuchcharakter zeigt sich insbesondere in grau hinterlegten Kästchen, um die zentralen Aspekte hervorzuheben ("Merke"), biografische Hinweise zu den Autorinnen und Autoren der jeweiligen Studien zu geben ("Autor/in"), Originalauszüge aus Quellen zu referieren ("Quelle"), kommentierte Literaturempfehlungen vorzunehmen ("Literatur") sowie auf weiterführende Filme und Videos hinzuweisen ("Video"). [7]

Als sehr positiv zu werten ist die durchdachte Struktur, bei welcher die Unterkapitel immer genau gleich strukturiert sind. Dies erlaubt es den Leserinnen und Lesern, sich gut in dem Band zurechtzufinden. Übersichtstabellen (z.B. Tabelle 1.1: Übersicht quantitative und qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden; Tabelle 1.2: Unterscheidung qualitative vs. quantitative Forschungslogik; Tabelle 6.1: Unterschiede der verschiedenen Auswertungsansätze) erleichtern die Orientierung zusätzlich. Sehr gelungen ist zudem, dass HEISER die vorgestellten klassischen Studien jeweils mit zwei unterschiedlichen Gütekriterien genauer beurteilt. Dies führt dazu, dass jedes Gütekriterium einmal angewandt wird und die Lesenden dies am konkreten Beispiel nachvollziehen können. Der Nachteil dieses Vorgehens ist, dass jede Studie nur unvollständig anhand von zwei Kriterien beurteilt wird. [8]

Zu kritisieren ist, dass HEISER leider nicht thematisiert, aufgrund welcher Kriterien er die vier klassischen Studien ausgewählt hat. Es scheint deshalb eher zufällig, dass die qualitative Inhaltsanalyse, die Narrationsanalyse sowie die Grounded-Theory-Methodologie als Auswertungsansätze vorgestellt werden. Die Exkurse werden zwar bei den Kapiteln zu den Studien als jeweils letztes Unterkapitel angefügt, der Bezug zur vorgestellten Studie ist in zwei Fällen aber eher lose, zum Beispiel das Exkurs-Kapitel zur Transkription bei der Studie zu den arbeitslosen Lehrer*innen aus dem Arbeitsumfeld von MAYRING oder das Exkurs-Kapitel zur Typenbildung bei der Studie von SCHÜTZE (1976) zu den kommunalen Machtstrukturen. In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Kapitel im Detail vorgestellt und bewertet. [9]

3.1 Einblick in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung

Das 1. Kapitel beinhaltet eine Einführung in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung. Mit Bezug auf WEBER und DURKHEIM führt HEISER in die Prinzipien und Zielsetzungen qualitativer Forschung ein. Bei den theoretischen Grundlagen fokussiert er den symbolischen Interaktionismus und die Phänomenologie. Danach zeichnet er die geschichtlichen Grundlagen qualitativer Forschung im deutsch- und englischsprachigen Raum nach. Zudem stellt HEISER die Phasen einer empirischen qualitativen Untersuchung dar und weist mehrfach darauf hin, dass Methoden (er meint damit Erhebungs- und Auswertungsmethoden, aber auch ganze Forschungszugänge) Mittel zum Zweck sind und gegenstandsangemessen angewendet werden müssen. Hierfür dient ihm die "Werkzeug"-Metapher (S.20). In einem letzten Teil geht er auf Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten qualitativer und quantitativer Forschungszugänge ein und diskutiert ausführlich die Rolle des Vorwissens in den beiden Forschungszugängen und damit in Zusammenhang das Konzept der "theoretischen Sensibilität" (S.33). Mit einem eingängigen Beispiel aus "Sherlock Holmes" (S.35) zeigt HEISER auf, was unter Induktion und Deduktion zu verstehen ist und illustriert am Beispiel seiner eigenen "Pilger-Studie" (HEISER & KURRAT 2015) die Abduktion. Die wichtigsten Unterschiede zwischen quantitativen und qualitativen Forschungslogiken werden in einer Tabelle übersichtlich dargestellt, wobei die folgenden vier Unterschiedskriterien ausgemacht werden: Theorietest vs. Theoriegenese, Aggregation vs. Fallorientierung, statistisches vs. theoretisches Sampling, lineare vs. zirkuläre Forschungsstrategie. Als Abschluss der Einführung diskutiert HEISER die Frage der Geltungsbegründung für die qualitative Forschung und weist darauf hin, dass das Wissen um Gütekriterien insbesondere wichtig ist, um bestehende Studien kritisch beurteilen zu können. Er spricht diesbezüglich von "passiver Methodenkompetenz" (S.44). Die Kenntnis der Gütekriterien sei aber auch nötig für die "aktive Methodenkompetenz" (S.45), die es erlaube, Studien selbst durchzuführen. HEISER bezieht sich im Kapitel auf die von STEINKE (2000) formulierten Gütekriterien (siehe Anmerkung 3). [10]

Das Kapitel bietet eine knappe, aber sehr verständliche Einführung in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung. Die Ausführungen zu wissenschaftstheoretischen Grundlagen sind allerdings etwas zu kurz, dafür ist die Verständlichkeit der Überlegungen hoch. HEISER ist dies bewusst, und er schreibt dazu, dass "die theoretischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung [...] nur holzschnittartig umrissen werden [konnten]" (S.16). [11]

HEISER erwähnt außerdem noch kurz die computerunterstützte Auswertung mit MAXQDA bzw. ATLAS.ti, er geht allerdings nicht näher auf Schwierigkeiten und Chancen des Softwareeinsatzes in der qualitativen Forschung ein. Damit vernachlässigt er ein Thema, mit welchem sich Studierende in der Regel auseinandersetzen wollen und müssen. [12]

3.2 Marienthal-Studie: Ethnografie und teilnehmende Beobachtung

Im 2. Kapitel stellt HEISER die Marienthal-Studie (JAHODA et al. 1975 [1933]) vor, wobei er neben den Rahmenbedingungen der Studie die Biografien der Forschenden sowie Zielsetzung und Fragestellung der Untersuchung vorstellt. Das Ziel der Marienthal-Studie bestand darin, die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit bezogen auf einen bestimmten Sozialraum – in der österreichischen Gemeinde Marienthal wurde durch die Schließung von Fabriken in den 1930er Jahren ein Großteil der Bevölkerung arbeitslos – zu erfassen. Nach der Darstellung der Rahmenbedingungen stellt HEISER das Untersuchungsdesign detailliert dar und geht auf die Kombination verschiedener Forschungszugänge und Erhebungsmethoden ein, die für die Marienthal-Studie kennzeichnend ist. Anschließend fokussiert er spezifisch die Ethnografie sowie die teilnehmende Beobachtung. Bei der Ethnografie thematisiert HEISER auf ca. eineinhalb Seiten relativ knapp den Gegenstandsbereich und definiert die Ethnografie als Forschungszugang, bei welchem eine "längerfristige Teilnahme" im Feld beziehungsweise ein "Sich-Einlassen auf die zu erforschende Subkultur" gefragt sei (S.68). Ausführlicher wendet er sich der teilnehmenden Beobachtung zu, wobei er auf Einsatzmöglichkeiten dieses Zugangs eingeht, das Problem des going native anspricht und vier verschiedene Beobachter*innenrollen unterscheidet. Zusätzlich geht er auf das Festhalten von Beobachtungen (in Protokollen u.a.) ein. [13]

Im folgenden Teil stellt HEISER die wichtigsten inhaltlichen Ergebnisse der Studie vor (beispielsweise die "müde Gemeinschaft" [S.74] oder die vier "Haltungstypen" [S.76]). Die Untersuchung wird anhand der Kriterien empirische Verankerung sowie reflektierte Subjektivität beurteilt. Das letzte Unterkapitel ist ein Exkurs zur "Triangulation". Dieser bietet sich gemäß HEISER insbesondere bei der Marienthal-Studie an, da in dieser Untersuchung verschiedene forschungsmethodische Zugänge angewandt wurden. HEISER geht der Herkunft des Begriffs Triangulation nach und stellt insbesondere vier verschiedene Triangulationsformen vor: Daten-Triangulation, Methoden-Triangulation, Theorien-Triangulation, Forschenden-Triangulation. [14]

3.3 Lehrer*innen-Studie: Expert*inneninterview und Inhaltsanalyse

Im 3. Kapitel stellt HEISER die von ihm als "Lehrer-Studie" (S.91) bezeichnete Untersuchung (ULICH et al. 1985) vor, an welcher unter anderem Philipp MAYRING mitwirkte. Auch bei dieser Studie werden die Rahmenbedingungen, die Forschenden sowie Fragestellung und Zielsetzung ausführlich dargelegt. Bei der Lehrer*innen-Studie geht es insbesondere um die Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer mit Arbeitslosigkeit umgehen und welche Folgen sich daraus für die Entwicklung der Persönlichkeit ergeben (S.97). Es handelt sich um eine Längsschnittuntersuchung, in deren Rahmen Lehrerinnen und Lehrer innerhalb eines Jahres bis zu sieben Mal interviewt wurden (S.98). Als Methoden werden das Expert*inneninterview sowie die qualitative Inhaltsanalyse ausführlich behandelt, auch wieder sowohl in ihren allgemeinen Charakteristika als auch bezogen auf die konkrete Studie. Bei beiden Methoden geht HEISER ins Detail; er spricht verschiedene Expert*innenbegriffe mit Bezug auf BOGNER und MENZ (2011) an und legt offen, dass er selber einen eher weiten Expert*innenbegriff im Sinne von GLÄSER und LAUDEL (2010) vertritt. Er thematisiert den Leitfaden als zentrales Element solcher Interviews und gibt Tipps zum Führen des Gesprächs und zum Umgang mit schwierigen Situationen, zum Beispiel bei Misstrauen von Interviewpartnerinnen und -partnern. Bei der qualitativen Inhaltsanalyse thematisiert er den Entstehungshintergrund des Analyseverfahrens und stellt die von MAYRING vorgeschlagenen drei Formen der Inhaltsanalyse (strukturierende, explizierende und zusammenfassende Inhaltsanalyse) konkret in ihrer Anwendung vor. HEISER erwähnt außerdem Kritikpunkte an der Inhaltsanalyse (z.B. Festlegung des Kategoriensystems nach nur 10% des Materialdurchlaufs; starke Orientierung an quantitativer Inhaltsanalyse) und bezieht sich dabei insbesondere auf GLÄSER und LAUDEL (2010), die eine stärkere Offenheit bei der Datenauswertung vorschlagen. Bei den Ergebnissen wird insbesondere auf das Zusammenspiel zwischen Bewältigungshandeln und kognitiven Bewältigungsversuchen eingegangen: Kognitive Bewältigungsversuche spielten im Verlaufe der Arbeitslosigkeit zunehmend eine wichtige Rolle, während das Bewältigungshandeln an Bedeutung verliere. Bei der methodischen Reflexion geht HEISER auf die Kriterien Offenheit und intersubjektive Nachvollziehbarkeit ein. Er schließt das Kapitel mit einem Exkurs zum Thema der Transkription ab, wobei er unterschiedlich Transkriptionssysteme vorstellt und darauf hinweist, dass je nach Auswertungsansatz ein detaillierteres oder weniger detailliertes Transkript nötig sei. Außerdem geht er auf Anonymisierung und Pseudonymisierung4) ein. Er thematisiert konkret den Zeitaufwand für Transkriptionen und Hilfsmittel in Form von Software (f4) zur Erleichterung der Transkriptionsarbeit. Kleinere Irritationen ergaben sich für mich in diesem Kapitel bei der vereinzelten Nennung des Begriffs "Probanden", der bei qualitativ Forschenden eher unüblich ist. [15]

3.4 Gemeindestudie: narratives Interview und Narrationsanalyse

Im 4. Kapitel wird die Studie von Fritz SCHÜTZE (1976) zu Gemeindezusammenlegungen vorgestellt. HEISER zeigt auf, wie SCHÜTZE mit der Narrationsanalyse das Wechselspiel von gesellschaftlicher Struktur und sozialem Handeln anhand von Interaktionen in Gemeinden untersuchte. Als Methoden werden das narrative Interview und die Narrationsanalyse im Detail vorgestellt. Beim narrativen Interview behandelt werden insbesondere die erzähltheoretischen Grundlagen (Erzählträger, Ereigniskette, Situationen und thematische Gesamtgestalt als vier kognitive Figuren; Stegreiferzählung; Zugzwänge des Erzählens; drei Formen der Sachverhaltsdarstellung: Erzählen, Beschreiben und Argumentieren), die idealtypischen Phasen (Vorbereitungsphase, Initiierung des Interviews, Stegreiferzählung, Nachfrage- und Nachbereitungsphase), die Auswahl von Interviewpartnerinnen und -partnern, die Vorbereitung und der konkrete Ablauf. Bei der Narrationsanalyse stehen nach HEISER zwei Ebenen im Fokus der Auswertung: zum einen der tatsächlich erlebte Prozess, zum anderen die Darstellung dieses Prozesses im narrativen Interview. Er zeigt anhand fiktiver Erzählsituationen (z.B. Zooausflug am Wochenende) verschiedene Phasen der Analyse auf. Danach stellt er die von SCHÜTZE entwickelte Heuristik vor, die zur Analyse von Prozessstrukturen des Lebenslaufs verwendet werden kann. Die Heuristik beinhaltet biografische Handlungsmuster, institutionelle Ablaufmuster, Verlaufskurven und biografische Wandlungsprozesse. Bei den inhaltlichen Ergebnissen zeigt HEISER, dass der Handlungsspielraum der Politikerinnen und Politiker durch makrostrukturelle Faktoren sowie durch alltägliche Handlungssituationen auf lokaler Ebene determiniert ist. Um das Vorgehen von SCHÜTZE zu verstehen, ist insbesondere auch der Originalauszug des Erzählstimulus der Gemeindestudie hilfreich. Die gesamte Studie reflektiert HEISER anhand der Kriterien Gegenstandsangemessenheit und Relevanz. Beim Exkurs-Kapitel wird die Typenbildung als eine mögliche Form präsentiert, um qualitative Ergebnisse darzustellen. [16]

3.5 Krankenhaus-Studie: Grounded-Theory-Methodologie

Im 5. Kapitel diskutiert HEISER die Grounded-Theory-Methodologie anhand der Studie "Awareness of Dying" von Barney GLASER und Anselm STRAUSS (1965), bei welcher die Interaktionen zwischen sterbenden Patient*innen, Angehörigen und dem Krankenhauspersonal untersucht wurden. Zur Datenerhebung kamen insbesondere die teilnehmende Beobachtung und qualitative Interviews zum Einsatz. Über einen Zeitraum von drei Jahren begleiteten die Forschenden um GLASER und STRAUSS verschiedene Abteilungen in Krankenhäusern, um herauszufinden, inwiefern sich unterschiedliche Grade der "Todes-Bewusstheit" (S.221) – eine aus dem Material entwickelte Kategorie – auf die Interaktionen zwischen Krankenhauspersonal, Patient*innen und Angehörigen auswirkte. Diese Art des Samplings, genannt "theoretisches Sampling", fokussiert HEISER bei seinen methodischen Überlegungen zur Krankenhaus-Studie. Daneben thematisiert er verschiedene Kodierformen und Memos. Er nimmt dabei sowohl auf die Krankenhaus-Studie Bezug als auch auf das Einführungsbuch von Anselm STRAUSS und Juliet CORBIN (1996 [1990]), insbesondere um das offene, axiale und selektive Kodieren zu behandeln. Bei den Ergebnissen werden die Bewusstheitskontexte dargestellt, die STRAUSS und GLASER (1965) erarbeitet hatten. Die Krankenhaus-Studie wird anschließend in Bezug auf die Kriterien Kohärenz und Limitation kritisch reflektiert. Ein Exkurs bildet auch hier den Abschluss des Kapitels. Es geht dabei um neuere Ansätze in der Grounded-Theory-Methodologie, insbesondere die konstruktivistische Richtung von Kathy CHARMAZ (2006) und die Situationsanalyse von Adele CLARKE (2012 [2005]). Diesen Weiterentwicklungen hat HEISER ein eigenes Subkapitel gewidmet. Bedauerlich ist, dass er nicht auch bei den anderen drei Studien detailliert auf Weiterentwicklungen der Auswertungsmethoden eingeht. [17]

3.6 Vergleich der Analyseansätze

Im 6. Kapitel weist HEISER auf die Verknüpfung von Datenerhebungs- und Datenauswertungsmethoden hin. So setze die Narrationsanalyse ein narratives Interview voraus, Expert*inneninterviews seien gut mit der qualitativen Inhaltsanalyse auswertbar. Auch markiert er den Zusammenhang von Forschungszugängen und bestimmten Methoden, so etwa die häufige Kopplung von Ethnografie und teilnehmender Beobachtung, beispielsweise bei der Marienthal-Studie. Nach der Darstellung von Gemeinsamkeiten qualitativer Zugänge generell (Sinnverstehen, Interpretation) erfolgt ein Vergleich der drei Analyseansätze (qualitative Inhaltsanalyse, Narrationsanalyse, Grounded-Theory-Methodologie) anhand von Vergleichskriterien: Datensorten, Anwendungsbereich, Grenzen, Offenheit, Strukturierung, Interpretation, Theoriebildung, Transparenz, Reflexion und Schließmodi (Induktion, Deduktion). Zuletzt weist Patrick HEISER auf drei von ihm erstellte Online-Vorlesungen hin, die auf Youtube verfügbar sind. Es handelt sich um ca. einstündige Videos zum narrativen Interview, zur Narrationsanalyse sowie zur Grounded-Theory-Methodologie. [18]

Das Kapitel gibt einen guten Einblick in Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei Auswertungsansätze. Nicht ausführlich verglichen werden aber die Erhebungsmethoden. Zudem zeigt sich in diesem Kapitel besonders deutlich die nicht sehr präzise Verwendung des Begriffs "Methoden", die sich durch das ganze Buch zieht: HEISER präzisiert nur vereinzelt, ob er damit Erhebungsmethoden, Auswertungsmethoden oder ganze Forschungszugänge meint. [19]

4. Verständlichkeit als Stärke, aber braucht es hierfür die Wir-Form?

Eine der Stärken von HEISERs Werk ist die verständliche Sprache, mit der es ihm gelingt, komplexe Analyseanweisungen verständlich darzustellen. Der Verweis auf Beispiele seiner Pilger-Studie, die hilfreichen grauen Kästchen mit den wichtigsten Merksätzen, Literaturempfehlungen sowie Textauszüge aus Originalquellen tragen zusätzlich zur Verständlichkeit bei. Durch Literaturempfehlungen löst HEISER das Problem, dass in einem Einführungsbuch nicht alles im Detail dargestellt werden kann. Durch anschauliche Beispiele gewinnt er das Interesse der Lesenden. Er scheut sich auch nicht, Empfehlungen zu geben z.B. zur Interviewdurchführung, zur Transkription und zu vielen weiteren Themen. An einzelnen Stellen sind diese Empfehlungen sehr konkret (möglicherweise zu konkret für den Geschmack einzelner Leserinnen und Leser), z.B. die Hinweise zu Absatzformatierungen bei Transkriptionen (S.149), die Empfehlung zum Batterietest vor einer Interviewdurchführung (S.172) oder der Hinweis, dass die Software f4 neuerdings nur noch kostenpflichtig bezogen werden kann. [20]

Für wissenschaftliche Texte eher ungewohnt und für Lesende möglicherweise irritierend ist die häufige Verwendung der Wir-Form, die Otto KRUSE (2007, S.109) als "pädagogisches Wir" bezeichnet. KRUSE rät von dieser Form ab, da sie eine – häufig ungewollte – Nähe zu den Lesenden herstelle. [21]

5. Bilanz mit Bezug zum Besprechungsfokus

HEISER führt Studierende der Soziologie und angrenzender Gebiete – beispielsweise der Sozialen Arbeit – verständlich und fundiert in häufig eingesetzte Erhebungs- und insbesondere Auswertungsmethoden ein. Er tut dies auf eine innovative Art, indem er insgesamt acht Methoden anhand von vier klassischen Studien vorstellt. Der Nachteil des Bezugs zu klassischen Werken ist, dass Weiterentwicklungen der einzelnen Ansätze zu wenig fundiert angegangen werden. [22]

HEISER setzt sich auf eine gelungene und fundierte Art mit den Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung auseinander, während Hinweise zu forschungsethischen Fragen leider fast ganz fehlen. Abgesehen von diesen und den anderen in dieser Rezension erwähnten Kritikpunkten kann das Buch von Patrick HEISER als eine sehr gelungene Einführung in qualitative Forschungszugänge betrachtet werden, die sich für Studierende, aber auch für qualitativ Forschende, die ihr Wissen zu bestimmten Forschungszugängen vertiefen möchten, eignet. [23]

Anmerkungen

1) Grounded-Theory-Methodologie, objektive Hermeneutik, dokumentarische Methode, Narrationsanalyse, ethnomethodologische Konversationsanalyse, Diskursanalyse. <zurück>

2) Grounded-Theory-Methodologie, Narrationsanalyse, objektive Hermeneutik, dokumentarische Methode, rekonstruktive Bildinterpretation. <zurück>

3) Die besprochenen Gütekriterien sind die Folgenden: Gegenstandsangemessenheit, Offenheit, intersubjektive Nachvollziehbarkeit, reflektierte Subjektivität, empirische Verankerung, Kohärenz, Limitation und Relevanz. <zurück>

4) Anonymisierung meint gemäß HEISER, dass diejenigen Hinweise und Informationen "gestrichen werden" (S.148), die Rückschlüsse auf eine Person erlauben. Bei der Pseudonymisierung werden Orte, Namen und andere heikle Daten so verändert, dass eine möglichst große Nähe zu den ursprünglichen Daten bestehen bleibt. HEISER nennt mit Bezugnahme auf KÜSTERS (2009, S.76) das Beispiel einer Universitätsstadt, die in der Transkription wenn möglich durch eine andere Universitätsstadt ersetzt werden sollte. <zurück>

Literatur

Bock, Karin & Miethe, Ingrid (Hrsg.) (2010). Handbuch qualitative Methoden in der Sozialen Arbeit. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Bogner, Alexander & Menz, Wolfgang (2011). Das theoriengenerierende Experteninterview. Erkenntnisinteresse, Wissensformen, Interaktion. In Alexander Bogner, Beate Littig & Wolfgang Menz (Hrsg.), Das Experteninterview (4. Aufl., S.61-98). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Charmaz, Kathy (2006). Constructing grounded theory. A practical guide through qualitative analysis. London: Sage.

Clarke, Adele (2012 [2005]). Situationsanalyse. Grounded Theory nach dem Postmodern Turn. Wiesbaden: Springer VS.

Flick, Uwe (2017). Qualitative Sozialforschung: Eine Einführung (8. Aufl.). Reinbek: Rowohlt.

Gläser, Jochen & Laudel, Grit (2010). Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse (4. Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Glaser, Barney & Strauss, Anselm (1965). Awareness of dying. Chicago, IL: Aldine.

Heiser, Patrick & Kurrat, Christian (2015). Pilgern zwischen individueller Praxis und kirchlicher Tradition. Berliner Theologische Zeitschrift, 31(1), 133-158.

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Kruse, Otto (2007). Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/M.: Campus.

Küsters, Yvonne (2009). Narrative Interviews. Grundlagen und Anwendungen (2. Aufl.). Wiesbaden:VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Lamnek, Siegfried & Krell, Claudia (2016). Qualitative Sozialforschung. Weinheim: Beltz.

Przyborski, Aglaja & Wohlrab-Sahr, Monika (2014). Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitbuch (4. erw. Aufl.). München: Oldenbourg.

Schaffer, Hanne (2009). Empirische Sozialforschung für die Soziale Arbeit. Eine Einführung (2., überarb. Aufl.). Freiburg: Lambertus.

Schütze, Fritz (1976). Zur Hervorlockung und Analyse von Erzählungen thematisch relevanter Geschichten im Rahmen soziologischer Feldforschung – dargestellt an einem Projekt zur Erforschung von kommunalen Machtstrukturen. In Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hrsg.), Kommunikative Sozialforschung (S.159-260). München: Fink.

Steinert, Erika & Thiele, Gisela (Hrsg.). (2008). Sozialarbeitsforschung für Studium und Praxis. Frankfurt/M.: Peter Lang.

Steinke, Ines (2000). Gütekriterien qualitativer Forschung. In Uwe Flick, Ernst von Kardorff & Ines Steinke (Hrsg.), Qualitative Forschung. Ein Handbuch (S.319-331). Reinbek: Rowohlt.

Strauss, Anselm & Corbin, Julie (1996 [1990]). Grounded Theory: Grundlagen qualitativer Sozialforschung. Weinheim: Psychologie Verlags Union.

Strübing, Jörg (2013). Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung für Studierende. München: Oldenbourg.

Ulich, Dieter; Hausser, Karl; Mayring, Philipp; Strehmel, Petra & Kandler, Maya (1985). Psychologie der Krisenbewältigung. Eine Längsschnittuntersuchung mit arbeitslosen Lehrern. Weinheim: Beltz.

Zur Autorin

Sylvie JOHNER-KOBI ist Dozentin am Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie forscht zu Diversity (Migration, Behinderung) und lehrt auf Masterstufe qualitative Methoden der empirischen Sozial(arbeits)forschung.

Kontakt:

Sylvie Johner-Kobi

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW
Departement Soziale Arbeit
Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe IVGT
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Tel.: +41 (0)58 934 88 48

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Zitation

Johner-Kobi, Sylvie (2019). Review Essay: Klassische Studien als Ausgangspunkt. Eine fundierte und leicht verständliche Einführung in ausgewählte qualitative Forschungszugänge [23 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 20(2), Art. 28, http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.2.3295.



Copyright (c) 2019 Sylvie Johner-Kobi

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