Volume 20, No. 3, Art. 18 – September 2019



Qualitative Metaanalyse mithilfe computergestützter qualitativer Inhaltsanalyse – am Beispiel von Lokale-Agenda-21-Prozessen

Julia Schnepf & Norbert Groeben

Zusammenfassung: Eine qualitative Metaanalyse ist eine systematische Zusammenfassung von empirischen Studien mithilfe des Instruments der qualitativen Inhaltsanalyse. Der Einsatz dieses Instruments macht die qualitative Metaanalyse überlegen gegenüber narrativen Überblicksartikeln oder dem Modell der Metasynthese – und zwar insbesondere durch die Integration von qualitativen und quantitativen Untersuchungen. Diese Überlegenheit wird erreicht, indem ausgehend vom Grundprinzip der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse bestimmte Teilschritte methodologisch so spezifiziert werden, dass eine konstruktive Verbindung von Ablaufschritten der klassischen quantitativen mit der qualitativen Inhaltsanalyse erzielt wird. Dazu gehört zunächst auf der Grundlage, dass es sich bei wissenschaftlichen Publikationen um Formen expliziten, kommunizierbaren Wissens handelt, dass Kodiereinheiten unabhängig von der Kategorienentwicklung mit Schwerpunkt auf der Sinndimension festgelegt werden, mittels derer quantitativ-statistische Ergebnisse genauso wie qualitativ-narrative Resultate berücksichtigt werden können. Desgleichen ist bei der Kategoriengenerierung eine Kombination von deduktiver und induktiver Kategoriendefinition anzusetzen, die sowohl die Beantwortung gerichteter Problemfragen wie die heuristische Ausdifferenzierung von Erkundungsfragen erlaubt. Durch ein solches Vorgehen können mittels der qualitativen Metaanalyse dann am Schluss Ergebnisstrukturen erreicht werden, die durchaus auch (nonparametrisch) statistisch auswertbar sind. Wir entwickeln und demonstrieren diese methodologische Spezifizierung der qualitativen Inhaltsanalyse im Rahmen von Metaanalysen am Beispiel der Evaluationsforschung im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements (Lokale-Agenda-21-Prozesse).

Keywords: qualitative Metaanalyse; Metasynthese; qualitative Inhaltsanalyse; Evaluationsforschung; Ablaufstrukturen

Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung: Alternativen zur quantitativen Metaanalyse?

2. Überblicksartikel, qualitative Metasynthese oder -analyse?

3. Qualitative Inhaltsanalyse im Kontext qualitativer Metaanalysen

4. Inhaltsanalytische Teilschritte im Rahmen einer qualitativen Metaanalyse aus dem Bereich der Evaluationsforschung

4.1 Das praktische Beispiel: Evaluationsforschung zum Lokale-Agenda-21-Programm

4.2 Auswahl-/Analyseeinheiten: die Datengrundlage

4.3 Kodiereinheiten: thematische Abgrenzung

4.4 Das Kategoriensystem: deduktive und induktive Kategoriendefinition

4.5 Kodierung mithilfe des computergestützten Werkzeugs MAXQDA

4.6 Statistische Auswertung: Varianten von Frequenzanalysen

5. Fazit: qualitativ-inhaltsanalytische Teilschritte in qualitativen Metaanalysen

Anhang 1: Liste der metaanalysierten Studien

Anhang 2: Kategoriensystem der qualitativen Inhaltsanalyse

Anmerkungen

Zur Autorin und zum Autor

Zitation

 

1. Problemstellung: Alternativen zur quantitativen Metaanalyse?

Sowohl in den Natur- als auch in den Sozialwissenschaften hat sich als Instrument der integrativen Ergebnis- und Effektsicherung die Methode der quantitativen Metaanalyse etabliert (FRICKE & TREINIES 1985; GLASS 1976). Während die Gesamtanzahl an veröffentlichten Metaanalysen in den Sozialwissenschaften Ende der 1980er noch bei 53 Publikationen lag, wurden im Jahr 2018 bereits 2.649 Publikationen1) als sozialwissenschaftliche Metaanalysen betitelt. Dabei wird die quantitative Metaanalyse in der Regel mit dem Ziel durchgeführt, unter Rückgriff auf large-N-Analysen von (oftmals) mehreren hunderten Studienergebnissen die Größe und Verteilung eines interessierenden Effekts oder Zusammenhangs sowie den Einfluss potentieller Moderatoren zu ermitteln und zuverlässig zu schätzen (FARLEY, LEHMANN & RYAN 1981; GLASS, SMITH & McGAW 1981). [1]

Bei der Durchführung solcher quantitativer Metaanalysen stoßen Forscher_innen jedoch häufig an methodisch schwer überwindbare Grenzen, die es nahelegen, ihren Einsatz auf bestimmte (Forschungs-) Bereiche zu begrenzen:

  • Oftmals variieren Untersuchungsdesign und statistische Auswertung sowie die darin angelegten Standards so stark zwischen den verschiedenen Studien, dass eine Zusammenfassung als methodologisch nicht rechtfertigbar erscheint (EYSENCK 1978; IOANNIDIS 2016).

  • Dies hat häufig zur Folge, dass die verfügbare Anzahl an inhaltlich relevanten Studien aus Gründen der Methodendivergenz bereits vor der Durchführung der Metaanalyse auf eine bestimmte Auswahl an methoden-homogenen Studien mit signifikanten Ergebnissen reduziert wird, was eine artifizielle Erhöhung von Hypothesen-Bewährung und eine Reduzierung der Teststärke bei kleinen Stichproben bedeutet (für eine Diskussion des publication bias bei Metaanalysen siehe EGGER, SMITH, SCHNEIDER & MINDER 1997; ROTHSTEIN, SUTTON & BORENSTEIN 2006; der Teststärke: VALENTINE, PIGOTT & ROTHSTEIN 2010).

  • Vor allem aber sind quantitative Metaanalysen auf Studien mit quantitativen Erhebungsverfahren, Untersuchungsdesigns und Auswertungsmodellen beschränkt, die jene statistischen Kennwerte enthalten, mit denen dann eine sekundärstatistische Zufallsprüfung erfolgen kann. [2]

Für Forschungsbereiche, in denen neben quantitativen auch qualitative Studien eine substanzielle Rolle spielen, ist daher mit der quantitativen Metaanalyse kein zureichend vollständiger Forschungsüberblick möglich und es stellt sich die Frage nach Ansätzen, die auch eine Integration von methodologisch divergenten Untersuchungen ermöglichen. Wir werden daher in Abschnitt 2 zunächst die bisher diskutierten Alternativen kritisch besprechen, um in Abschnitt 3 die qualitative Inhaltsanalyse als Instrument der Wahl für eine qualitative Metaanalyse einzuführen. Deren methodologisches Profil (Abschnitt 4) arbeiten wir am Beispiel der Evaluationsforschung zum Lokale-Agenda-21-Programm (4.1) für die Teilschritte der Analyseeinheiten (4.2), der Kodiereinheiten (4.3), des Kategoriensystems (4.4), der computergestützten Durchführung mit MAXQDA (4.5.) und der statistischen Auswertbarkeit (4.6.) heraus. Im Fazit (Abschnitt 5) wird dieses Profil noch einmal zusammengefasst und im Rahmen der Aufarbeitung von Forschungsprogrammen verortet. [3]

2. Überblicksartikel, qualitative Metasynthese oder -analyse?

Klassischerweise wird unter dem Ziel einer Zusammenführung von Untersuchungsergebnissen häufig ein Überblicksartikel im Sinne einer (systematischen) Literaturzusammenfassung (engl. systematic review) als Syntheseversuch vorgelegt (BOOTH, SUTTON & PAPAIOANNOU 2016; DAIGNEAULT, JACOB & OUIMET 2014; FINK 2005). Ein derartiger Analyseansatz bietet zwar durchaus die Möglichkeit, potenziell relevante Einflussgrößen (z.B. Moderatoren) auf bestehende statistische Effekte oder Zusammenhänge zu identifizieren, birgt aber zugleich die Gefahr, im Rahmen einer bloßen Inhaltszusammenfassung zu verbleiben oder gar an Struktur zu verlieren und auszuufern (DAIGNEAULT et al. 2014). Der systematische Literaturüberblick ist also geeignet, qualitative und quantitative Studien zu integrieren, lässt aber dabei trotz seiner Benennung eine zureichende Systematik vermissen. [4]

Das komplementäre Muster weist die sog. Metasynthese auf, wie sie vor allem von FINFGELD-CONNETT (2014, 2018) expliziert und ausgearbeitet worden ist. Dabei wird eine ausgefeilte Systematik von Methodikschritten eingesetzt: von den Forschungszielen über die Literatursuche und -auswahl sowie die Datenextraktion und -analyse bis zur Hypothesengenerierung und Theorieelaboration durch reflektierende Notizen (memoing), Zusammenfassungen und Diagramme (siehe auch KUCKARTZ 2018, S.57ff.). Zugleich sind diese Schritte aber dezidiert auf die Zusammenfassung qualitativer Studien auf der Basis der Grounded-Theory-Methodologie (GTM, CORBIN & STRAUSS 2015) beschränkt, sodass eine auf den Bereich quantitativer Forschung ausgreifende Integrationskraft fehlt. [5]

Für ein Modell, bei dem diese Integrationskraft mit einem systematisch-methodischen Vorgehen verbunden wird, ist deshalb eine spezifische Benennung sinnvoll, als die sich das Konzept der qualitativen Metaanalyse anbietet und auch eingebürgert hat (PARK & GRETZEL 2007; TIMULAK 2009). Der Begriff der qualitativen Metaanalyse taucht erstmals in einer Studie zu Pfleger_innen-Klient_innen-Interaktionen in der Krankenpflege bei Phyllis STERN und Chandice HARRIS aus Jahr 1985 auf (zit. nach PATERSON, THORNE, CANAM & JILLINGS 2001, S. 2). Die auf der Grundlage von sieben Studien durchgeführte qualitative Metaanalyse entsprach in diesem Beispiel ebenfalls dem im Rahmen der GTM (GLASER 1978; GLASER & STRAUSS 1967) propagierten explorativen Vorgehen, bei welchem vor allem die kulturellen Kontextvariablen von Pfleger_innen-Klient_innen-Relationen untersucht wurden. In der Folgezeit wurde die qualitative Metaanalyse aber in Parallelität zum quantitativen Modell weiterentwickelt, indem methoden-, theorie- und kontextbezogene Analyseaspekte gleichgewichtig neben die Syntheseintention traten. Das schließt neben der induktiven auch die deduktive Kategoriengenerierung zur Klassifikation der einbezogenen Studien (und damit die Ablösung von der GTM) ein bis hin zur quantitativen Auswertbarkeit der solchermaßen zusammengefassten Untersuchungen (KE 2011; TIMULAK 2009; TIMULAK & CREANER 2013). Auf diese Weise nimmt die qualitative Inhaltsanalyse im Rahmen metaanalytischer Untersuchungen eine Mittelstellung zwischen qualitativem und klassisch-quantitativem Vorgehen ein, die durch eine Kombination von Ablaufstrukturen (KUCKARTZ 2018, S.45ff.) aus beiden Paradigmen gekennzeichnet ist. In Fortführung dieser Entwicklung fragen wir im Folgenden also, was die spezifischen Ausprägungen des qualitativ-inhaltsanalytischen Vorgehens im Rahmen eines metaanalytischen Kontextes sind. [6]

3. Qualitative Inhaltsanalyse im Kontext qualitativer Metaanalysen

Durch den Einsatz der qualitativen Inhaltsanalyse im metaanalytischen Kontext wird ganz grundlegend eine Frage beantwortet, die ansonsten in der Spannweite des qualitativen Vorgehens häufig unbeantwortet oder zumindest nur verschwommen erkennbar bleibt (JANSSEN, STAMANN, KRUG & NEGELE 2017; STAMANN, JANSEN & SCHREIER 2016): nämlich die nach dem unterliegenden Menschenbild. Bei Metaanalysen geht es um die Zusammenfassung wissenschaftlich-methodischer Arbeiten; das Menschenbild ist also ganz eindeutig das (Selbst-) Bild des Menschen als rationalem Erkenntnissubjekt, das Theorien generiert und systematisch prüft. Dadurch ist auch die Art des Wissens explizit festgelegt. Aufgrund des Kommunikationsobligats der Wissenschaft muss es sich um explizites, möglichst optimal kommunizierbares Wissen handeln. Das bedeutet, dass in diesem Fall sog. latente Bedeutungen, die seit KRACAUER (1952) als ein besonderer Ausgangspunkt für qualitative Zugangsweisen gelten (JANSSEN et al. 2017), nicht thematisch sind. [7]

Abgesehen von dieser Negativbestimmung einer nicht-thematischen Dimension bleibt aber selbstverständlich die Frage, welche Version von qualitativer Inhaltsanalyse sich für den Einsatz im metaanalytischen Kontext (der Evaluationsforschung) am besten eignet. Hier hat nun SCHREIER (2014) in einer eingehenden Analyse der Vielzahl von vorliegenden Varianten qualitativ-analytischen Vorgehens deutlich gemacht, dass es sich bei den meisten keineswegs um eigenständig-unterschiedliche Konzeptionen und methodologische Vorgehensweisen handelt. Vielmehr kann und sollte man von einem Kern des inhaltlich-strukturierenden Vorgehens als Basis aller qualitativen Inhaltsanalysen ausgehen (auch STAMANN et al. 2016), der durch Schwerpunktsetzungen bei einzelnen Teilschritten der Analyse spezifiziert werden kann (in Bezug auf Evaluation, formale Aspekte, Typenbildung, Summation etc.). [8]

SCHREIER bezeichnet das (sicher ausgehend vom englischen Begriff der methodischen tools) als einen "Werkzeugkasten" (2014, §47) von Variationen, der je nach Fragestellung und Gegenstandsbereich zur Spezifizierung der strukturierenden Inhaltsanalyse eingesetzt werden kann. Da sich diese Variationen aber akzentuierend auf unterschiedliche Teilschritte der inhaltsanalytischen Methodik beziehen, erscheint uns die Benennung als "Werkzeugkasten" etwas zu statisch, weil damit die prozessuale Perspektive nicht abgebildet wird. Wir fänden daher die Bezeichnung "Pool von Teilschritt-Varianten" geeigneter, gerade auch für das konzeptuell Gemeinte und Rekonstruierte. Es wird hier im Folgenden also darum gehen, die Teilschritte der qualitativen Inhaltsanalyse beim Einsatz für eine qualitative Metaanalyse in Bezug auf die methodischen Spezifizierungen zu konkretisieren. [9]

4. Inhaltsanalytische Teilschritte im Rahmen einer qualitativen Metaanalyse aus dem Bereich der Evaluationsforschung

4.1 Das praktische Beispiel: Evaluationsforschung zum Lokale-Agenda-21-Programm

Unser praktisches Beispiel stammt aus einem Bereich der politischen Psychologie, in dem es um die Umsetzung des auf dem Rio-Gipfel von 1992 eingeführten Lokale-Agenda-21-Handlungsprogramm der Vereinten Nationen geht. Dieses Programm ist darauf ausgerichtet, über lokale Nachhaltigkeits- und Umweltprojekte eine globale Verbesserung der Umweltproblematik zu erreichen. Da diese Umsetzung weltweit auf kommunaler Ebene intendiert war und erfolgt ist, liegen dazu Untersuchungen vor, die trotz inhaltlich vergleichbarer Ausrichtung methodisch unterschiedliche Vorgehensweisen aus dem quantitativen wie qualitativen Paradigma aufweisen. Das zentrale Ziel unseres im Folgenden dargestellten metaanalytischen Vorgehens ist es also, im Rahmen der Evaluation lokaler Agenda-21-Prozesse die Ergebnisse bereits bestehender Bewertungsstudien zu bündeln und als offene Fragen in den aktuellen Forschungsprozess einzubringen. Dabei geht es in den vorliegenden Evaluationsstudien im Bereich des lokalen Nachhaltigkeitsmanagements vor allem um die Wirksamkeit von Rahmenbedingungen und die Effektivität von politischen Instrumenten bei der Organisation und Umsetzung lokaler Nachhaltigkeitsprojekte. [10]

In diesem Zusammenhang ist vorab jedoch eine weitere Teilschritt-Variante als nicht-thematisch auszuschließen. Auch wenn es um eine Metaanalyse im Bereich der Evaluationsforschung geht, handelt es sich bei dem einzusetzenden Instrument der qualitativen Inhaltsanalyse nicht um eine sog. evaluative Analyse. Denn diese ist dadurch gekennzeichnet, dass bei der Generierung der Kategorien im Rahmen der Inhaltsanalyse Bewertungen des Materials vorgenommen werden (KUCKARTZ 2018, Kap. 6.; SCHREIER 2014). Das geschieht hier im metaanalytischen Zugriff nicht, weil die Evaluationen bereits in den zu integrierenden Studien vorliegen und die strukturierende Inhaltsanalyse eine rein deskriptive Zusammenfassung von Evaluationen im Gegenstandsbereich darstellt, nämlich der in den Untersuchungen erhobenen und aufbereiteten Bewertungen aufseiten der Akteur_innen von Lokale-Agenda-21-Programmen. [11]

4.2 Auswahl-/Analyseeinheiten: die Datengrundlage

Für die Suche nach relevanten Publikationen wurde auf die Recherchedatenbank Web of Science zurückgegriffen, die unter dem Schlagwort "local agenda" für den Zeitraum von 1992 bis 2017 insgesamt 3.090 Artikel in Zeitschriften aus dem Social Science Citation Index (SSCI) enthält. Die Auswahl aus dem SSCI sollte die Einhaltung methodisch-kontrollierter Erkenntnisgewinnung der analysierten Artikel bereits vor der qualitativen Analyse sicherstellen. Durch die Einengung auf nachhaltigkeitsrelevante Themengebiete ergab sich eine Reduzierung auf 1.370 Artikel, bei denen entsprechend den PRISMA-Empfehlungen zur Durchführung systematischer Literaturanalysen (MOHER, LIBERATI, TETZLAFF & ALTMANN 2009) Arbeiten aus Themenbereichen wie etwa Environmental Studies aufgenommen wurden, während nachhaltigkeitsfernere Bereiche wie Computer Science oder History nicht berücksichtigt wurden.2) [12]

Für das nachfolgende Screening kamen damit 185 Artikel infrage, bei denen über die Inhalte der jeweiligen Abstracts eine Fokussierung auf die lokale Umsetzung von Lokale-Agenda-21-Zielen vorgenommen wurde. Diese inhaltliche Abstract-Analyse führte zu einer weiteren Reduktion des Datensatzes auf insgesamt 41 (Volltext-) Artikel, von denen weitere fünf Artikel aus dem Datensatz entfernt werden mussten, weil darin Lokale-Agenda-21-Prozesse nur marginal thematisch waren und somit keine Information über förderliche und hinderliche Faktoren zu entnehmen waren. Daraus resultierte abschließend eine Datengrundlage von 36 analyserelevanten (Volltext-) Artikeln, deren Publikationszeitraum zwischen 1996 und 2015 liegt. [13]

Eine weitere Eingrenzung war nicht nötig, da es sich bei diesen Arbeiten um Evaluationsstudien handelt, die durchwegs für die metaanalytische Frage nach der Wirksamkeit bzw. Effektivität von Bedingungen und Instrumenten bei der Umsetzung der Lokalen-Agenda-21 konstitutiv sind, sodass hier Auswahl- und Analyseeinheiten zusammenfallen. Die Literaturliste der einbezogenen und analysierten Artikel ist in Anhang 1 beigefügt. [14]

4.3 Kodiereinheiten: thematische Abgrenzung

Die Festlegung der Kodiereinheiten weist im Rahmen der metaanalytischen Aufarbeitung zwei zentrale Spezifizierungen auf. Zunächst einmal wirkt sich aus, dass es sich bei derartigen wissenschaftlichen Artikeln (idealtypisch-approximativ) um explizites, optimal kommunizierbares Wissen handelt (siehe Abschnitt 3). Daraus folgt, dass hier die Ablaufstruktur wie bei der klassischen quantitativen Inhaltsanalyse möglich und sinnvoll ist, nämlich die Festlegung der Kodiereinheiten vorab vorzunehmen, d.h. unabhängig von der Kategoriengenerierung. Das übliche qualitative Vorgehen, in dem Segmentierung und Kategorienentwicklung in eins realisiert werden (KUCKARTZ 2018, S.41ff.; SCHREIER 2012), kann an dieser Stelle also in Richtung auf ein eher quantitatives Prozedere vereinfacht werden. [15]

Zugleich bleibt aber dabei der essenzielle Vorteil der qualitativen Inhaltsanalyse bestehen, nämlich die inhaltlich-thematische Breite. Sie besteht im metaanalytischen Kontext darin, dass Studien aus dem qualitativen wie quantitativen Paradigma zusammengeführt werden können. Das impliziert, dass die Kodiereinheiten nicht nach formalen Kriterien (z.B. grammatikalische oder semiotische Merkmale) definiert werden, sondern dass die inhaltliche Ebene, d.h. die Sinndimension, den Vorrang behält (KUCKARTZ 2018, S.42f.; RUSTEMEYER 1992, S.74f.). Es geht ausschließlich darum, ob in einer Kodiereinheit eine Bewertung hinsichtlich der effektiven Bedingungen für die Lokale-Agenda-21-Prozesse ausgesprochen wird. In welcher Form dies geschieht, ist im Wortsinn gleich gültig, d.h. fakultativ. Und darin liegt gerade die Integrationskraft der qualitativen Inhaltsanalyse als Instrument der Metaanalyse, weil es sich bei den Kodiereinheiten sowohl um sprachliche Aussagen (auf der Ebene von Worten, Sätzen oder Textabschnitten) aus qualitativen Studien handeln kann als auch um statistische Kenngrößen quantitativer Untersuchungen (wie z.B. berichtete Effektgrößen einzelner Wirkfaktoren etc.). Das bedeutet in Bezug auf die quantitativen Studien und ihre Ergebnisse selbstverständlich einen Informationsverlust, der aber mehr als aufgewogen wird durch den Informationsgewinn, den die Berücksichtigung der qualitativen Untersuchungen darstellt, die zudem in diesem Gegenstandsbereich in der Mehrzahl sind. [16]

So wurde etwa zur Kodierung des Wirkfaktors Finanzielle Ressourcen im Falle des in der Analyse eingeschlossenen Artikels von GARCÍA-SÁNCHEZ und PRADO-LORENZO (2009) lediglich die im Rahmen einer regressionsanalytischen Auswertung berichtete statistische Effektgröße markiert: "Component 1: available resources 1.482*** (0.420)" (S.1047). Dagegen wurde für die Kodierung des gleichen Wirkfaktors im Fall der parallelen qualitativen Fallanalyse von VAROL, ERCOSKUN und GURER (2011) ein ganzer Sinnabschnitt kodiert: "Metropolitan cities generally have many social, economic and envirnmental problems however, they have more developed, organised and financially powerful administrative structures" (S.12). [17]

4.4 Das Kategoriensystem: deduktive und induktive Kategoriendefinition

Auch bei der Kategorienentwicklung zeigt sich die Stärke der qualitativen Inhaltsanalyse für die Durchführung einer umfassenden Metaanalyse, insofern auf diese Weise die von der Evaluationsperspektive abhängige deduktive Kategorienbildung mit der auf eine heuristische Erkundungsperspektive ausgerichteten induktiven Kategorienexplikation kombiniert werden kann. [18]

Aus der Frage nach der Wirksamkeit von Bedingungsfaktoren im Rahmen der Lokale-Agenda-21-Prozesse ergibt sich (deduktiv) die basale Unterscheidung von positiven oder negativen Nachweisen. Die Effektivität der untersuchten Faktoren wird zum einen dadurch nachgewiesen, dass das Vorliegen des jeweiligen Faktors zu einer Stärkung der Lokale-Agenda-Prozesse führt (positiver Nachweis); komplementär dazu wird die Wirksamkeit daran abgelesen, dass ein Fehlen der gleichen Einflussgröße eine Schwächung der angezielten Prozesse bewirkt (negativer Nachweis). Diese Alternative bildet daher die beiden übergreifenden evaluativen A-priori-Kategorien (KUCKARTZ 2018, S.64ff.) in allen für die Metaanalyse herangezogenen Studien. Insofern diese beiden evaluativen Varianten in den Artikeln durchwegs explizit formuliert sind, können sie ohne weitere Aufarbeitung direkt übernommen werden. Rein theoretisch gibt es natürlich auch die Möglichkeit, dass das Vorliegen eines Einflussfaktors die Schwächung der Lokalen-Agenda-Prozesse bewirkt (und komplementär das Fehlen eine Stärkung); diese Möglichkeiten sind aber in den herangezogenen Artikeln so selten thematisiert, dass sie bei der induktiven Generierung von konkreteren Inhaltskategorien zu vernachlässigen waren. [19]

Durch diese induktive Kategorienbildung soll nun der zentrale Erkenntnisfortschritt der metaanalytischen Zusammenfassung erreicht werden, nämlich die Antwort auf die Frage, welche Rahmenbedingungen und Instrumente der Lokalen-Agenda-21-Prozesse empirisch als die effektivsten nachzuweisen sind. Dazu mussten die Einzelergebnisse der verschiedenen Untersuchungen induktiv zu möglichst aussagekräftigen, übereinstimmenden Klassen zusammengefasst werden. Diese induktive Kategorienbildung geschah wie bei der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse üblich durch Zusammenfassen, Generalisieren und Reduzieren des Materials (KUCKARTZ 2018, S.83ff.). Mithilfe einer derartigen explorativen, daten-getriebenen Vorgehensweise wurden insgesamt 18 unterschiedliche Inhaltskategorien gebildet, die spezifische Wirkfaktoren auf die Umsetzung lokaler Nachhaltigkeitsprojekte abbilden. Für die Systematisierung zu einem Kategoriensystem wurde dann noch iterativ eine weitere Binnenstrukturierung dieser 18 Kategorien unter drei Oberkategorien vorgenommen: nämlich Kommunale Ausgangslage, Prozessmerkmale und Zielverfolgung. Es ergab sich ein Kategoriensystem mit sieben Unterkategorien unter der Oberkategorie Kommunale Ausgangslage: Kommunengröße, die kommunalen Durchschnittseinkommen in der Bevölkerung, vorhandene finanzielle Ressourcen, die bestehende Infrastruktur, Merkmale des politischen Systems und der politischen Kultur sowie vorherrschende gesellschaftliche Normen und Werte in Bezug auf Nachhaltigkeit. Im Hinblick auf relevante Prozessmerkmale als Oberkategorie enthält das System acht Unterkategorien: zivilgesellschaftliches Engagement, aktive lokale Interessengruppen, Informationsaustausch zwischen den beteiligten Akteur_innen, der Einfluss progressiver Parteien, Strukturen der internationalen Koordination, Lokale-Agenda-21-Bildungsangebote sowie das Engagement der lokalen Verwaltung und die Responsivität lokaler Medien. Unter der konkreten Zielverfolgung und -erreichung als Oberkategorie ließen sich die drei Kategorien Langfristigkeit der Planung, Instrumenteneinsatz und Vollzugsüberwachung subsummieren (vgl. Kategoriensystem in Anhang 2). [20]

Zur Veranschaulichung sind in Tabelle 1 die Definitionen der empirisch gewichtigsten Kategorie aus jeder Oberkategorie aufgeführt:3)

Oberkategorie: Kommunale Ausgangslage

 

Finanzielle Ressourcen: betrifft die finanzielle Ausstattung der Kommunen

"Pioneering cities tend to be (...) cities with >sufficient financial resources<" (KERN, KOLL & SCHOPHAUS 2007, S.620, positiver Nachweis).

"Limited municipal budgets which do not allow the implementation of existing investment proposals" (STEINBERG & MIRANDA 2005, S.167, negativer Nachweis).

Oberkategorie: Prozessmerkmale

 

Zivilgesellschaftliches Engagement: betrifft das Engagement für Nachhaltigkeitsfragen auf individueller wie überindividueller Ebene

"One of the mechanisms to ensure the success of urban sustainability has been to increase the level of civic engagement by more effective participatory conditions for a sustainable decision-making process at the local level. The involvement of local people, NGOs and other actors in a policy, plan, program, or project gives them a greater sense of ownership of the process and improves institutional capacity, learning, and interaction among community members" (VAROL et al. 2010, S.15, positiver Nachweis).

Oberkategorie: Zielverfolgung

 

Verwaltungsengagement: betrifft das Engagement für Umweltprobleme auf der administrativen Ebene

 

"(The sources of the deficiencies) would include factors such as those associated with >administrative effectiveness< (...)" (BANAS 2010, S.52, negativer Nachweis).

Tabelle 1: Veranschaulichung der relevanten Oberkategorien mit prototypischer Sub-Kategorie und Kodierbeispielen. [21]

4.5 Kodierung mithilfe des computergestützten Werkzeugs MAXQDA

Die Kodierung erfolgte unter Rückgriff auf die computergestützte Analysesoftware MAXQDA. Im ersten Schritt wurden die inhaltlich sinnorientierten Kodiereinheiten markiert. Diese Einheiten wurden im Rahmen des induktiven Kodierungsprozesses entweder durch das Hinzufügen neuer Kategorien oder durch die Einordnung in bereits bestehende Inhaltskategorien klassifiziert. In diesem Schritt wurde zudem die durch die Autor_innen unterstellte Wirksamkeit des betreffenden Einflussfaktors unter Rückgriff auf die übergeordnete deduktive Bewertungskategorie positiver vs. negativer Nachweis notiert. [22]

Ein besonderer Vorteil der Nutzung einer computergestützten Analysesoftware ist an dieser Stelle die Möglichkeit einer Quantifizierung der inhaltsanalytischen Klassifizierungen. So wurde für den weiteren Auswertungsprozess insbesondere das auch visuell nutzbare Tool des Code-Relation-Browsers genutzt (KOPP & MENEZ 2005, S.36f.). Dieser ermöglicht unter Rückgriff auf eine Auszählfunktion eine präzise Ausgabe der Häufigkeiten der vergebenen Kodierungen – in diesem Fall zudem aufgeteilt nach der Valenz der Bewertungskategorie. [23]

4.6 Statistische Auswertung: Varianten von Frequenzanalysen

Die metaanalytische Zusammenfassung mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ergibt Häufigkeitswerte auf Nominalskalenniveau. Das ist durch die Subsummierung auch quantitativer Einzelergebnisse unter das qualitative Kategoriensystem unvermeidlich, eröffnet aber durchaus statistische Auswertungsmöglichkeiten im Bereich der Frequenzanalysen. Die Häufigkeitswerte der Kategorien in den drei Oberkategorieklassen Kommunale Ausgangslage, Prozessmerkmale und Zielverfolgung sehen folgendermaßen aus (Abbildung 1):



Abbildung 1: Häufigkeitsverteilungen der Unterkategorien zu Kommunaler Ausgangslage, Prozessmerkmalen und Zielverfolgung. Bitte klicken Sie hier oder auf die Abbildung für eine Vergrößerung. [24]

Bei den resultierenden Frequenzen sticht zunächst ins Auge, dass über alle Kategorien zusammengefasst die Häufigkeit positiver und negativer Nachweise praktisch gleichgewichtig ist (54 zu 53). Das zeigt, wie weit wir noch von dem Idealzustand entfernt sind, dass die sich engagierenden Kommunen "alles richtig machen", sei es von den Rahmenbedingungen oder den konkreten Prozessabläufen her. Zugleich kann man damit aber auch aus den Daten Anregungen für Verbesserungen gewinnen. So enthält die Oberkategorie der Zielverfolgung nicht nur weniger Unterkategorien, auch die Häufigkeitsbesetzungen sind im Vergleich zu den beiden anderen Oberkategorien signifikant geringer (X2 (107,2) = 14,98; p < 0,01). Und zudem gibt es eine disordinale Interaktion in Bezug auf das Verhältnis von negativen und positiven Nachweisen: Bei der Zielverfolgung dominieren (anders als bei den anderen Oberkategorien) die negativen über die positiven Nachweise (X2 (107,2) = 21,4; p < 0,01). In den Kategorien der Zielverfolgung besteht also der größte Nachholbedarf für die Kommunen bei der Umsetzung des Lokale-Agenda-21-Programms. [25]

Komplementär lässt sich positiv festhalten, dass die drei (quantitativ) gewichtigsten konstruktiven Einflussfaktoren die finanziellen Ressourcen und die Infrastruktur im Bereich der kommunalen Rahmenbedingungen sind, ergänzt durch das zivilgesellschaftliche Engagement aus dem Bereich der Prozessmerkmale. Je nach Datenlage lassen sich an dieser Stelle qualitativer Metaanalysen noch differenziertere nonparametrische Zufallsprüfungen anschließen, deren Ausarbeitung hier aber nicht das Thema ist. Das Gleiche gilt für die Möglichkeit, aus der Frequenzstruktur heuristische Anregungen zur Aufstellung neuer Hypothesen zu gewinnen (z.B. in Bezug darauf, was notwendige Rahmenbedingungen für erfolgreiche Prozessabläufe sein dürften). Das Beispiel der vorliegenden Metaanalyse aus dem Problembereich des Nachhaltigkeitsmanagements ist auf jeden Fall geeignet zu demonstrieren, dass die so eingesetzte qualitative Inhaltsanalyse im letzten Schritt auch zu statistischen Auswertungs- und heuristischen Theorieperspektiven führen kann. [26]

5. Fazit: qualitativ-inhaltsanalytische Teilschritte in qualitativen Metaanalysen

Die Bezeichnung qualitative Metaanalyse basiert darauf, dass hier (im Gegensatz zur klassischen quantitativen Metaanalyse) das Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse als Instrument zur Integration vorhandener Untersuchungen eingesetzt wird. Dieser Einsatz wiederum rechtfertigt sich aus dem Kontrast zu zwei anderen Varianten qualitativer Integrationsmodelle: dem narrativen Überblicksartikel und der qualitativen Metasynthese. Während narrative Überblicke alle möglichen Untersuchungsarten enthalten (können), aber eine zureichende methodische Systematik vermissen lassen, bezieht sich die Metasynthese lediglich auf die Zusammenfassung qualitativer Studien. In Überwindung dieser Nachteile soll die qualitative Metaanalyse ein systematisch-methodisches Vorgehen bieten, mit dem man qualitative wie quantitative Untersuchungen zu integrieren vermag. Aus diesem Anspruch ergeben sich die explizierten methodischen Merkmalsspezifizierungen für die qualitative Inhaltsanalyse als Instrument einer qualitativen Metaanalyse. [27]

Diese methodologische Spezifizierung geht von der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse als Grundform des qualitativ-inhaltsanalytischen Vorgehens aus, das durch bestimmte Merkmale der durchzuführenden Teilschritte zu konkretisieren ist. Das zentrale Ziel und der entscheidende Vorteil der qualitativen Metaanalyse, nämlich die Integration von Untersuchungen aus dem qualitativen wie quantitativen Paradigma, bedingt, dass das Ablaufmuster der qualitativen Inhaltsanalyse beim Teilschritt der Festlegung von Kodiereinheiten dem Vorgehen der quantitativen Inhaltsanalyse angenähert ist. Das heißt, es ist eine Definition der Kodiereinheiten unabhängig von und vor der Kategoriengenerierung möglich und sinnvoll, weil es sich bei den zu integrierenden wissenschaftlichen Publikationen (idealtypisch) um explizites, optimal kommunizierbares Wissen handelt. Die Definition der Kodiereinheiten bezieht sich dann auf die inhaltliche Thematik und damit auf die Sinndimension, wodurch sich der zentrale Vorteil realisieren lässt: nämlich die Einbeziehung von Studien aus dem qualitativen wie quantitativen Paradigma (mit statistischen Ergebnissen etc.). Das impliziert bei den quantitativen Untersuchungen zwar einen Informationsverlust, der aber mehr als aufgewogen wird durch die Breite und damit Anzahl der auf diese Weise einbeziehbaren Studien. [28]

Parallel weist auch der Teilschritt der Kategorienentwicklung eine entsprechende Integrationsdynamik in der Verbindung von deduktiver und induktiver Kategoriengenerierung auf. Im hier demonstrierten Beispiel einer Metaanalyse auf dem Gebiet der Evaluationsforschung (Bereich: Nachhaltigkeitsmanagement) handelt es sich um die Wirksamkeit von Einflussfaktoren auf Lokale-Agenda-21-Prozesse mit den deduktiven Kategorien der positiven und negativen Nachweise. Aber erst die induktiv entwickelten Kategorien zu den Inhaltsbereichen dieser Faktoren bieten die Antwort auf die entscheidende Frageperspektive, was die gewichtigsten Einflussgrößen sind. Dabei fällt diese spezifische deduktiv-induktive Entwicklung des Kategoriensystems allerdings nicht unter die Teilschritt-Variante einer evaluativen Analyse, weil hier nicht im Rahmen der metaanalytischen Inhaltsanalyse Bewertungen vorgenommen werden, sondern diese in den zusammengefassten Studien selbst bereits vorliegen (wobei diese wiederum vor allem die Bewertungen der bei den Lokalen-Agenda-21 beteiligten Akteur_innen abbilden). Die Kombination von deduktiver und induktiver Kategorienbildung beim metaanalytisch inhaltsanalytischen Vorgehen ermöglicht auf diese Weise eine optimale Verbindung der Beantwortung von gerichteten, geschlossenen Fragen und heuristischer Ausdifferenzierung von offenen Erkundungsperspektiven. [29]

Die systematische Aufarbeitung der vorliegenden, ausgewählten Studien kann auf dieser Grundlage besonders ökonomisch durch computergestütztes Vorgehen erfolgen. In unserem Beispiel kam das Analyseinstrument MAXQDA zum Einsatz, das einen effizienten Ablauf bei der deduktiven und induktiven Kategorisierung erlaubt, ergänzt durch die Möglichkeit der quantitativen Auswertung und grafischen Darstellung der Ergebnisse. Auf dieser Grundlage sind dann als letzter Vorteil einer qualitativen Metaanalyse auch basale (frequenzanalytische) statistische Auswertungen möglich. Das schließt je nach Datenlage nonparametrische inferenzstatistische Prüfungen mit ein, aus denen Ansätze zur weiteren Hypothesen- oder Theorienentwicklung abgeleitet werden können. Die qualitative Metaanalyse unter Einsatz des so spezifizierten qualitativ-inhaltsanalytischen Vorgehens bietet also grundsätzlich alle aus der quantitativen Metaanalyse bekannten Leistungen: von der systematischen Datenintegration bis zur heuristischen Weiterentwicklung von Theoriemodellen. [30]

Anhang 1: Liste der metaanalysierten Studien

Banas, Pavel A. (2010). International ideal and local practice—access to environmental information and local government in Poland. Environmental Policy and Governance, 20(1), 44-56.

Barrutia, Jose M. & Echebarria, Carmen (2015). Resource-based view of sustainability engagement. Global Environmental Change, 34, 70-82.

Burgess, Jacqi; Harrison, Carolyn M. & Filius, Petra (1998). Environmental communication and the cultural politics of environmental citizenship. Environment and Planning A, 30(8), 1445-1460.

Colding, Johan; Lundberg, Jakob & Folke, Carl (2006). Incorporating green-area user groups in urban ecosystem management. AMBIO: A Journal of the Human Environment, 35(5), 237-244.

Echebarria, Carmen; Barrutia, Jose M. & Aguado, Itziar (2004). Local Agenda 21: progress in Spain. European Urban and Regional Studies, 11(3), 273-281.

Echebarria, Carmen; Barrutia, Jose M. & Aguado, Itziar (2009). The ISC framework: Modelling drivers for the degree of Local Agenda 21 implantation in Western Europe. Environment and Planning, 41(4), 980-995.

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Anhang 2: Kategoriensystem der qualitativen Inhaltsanalyse im Rahmen einer Metaanalyse zu LA-21-Prozessen

Oberkategorie: Kommunale Ausgangslage

 

Kommunengröße: betrifft die Einwohnerzahl der Kommune/n

"Pioneering cities tend to be >middle-sized or large cities< (...)" (KERN, KOLL & SCHOPHAUS 2007, S.620, positiver Nachweis).

Durchschnittseinkommen: betrifft das individuelle Durchschnittsein-kommen

"The standard of living, represented by the average income level per inhabitant in the municipality, has a positive but hardly significant effect" (CARCÍA-SÁNCHEZ & PRADO LORENZO 2009, S.1047, positiver Nachweis).

Finanzielle Ressourcen: betrifft die finanzielle Ausstattung der Kommunen

"Pioneering cities tend to be (...) cities with >sufficient financial resources<" (KERN, KOLL & SCHOPHAUS 2007, S.620, positiver Nachweis).

"Limited municipal budgets which do not allow the implementation of existing investment proposals" (STEINBERG & MIRANDA 2005, S.167, negativer Nachweis).

Infrastruktur: betrifft die Infrastruktur der Gemeinden einschließlich potenzieller Umweltprobleme

"Accumulated deficits in urban infrastructure services and serious environmental problems" (STEINBERG & MIRANDA 2005, S.167, negativer Nachweis).

Politisches System: betrifft die politisch-rechtliche Unabhängigkeit der Kommunen

"Lack of municipal autonomy and un-defined role of the community" (STEINBERG & MIRANDA 2005, S.167, negativer Nachweis).

Politische Kultur: betrifft die politische Einstellung zu Umweltfragen auf der Ebene von Nationen

"(...) These differences in political culture remain fundamental and will ensure that the trajectories each nation will take for moving in the direction of sustainable development will be negotiated in quite different ways too" (BURGESS, HARRISON & FILIUS 1998, S.1457, positiver Nachweis).

Gesellschaftliche Normen und Werte: betrifft das umweltpolitische Problembewusstsein auf allen gesellschaftlichen Ebenen

"(...) a growing knowledge, awareness and information about the urban environment" (MIRANDA & HORDIJK 1998, S.92, positiver Nachweis).

Oberkategorie: Prozessmerkmale

 

Zivilgesellschaftliches Engagement: betrifft das Engagement für Nachhaltigkeitsfragen auf individueller wie überindividueller Ebene

"One of the mechanisms to ensure the success of urban sustainability has been to increase the level of civic engagement by more effective participatory conditions for a sustainable decision-making process at the local level. The involvement of local people, NGO's and other actors in a policy, plan, program, or project gives them a greater sense of ownership of the process and improves institutional capacity, learning, and interaction among community members" (VAROL, ERCOSKUN & GURER 2010, S.15, positiver Nachweis).

Interessengruppen: betrifft beteiligte Gruppen mit formellem wie informellem Status

"Generating maximum environmental coverage therefore serves the political agendas of NGOs and those with environmental responsibilities within institutions, as much as it does in 'educating the public' (...)" (BURGESS, HARRISON & FILIUS 1998, S.1454, positiver Nachweis).

Informationsaustausch: betrifft die Kommunikation zwischen den Beteiligten auf allen Ebenen

"(...) lack of information (...)"(VAROL, ERCOSKUN & GURER 2010, S.15, positiver Nachweis).

 

Progressive Parteien: betrifft die Existenz und Rolle von Parteien, die Umweltprobleme thematisieren

"(...) a left-wing or progressive political orientation" (ECHEBARRIA, BARRUTIA & AGUADO 2008, S.987, positiver Nachweis).

 

Internationale Koordination: betrifft die Zusammenarbeit zwischen den Nationen

"(...) positive results ;-) International co-operation has begun" (JÖRBY 2002, S.230, positiver Nachweis).

Lokale-Agenda-21-Bildungsangebote: betrifft formelle und informelle Programme zur Schaffung von Problembewusstsein in der Bevölkerung

"'People have to be informed (...) You can't expect people who don't know anything about environmental problems to do anything to alleviate the.' At the same time, people needed to be told more about what the consequences of their practices might be" (BURGESS, HARRISON & FILIUS 1998, S.1452, positiver Nachweis).

Verwaltungsengagement: betrifft das Engagement für Umweltprobleme auf der administrativen Ebene

"(The sources of the deficiencies) would include factors such as those associated with >administrative effectiveness< (...)" (BANAS 2010, S.52, negativer Nachweis).

Medien: betrifft die Rolle der Medien in der Behandlung von Umweltproblemen

"Factores del contexto que influyeron en la adopción de la A21L: >Medios de comunicación<" (LLAMAS-SÁNCHEZ, MUÑOS-FERNÁNDEZ, MARAVER-TARIFA & SENÉS-GARCÍA 2010, S.75, positiver Nachweis).

Oberkategorie: Zielverfolgung

 

Langfristige Planung: betrifft die mehrere Jahrzehnte umfassenden Perspektiven der Zielrealisierung

"Long-term vision for Sustainable Development – Evaluation attempt: ;-(" (FIDÉLIS & PIRES 2009, S.513, negativer Nachweis).

Instrumenteneinsatz: betrifft Anzahl und Vernetzung der Agenda-Werkzeuge

"(...) Recently, Waitakere City hosted an international seminar on the issue of sustainable cities to establish the need for a unified and cohesive set of policies which would allow cities to grow" (LAITURI 1996, S.336, positiver Nachweis).

Vollzugsüberwachung: betrifft die Beobachtung und Bewertung der Agenda-Ergebnisse auf kommunaler Ebene

"Generally, there are no systematic mechanisms for advising or monitoring councils implementing LA21.This is especially important for small municipalities, which usually face major technical and budgetary problems" (JÖRBY 2002, S.280, negativer Nachweis).

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Anmerkungen

1) Ergebnisse einer Web of Science-Stichwortsuche "meta-analysis" in englischsprachigen Publikationen im Social Sciences Citation Index zwischen 1970 und 2019 [http://webofknowledge.com/?editions=SSCI, Zugriff: 14. Januar 2019]. <zurück>

2) Die PRISMA Strukturierungsempfehlungen beinhalten Darstellungsoptionen und Auswahlpfade zum Screening und zur Auswahl metaanalyserelevanter Fachliteratur sowie zur Exklusion ungeeigneter Studien. <zurück>

3) Ist ein Zitatausschnitt durch die Eingrenzungszeichen >< gekennzeichnet, wurde nur der entsprechende Abschnitt kodiert. Aus Gründen der besseren Nachvollziehbarkeit werden diese Ausschnitte jedoch im ganzheitlichen Kontext dargestellt. <zurück>

Zur Autorin und zum Autor

Julia SCHNEPF ist Doktorandin der Sozialpsychologie an der Universität Koblenz-Landau. Aus der Politikwissenschaft kommend, liegen ihre Forschungsinteressen bei der Messung von umweltpolitischen Wandel, der Evaluation von politischen Nachhaltigkeitsplänen und der Etablierung nachhaltiger Verhaltensweisen. Derzeit forscht sie vermehrt zu den sprachlichen und gruppenbezogenen Effekten politischer Wahlkampagnen.

Kontakt:

Julia Schnepf

Abteilung für Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpsychologie
Fachbereich 8, Universität Koblenz-Landau
Fortstraße 7
76829 Landau

Tel.: +49 (0)6341 280 31 261

E-Mail: schnepf@uni-landau.de
URL: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb8/psychaus/arbeitsgruppe-sozialpsychologie/personen/julia-schnepf

 

Norbert GROEBEN ist Univ.-Prof (a.D.) für Allgemeine und Kulturpsychologie an der Universität zu Köln und Honorar-Prof. an der Universität Heidelberg. Er hat Psychologie, Germanistik, Soziologie und Philosophie studiert mit Hauptfach-Abschlüssen in Psychologie und Literaturwissenschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der psychologischen Anthropologie (Subjektmodelle), Kognitionspsychologie (subjektive Theorien), Sprach- und Literaturpsychologie (Textverarbeitung, Lesesozialisation), Wissenschaftstheorie und Methodenlehre (sozialwissenschaftlicher "dritter" Weg) sowie Friedenspsychologie.

Kontakt:

Prof. Dr. Norbert Groeben

Psychologisches Institut,
Universität Heidelberg
Hauptstr. 47 – 51
69117 Heidelberg

E-Mail: n.groeben@uni-koeln.de; n.groeben@uni-heidelberg.de

Zitation

Schnepf, Julia & Groeben, Norbert (2019). Qualitative Metaanalyse mithilfe computergestützter qualitativer Inhaltsanalyse – am Beispiel von Lokale-Agenda-21-Prozessen [30 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 20(3), Art. 18, http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.3.3313.



Copyright (c) 2019 Julia Schnepf, Norbert Groeben

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