Volume 9, No. 2, Art. 5 – Mai 2008

Die neue Übersichtlichkeit. Lexika, Glossare und Wörterbücher zu qualitativer Forschung

Günter Mey

Review Essay:

Michael Bloor & Fiona Wood (2006). Keywords in Qualitative Research. A Vocabulary of Research Concepts. London: Sage, 195 Seiten, ISBN 0761943307 (Hardcover) $ 90.00 / ISBN 0-7619-4331-5 (Paperback) $ 29.95

Ralf Bohnsack, Winfried Marotzki & Michael Meuser (Hrsg.) (2006). Hauptbegriffe Qualitativer Forschung (2. unveränderte Auflage). Opladen: Barbara Budrich, 203 Seiten, ISBN 3-8252-8226-0, EUR 17,90

Victor Jupp (Hrsg.) (2006). The SAGE Dictionary of Social Research Methods. London: Sage, 335 Seiten, ISBN 0761962972 (Hardcover) $ 99.95 / ISBN 0-7619-6298-0 (Paperback) $ 34.95

Thomas A. Schwandt (2007). Dictionary of Qualitative Inquiry (3. erweiterte Auflage). Thousand Oaks: Sage, 281 (I - XXIV) Seiten, ISBN 978-1-4129-0927-3 (Paperback) $ 49.95

Zusammenfassung: Auf dem angloamerikanischen Buchmarkt hält mit Lexika/Wörterbüchern zu qualitativer Forschung ein neues Genre Einzug. Mit dem von JUPP editierten Dictionary und den Keywords von BLOOR und WOOD liegen gleich zwei neue Publikationen vor, nachdem zuvor lediglich das Dictionary von SCHWANDT am Markt war (das nun aber als 3. Auflage gleich "nachgeschoben" wurde). Weitere Titel mit Begriffsdefinitionen und glossarähnliche Darstellungen – nur einmal die Ankündigungen zu Enzyklopädien, auch jene zum Themenfeld "Qualitative Forschung" herangezogen – sind zu erwarten.

Die Zunahme solcher Nachschlagewerke ist vor dem Hintergrund der Ausweitung und Differenzierung qualitativer Forschung nicht verwunderlich. Sie verheißen einen schnellen Überblick in einem immer unübersichtlicher werdenden Forschungsfeld. Überraschend ist dann – obwohl alle von mir besprochenen Bände zusammengenommen mehr als 600 Begriffe definiert und erläutert werden –, dass die Schnittmenge mit nur 30 allerdings sehr klein ist. Und auch im Falle dieser 30 Begriffe finden sich divergierende Beschreibungen und kaum Überschneidungen, was die jeweils benannte weiterführende Literatur angeht. Qualitative Forschung wirkt in diesem Licht alles andere als einheitlich und vermittels solcher Bänden recht schwer greifbar. Ein zusätzlicher Vergleich der englischsprachigen Bände mit dem derzeit einzigen in Deutsch macht zudem deutlich, das nationale Grenzen trotz aller Internationalisierungsbemühungen nicht überwunden sind: So manchen vertrauten Begriff aus der hiesigen Diskussion wird man in der englischen Literatur vergebens suchen.

Insofern bieten die einzelnen Bände zwar eine Übersicht, aber Übersichtlichkeit stellt sich nur teilweise ein; die Anschaffung eines einzelnen Bandes mag daher nur bedingt sinnvoll erscheinen. Ob solche "fixierten" Nachschlagewerke überhaupt einen Markt (jenseits von Bibliotheken) haben, bleibt offen – vor allem, weil das Internet eine schnelle und umfängliche Information (etwa Wikipedia) liefert.

Im WWW sind allerdings die Ausführungen je nach Autor/Autorin recht häufig unterschiedlich gestaltet und unterschiedlich umfangreich. Dem gegenüber bieten – und das kann ein Vorteil gerade für Noviz(inn)en sein – zumindest die englischen Bände eine über alle Begriffe hinweg gleiche Struktur und Darstellung. (Und da viele angesichts der Expansion qualitativer Forschung schon wieder Novize/Novizin sind, könnten sich viele davon angesprochen fühlen.) Aber es ist eine Frage der Zeit, wann ein solch einheitlich gestaltetes Internetlexikon für qualitative Forschung vorliegt, erste Ansätze dazu gibt es.

Keywords: ILMES – Internetlexikon, Wikipedia, Grounded Theory Methodologie, qualitative Forschung, qualitative Methoden, Epistemologie

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Ein neuer Buchtyp …

2. … und sein "neuer" Adressat(inn)enkreis

3. … führt zu neuen Präsentationsformen

4. … inklusive der schwierigen Handhabbarkeit qualitativer Forschung

5. Bewertung: Vielfalt und Begrenzung

6. Ausblick: … der "neue" Markt: Internetressourcen

Anmerkungen

Literatur

Zum Autor

Zitation

 

1. Einleitung: Ein neuer Buchtyp …

Ein Blick auf den angloamerikanischen Buchmarkt zeigt, dass sich – nachdem zunächst Sammelbände neben Monografien, dann zunehmend Lehrbücher (Textbooks) sowie Methods Series und Handbücher das Erscheinungsbild für das Segment qualitative Forschung prägten – nun eine vierte Buchsorte dazu gesellt: das Nachschlagewerk, als Dictionary, Vocabulary, Keywords, Glossary oder ähnlich bezeichnet, mit dem versucht wird, das Feld der qualitativen Forschung lexikalisch aufzubereiten. [1]

2006 sind mit "The SAGE Dictionary of Social Research Methods" (herausgegeben von Victor JUPP) und den "Keywords in Qualitative Methods. A Vocabulary of Research Concepts" (von Michael BLOOR und Fiona WOOD) gleich zwei Orientierungshilfen bei Sage erschienen, nachdem lange Zeit lediglich das von Thomas A. SCHWANDT (bereits 1997 erstmals) vorlegte "Dictionary of Qualitative Inquiry" das Nachschlagewerk war, das dann 2001 erstmals überarbeitet und um über 100 Begriffe erweitert wurde, und das 2007 nunmehr mit fast 400 Begriffen bereits in der dritten Auflage erschienen ist. [2]

Für den deutschsprachigen Raum wurde 2003 erstmals in Buchform eine von BOHNSACK, MAROTZKI und MEUSER editierte Publikation vor- und 2006 als unveränderte Ausgabe (nach einem Verlagswechsel) neu aufgelegt, in der (ausgewählte) "Hauptbegriffe Qualitativer Forschung" behandelt werden. Insgesamt zeigt sich für den deutschsprachigen Buchmarkt im "Kleinen", was der englischsprachige "vorgibt": auch hier existierte zunächst eine Fülle an Sammelbänden als Ausdruck einer zunehmenden Anwendung von und Begeisterung für qualitative Forschung(smethoden), der eine systematische Aufbereitung in Einführungsbänden (z.B. MAYRING 2002 in der fünften Auflage), Lehrbüchern (z.B. das von LAMNEK in der vierten Edition), einer Buchreihe "Qualitative Sozialforschung" (mit übersichtlichen 100seitigen Bänden) und Handbüchern (z.B. FLICK, VON KARDORFF & STEINKE 2004 in der dritten Auflage) folgte. Handbücher finden sich zunehmend auch für unterschiedliche Themenfelder/Arbeitsbereiche, so für die Medienforschung (MIKOS & WEGENER 2005), Entwicklungspsychologie (MEY 2005) und gleich mit zwei Titeln für die Marktforschung (BUBER & HOLZMÜLLER 2007; NADERER & BALZER 2007), um nur einige – in diesem Falle jeweils über 600 (!) Seiten umfassende – Werke anzuführen, die dem Format "Handbuch" gerecht werden. [3]

2. … und sein "neuer" Adressat(inn)enkreis

Der Adressat(inn)enkreis der jeweiligen Buchsorten scheint – ungeachtet von Überlappungen – recht unterschiedlich zu sein: Wendet sich das Lehrbuch an Studierende (überwiegend im Hauptstudium), scheint das Handbuch (das auf die gesamte Community zielt) eher Promotionsstudierende und wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) im Sinn zu haben. Sammelbände erfreuen sich zwar seitens der Schreibenden (wohl auch wegen des "publish & perish") nach wie vor großer Beliebtheit, haben aber aufseiten der Leser(innen) scheinbar an Attraktivität verloren: dies legt zumindest die in vielen Rezensionen vorfindbare Standardformulierung "typischer Sammelband/Herausgeberband" nahe, mit der kenntlich gemacht werden soll, dass die Texte unterschiedlich ausgerichtet sind, dem Band als Ganzem die thematische/strukturelle Konsistenz fehlt etc. Kritikpunkte wie die hier nur kurz skizzierten mögen auch ein Grund dafür sein, dass diese Buchsorte für Verlage zunehmend uninteressanter geworden zu sein scheint bzw. dass mitunter die Bezeichnung "Handbuch" etwas inflationär verwandt wird, um Sammelbände aufzuwerten. [4]

Die Dictionaries als im Feld qualitativer Forschung vergleichsweise neue Publikationsart scheinen vor allem an Noviz(inn)en adressiert, die noch recht unerfahren einer Fülle an Verfahren gegenüberstehen und nach einer ersten Orientierung verlangen; solche "Nachschlagewerke" mögen auch vor dem Hintergrund der aktuellen Restrukturierung von Studiengängen und einer teilweise damit einhergehenden "Verschulung" deutlich nachgefragter sein als zuvor. [5]

Entsprechend verstehen sich sowohl "The SAGE Dictionary of Social Research Methods" als auch die "Keywords in Qualitative Methods" als "essential study guide for students and first-time researchers", wie der wortgleiche (!) Klappentext seitens des Verlags für beide Bände nahelegt. Gleichzeitig sind auch Expert(inn)en eine zusätzliche Zielgruppe, denn durch die Expansion und Ausdifferenzierung vom Methoden scheint ein Überblick nur noch schwer möglich bzw. Kenntnisse beschränken sich auf sehr spezifische Methoden, Konzepte, Ansätze – dies besonders dann, wenn selbst einzelne Verfahrensgruppen durch eine Vielfalt von Unterformen und Varianten kaum noch in einfachen Überblicken darstellbar sind. [6]

3. … führt zu neuen Präsentationsformen

Damit Lexika, Nachschlagewerke oder Glossare ihren Sinn erfüllen – sich also an recht unerfahrene Interessierte mit wenig Vorwissen wenden oder jene ansprechen, die über ein sehr segmentiertes Methodenwissen verfügen – müssen sie leicht zugänglich sein, d.h. klar in der Sprache (und Struktur) sowie mit differenzierenden Hinweisen auf "verwandte" Konzepte und (begründete) Abgrenzungen zu benachbarten Themen/Verfahren/Ansätzen; und sie sollten Hinweise auf weiterführende Literatur aufweisen. Zusätzlich wäre – da dem Genre Lexikon/Glossar zugehörig – wünschenswert, dass auch die einzelnen Darstellungen selbst knapp und bündig ausfallen. – Wie lösen die unterschiedlichen Bände solcherlei Ansprüche ein? [7]

"The SAGE Dictionary of Social Research Methods" ist eine Kompilation von Victor JUPP, bei der 84 Autorinnen und Autoren beteiligt sind (überwiegend aus UK, nur neunzehn stammen aus anderen Ländern, davon vier aus Deutschland, einer aus Frankreich, drei aus Australien und elf aus den USA). Es werden über 230 Begriffe erläutert, die jedoch nicht alle qualitative Forschung betreffen, da JUPP quantitative und qualitative "social research methods" zusammenträgt. Der Band ist – wie alle anderen Lexika auch – alphabetisch geordnet. Dem Begriff Dictionary angemessen, werden pro Begriff ein bis zwei Seiten benötigt. Jeder Begriff wird zunächst kurz (auf wenigen Zeilen) definiert, anschließend unter Distinctive Features genauer vorgestellt und danach in einer Evaluation bewertet. Als Zusatzinformationen folgen Associated Concepts und Key Readings. (Für einen Eindruck siehe die PDF-Versionen aller Begriffe mit dem Buchstaben A und dem Buchstaben B, die Sage zum Download anbietet.) Zusätzlich findet sich am Ende des Buches noch ein detaillierter Subject Index und ein kompletter Autor(inn)enindex. [8]

In den "Keywords in Qualitative Methods. A Vocabulary of Research Concepts", eine von Michael BLOOR und Fiona WOOD verfasste Sammlung (also kein "Herausgeberband") findet sich für die knapp 100 behandelten Begriffe der gleiche Aufbau (bei ebenfalls ein bis zwei Seiten pro Keyword), allerdings noch um Examples zwischen Distinctive Features und Evaluation ergänzt. Der Index ist leider nicht getrennt sortiert nach Autor(inn)en und Subjects (letztere sind ohnehin eher rar in dem Index). [9]

Sein 2007 in der dritten Auflage erschienenes "Dictionary of Qualitative Inquiry" will Thomas A. SCHWANDT (in den USA lehrend, aber aufgrund seiner Aufenthalte in Dänemark und Schweden auch erfahren mit europäischen Forschungstraditionen) weniger als ein Dictionary genutzt wissen, sondern er versteht seine Ausführungen "more like annotations (critical and explanatory remarks) than definitions" (S.XXVIIf). Die annähernd 400 (auf fast 320 Seiten) zusammengestellten Konzepte/Ansätze/Begriffe beschreibt er ohne wiederkehrendes "Raster". Er nennt dann assoziierte Konzepte als Querverweise, wenn diese im Buch ebenfalls als Begriff aufgeführt sind und gibt einige Key References an. Ein Index fehlt. [10]

Kontrastierend ein kurzer Blick in die deutschen "Vergleichsobjekte": Die "Hauptbegriffe" von BOHNSACK, MAROTZKI und MEUSER, eine Zusammenstellung, an der insgesamt 32 Autorinnen und Autoren zur Darstellung von knapp 70 Begriffen auf etwas mehr als 150 Seiten beteiligt waren, enthalten zum Teil kleinere Abhandlungen, die mitunter von ihrem Duktus auch in das Handbuch von FLICK et al. (2004) hätten eingehen können. Im Unterschied zu den englischen Bänden variieren die einzelnen Beiträge zum einen in ihrem Umfang teilweise erheblich, zum anderen fehlt eine alle Beiträge einende Struktur. Wäre erstes noch mit den unterschiedlichen Inhalten zu erklären, bleibt aber der Eindruck, dass die Herausgeber versäumt haben, allen Beitragenden einen gemeinsamen Orientierungsrahmen nahezulegen. Für Lesende – so ist es mir ergangen – ist auf jeden Fall kaum nachvollziehbar, warum beispielsweise Schlüsselbegriffe wie "Dokumentarische Methode", "Bildinterpretation" oder "Diskursanalyse" (je fünf Seiten) mit Zwischenüberschriften strukturiert werden, während "Grounded Theory" oder "Gruppendiskussion" – ebenfalls jeweils über fünf Seiten – als Fließtext ohne Strukturierung gedruckt werden (einmal abgesehen davon, dass ebenso nicht ganz ersichtlich wird, warum gegenüber diesen vergleichsweise langen Darstellungen dann die Psychoanalyse bzw. Tiefenhermeneutik jeweils auf einer Seite vorgestellt werden oder die Phänomenologie mit knapp zwei Seiten auskommt). Die Freiheit der Darstellung für die Autor(inn)en geht zulasten der leichten Handhabbarkeit und schnellen ersten Orientierung, was insbesondere bei einem Nachschlagewerk bedauerlich ist. [11]

Dagegen ist das fast zehn Jahre früher erschienene "Glossar qualitativer Verfahren" von Jutta SCHÄFER, das unter Mitwirkung von – als Ko-Autor(inn)en aufgeführten – Studierenden aus Seminar- und Forschungspraktikumskontexten entstanden ist, fast vorbildlich organisiert. Jutta SCHÄFER erstellte diese bündige (und als PDF-Datei abrufbare) Übersicht zu qualitativen Forschungsansätzen und Methoden schon 1995 im Rahmen des Berliner Public Heath Forschungsverbundes mit der Intention der Verständigung der (methodisch unterschiedlich ausgerichteten) Projekte im Verbund. [12]

Zwanzig Hauptbegriffe werden (jeder auf ungefähr zwei Seiten) erläutert, indem zunächst eine "Kurzcharakteristik" vorangestellt wird, der dann die "Zentralen Aspekte" folgen. Abgerundet wird jeder Beitrag mit Erörterungen zur "Methodische[n] Stärke" sowie von "Problematische[n] Aspekte[n]", gefolgt von "Anwendungsgebieten" und berücksichtigter bzw. relevanter Literatur für die tiefer gehende Orientierung. Damit erfüllt das Glossar, das zunächst nur als Arbeitshilfe gedacht war und den Status der "grauen Literatur" nicht überwunden hat, bereits viele Ansprüche hinsichtlich der Aufteilung und Übersichtlichkeit, die erst Jahre später in den angelsächsischen Buchprojekten wieder aufzufinden sind. Dass SCHÄFER nur 20 Begriffe bearbeitet hat zeigt, dass es sich selbstredend um ein (unabgeschlossenes) "Projekt" handelt, das zunächst auch nur als "interne" Publikation gedacht war. Der Ansatz erscheint mir aber – auch mit der Unterteilung des Glossars in vier Blöcke (Stichprobenbildung, Erhebungsverfahren, Auswertungsverfahren, Allgemeine Forschungsstrategien) – sehr ausbaufähig; ich komme am Ende darauf zurück. [13]

Auffallend ist an den englischen Büchern, dass deren Strukturierungsgrad steigt, je "jünger" die Bände sind. Den englischen Markt – gerechtfertigt oder nicht – als Forerunner verstanden, ist für die hiesige Forschungslandschaft dann wohl bald eine inhaltlich umfassendere und didaktisch besser aufbereitete deutschsprachige Veröffentlichung zu erwarten (sei es als dritte Auflage der Hauptbegriffe oder – der angloamerikanischen Marktlogik folgend – in zusätzlichen Nachschlagewerken). [14]

4. … inklusive der schwierigen Handhabbarkeit qualitativer Forschung

Ungeachtet des jeweiligen Aufbaus haben alle Bände einen ähnlichen Gegenstand aufzubereiten. JUPPs Buch wird – so der Klappentext – als "primary source for advanced study and a state-of-the-art reference guide" angekündigt, BLOOR and WOODs Keywords als "necessary supplement to established textbooks". SCHWANDTs Dictionary ist – um den Klappentext der zweiten Auflage zu bemühen – "less a technical guide to qualitative methods and more a guide to concepts and theoretical orientations in qualitative studies".1) Diese marktüblichen (Selbst-) Beschreibungen können aber kaum verhehlen, dass der Komplexität qualitativer Forschung aufgrund der unterschiedlichen epistemologischen Fundierungen, ihrer theoretischen Verortungen sowie der dazugehörigen Methoden in Kurzform(eln) gerecht zu werden und diese als Lexikon oder Glossar handhabbar zu machen, auf einige Probleme stößt. Die Schwierigkeit der Bündelung und Vorstellung von Begriffen erhöht sich noch, wenn der transdisziplinäre Charakter qualitativer Forschung mitgedacht und das Wissen um national/kontinental unterschiedliche Forschungsmethod(ologi)en nicht ausgeblendet wird. [15]

Sehr lesenswert ist hier das Vorwort von SCHWANDT (leider im Vergleich zur zweiten Ausgabe von 2001 gekürzt und "entschärft"; es fehlt in der 3. Ausgabe zudem die zehnseitige Introduction), in dem er genau die Schwierigkeit benennt, das "Vokabular" der qualitativen Forschung zu katalogisieren: deshalb sei sein Buch "written from a particular point of view, thus it is more interpretive than is characteristic of a dictionary" (2007, S.XXVII) mit dem Ziel "that further exploration is stimulated and not foreclosed (S.XXVVIII). [16]

In gut angelsächsischer Tradition formulieren BLOOR und WOOD: "A vocabulary is therefore not concerned first and foremost with authoritative definitions or with etymological origins (though both of these have their place), but rather is concerned with the pragmatic meaning-in-use of particular terms and concepts" (S.1). [17]

Gänzlich ohne benennbare Einschränkungen kommt Victor JUPP aus. Er sieht seine Kompilation in Einklang mit anderen in dem Verlag vorliegenden Dictionaries und schreibt entsprechend: "The text can be used as a conventional dictionary or encyclopaedia to clarify the meaning of the term" (S.XII). Ähnlich findet sich auch in dem deutschen Pendant keinerlei Problematisierung der Darstellungsform, lediglich die begrenzte Auswahl und die Festlegung, was als Hauptbegriff im Sinne der Herausgeber gelten kann, wird kurz im Vorwort kommentiert. [18]

Ungeachtet der unterschiedlichen Auffassungen, wie das je vorgelegte Werk zu lesen sei, lohnt es nicht dezidiert, Begrenzungen dieses Genres zu sezieren (vor allem jene Begrenztheiten, die sich aus dem Kontrast zu den umfänglicheren Handbüchern oder vermittelnden Lehrbüchern ergeben). Denn niemand, der/die gründlich in einem Themenfeld ausgebildet werden möchte, wird die Lektüre eines solchen Handwerkzeugs (oder aller Bände zusammen) als ausreichend verstehen und dort eine allumfassende Abhandlung vermuten. Und alle, die skeptisch sind, dass es überhaupt gelingen kann, qualitative Forschung lexikalisch zu verwalten, werden darauf verzichten, in diese Bände einen Blick zu werfen. [19]

Aus meiner Perspektive wäre neben möglichen Verkürzungsvorwürfen anzuerkennen, dass mit diesen Bänden Bemühungen unternommen wurden, angesichts der steigenden Zahl an methodischen Verfahren(selementen), an (konkurrierenden) Ansätzen/Theorien und mit Blick auf die hiermit verbundene Ausdifferenzierung und Diversifikation (bis hin zur Diffusion) eine Orientierung und Grundinformationen anzubieten. Diese Bemühung um eine "neue Übersichtlichkeit" ergibt gleichwohl (noch?) keine Systematik, denn diese wird im Falle der Bände zum Teil nur durch die eigenen Leseaktivitäten hergestellt, indem sich über assoziierte Konzepte ganze Stränge erschließen/verknüpft werden können (die je nach "Leseweg" unterschiedlich sind). JUPP merkt dazu in seinem Band – unter Verwendung zweier methodischer Konzepte – an, dass im Grunde im Sinne einer "Netzwerkanalyse" vorzugehen sei, bei der zusätzlich die Constant Comparison Method zum Tragen komme. [20]

Auch wenn zu fragen bleibt (und zu zeigen sein wird), wie (unterschiedlich) einzelne Begriffe "definiert" und erläutert werden, scheint es zunächst fast noch interessanter zu sein zu fragen, welche Theorien, Konzepte und Methoden in den Bänden jeweils abgedeckt werden und damit als (relevante) Inhalte der qualitativen Forschung ins Sichtfeld treten – und welche (möglicherweise zentralen?) Begriffe nicht berücksichtigt wurden bzw. welche Eingang fanden, obwohl in anderen Werken nicht aufgeführt. BLOOR und WOOD begründen ihre Auswahl so:

"The reason for choosing many of the entries (for example 'ethnography') are self-evident. Other entries (for example 'autoethnography') were chosen because of a contemporary popularity. And just a few entries (for example 'meta-ethnography') were chosen because of a suspected future popularity" (S.3). [21]

Bei insgesamt über 600 (sich teilweise überlappenden) Begriffen (ca. 380 bei SCHWANDT, 100 bei BLOOR und WOOD sowie weitere 150 bei JUPP [bezogen auf qualitative Forschung im weiteren Sinne] – neben den 70 deutschen Begriffen bei BOHNSACK et al.) ist eine detaillierte Darstellung und Diskussion nicht möglich. Anstelle dessen wird hier über eine Liste versucht, die jeweils getroffenen Auswahlen zunächst anschaulich werden zu lassen.

Schwandt (2007)2)

Jupp (2006)3)

Bloor & Wood (2006)

Bohnsack et al. (2006)4)

Abduction

 

 

Abduktion

 

Access

Access Negotiations

 

Action

 

 

 

Action Research

Action Research

Action Research

Aktionsforschung

Agency (vs. Structure)

 

 

 

Analytic Generalization

 

 

 

Analytic Induction

Analytic Induction

Analytic Induction

 

 

 

Analytic Notes
(see Research Diary)

 

Analyzing Qualitative Data

 

 

 

Antinaturalism

 

 

 

 

Anti-Racism Research

 

 

Applied Research
(see Use of Qualitative Inquiry)

Applied Research

 

 

Appreciative Research (see Use of Qualitative Inquiry)

 

 

 

 

Area Sampling

 

 

Artifact (Artefact)

 

 

 

 

ATLAS.ti

 

 

Arts-Based Inquiry

 

 

 

Atomism

 

 

 

 

Attrition

 

 

Audience Ethnography

 

 

 

Audiotaping

 

Audio-recording

 

Audit Culture/Society

 

 

 

Auditing

Auditing

 

 

Audit Trail
(see Auditing)

 

 

 

Authenticity

 

Authenticity
(see Naturalism)

 

Authenticity Criteria

 

 

 

Authority

 

Authorial presence
(see Reflexivity)

 

 

 

 

Autobiografie

Autoethnography

Autoethnography

Autoethnography

 

Behaviorism

 

 

 

Bias

Bias

Bias

 

Biographical Research

 

 

Biografieforschung

 

 

Biographies

Biografizität

Biographical Turn

 

 

 

Body

 

 

 

Bracketing (Epoché)

 

 

 

Bricolage/Bricoleur

 

 

 

Bias

 

 

 

Careers

 

 

 

Case

 

 

 

Case Study Research

Case Study Method

Case Study

 

Causal Analysis/Causality

Causality

 

 

 

 

 

Fallanalyse in der sozialen Arbeit

 

 

 

Fallrekonstruktion

Chicago School of Sociology

 

Chicago School
(see Symbolic Interactionism)

Chicagoer Schule

Cinematic Society

 

 

 

 

 

Citizens' Jury

 

Coding

Coding

Coding
(see Indexing)

 

 

 

Cognitive Mapping

 

Cognitivism

 

 

 

Collaborative Ethnography

 

 

 

Communication Studies

 

 

 

 

Comparative Method

 

Komparative Analyse

Computer-Assisted Data Analysis

CAQDAS

Computer-Assisted Data Analysis

Computerunterstützung in der qualitativen Forschung

 

 

Computer Mediated Interviewing
(see Electronic Data Collection)

 

 

Community Study Method

Community Studies
(see Action Research and Ethnography)

 

 

 

Confessional Accounts (see Writing)

 

 

Confidentially

 

 

Confirmability

(see Trustworthiness Criteria)

 

 

 

Conservative Hermeneutics

 

 

 

Constant Comparison, Method of

Constant Comparative Method

Constant Comparative Method
(see Grounded Theory)

 

Constructivism

Constructivism

 

Konstruktivismus

Content Analysis

Content Analysis

 

Inhaltsanalyse

Context
(see Contextualism)

 

 

 

Context of Discovery / Context of Justification

 

 

 

Contextualism

 

 

 

Conversation (see Dialogue)

 

 

 

Conversation Analysis

Conversation Analysis

Conversation Analysis

Konversationsanalyse

Cooperative Inquiry

 

 

 

Covering Law Model of Explanation

 

 

 

Credibility
(see Trustworthiness Criteria)

 

 

 

 

Covert Research

Covert Research

 

Crisis of Legitimation

 

 

 

Crisis of Representation

 

 

 

Criteria

 

 

Gütekriterien

 

 

Critical Cases
(see Case Study)

 

Critical Ethnography

Critical Ethnography

 

 

Critical Hermeneutics

 

 

 

 

Critical Research

 

 

Critical Race Theory

 

 

 

Critical Social Science

 

 

 

Critical Theory

 

 

 

Cross-Case Analysis

 

 

 

Cultural Anthropology

 

 

 

Cultural Relativism

 

 

 

Cultural Studies

Cultural Research

 

 

Culture

 

 

 

 

Dangerous Fieldwork

Dangerous Fieldwork

 

Data

Data

 

 

 

Data Archives

 

 

Data Collection
(see Description, Generating Data)

 

 

 

Data Management, Storage, Retrieval

 

 

 

 

 

Data Protection
(see Ethics)

 

 

Decision Making Research

 

 

Deconstructionism

Deconstructionism

Deconstructionism
(see Discourse Analysis)

 

Deduction
(see Inference)

Deduction

 

 

Deductive-Nomological Explanation (see Covering Law Model of Explanation)

 

 

 

 

 

 

Tiefenhermeneutik

 

 

Delphi Groups

 

Dependability
(see Trustworthiness Criteria)

 

 

 

 

 

Depth Interviews
(see Interviewing)

Tiefeninterview

Description

 

 

 

Descriptive Statistics

 

 

 

Deskwork

 

 

 

 

 

Deviant Case Analysis (see Analytic Induction)

 

 

Deviant Case Analysis

 

 

Dialectic

 

 

 

Dialogic Text (see Dialogue)

 

 

 

Dialogism

 

 

 

Dialogue

 

 

 

 

Diary

Diary Methods

 

Différance
(see Deconstructionism)

 

 

 

 

Disability Research

 

 

 

Disaster Research

 

 

 

Disastrous Research

 

 

Discourse Analysis

Discourse Analysis

Discourse Analysis

Diskursanalyse

Discourse Theory

 

 

 

Discursive Practice
(see Discourse Analysis, Discourse Theory)

 

 

 

 

Discursive Psychology

 

 

Disengagement
(see Body, Subject-Object-Relationship)

 

 

 

Disinterested Social Science

 

 

 

Documents (see Document Analysis)

 

 

 

Document Analysis

Document Analysis

Documentary Methods

 

 

 

 

Dokumentarische Methode

Double Hermeneutic

 

 

 

Dramaturgy

 

 

 

Dualism

 

 

 

Educational Ethnography

 

 

 

 

 

Electronic Data Collection

 

 

Elite Interviewing

 

Experteninterview

 

Elite Selection

 

 

 

Emancipatory Research

 

 

Embodied (see Body)

 

 

 

Emergent Design

 

 

 

Emic / Etic

 

 

 

Emotion

 

 

 

Empirical Research
(see Empiricism)

 

 

 

Empiricism

Empiricism

 

 

Empowerment

 

 

 

End of Philosophy

 

 

 

Epistemic Criterion
(see Criteria, Validity)

 

 

 

Epistemology

Epistemology

 

 

Erklärung
(see Explanation, Verstehen)

 

 

 

Essentialism

 

 

 

Ethics of Qualitative Inquiry

Ethics

Ethics

 

Ethnocentrism

 

 

 

 

Ethnograph (Version 5.0)

 

 

Ethnographic Authority
(see Authority)

 

 

 

 

Ethnographic Interviewing

 

 

Ethnographic Methods

 

 

 

Ethnographic Naturalism

 

 

 

Ethnographic Realism

 

 

 

Ethnography

Ethnography

Ethnography

Ethnographie

Ethnography of Communication

 

 

 

 

 

 

Ethnographische Semantik

 

Ethnomethodology

Ethnomethodology

Ethnomethodology

Ethnomethodologie

 

(Qualitative) Evaluation

Evaluation Research

 

Evaluationsforschung

 

Evidence

 

 

 

Existentialism

 

 

 

Experience

 

 

 

Experimental Text

 

 

 

Explanation

 

 

 

 

Exploitative Research

 

 

 

Exploratory Research

 

 

External Validity
(see Generalisation)

 

 

 

Fact
(see Description)

 

 

 

Fact-Value Distinction

 

 

 

Fallibilism

 

 

 

Falsification

Falsification

 

 

Feminist Epistemologies

Feminist Research

Feminist Methods

 

Feminist Ethics

 

 

 

Feminist Ethnography

 

 

 

Fidelity to Method/Fidelity to Phenomenon

 

 

 

Field

 

 

 

 

Field Experiment

 

 

Field Journal

 

 

 

Fieldnotes

 

Fieldnotes

 

Field Relations

 

Fieldwork Relationships

 

Field Studies

 

 

 

Fieldwork

Fieldwork

 

 

Focus Groups

Focus Groups

Focus Groups

 

 

 

Foreshadowed Problems (see Ethnography)

 

 

 

 

Fokussierungsmetapher

Foundationalist Epistemologies

 

 

 

Frameworks of Qualitative Inquiry

 

 

 

Frankfurt School

 

 

 

Functionalism

 

 

 

 

Gatekeeper

Gatekeepers (see Access Negotiations)

 

Geisteswissenschaften

 

 

 

Genealogy

 

 

 

Generalization

 

Generalisation

 

Generating Data

 

 

 

 

 

 

Gattungsanalyse

Globalizations

 

 

 

 

 

Going Native (see Bias)

 

 

Good Practice Studies

 

 

Grand Narrative

 

 

 

Grand Theory

 

 

 

Grounded Theory Methodology

Grounded Theory

Grounded Theory

Grounded Theory

 

 

Group Interviews

 

 

 

 

Gruppendiskussion

Hermeneutic Circle

 

 

 

Hermeneutic Method

 

 

 

Hermeneutics

Hermeneutics

 

Hermeneutik

 

Hermeneutics of Suspicion

 

 

 

 

 

 

Hermeneutische Wissenssoziologie

 

Historical Analysis

 

 

Historicism

 

 

 

Historicity

 

 

 

Holism

 

 

 

Human Action
(see Action)

 

 

 

Hyperreality

 

 

 

Hypothetico-Deductive Method

Hypothetico-Deductive Model

 

 

 

Ideal Type

 

Typenbildung

Idealism

 

 

 

Identity

 

 

 

Ideology

 

 

 

Idiographic Interpretation

Idiographic

 

 

 

Impression Management

 

 

Indexicality

 

Indexing

 

 

 

Indigenous Researchers (see Public Participation)

 

Inductive Analysis

Induction

 

 

Inductive-Statistical Explanation (see Explanation)

 

 

 

Inference

 

 

 

Informant

 

(Key) Informants

 

Informed Consent

Informed Consent

Informed Consent
(see Ethics)

 

Inscription

 

 

 

Insider / Outsider Perspective

 

 

 

Institutional Review Board (IRB)

 

 

 

Instrumentalism

 

 

 

Instrumental Rationality (see Instrumentalism)

 

 

 

 

Intellectual Craftsmanship

 

 

Intentionalism

 

 

 

Intentionality

 

 

 

 

 

 

Interaktion

Interest

 

 

 

 

Internet Research

 

 

Interpretation

 

 

 

Interpretive Anthropology

 

 

 

 

Interpretative Repertories

 

 

Interpretative Sociology

 

 

 

Interpretive Turn

 

 

 

 

 

 

Interpretatives Paradigma

Interpretivism

 

 

 

Intersubjectivity

Inter-Subjective Understanding

 

 

Intertextuality
(see Text)

 

 

 

 

Interview

Interviews

Interview

Interviewing Logic

 

 

 

Interviewing, Types of

 

 

 

Interview Society

 

 

 

Judgment

 

 

 

Justification of a Claim
(see Evidence)

 

 

 

 

 

Key Informants

 

Knowledge

 

 

 

Language

 

 

 

Language Games

 

 

 

Lawlike Generalization

 

 

 

Lebenswelt (see Life-World)

 

 

Lebenswelt

 

 

 

Lebenslauf

 

 

Leaving the Field

 

Life-History Methodology
(see Biography)

Life History Interviewing

Life History
(see Oral History)

 

Life-World

 

 

Kleine soziale Lebens-Welten

Liminality

 

 

 

Literary Turn (in Social Science)

 

 

 

Literature Review
(see Review of Literature)

Literature Review

 

 

Lived Experience
(see Experience)

 

 

 

 

 

Logical Analysis

 

Logical Empiricism

 

 

 

Logical Positivism

 

 

 

Logocentrism
(see Deconstructionism)

 

 

 

Marginal Native
(see Participant Observation)

 

 

 

 

Marketing Research

 

 

 

 

 

Massenmedien

Materialist Explanation
(see Explanation)

 

 

 

Meaning

 

 

 

Meaning Realism
(see Intentionalism, Objectivism)

 

 

 

 

Media Analysis

 

Medienanalyse

 

 

 

Medienkommunikation

Medical Sociology

 

 

 

Member Check

 

 

 

 

 

Member Validation
(see Triangulation)

 

Memoing

 

 

 

 

Messy Research

 

 

 

Meta-Analysis

 

 

Metaethnography

 

Meta Ethnography

 

Metanarrative
(see Grand Narrative)

 

 

 

Metaphysics

 

 

 

Method

 

 

 

 

Methodological Pluralism

 

 

Methodology

Methodology

 

 

Methods of Text Analysis
(see Textual Analysis)

 

 

 

Microethnography

Microethnography

 

 

 

 

 

Mimesis

Misunderstanding
(see Understanding)

 

 

 

Mixed Methods

Mixed Methods Reseach

Mixed Methods
(see Multiple Methods)

 

Modernism/Modernity (see Postmodernism, Praxis, Rationalism)

 

 

 

Monological (See Dialogism, Dialogue)

 

 

 

 

 

Multiple Methods

 

Multiple Realities

 

 

 

Naive Realism
(see Realism)

 

 

 

Narrative

 

Narratives

 

Narrative Analysis

Narrative Analysis

 

Erzählanalyse

Narrative Criteria
(see Verisimilitude)

 

 

 

Narrative Ethics

 

 

 

Narrative Explanation

 

 

 

 

Narrative Interviewing

 

Narratives Interview

Narrative Inquiry

 

 

 

Narrative Psychology

 

 

 

Narrative Realism

 

 

 

Native's Point of View

 

 

 

 

 

 

Zugzwänge des Erzählen

Naturalism

 

Naturalism

 

Naturalistic Inquiry

Naturalistic Data

 

 

 

 

 

 

Naturalistic Interpretation of the Social Sciences
(see Naturalism)

 

 

 

Natural Setting
(see Ethnographic Naturalism, Naturalistic Inquiry)

 

 

 

Naturwissenschaften

 

 

 

Negative Case

 

 

 

Nomothetic Knowledge

 

 

 

Nonfoundational Epistemologies

 

 

 

 

Netnography

 

 

 

Network Analysis

 

 

 

Nud*ist

 

 

Objectivism

 

 

 

Objectivist Hermeneutics
(see Conservative Hermeneutics )

 

 

 

 

 

 

Objektive Hermeneutik

Objectivity

 

 

 

Observation

 

Observation
(see Ethnography)

 

Ocular Epistemology
(see Observation)

 

 

 

 

 

 

Online-Ethnografie

Ontological Hermeneutics
(see Philosophical Hermeneutics)

 

 

 

Ontology
(see Metaphysis)

Ontology

 

 

Oral History

Oral History

Oral History

Oral History

 

Organizational Research

 

 

Other (the Other, Otherness)

 

 

 

Paradigm

Paradigm

 

 

Paradigmatic Knowledge Claim

 

 

 

Participant Observation

Participant Observation

Participant Observation (see Ethnography)

Teilnehmende Beobachtung

Participatory Action Research (PAR)

Participatory Action Research

 

 

Peer Debriefing

 

 

 

Performance Ethnography (see Performance Studies)

 

 

 

Performance / Performative / Performativity

 

 

 

Performance Studies

 

 

 

Phenomenological Sociology

 

 

 

 

 

Phenomenological Methods

 

Phenomenology

Phenomenology

 

Phänomenologie

Philosophical Hermeneutics

 

 

 

Photo-Elicitation, Methods of

Photography

 

 

Phronesis
(see Praxis)

 

 

 

 

 

Piloting

 

Play

 

 

 

Pluralism

 

 

 

Poiesis
(see Praxis)

 

 

 

Polyphony (see Dialogism)

 

 

 

Politics of Research

 

 

 

 

Positioning Theory

 

 

Positivism

Positivism

 

 

Postempiricism

 

 

 

Postmodern Ethnography

 

 

 

Postmodern Feminism
(see Feminist Epistemologies)

 

 

 

Postmodernism

Postmodernism

Postmodernism

 

Postmodern Sensibilities

 

 

 

Postpositivism

 

Post-Structuralism
(see Postmodernism)

 

Poststructuralism

 

 

 

Practical Rationality/Reason (see Praxis, Rationality, Technical Rationality)

 

 

 

Practical Turn

 

 

 

Practice
(see Praxis)

 

 

 

 

Practitioner Research

 

 

Pragmatism

 

 

Pragmatismus

Praxis

 

 

 

 

Prediction

 

 

Prejudice
(see Bias, Philosophical Hermeneutics)

 

 

 

(The) Problem of the Criterion

 

 

 

 

 

Process Evaluation

 

 

Progressive Focusing

 

 

Propositional Knowledge

 

 

 

 

 

Public Participation

 

 

 

Public//Private Accounts

 

 

 

Public Sociology
(see Whose Side Are We On?)

 

Purposive Sampling

Purposive Sampling

Purposive Sampling
(see Sampling)

 

 

 

 

Psychoanalyse

 

QSR NVivo

 

 

Qualitative

 

 

 

 

 

Qualitative/Quantitative Combinations (see Multiple Methods)

 

 

Qualitative Data Archive

 

 

Qualitative Evaluation

 

 

Evaluationsforschung

Qualitative Inquiry

 

 

 

Qualitative Market Research

 

 

 

Qualitative Nursing Research

 

 

 

Qualitative Psychology

 

 

 

 

Qualitative Research

 

 

Quantification
(see Quantitative)

 

 

 

Quantitative

 

 

 

Radical Hermeneutics
(Deconstructionism)

 

 

 

 

 

Rapid Assessment

 

Rationalism

 

 

 

Rationality

 

 

 

Reactivity

 

 

 

Realism

Realism

Realism
(see Naturalism)

 

Realist Tale
(Ethnographic Realism)

 

 

 

Reciprocity

 

 

 

Reductionism

 

 

 

Reflexivity

Reflexivity

Reflexivity

 

Relativism

Relativism

 

 

Reliability

Reliability

Reliability

 

Representation

 

 

 

Representativeness (see Sampling Logic)

 

 

 

 

Repertory Grid Technique

 

 

Research as Argument

 

 

 

 

Research Bargain

 

 

Research Design

Research Design

 

 

 

 

Research Diary

 

 

 

 

Forschungswerkstatt

 

Research Problems

 

 

 

 

Researcher Safety
(see Dangerous Fieldwork)

 

Respondent
(see Ethics of Qualitative Inquiry)

 

 

 

Respondent Validation
(see Member Check)

 

Respondent Validation (see Triangulation)

 

 

Retrospective Study

 

 

Review of Literature

 

 

 

Rhetoric

 

 

Rhetorikanalyse

Sample Size (see Sampling Logic)

 

 

 

Sampling Logic

Sampling

Sampling

 

Sampling, Types of

 

 

 

 

Secondary Analysis

 

 

 

Self-Report Study

 

 

Science

 

 

 

Scientific Method
(see Method)

 

 

 

Scientism

 

 

 

Semiotics

Semiotics
(see Textual Analysis)

 

Semiotik

 

 

Semi-Structured Interviews
(see Interviews)

Leitfadeninterview

 

Sensitive Research

 

 

 

 

Software
(see Computer-Assisted Data Analysis)

 

Sensitizing Concepts

Sensitizing Concepts

 

 

Skepticism

 

 

 

 

Snowball Sampling

 

 

Social Anthropology (see Cultural Anthropology)

 

 

 

Social Constructionism
(see Constructivism)

 

 

 

 

Social Indicators

 

 

Sociology of Scientific Knowledge (SSK)

 

 

 

 

 

Social Network Analysis

 

Spectator Theory of Knowledge
(see Observation)

 

 

 

Standpoint Epistemologies

Standpoint Research

 

 

Statistical Explanation

 

 

 

Statistical Generalization
(see Generalization, Sampling Logic)

 

 

 

Structuralism

 

 

 

Subject

 

 

 

Subjectivism

 

 

 

Subjectivity

Subjectivity

 

 

Subject-Object Relationship

 

 

 

Symbolic Interactionism

 

Symbolic Interactionism

Symbolischer Interaktionismus

Tacit (Personal) Knowledge

 

 

 

 

 

Taxonomies

 

Technical Rationality

 

 

 

Teleology

 

 

 

 

 

Telephone Interviewing (see Electronic Data Collection)

 

Text

 

 

 

Textual Analysis, Methods of

Textual Analysis

 

 

Textual Experimentation

 

 

 

Textualism
(see Text)

 

 

 

Textualization
(see Transcription)

 

 

 

Thematic Analysis

 

 

 

 

 

 

Thematisches Interview

Theoretical Candor

 

 

 

Theoretical Generalization (See Generalization)

 

 

 

Theoretical Sampling
(see Sampling Logic)

Theoretical Sampling

Theoretical Sampling (see Sampling)

Theoretisches Sampling

Theoretical Saturation
(see Grounded Theory Methodology, Sampling Logic)

 

Theoretical Saturation

 

Theory, Types of

 

 

 

Theory, Uses of

 

 

 

Theory-Laden Observation

 

 

 

Theory-Observation Distinction
(see Theory-Observation Distinction)

 

 

 

Theory of Signs
(see Semiotics)

 

 

 

Theory-Practice Relationship
(see Praxis, Theory, Use of Qualitative Inquiry)

 

 

 

Thick Description

Thick Description

Thick Description
(see Theoretical Saturation)

Dichte Beschreibung

 

 

Time Sampling
(see Sampling)

 

Transcription

Transcription

Transcription

Transkription

Transferability (see Generalization, Trustworthiness Criteria)

 

 

 

Triangulation

Triangulation

Triangulation

Triangulation

 

 

Trust

 

Trustworthiness Criteria
(see Generalization, Trustworthiness)

 

 

 

Truth

 

 

 

Typologies

 

 

 

Underdetermination of Theory by Data
(see Theory-Observation Distinction)

 

 

 

Understanding

 

 

 

Unity of Method (see Logical Empiricism; Naturalism)

 

Uses of Qualitative Research

 

Unity of Sciences (see Logical Empiricism; Naturalism)

 

 

 

Unobtrusive Methods

 

 

 

Use of Qualitative Inquiry

 

 

 

Validation Hermeneutics

(Conservative Hermeneutics)

 

 

 

Validity

Validity

Validity (see Reliability)

 

Value-Free Social Science
(see Disinterested Social Science; Fact-Value Distinction)

Value-Free Research

 

 

Value-Neutrality Verification
(see Disinterested Social Science; Fact-Value Distinction, Politics of Research)

 

 

 

Verification

 

 

 

Verisimilitude

 

 

 

Verstehen

Verstehen

 

 

Verstehende Sociology (see Interpretive Sociology)

 

 

 

 

 

Video Recording

 

 

 

Video Analysis (see Video Recording)

 

 

Videography

 

Film- und Videoarbeit

 

 

Vignettes

 

 

 

Virtual Focus Groups (see Focus Groups)

 

Visual Research Methods

Visual Methods

 

 

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Volunteer Sampling

 

 

Warranted Assertation

 

 

 

Weltanschauung

 

 

 

 

 

Whose Side Are We On?

 

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Writing Research

Writing

 

Tabelle 1: In BLOOR und WOODS, BOHNSACK et al; JUPP sowie SCHWANDT geführte Begriffe zu qualitativer Forschung [22]

Betrachtet man zunächst die englischsprachigen Bände, so scheint der geteilte Grundbestand qualitativer Forschung nicht allzu groß, denn nicht einmal eine Schnittmenge von dreißig Begriffen findet sich in allen drei Bänden behandelt. Der "kleinste gemeinsame Nenner" der qualitativen Forschung umfasst hiernach nur einige Epistemologien und Forschungsansätze (z.B. Analytic Induction, Action Research, Autoethnography, Ethnomethodology, Feminist Research, Postmodernism, Discourse Analysis/Theory, Grounded Theory); einige wenige geteilte Begriffe zu Planung/Design (Case Study, Mixed Methods, Purposive Sampling, Triangulation) sowie Verfahren der Erhebung (Interview, Participant Observation) und Auswertung (Coding bzw. allgemeiner CAQDAS [Computer Aided Qualitative Data Analysis] sowie Constant Comparison Method und Thick Description), der Bewertung/Geltungsbegründung (Reliability, Validitity) sowie schließlich mit Reflexivity und Ethics zwei dem Forschungsprozess übergeordnete Problembereiche. Interessant ist bei SCHWANDT, dass er in der Neuauflage zwar viele Begriffe hinzugefügt hat, die sich jedoch kaum in den beiden anderen Bänden finden: er hat insoweit also keinen Abgleich mit diesem Bänden vorgenommen, sondern entweder von ihm präferierte Termini hinzufügt (insbesondere jene, die auf einen Performative Turn zurückgehen) oder für bereits existierende zusätzliche Spezifikationen vorgenommen: z.B. gab es 2001 nur Interviewing, 2007 nun drei Einträge: Interview Logic; Interview, Types of und Interview Society; ähnliches findet sich auch für andere zentrale Begriffe wie Sampling etc.). [23]

Insgesamt nehmen die Bände also jenseits eines eher traditionellen Grundbestandes sehr unterschiedliche Gewichtungen vor – ein Grundbestand, dies sei bereits angemerkt, dessen Gültigkeit sich in einiger Hinsicht auf den angloamerikanischen Raum (der Jetztzeit) begrenzen dürfte, denn in der hiesigen Diskussion würde "Reliabilität" gar nicht aufgelistet werden, da von der Mehrheit der qualitativ Forschenden als "gegenstands"-unangemessen zurückgewiesen; dagegen hat Autoethnography deutschsprachige Diskurse noch kaum erreicht etc.). [24]

Während bei SCHWANDT die "übergeordneten" Epistemologien am dezidiertesten behandelt werden, hinkt die Kompilation von JUPP hier ein wenig hinterher, dafür finden sich aber unterschiedliche Definitionen verschiedener Samplingarten und diverse Interviewformen, und selbst verschiedene Softwareprogramme für die computerunterstützte Auswertung werden einzeln vorgestellt. [25]

Auch zeigt sich, dass sich zum Teil Entwicklungen im Feld qualitativer Forschung eher schnell vollziehen und mitunter dafür verantwortlich sind, dass die Neuauflagen auch recht schnell hintereinander folgen und dass dann im Rahmen der Überarbeitung eine Fülle an neuen Begriffen eingeführt wird. Am deutlichsten ist dies bei SCHWANDT, der von 1997 auf 2001 110 neue Begriffe hinzufügte, für die Zeitspanne von 2001 bis 2007 folgten über 70 weitere. (Ob wirklich alle in einem Glossar qualitativer Forschung benötigt werden, ist eine andere Frage: Stichworte wie Careers, Cinematic Society, Empowerment, Globalization oder Interview Society sind möglicherweise in diesem konkreten Kontext auch verzichtbar.) [26]

Die rasante Veränderung im Feld qualitativer Forschung zeigt sich aber auch daran, dass einige Begriffe bei JUPP auftauchen (der sich offensichtlich ein wenig an die SCHWANDTsche Sammlung von 2001 angelehnt hat), die für SCHWANDT zu der Zeit noch gar nicht in dem Maße behandlungsbedürftig erschienen (oder ihm bei seinem Interesse für Epistemologien weniger interessant schienen); so insbesondere die Stichworte, die mit Technisierung einhergehen, wie Software, Internetforschung und anderes mehr. Dass einige dieser Begriffe bei BLOOR und WOOD gar nicht als Keywords behandelt werden, überrascht dann schon, wie insgesamt die Auswahl in diesem Autorenbuch am "limitiertesten" anmutet. [27]

Es variieren jedoch nicht nur die gewählten Schwerpunkte und Begriffe erheblich, sondern die Bände bringen auch im Falle gleicher Begriffe mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zutage. Beispielsweise findet sich bei der Behandlung des Begriffs Action Research nur die Referenz zu GREENWOOD und LEVIN (1998) in allen drei Bänden erfolgt, ansonsten gibt es keine Überschneidung. Ähnlich wie für Literaturerwähnungen verhält es sich auch mit den für die weitere Lektüre nahe gelegten Associated Concepts. Da jedes Buch sehr unterschiedliche Begriffe führt, werden auch ganz unterschiedliche "Pfade" durch die qualitative Forschung (in diesem Falle um beim Beispiel Action Research zu bleiben) gelegt. Bei SCHWANDT wird bei Action Research nur auf Participatory Action Research (PAR) verwiesen (bei PAR wird dann auf Collaborative Ethnography sowie Cooperative Inquiry verwiesen, es findet sich dort aber kein Rückverweis auf Action Research – was in einem Lexikon zu erwarten wäre). Bei BLOOR und WOOD wird auf eine Reihe weiterer Keywords hingewiesen: So auf Public Participation, Key Informants, Leaving the Field sowie Rapid Assessment, aber auch auf Bias, Reliability und Validity. Bei JUPP findet sich zu Action Research (verfasst von John NEWTON) dann die "Leseempfehlung" von Applied Research, Emancipatory Research, Evaluation Research, Messy Research, Participatory Action Research, Policy-related Research, Practioner Research. – Bei all diesen Begriffen finden sich in den jeweiligen Associated Concepts wiederum weitere Verweise; im einzelnen: Bei Applied Research (ebenfalls verfasst von NEWTON) sind dies neben den bei Action Research getätigten Hinweisen zusätzlich noch: Critical Research, Econometrics, Politics and Social Research; bei Emancipatory Research (von Gayle LETHERBY) sind dann zusätzlich Verweise zu Anti-Racism Research, Dangerous Fieldwork, Disability Research, Disaster Research, Exploitative Research, Feminist Research – aber wieder ohne Rückverweis auf Action Research); bei Evaluation Research (Nick TILLEY) zusätzlich Auditing, Experiment, Field Experiment, Meta Analysis, Process Mapping – aber keine Hinweise auf Action Research oder Participatory Action Research); bei Messy Research (Roger SAPSFORD) dann wiederum zusätzlich Methodological Pluralism und Mixed Methods Research, nicht aber mehr Action, Participatory oder Evaluation Research), bei Participatory Action Research (Ana LOPES) dann neu Disability Research und Research Bargain; bei Policy-related Research (wiederum John NEWTON) findet sich kein neu eingeführter Begriff; schließlich wird bei Practioner Research (Maureen GILLMAN und John SWAIN) dann noch neu Good Practice Studies und Reflexivity eingeführt; wenn beispielhaft bei Letzterem geschaut wird, sind dort (von Victor JUPP) die angeführten Konzepte: Critical Research, Disastrous Research, Ethics, Impression Management, Politics and Social Research, Research Bargain, Validity. [28]

Dass diese sehr unterschiedlichen Aufbereitungen kein Einzelfall sind, sei noch abschließend an einem prominenten "Konzept", der Grounded-Theory-Methodologie (kurz: GTM) ausführlicher veranschaulicht.5) Die angegebene Literatur zur GTM beschränkt sich bei SCHWANDT auf die drei "Klassiker": zuvorderst auf "The Discovery of Grounded Theory" von GLASER und STRAUSS, dann auf "Qualitative Data Analysis", die Monografie von STRAUSS und schließlich auf das populäre Anwendungsbuch "Basics of Grounded Theoy" von STRAUSS und CORBIN; GLASERs eigene Arbeiten (die er seit 1990 kontinuierlich vorlegt) werden in diesem Zusammenhang nicht angeführt. Bei JUPP (geschrieben von Janie HARDING) findet sich ebenfalls das Ursprungsbuch von GLASER und STRAUSS sowie – etwas überraschend – dann nur noch der Hinweis auf zwei Artikel von PIDGEON (eine "Nebenfigur" in der Debatte zur GTM). Erst bei BLOOR und WOOD finden sich neben den eingangs erwähnten methodischen Bänden zwei empirische Studien von GLASER und STRAUSS ("Awareness of Dying" und "Time for Dying") aus den 1960er Jahren, sowie ein Band von GLASER (nämlich dessen "Streitschrift" von 1992 gegen STRAUSS & CORBIN) und ein – leider "abseitiger" – Hinweis auf CHARMAZ (die als die neue GTM Vertreterin anzuführen ist); zusätzlich wird noch auf (Lehrbuch-) Darstellungen von SEALE, SILVERMAN sowie COFFEY und ATKINSON verwiesen. [29]

Diese unterschiedlichen Referenzen sind dabei nicht nur formal zu betrachten. Die jeweiligen Beschreibungen selbst fallen unterschiedlich aus: SCHWANDT beschreibt GTM abstrakt unter Hinzuziehung der zentralen "Elemente" (Konzeptualisierung der Daten durch Vergleichsprozesse, wobei die Forschung als iterativer Prozess verstanden wird und der Besonderheit des Thereotical Sampling bei der sukzessiven Zusammenstellung der Fälle Rechnung getragen wird). In der Darstellung bei JUPP (von HARDING) findet sich eine ähnliche Erörterung. Zusätzlich werden GLASER und STRAUSS als "Väter" der GTM eingeführt (was der allgemeinen Darstellung bei SCHWANDT nicht klar zu entnehmen war), und in der Evaluation ist (allerdings ohne Einführung in die Kontroverse um Emergence vs. Forcing) zu lesen:

"Grounded Theory is sometimes assumed to mean more that the researcher approaches the topic without any preconceived conceptual framework and that the framework is formed entirely by the data. In reality, such an approach seems impossible – to choose to research a topic at all, a researcher must have some prior knowledge and/or preconceived ideas about it" (HARDING, S.132) [30]

Erst bei BLOOR und WOOD hingegen findet sich eine sehr konkret anschauliche Darstellung der GTM, bei der der Entstehungs- und Anwendungskontext verstehbar ist und sich in dem schließenden Evaluationsteil eine Diskussion unterschiedlicher Lesarten der GTM bis hin zur Frage ihrer "Anwendbarkeit" im Lichte postmodernistischer Verständnisse findet. [31]

In den deutschen Hauptbegriffen wird die GTM durch Juliet CORBIN vorgestellt (übersetzt von Arnd-Michael NOHL). Angesichts der erwähnten Auseinandersetzungen zwischen GLASER und STRAUSS/CORBIN, die vornehmlicher auf CORBIN zielten, ist wenig überraschend, dass sich in ihrer fünfseitigen "Abhandlung" kein Hinweis auf GLASER (und die von ihm vertretene GTM-Auffassung) findet. Stattdessen stellt sie unter GTM (mit vielen Beispielen versehen, um die Prozeduren zu verdeutlichen) die von ihr (mit STRAUSS) vertretene Variante vor (ohne allerdings kenntlich werden zu lassen, dass es eine unter mehreren Versionen der GTM ist). Dies ist eine unglückliche Vorgehensweise, denn beabsichtigt mit Hauptbegriffe war eine "Klärung der (Grund-) Begrifflichkeiten besonders für Studierende für die Orientierung". [32]

5. Bewertung: Vielfalt und Begrenzung

Einige Kernkonzepte sind in allen Bänden vertreten. Insoweit schält sich die Andeutung eines Kanons qualitativer Forschung heraus (und sei es, weil Vorgängerprodukte immer auch schon Pate stehen für die nachfolgenden Entwicklungen) mit all den darin dann ebenfalls vorfindbaren Begrenzungen und (notwendigen) Abweichungen. [33]

Diejenigen, die an Konzepten interessiert sind, werden sich stärker an SCHWANDT orientieren können, ebenso jene, die den (Sprach-) Stil eines einzelnen Autors bevorzugen, entlang dessen sich eine "Vergleichbarkeit" der Konzepte besser herauslesen lässt (immer vorausgesetzt, die vorgenommene Darstellungsform wird als angemessen empfunden; hier ist SCHWANDT am deutlichsten "sichtbar" als Autor, weit mehr als das Autorenteam BLOOR und WOOD). An das Dictionary von JUPP werden jene sich halten, die einen methodisch umfassenderen Fundus an Stichwörtern einsehen wollen, insbesondere auch dann, wenn es sich um Stichwörter aus dem jeweils weniger vertrauten (quantitativen respektive qualitativen) Paradigma handelt. [34]

Die Frage nach der Empfehlung ist schwer. Im Zuge der Arbeit an diesem Rezensionsaufsatz haben sich meine Präferenzen immer einmal wieder verschoben: Zunächst bevorzugte ich die diskursivere Darstellung bei SCHWANDT (wobei mir die offene Darstellung zunehmend weniger gefiel bei der Suche nach "griffigen" Vorschlägen), dann den klareren Aufbau bei BLOOR und WOOD (wobei mir hier zunehmend die Begriffswahlen zu eng erschienen [und zu viele interne "see"-Verweise vorliegen]), schließlich beeindruckte mich die Fülle an Stichworten bei JUPP, auch wenn ich dann wieder feststellen musste, was alles fehlt und sich in den anderen Bänden findet. Jedes der Bücher hat einige Vorteile auf seiner Seite, ob jemand sich allerdings für alle drei entscheidet ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch, ob dies sinnhaft erscheint. Als möglicherweise "bester Kompromiss" stellt sich dann die Kompilation von JUPP heraus. Aber ein Blick in das jeweils andere lohnt, denn es sind – dies sollte am Beispiel "Grounded Theory Methodology" deutlich geworden sein – nicht "wertfrei" geschriebene Bände/Beiträge, sondern in den Lexika finden sind immer perspektivisch vorgestellte Zusammenfassungen, eine Perspektivität, die aber nicht immer als solche kenntlich gemacht wird, sondern (besonders bei JUPP) als Dictionary anders daherkommt und sprachlich ein anderen Anspruch suggeriert. [35]

Diese nicht "wertfreie" Darstellung zeigt sich auch an den jeweils gegebenen Buchempfehlungen am Ende eines jeden Stichworts. Hier ist offenkundig eine viel "striktere" Vorgabe wünschenswert, nämlich ein Hinweis auf einen "einschlägigen" Artikel (wobei zuweilen neben einem Übersichtsbeitrag auch die zusätzliche Angabe eines Vertiefungsartikels sinnvoll erscheint) sowie dann auch ein Hinweis auf ein entsprechendes Buch bzw. eine entsprechende Online-Ressource (aber eben keine Hinweise auf die häufiger angeführten allgemeinen Einführungsbände, da diese ja universell zu jedem Schlagwort aufgelistet werden könnten). [36]

Den Studierenden (oder "Rat"-Suchenden) auf dem deutschsprachigen Markt bleibt – sofern sie an die deutsche Sprache gebunden sind – die Wahl (noch!) erspart, da die Hauptbegriffe in Deutschland bisher konkurrenzlos sind, auch wenn das Buch in seiner Konzeption letztlich mit den drei englischsprachigen Bänden zumindest hinsichtlich der didaktischen Aufbereitung nicht mithalten kann. Der Vorteil, dass darin speziell in den hiesigen Diskursen vertraute Begriffe "definiert" sind, hebt sich mitunter wieder auf, wenn in einigen Beiträgen der Eindruck entsteht, dass bei der Definition einiger zentraler Begriffe der Blick auf die deutschsprachige Soziologie der frühen 1990er Jahre festgeschrieben wurde (oder einiges zu unkritisch nur dem eigenen Wirken verhaftet bleibt). Dies wird zum Teil noch erschwert, wenn Stichworte von den "Expert(inn)en" selbst geschrieben wurden, die zuweilen das jeweils "Vertretende" dann als besonders lobend/geeignet herausstellen und auf Grenzen der Methoden/Widersprüche des Konzepts oder auf ähnlich wissenswerte Einschränkungen nicht eingehen; eine Darstellungsweise, die wenig hilfreich ist, wenn sich Interessierte orientieren wollen (oder müssen). [37]

Im Zuge der Internationalisierung von Forschung gilt es hier entsprechend umzudenken bzw. den eigenen (deutschen, soziologischen) Blick zu erweitern (auch wenn als Grund für die Begrenzung angegeben wird, in einem "für Studierende erschwinglicher Preisbereich" bleiben zu wollen), ohne allerdings die eigene Geschichte Preis zugeben. Ein weiteres Manko der Hauptbegriffe sei hier nur angemerkt, dass nämlich – aller selbst auferlegten Begrenzungen zum Trotz – einige zentrale Stichwörter fehlen (Ethik, Metapher [der Eintrag Fokussierungsmetapher ist viel zu speziell], siehe weitere in der Tabelle). Umgekehrt scheinen einige andere Begriffe eher den "Leidenschaften" der Herausgeber geschuldet sind (z.B. Massenmedien, Medienkommunikation), als dass sie als "Hauptbegriffe" qualitativer Forschung erwartbar wären bzw. es wäre umgekehrt zu fragen, warum andere "Inhaltsfelder" (Identität, Selbst, Gender und vieles andere mehr) nicht bearbeitet wurden. Eine klarere, auf Methoden und Methodologie hin bezogene Auswahl (wie insbesondere bei JUPP) erscheint hier sinnvoller. [38]

Aber vielleicht stellt sich diese Frage nach Kaufalternativen zwischen diesen Bänden oder nach deren gemeinsamer Anschaffung (immerhin gemeinsam deutlich über 100 Euro) bald nicht mehr, denn recht bald wird – angekündigt für das Frühjahr 2008 – "The SAGE Encyclopedia of Qualitative Research Methods (herausgegeben von Lisa M. GIVEN) vorliegen. In dieser Enzyklopädie werden die meisten der in dem Raster angegebenen Begriffe aufgeführt und behandelt (ebenfalls kurz und bündig, wobei es zuweilen auch um längere Darlegungen mit 8.000 Worten geht, wie die Vorschau erkennen lässt). Auch werden hier neben den Fachtermini die für qualitative Forschende relevanten Ressourcen beschrieben, sei es die unterschiedlichen Programme für CAQDAS oder relevante internationale Journale (in der Vorschau vorveröffentlicht etwa die Beschreibung zu FQS). [39]

Inwieweit mit der Enzyklopädie – die eine inhaltlichen Strukturierung erkennen lässt; derzeit sind folgende Kapitelunterteilungen vorgesehen: Approaches and Methodologies / Arts-Based Research, Ties to / Data Analysis / Data Collection / Data Types and Characteristics / Dissemination / History of Qualitative Research / Participants / Quantitative Research / Ties to Research Ethics / Rigor / Textual Analysis, Ties to / Theoretical and Philosophical Frameworks) – gegenüber den hier besprochenen Bänden die neue Übersichtlichkeit eröffnet wird, wird sich erst zeigen müssen. Mit einem Kaufpreis von $425 handelt es sich allerdings um ein Produkt, das fast ausschließlich für Bibliotheken erschwinglich sein wird. [40]

6. Ausblick: … der "neue" Markt: Internetressourcen

Parallel zum Buchmarkt und seinem neuen Produkt "Nachschlagewerk" finden sich im Internet unterschiedliche Sammlungen. Zunächst ist hierbei zu denken an das ILMES, das Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung, das seit Ende der 1990er existiert (hauptverantwortlich: Wolfgang LUDWIG-MAYERHOFER von der Universität Siegen) und bei dem anzumerken ist, dass dort Stichworte zu qualitativer Methodik weit unterpräsentiert sind.6) Doch trotz dieser Einschränkung ist es eine recht gute Sammlung von über dreißig Begriffen der qualitativen Forschung. Es finden sich neben dem allgemeinen Eintrag zu Qualitative Forschung einige zentrale Begriffe für Forschung ungeachtet des jeweiligen Paradigmas, z.B.:

Zu den behandelten Begriffen der qualitativen Forschung im engeren Sinne finden sich folgende "bekannte"/vermutete Stichworte, aber auch unerwartete Begrifflichkeiten:

Anders als ILMES – nicht mehr vergleichbar den traditionellen Glossaren – ist Wikipedia mit seinen Stichwörtern und Abhandlungen; siehe z.B. die Kategorien

und einige zentrale Stichwörter:

In gewisser Weise bietet sich das Internet für eine Stichwortsammlung an. Denn diese – ob nun als Lexikon, Glossar oder ähnlich bezeichnet – erscheint in Analogie zur Buchform gesprochen am ehesten eine Loseblattsammlung, in der problemlos sich im Falle von Neuerungen/Ergänzungen die früheren Darstellungen austauschen (und durch die Aufnahme neuer Begriffe komplettieren) lassen, ohne dass immer wieder von Neuem ein Buch angeschafft werden müsste. [45]

Und das Internet eröffnet – bei Zugrundelegung einer klaren Struktur mit "Definition", "Explikation" "Evaluation" und "verwandte Begriffe" oder in Anlehnung an den von SCHÄFER vorgenommenen Einteilungsvorschlag mit "Kurzcharakteristik", "Zentrale Aspekte", "Methodische Stärke", "Problematische Aspekte", "Anwendungsgebiete" und weiterführende "Literatur" – eine ideale Umsetzungsform für Lexika. Denn durch die Verknüpfungen über Links werden die Bezüge direkter hergestellt und – je nach Technologie – auch visuell darstellbar. (Denkbar sind hier Programme, mit denen "Verwandtschaften" und "Associated Concepts" auch graphisch dargestellt werden können und sich je nach Begriff neue Cluster ergeben, was die Dynamik der Forschungsmethoden und der Methodologie durchaus abzubilden hilft.) Ob ein Internetlexikon in Form eines Wikis anzulegen und damit einer "demokratischen" Grundhaltung verpflichtet ist (mit Zugangs-/Bearbeitungsrechten für alle) oder ob es als zugangsgeschützter Bereich angelegt und dem Herausgeber(innen)band damit ähnlich bleibt oder, wie im Falle von ILMES, als von einem Betreiber geführtes Angebot (ähnlich dem Autor[inn]enbuch) konzipiert wird mit all den unterschiedlichen Vorlieben, Vorkenntnissen und theoretischen Verständnissen steht denjenigen, die sich für ein solches Unterfangen interessieren, frei … [46]

Anmerkungen

1) Der Klappentext der dritten Auflage besagt: "The dictionary entries are intended to serve as a guide to the methodological and epistemological concepts and theoretical orientations of qualitative inquiry". <zurück>

2) Der Verweis "see" meint bei SCHWANDT ebenso wie bei BLOOR und WOOD, dass ein Begriff zwar im Inhaltsverzeichnis aufgeführt ist, jedoch im Buch nicht als eigener Beitrag behandelt wird; es wird stattdessen auf einen "verwandten" oder "synonymen" Begriff hingewiesen. <zurück>

3) Für JUPP habe ich nur für qualitative Forschung bzw. für qualitative und quantitative Forschung relevante Terme (wie Deduction, Induction etc.) aufgenommen; dagegen habe ich auf jene Begriffe verzichtet, die nur der quantitativen Forschung zuzurechen sind, wie "Anova" etc. <zurück>

4) Die Begriffe aus BOHNSACK et al. sind nicht alphabethisch gelistet, sondern den englischen Begriffen zugeordnet. Einige damit einhergehende Schwierigkeiten können nicht ausbleiben, z.B. meint Documentary Methods anderes als "Dokumentarische Methode"; "Gruppendiskussion" ist nicht mit Fokus Groups gleichzusetzen etc.; Aktionsforschung wird in dem Band von BOHNSACK et al. ohne Berührung zu Action Research dargelegt; das für den anglo-amerikanischen Raum bedeutsame Participation taucht darin gar nicht auf; stattdessen ist Hälfte des Textes zu Aktionsforschung der Frage der "kommunikativen Validierung" gewidmet. Unberücksichtigt geblieben sind in der Tabelle: Bildinterpretation, Lebenskonstruktion, Lebensweltliche Ethnografie, Orientierungsmuster, Praxeologische Wissenssoziologie, Rekonstruktive Sozialforschung, Szenisches Verstehen. <zurück>

5) Ausführliche Darstellungen zur GTM können hier nicht vorgenommen werden; sie sind nachzulesen bspw. in KELLE (2005) oder im "Grounded Theory Reader" (MEY & MRUCK 2007), in dem Artikel, Interviews und Kommentare zur GTM zu finden sind u.a. von GLASER, STRAUS, CORBIN, BRYANT, KELLE, STRÜBING etc. <zurück>

6) Denn selbst – so LUDWIG-MAYERHOFER – wenn in "ILMES versucht [wird], die Methoden der empirischen Sozialforschung zu erschließen, einschließlich der Datenauswertung [und] 'Quantitative' und 'qualitative' (oder unstandardisierte) Forschungsmethoden […] gleichberechtigt behandelt werden [sollen], [hinkt] allerdings […] ILMES bei den qualitativen Methoden noch hinterher. Das hat damit zu tun, dass ILMES zunächst begleitend zu einer Lehrveranstaltung in 'quantitativen' Verfahren entwickelt wurde (und somit sind die elementaren statistischen Auswertungsmethoden teilweise ziemlich ausführlich dargestellt worden)." Aber LUDWIG-MAYERHOFER versteht "das ganze [als] 'Work in Progress'. Beiträge anderer Personen sind jederzeit gerne willkommen und sind schon jetzt in ILMES eingeflossen" (http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ueber_i.htm). <zurück>

Literatur

Buber, Renate & Holzmüller, Hartmut (Hrsg.) (2007). Qualitative Marktforschung. Theorie, Methode, Analyse. Wiesbaden: Gabler.

Flick, Uwe (Hrsg.) (2007). The qualitative research kit (8 Bände). London: Sage.

Flick, Uwe; von Kardorff, Ernst & Steinke, Ines (Hrsg.) (2004). Qualitative Forschung. Ein Handbuch (3. Auflage). Reinbek: Rowohlt.

Given, Lisa M. (Hrsg.) (2008/in Vorbereitung). The Sage encyclopedia of qualitative research methods. London: Sage.

Kelle, Udo (2005). "Emergence" vs. "forcing" of empirical data? A crucial problem of "grounded theory" reconsidered [52 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 6(2), Art. 27, http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-05/05-2-27-e.htm [Zugriff: 16.10. 2006].

Lamnek, Siegfried (2005). Qualitative Sozialforschung. Ein Lehrbuch (4. überarbeite Auflage). Weinheim: Beltz/PVU.

Mayring, Philipp (2002). Einführung in die qualitative Sozialforschung (5. überarbeitete und neu ausgestattete Auflage). Weinheim: Beltz/PVU.

Mey, Günter (Hrsg.) (2005). Handbuch Qualitative Entwicklungspsychologie. Köln: Kölner Studien Verlag.

Mey, Günter & Mruck, Katja (Hrsg.) (2007). Grounded Theory Reader (Reihe Historical Social Research Supplement, Band 19). Köln: ZHSF.

Mikos, Lothar & Wegener, Claudia (Hrsg.) (2005). Qualitative Medienforschung. Ein Handbuch. Konstanz: UVK.

Naderer, Gabriele & Balzer, Eva (Hrsg.) (2007). Qualitative Marktforschung in Theorie und Praxis. Wiesbaden: Gabler.

Schäfer, Jutta (1995). Glossar Qualitativer Forschung. Blaue Reihe. Veröffentlichungen des Berliner Zentrum Public Health, Nr. 95-1, http://bsph.charite.de/stuff/Blaue_Liste/1995-01_ger.pdf [Zugriff: 7.3.2008].

Zum Autor

Günter MEY

Kontakt:

Dr. Günter Mey

Institut für Qualitative Forschung
Internationale Akademie
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45
D-14195 Berlin, Deutschland

E-Mail: mey@qualitative-forschung.de
URL: http://www.mey.qualitative-forschung.de/

Zitation

Mey, Günter (2008). Die neue Übersichtlichkeit. Lexika, Glossare und Wörterbücher zu qualitativer Forschung. Review Essay: Michael Bloor & Fiona Wood (2006). Keywords in Qualitative Research. A Vocabulary of Research Concepts / Ralf Bohnsack, Winfried Marotzki & Michael Meuser (Hrsg.) (2006). Hauptbegriffe Qualitativer Forschung / Victor Jupp (Hrsg.) (2006). The SAGE Dictionary of Social Research Methods / Thomas A. Schwandt (2007). Dictionary of Qualitative Inquiry [46 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 9(2), Art. 5, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs080258.



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