Volume 7, No. 2, Art. 42 – März 2006

Editorial Note: Das Internet als "scholarly review resource". Einige Überlegungen zu E-Reviewing anlässlich des "Special Issue: FQS Reviews IV"1)

Günter Mey

Zusammenfassung: Rezensionen haben durch das Internet als Publikationsort und wegen der Besonderheiten des elektronischen Publizierens (insbesondere die Geschwindigkeit und die nicht limitierten Platzressourcen) eine wesentliche Aufwertung erfahren. In dem Beitrag werden – da das Rezensionswesen im Internet durch viele Online-Dienste verglichen mit anderen Angeboten relativ weit entwickelt ist – die wesentlichen Funktionen zusammengestellt sowie die zentralen Elemente von Rezensionen präzisiert. Diese Überlegungen werden ergänzt um Anmerkungen zur Hypertext-Strukturierung, zur Hybridisierung von Texten und zur Vernetzung von Informationen als genuin mit dem E-Publishing verbundene Möglichkeiten, die helfen könnten, die Orientierungs- und Evaluationsfunktion von Besprechungen zu erhöhen und damit auch generell zu einer besseren Qualitätskontrolle wissenschaftlicher Informationen und Publikationen beitragen könnten.

Keywords: Rezensionswesen, Peer Review, Hypertext, Qualitätskontrolle, Buchbesprechungen

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: von Buchnachrichten zu Online-Rezensionsdiensten

2. Funktionen

3. Rezensionen als "second-class citizen of scientific literature"

4. Rezensionen als eigenständige Beträge: "published peer reviews"

5. Standards

6. Spezifika der Textsorte Rezension

7. E-Publishing – E-Reviewing

7.1 Geschwindigkeit

7.2 Platz

7.3 Darstellungsformen – Manuskriptrichtlinien – Hypertext

7.4 Hybridisierung

8. Ausblick

Anmerkungen

Literatur

Autor

Zitation

 

1. Einleitung: von Buchnachrichten zu Online-Rezensionsdiensten

Rezensionen begleiteten von Beginn an die Entstehung und Etablierung von Wissenschaft in unserem heutigen Sinne: "The earliest journals, commenced in the major European countries in the latter part of the seventeenth century, consisted for the most part of book notices" (NICOLAISEN 2002, S.129). Heute bilden sie einen festen Bestandteil wissenschaftlicher Kommunikations- und Publikationspraxis: Es gibt kaum eine Fachzeitschrift, die nicht zumindest von Zeit zu Zeit Besprechungen veröffentlicht. Viele Journals halten für Rezensionen eine eigene Rubrik vor, und es gibt für viele Disziplinen auch eigens auf Rezensionen spezialisierte Zeitschriften. [1]

Hinzu gekommen sind mit dem Internet als neuem Medium für die Publikation und die Distribution wissenschaftlicher Informationen eine Fülle an Rezensionsdiensten, die für unterschiedliche Wissenschaftsfelder wichtige "Institutionen" geworden sind. Einige aus Deutschland stammende Dienste seien beispielhaft erwähnt:

  • Zwei profunde Angebote in den Geschichtswissenschaften sind H-Soz-u.-Kult (dazu HOHLS & HELMBERGER 1999; HOHLS 2004) und das Rezensionsjournal Sehepunkte (HELMBERGER 2003), hervorgegangen aus "Perform", das sich auf die europäische Frühzeit spezialisiert hatte.

  • Im Bereich Kunstgeschichte sind zwei zentrale Dienste zu nennen: Kunstform und der Rezensionsdienst der Virtual Library Museen (VL-Museen, Deutschland) mit Besprechungen zu Ausstellungskatalogen bzw. Publikationen.

  • Der Schwerpunkt Literaturwissenschaften findet sich in den Online-Rezensionen des IASL (Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur) und des Literaturforum Literaturkritik.de, in dem bisher fast 8.000 [!] literarische und kulturwissenschaftliche Neuerscheinungen besprochen wurden.

  • Für das Themenfeld "Soziale Arbeit" – und im weiteren Sinne "Sozialwesen" – bietet das Internetportal Socialnet ein Rezensionsforum mit derzeit über 2.000 Besprechungen (siehe KÄHLER & KOCH 2003).

  • Querelles-net hat sich als Rezensionsdienst für Frauen und Geschlechterforschung etabliert.

  • In FQS (Rubrik Reviews) finden insbesondere Besprechungen zu dem genuinen Schwerpunkt "Qualitative Methoden/Methodologie" Eingang; darüber hinaus aber auch solche zu den Themenfeldern "Kultur/Identität" und "Online-Forschung/Neue Medien" sowie vereinzelt "Theorie-Positionen", "Gesundheit/Medizin" oder "Arbeit/Organisation", sofern in den (überwiegend empirischen) Arbeiten Bezüge zu qualitativer Forschung erkennbar sind (siehe auch MEY & MRUCK 2002). Seit April 2000 wurden ca. 300 referierte Rezensionen und Rezensionsaufsätze veröffentlicht und mit der aktuellen Ausgabe ist das nun bereits vierte "Special Issue FQS Reviews" erschienen, um mehr Aufmerksamkeit auf Besprechungen zu lenken; zuvor die Ausgaben FQS 2(2) herausgegeben von MEY und MRUCK (2001), FQS 3(4) von MEY und JONES (2002) und FQS 5(1) ebenfalls MEY und JONES (2004). [2]

2. Funktionen

Rezensionen stellen (und zwar ungeachtet ihres Publikationsortes) ein wichtiges "Steuerungsinstrument" dar, weil sie eine "Orientierung über wichtige Publikationen sowie Trends der Fachszene" ermöglichen (KÄHLER & KOCH 2003, S.261f). Mit Blick auf die am Rezensionswesen beteiligten Akteure lassen sich einige wesentliche Funktionen von Rezensionen genauer spezifizieren (siehe MEY 2000, 2002a; KÄHLER & KOCH 2003):

  • Lesende von Rezensionen erwarten, über Neuerscheinungen informiert zu werden und eine (Kauf-, zumindest eine Lese-) Empfehlung zu erhalten. Dies vor allem auch, weil mittlerweile alle (Teil-) Disziplinen so heterogen sind, dass ein umfassender und auf das jeweilige Gebiet beschränkter Überblick für einzelne Wissenschaftler(innen) schwierig ist; und sie erwarten auch, auf "entlegene", angesichts eines immer unübersichtlicheren Marktes schwer zugängliche Literaturen aufmerksam gemacht zu werden.

  • Schreibende, die in der Regel kein Honorar erhalten2), können als "Expertinnen" und "Experten" in einem Themenfeld sichtbar werden, sich "positionieren" und – nebenbei (?!) – auch auf ihre eigenen Publikationen hinweisen bzw. diese einem breiteren Publikum bekannt machen (zuletzt genannter Aspekt ist zwar nicht unbedingt von den Rezensionsdiensten intendiert, kann aber nicht ausgeschlossen werden).

  • Autor(inn)en/Herausgeber(inne)n der besprochenen Medieneinheiten mag es insbesondere darum gehen, dass ihr "Werk" – und damit ihre "Expertise" – in der Scientific Community publik gemacht und ihre Arbeit gewürdigt wird.

  • Verlagen dürfte zuvorderst wichtig sein, dass sich die von ihnen vertriebene Medieneinheit (gegenüber anderen) am Markt durchsetzt (was deren Bekanntheit voraussetzt). Rezensionen können eine (bis auf die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars) kostenlose Werbung sein, z.B. indem in Prospekten (oder auf den Websites der Verlage) Auszüge aus den Besprechungen platziert werden, teilweise werden Zitate auch (bei Wiederauflagen) auf dem Buchrücken gedruckt. – Alles selbstredend nur im Falle einer positiven Evaluation.

  • Redakteur(inn)e(n)/Redaktionsdienste versuchen sich ihrerseits auf dem Markt als Review-Ressource zu positionieren/etablieren. Daneben sind Redaktionsangehörige – wie die Lesenden auch – an Informationen interessiert:

    "I say a lot about the technicalities of editing book reviews, but do not mention how interesting it is to learn about all of the reviewed books too. The job not only makes me aware of many more books than I otherwise would, but also makes me think about what the reviewer is saying about what the book's author is saying" (JONES, 2002, Abs.4). [3]

Angefügt sei noch, dass durch die freie Verfügbarkeit der Rezensionen als Open Access-Veröffentlichungen zusätzlich ein Impact-Zugewinn für alle Beteiligten (vom Verlag bis zum Rezensionsdienst) zu verzeichnen ist, da eine viel größere Sichtbarkeit erreicht wird, die mit traditionellen Vertriebsmodellen – gerade für kleinere Verlage und via kleiner Zeitschriften – so nicht erreicht werden kann (siehe dazu HARNAD 2003). [4]

3. Rezensionen als "second-class citizen of scientific literature"

Doch auch wenn Rezensionen aus den Wissenschaften nicht mehr wegzudenken sind – auch weil sich ein Markt aus Anbietern (Verlage, Rezensionsdienste) und Nutzenden (Lesende, Schreibende)3) herausgebildet hat – gelten sie dennoch größtenteils als Textsorte minderer Qualität (und entsprechend schwierig ist es zuweilen, Rezensierende zu finden). RILEY und SPREITZER (1970) sprechen deshalb von der "second-class citizen of scientific literature". Ursache hierfür ist u.a. die Annahme, in Besprechungen fänden sich lediglich die "Privatmeinungen" der Rezensierenden (z.B. SABOSIK 1988) oder Rezensionen würden "missbraucht", um z.B. (befreundeten) Kolleg(inn)en gefällig zu sein bzw. um umgekehrt (konkurrierende) Kolleg(inn)en in der Öffentlichkeit zu attackieren und bloß zu stellen.4) [5]

Nicht zuletzt solche Einschätzungen (die weit verbreitet sind und für die sich leider rasch auch Belege finden lassen) sind verantwortlich dafür, dass das Rezensieren anders als andere wissenschaftliche Tätigkeiten (Verfassen von Artikeln, Begutachtung von Zeitschriftenbeiträgen und Forschungsanträgen) bislang wenig Akzeptanz findet. Dies wird insbesondere darin deutlich, dass Rezensionen bei der Bewertung/Anrechnung von Leistungsdaten, die an Universitäten für die Qualitätskontrolle erhoben und verstärkt für die Zuweisung von Haushaltsmitteln eingesetzt werden, keine Berücksichtigung finden. So werden Besprechungen in dem Vorschlag zur "Evaluation der erziehungswissenschaftlichen Forschung und Lehre" (dokumentiert in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft; GOGOLIN 2004) explizit aus dem Kreis der "meldepflichtigen" und "zu bewertenden" Veröffentlichungen ausgesondert.5) [6]

4. Rezensionen als eigenständige Beträge: "published peer reviews"

Mit der Rezeption von Rezensionen als "second class"-Beiträgen geht allerdings verloren, dass wissenschaftlichen Rezensionen und der Tätigkeit des Rezensierens eine vergleichbare Rolle zukommen kann wie dem "Peer Review", dessen Ursprung ebenfalls im 17. Jahrhundert mit der Publikation der "Philosophical Transactions of the Royal Society of London" zu lokalisieren ist und das sich bereits Mitte des 18. Jahrhunderts als formalisierte Praxis der Qualitätskontrolle durchgesetzt hat (siehe SCHAFFNER 1994; zusammenfassend zu Peer Review hinsichtlich der "digitalen Zukunft" siehe MRUCK & MEY 2002). [7]

Während Peer Reviews (zumeist) unveröffentlichte Stellungnahmen zu unveröffentlichten Artikeln sind, können Rezensionen als veröffentlichte Peer Reviews zu veröffentlichten Publikationen bezeichnet werden (siehe auch HYLAND 2000). Zwar haben Rezensionen nicht die Möglichkeit – wie im Falle des Peer-Review-Verfahrens – Publikationen wegen ungenügender Qualität zu verhindern, aber es besteht immerhin die Möglichkeit, eine veröffentlichte wissenschaftliche Publikation nachträglich zu evaluieren. Und zumindest in einem Fall (es mag weitere geben, die mir nicht bekannt sind) haben diese "veröffentlichten Peer Reviews" dazu geführt, dass ein besprochenes Buch von einem Verlag zurückgezogen wurde und in überarbeiteter (korrigierter!) Auflage erschienen ist (siehe dazu auch Katja KOCH in diesem Band). Dieser (Ausnahme-) Fall zeigt, welche Potenz Rezensionen haben (können).6) [8]

Über diese "Bewertungsfunktion" hinaus (und ohne deren Möglichkeiten zu überschätzen, denn die meisten veröffentlichen Publikationen werden zumindest nicht so massiv von Rezensionen tangiert wie in dem so eben erwähnten Fall) kommt Rezensionen eine weitere wichtige Funktion zu: Sie können prinzipiell als "eigenständige Beiträge" angelegt werden, indem die Arbeiten der "Peers" synthetisiert und kritisch gewürdigt werden und hiervon ausgehend zur Entwicklung neuer Ideen sowie zur Weiterentwicklung von Theorien und Forschungsfragen beigetragen wird (siehe SPINK, ROBINS & SCHAMBER 1998); ein Profil also, dass wir in FQS von Beginn an umzusetzen versucht haben und immer wieder zu betonen nicht müde geworden sind (und nicht müde werden). [9]

5. Standards

Damit Rezensionen für die Wissenschaften wesentliche Funktionen wie die zuvor genannten erfüllen (können), müssen auch für die Rezensionen selbst Kriterien formuliert und Standards eingehalten werden. In diesem Sinne heißt es etwa in der Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben in GO – Geschichte Online, eine wissenschaftliche Rezension solle

"die vollständigen Titelangaben beinhalten; eine inhaltliche Zusammenfassung eines Textes bringen; angeben, ob die Zielsetzungen des/der Autors/Autorin erfüllt wurden; die zentralen Thesen herausstreichen und kritisch reflektieren; die Untersuchungsmethoden und -techniken und ihre empirische Umsetzung darstellen; den Standpunkt des/der Autors/Autorin bestimmen; den innovativen wissenschaftlichen Wert des Werkes reflektieren; einen Text mit anderen Veröffentlichungen vergleichen; die sprachliche Qualität und die Vermittlungsweise beschreiben; die Aufbereitung der Untersuchungsergebnisse kritisieren; eine begründete Empfehlung zur Lektüre aussprechen." [10]

Die Ausführlichkeit, in der Informationen geboten werden, hängt von der Art der Besprechung ab. Hier finden sich in der Rezensionspraxis unterschiedliche "Formate": die "Kurzbesprechung" (englisch: Brief Review), in der die zu besprechende Publikation synoptisch vorgestellt wird; dann die "Rezension" (Review bzw. seltener auch als Review Note bezeichnet) als eine gründliche Darlegung der Medieneinheit, und schließlich der "Rezensionsaufsatz" (Review Essay), in dem bezogen auf das jeweilige Forschungsfeld eine weitergehende Auseinandersetzung/Integration geleistet wird. [11]

Wissenschaftlichen Besprechungen kommt – wenn sie "good scholarly reviews" sein sollen – ungeachtet ihres Formats nicht nur eine "Berichtspflicht [zu], wonach die Besprechung dem Leser das Buch vorstellen muß: in seiner Zielsetzung, Anlage (Gliederung, Argumentationslinie) und Ergebnissen" (JÄGER 2001, unpag.), sondern es geht um eine begründete Bewertung der besprochenen Publikation, d.h. diese ist "in den Kontext der einschlägigen Fachdiskussion (Erkenntnis-, Problemstand) zu stellen" (a.a.O.; siehe schon SARTON 1960). Aufgabe der Rezensierenden ist deshalb nicht nur,

"[to] inform readers of the particular book, dealing with it as though it were the only book in the area of study. But rather, it enables the readers to know a book and the judgement of the reviewer of it in relation to other books in the same area and to similar topics treated in them" (MIRINDA 1996, zit. nach NICOLAISEN 2002, S.134).7) [12]

Ganz ähnlich unterstreichen die Herausgeber von H-Net-Review: "as with any good scholarly review, your analysis should make reference to related sources, and should help readers consider how the material or presentation being evaluated fits within its discipline".8) [13]

Zusammenfassend ist mit einer solchen Perspektive, wie auch JÄGER (2001) heraushebt, ein Buch eben nicht nur "an seinen eigenen Vorgaben (Zielsetzung, Hypothesen) zu messen", sondern ebenso ist zu fragen, "wie sich die erbrachten Resultate vor dem Hintergrund der – konstitutiv zu knappen – wissenschaftlichen Ressourcen eines Faches oder einer Fachrichtung ausnehmen". Allerdings sei, wie er zu bedenken gibt, "[n]icht jede Schließung einer 'Forschungslücke' ... des derob betriebenen Aufwandes wert". [14]

Zusätzlich zu den hier angeführten Standards hebt Kip JONES (2006) – der Assoziierte Herausgeber FQS-Reviews (Englisch) – hervor, dass die Reviews selbst Kriterien guter Texte erfüllen sollten. JONES zielt mit seinem Bemühen, "Book Review as 'Performance'" zu verstehen, auf einen Dialog zwischen Rezensierenden, dem begutachteten Schreibenden und den Lesenden, was auch Konsequenzen für das Formulieren von Kritiken zeitigt:

"Better would be a sense that the reviewer is inviting the reader to join her/him on a journey, attempting to draw the reader in by establishing common ground and exploring the book together. When the reviewer stops arguing and starts writing, the possibility is created for the reviewer to show the most integrity and imagination. In such efforts, reviewers become willing to reveal their own vulnerability and, therefore, engage in dialogue with the readership on a personal plane. By acknowledging more of her/his uncertainties as well as certainties, the reviewer stands a better chance of reaching others at the level of mutual understanding and shared experiences" (a.a.O., Abs.13). [15]

6. Spezifika der Textsorte Rezension

Um Rezensionen von anderen wissenschaftlichen Publikationen abzugrenzen und als spezifische Textform zu charakterisieren, lassen sich "Rahmenelemente" benennen (siehe als Übersicht Tabelle 1). Diese finden sich verstreut in Abhandlungen über das Rezensionswesen (z.B. JÄGER 2001; MEY 2000, 2002a) und in "Anforderungskatalogen" zum wissenschaftlichen Schreiben (THOMAS o.J.; "GO – Geschichte online"), oder sie können auch aus Analysen von Rezensionen rekonstruiert werden, in denen typische formale und inhaltliche Strukturierungen befolgt werden (siehe MOOTHA-ROTH 1998; zusammenfassend NICOLAISEN 2002). Im Wesentlichen können Rezensionen durch drei Basisfunktionen (mit jeweils "formalen" und "inhaltsbezogenen" Merkmalen) charakterisiert werden: Es gilt, dass in einer Rezension über die zu besprechende Publikation ausreichend informiert wird, dass eine darauf aufbauende evaluative Stellungnahme und dass eine über die Publikation hinausgehende Kontextualisierung des Forschungsfeldes erfolgt.



Abb. 1: Charakteristika der Textsorte Rezension – Aufbau und Telelemente von Rezensionen [16]

Auch wenn wissenschaftliche Besprechungen durchaus Freiheitsgrade hinsichtlich der Gestaltung aufweisen, ist bedeutsam, dass diese Rahmenelemente Berücksichtigung finden und weitestgehend eingehalten werden. Die Rahmenelemente sind wesentlich zur Einschätzung der Qualität und Evaluation von Rezensionen, d.h. von hier aus ist es auch möglich, einen Versuch zu unternehmen, "gute" (also die Kriterien erfüllende) und "schlechte" (die Kriterien nicht ausreichend erfüllende) Rezensionen zu unterscheiden. Auch sind mit diesen Definitionen die Rollen und Aufgaben der direkt Beteiligten mit festgelegt mit den Anforderungen an die Rezensierenden auf der einen Seite und den Erwartungen der Lesenden auf der anderen Seite; der Redaktion bzw. dem Rezensionsdienst obliegt es, auf die Einhaltung der Standards zu achten.9) [17]

Es gibt allerdings teilweise Vorgaben für Besprechungen – z.B. Umfang von 150 bis 500 Zeichen –, die die Aussicht, gehaltvolle Besprechungen zu veröffentlichen/zu lesen, unterlaufen: Hier handelt es sich um in Textform gebrachte Inhaltsverzeichnisse oder um kurze Abhandlungen mit wenig Informationswert, aus denen die besonderen Leistungen oder Versäumnisse des besprochenen Werkes nicht hervorgehen; teilweise lesen sich solche Besprechungen wie "verlängerte" Klappentexte oder Verlagswerbungen; also allesamt Beleg für Besprechungen, die dem "second-class citizen of scientific literature"-Typus zuzuordnen sind. [18]

In anderen, eher traditionellen Besprechungen wird hingegen der Vorstellung und Darlegung des Buchinhaltes viel Raum gewidmet, dagegen fällt die Lokalisierung der Publikation und deren Evaluation eher knapp aus; zumeist wird lediglich ein kurzes Fazit hinten angestellt. Am ehesten lassen sich diese Texte als informative Zusammenfassungen klassifizieren (deren Vorzug für Lesende darin besteht, ausführliche Informationen zu erhalten, deren Bewertung allerdings selbst vorgenommen werden muss, was voraussetzt, dass Lesende Kenntnisse im rezenten Themenfeld aufweisen). [19]

Als "good scholarly reviews" können Rezensionen angesehen werden, die als eigenständige Beiträge ihrer Funktion als Peer Review nachkommen und eine begründete Einschätzung der Publikationen geben, indem eine angemessene Darlegung des Forschungskontextes unter Hinzuziehung weiterer Literatur und damit eine notwendige "Kontextualisierung" in dem Forschungsfeld, dem sie angehören, geleistet wird. Entsprechend werden in solchen Rezensionen über die Analyse von Stärken und Schwächen der Veröffentlichung hinaus Forschungsperspektiven für das jeweilige Themenfeld herausgearbeitet. Über diese Besprechungsformen hinausgehend – und nur noch schwerlich der Textsorte Rezension zuzurechnen – sind Abhandlungen, in denen das zu bewertende Buch kaum noch im Fokus steht (damit wäre der Standard der "Berichtspflicht" unterlaufen), sondern nur Anlass ist, zentrale Diskussionspunkte in dem Themenfeld, dem die Publikation zugehört, zu beleuchten. [20]

Welches Format auch immer gewählt wird (nicht jede Besprechung muss/kann als langer Rezensionsaufsatz abgefasst werden) und in welcher Weise die einzelnen Rahmenelemente zur Geltung kommen: Es ist erkennbar, dass mit Hinblick auf die Definition von "good scholarly reviews" Texte umfänglicher anzulegen sind. Diese Forderung ist im Rahmen vieler Printzeitschriften kaum umsetzbar, außer wenn es sich um auf Rezensionen spezialisierte Zeitschriften handelt. Anders verhält es sich mit Rezensionsbeiträgen im Internet: Die Textsorte Rezension als "good scholarly reviews" hat – so scheint es – erst mit dem Internet überhaupt eine Chance erhalten, wirksam zu werden bzw. es bildet sich im Internet ein eigener Sektor, den es "zu Printzeiten" so nicht gegeben hat (und erklärt auch möglicherweise den "Erfolg", den die eingangs beschriebenen Rezensionsdienste haben, wobei die in den diversen "Diensten" angebotenen Texte der obigen "Klassifikation" entsprechend auch zuweilen "brief reviews" zulassen, dafür allerdings diese wiederum in einer Fülle, die für Printzeitschriften schwerlich realisierbar wäre). [21]

7. E-Publishing – E-Reviewing

Argumente für das E-Publishing finden sich vielerorts beschrieben. Im Wesentlichen wird – neben der ortsunabhängigen Verfügbarkeit (einen PC mit Netzzugang und Open Access oder entsprechende Ressourcen vorausgesetzt) – insbesondere auf die Flexibilität und Schnelligkeit des Mediums Internet hingewiesen, denn entgegen dem genau kalkulierten Platz in Printzeitschriften stehen im Falle von Online-Veröffentlichungen flexible Platzressourcen und Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Damit kann jeder Beitrag so gestaltet werden, wie es – aus Sicht der schreibenden Autor(inn)en und bezogen auf die jeweils behandelten inhaltlichen Gegenstände – notwendig und sinnvoll erscheint. Als weiteres Surplus kommt hinzu, dass die Beiträge direkt veröffentlicht werden können und dann weltweit verfügbar sind – entgegen den gebundenen Veröffentlichungsfristen im Printsektor und der begrenzten Zugänglichkeit in Bibliotheken aufgrund lokaler Zufälligkeiten und eingeschränkter Budgets.10) Darüber hinaus ist das Internet ein (zumindest potenziell) interaktiver Raum, in dem unterschiedliche Beteiligte (Lesende, Schreibende, Redaktion) direkt(er) miteinander in Beziehung treten können. [22]

Diese Netzcharakteristika sind für die wissenschaftliche Information und Kommunikation im Allgemeinen und für das wissenschaftliche Rezensionswesen im Besonderen nutzbringend. Stellvertretend für viele im Internet vorfindbare Rezensionsdienste sollen hier Mark KORNBLUH (Managing Editor) und James SLEIGHT (Assistant Editor) von H-Net Reviews zitiert werden, die das Netz sehr früh als "scholarly review resource" entdeckt haben und die "Aufbruchstimmung"11) und "Neu-Justierung" markieren in ihrer Lobrede für die Potenziale des E-Reviewing, das sich in ähnlichem Wortlaut mittlerweile auf vielen Websites beschrieben findet:

"H-Net Reviews bring a new dimension to the world of academic publishing. Our reviews are published online via discussion networks and the H-Net web site. This permits our reviews to reach scholars with a speed unmatched in any other medium. It also makes a new kind of interactivity possible, as reviewers, authors and readers engage in discussions of the reviews online. Through the power of e-mail and the web H-Net has helped pioneer online scholarly reviewing." [23]

In den Review Guidelines von H-Net Reviews werden weitere Vorteile von Online-Rezensionen spezifiziert:

  • "While print journals generally take a year or more to review new works, H-Net obtains and distributes professional reviews in a matter of months."

  • "With no printing costs involved, reviewers are able to write in more depth analyses than most print journals would allow."

  • "Discussion lists are able to arrange simultaneous reviews by several reviewers ..." und

  • "... authors are encouraged to respond to reviews and discuss their work publicly, engaging in a public forum with their reviewers." [24]

Die von KORNBLUH und SLEIGHT (und von vielen anderen Rezensionsdiensten und auch im Rahmen von FQS) betonten Potenziale des E-Reviewing werden jedoch in der Rezensionspraxis sehr unterschiedlich umgesetzt. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit FQS Reviews besteht trotz unterschiedlicher Bemühungen nach wie vor eine – zum Teil erhebliche – Kluft zwischen der formulierten Programmatik und der dann vorfindbaren Rezensionspraxis. Einige kursorische Beobachtungen – die z.T. auch für die aktuelle Ausgabe zutreffen – sollen dies verdeutlichen helfen. [25]

7.1 Geschwindigkeit

Peter HELMBERGER (2003, Abs.16) prognostiziert, dass sich zukünftig – wenn die "E-Journals in Inhalt und Form auf Qualität achten" (ein Trend, der sich, dies sei betont, weiter verstärken wird) und wenn Rezensionen technisch aufwändiger werden – der zeitliche "Nachteil" von Printmedien im Verhältnis zu Online-Publikationen zwar nicht egalisieren, jedoch relativieren wird. Zu beachten bleibt allerdings, dass die Geschwindigkeit, mit der Rezensionen veröffentlicht werden und damit die Zeitstrecke zwischen dem Erscheinen einer Publikation und ihrer Besprechung, nur zu einem Teil eine technische Frage ist, die die Zeit zwischen Eingang der Rezension und ihrer Veröffentlichung betrifft. Technische Entwicklungen bei der Produktion und Aufbereitung von Texten ereignen sich unablässig (z.B. erfolgt in FQS die Texttransformation in das XML-Format mittlerweile automatisiert). Doch jenseits der notwendigen technischen Entwicklung wird es auch zukünftig wichtig sein, wie viel Zeit die Rezensierenden benötigen, die Texte zu erstellen und wie viel Zeit die Redaktionen aufwendet, diese zu begutachten und aufzubereiten. Die Redaktionsarbeit gilt es entsprechend auszurichten; ansonsten würde das Argument der "schnellen Veröffentlichung" konterkariert. Bedeutsam ist aber, dass sich die "Redaktionsarbeit als Kommunikationsarbeit" (MEY 2003) über den gesamten Zeitraum von der Vergabe bis zur Veröffentlichung erstreckt. In der aktuellen Ausgabe sind zwar eine Vielzahl an Besprechungen erschienen, die im zeitlichen Rahmen (der von uns veranschlagten sechs Monate nach Zugang der Medieneinheit) eingereicht wurden, aber auch einige Besprechungen, zu denen wir das Besprechungsexemplar bereits vor fast eineinhalb Jahren verschickt hatten.12) [26]

7.2 Platz

Angesichts des zur Verfügung stehenden Platzes für Netzpublikationen haben Redaktionen sich drei – teilweise gegenläufigen – Tendenzen zu vergegenwärtigen: Autor(inn)en, die noch unerfahren mit Online-Publikationen/-Publizieren sind13), fertigen Besprechungen an, die weitestgehend denen entsprechen, die auch in Printjournalen mit geringem Umfang veröffentlicht werden könnten, das heißt sie nutzen nur bedingt die Möglichkeit tiefer gehender Analysen und ausführlicherer Darlegungen. Insbesondere in der Anfangszeit von FQS hatten wir viele Einreichungen, die eher knapp gehalten waren; einige Autoren und Autorinnen merkten es eigens (zumeist entschuldigend) an, wenn sie längere Texte schickten. Mittlerweile sind solche sehr knappen Einreichungen selten geworden, auch weil bekannt ist, dass in FQS bevorzugt ausführliche Rezensionen veröffentlicht werden, die den Standards von "good scholarly reviews" genügen.14) Diese Präferenz für ausgiebigere Rezensionen spiegelt sich auch daran wider, dass in der vorliegenden aktuellen Ausgabe einige Besprechungen abermals sehr umfassend ausgefallen sind (eine davon mit fast 30 Druckseiten; alle Besprechungen zusammen bemessen weit mehr als 200 Druckseiten). [27]

Gleichzeitig gilt aber auch, dass ein "Mehr an Platz" nicht von vornherein ein "Mehr an Qualität" bedeuten muss: In einer etwas länger zurückliegenden Diskussion Wissenschaftliche Kommunikation in der Kontroverse auf IASL-online wurde dies in "drei provokante[n] Thesen" formuliert: "Besprechungen in elektronischen Medium seien [1] viel zu lang, neigen daher zur [2] Geschwätzigkeit und zur [3] Unterkomplexität" (Herausgeber IASLonline 2001). [28]

Allerdings ist hier eine Redaktion gefordert, ihrerseits die Rezensionen zu begutachten und Überarbeitungen anzumahnen. Dies gilt auch bezogen auf den (mitunter heterogenen) Adressatenkreis (wie im Falle von FQS mit sehr unterschiedlichen disziplinären Zugehörigkeiten) und zeitigt für die Anlage von Buchbesprechungen Konsequenzen. Die Redaktion der Rezensionszeitschrift Contemporary Psychology15) (o.J.) spricht eigens von der Aufgabe "to teach the reader" um zu verdeutlichen, dass spezialisierte Rezensionen zu vermeiden sind; stattdessen werden Besprechungen verlangt, die einen breiten Interessentenkreis ansprechen. Die hier geforderte Entspezialisierung darf nicht als "Simplifizierung" missverstanden werden, sondern sie zielt auf eine Darstellung, die Interessierten den Nachvollzug erlauben soll und den Rezensierenden abverlangt, und die die Möglichkeit bietet, jenseits festgestanzter Schablonen und Paraphrasen ein Themenfeld aufzubereiten. [29]

7.3 Darstellungsformen – Manuskriptrichtlinien – Hypertext

Weitgehend unberücksichtigt bleibt die Möglichkeit, Online-Publikationen dem Medium entsprechend zu gestalten; mithin scheint es, als ob sich lange Zeit noch kein (einheitliches?) Format für Online-Rezensionen herausgebildet hat. In vielen Fällen finden sich nicht gestaltete Texte, die ins Netz gestellt (in diesen Falle wäre treffender: dort "abgelegt") werden. [30]

Verglichen mit den zumindest umrisshaft gegebenen Richtlinien, mit denen versucht wird, die inhaltlichen Ansprüche an good scholarly reviews zu formulieren (bzw. tlw. zu definieren), finden sich bezogen auf die formale Gestaltung zumeist nur einige allgemein gehaltene und recht vage Empfehlungen, z.B. heißt es in den Richtlinien für Rezensenten von Kunstform: "Sie erhöhen die Lesbarkeit Ihres Textes am Bildschirm, wenn Sie kürzere Sätze formulieren und mehr Absätze einfügen. Bitte kennzeichnen Sie die Absätze durch eine Leerzeile." [31]

Es fehlen häufig "Vorgaben" bzw. Präzisierungen (und damit eine notwendige Sensibilisierung) für das Format von Online-Rezensionen, die die Lesbarkeit am Bildschirm unterstützen und den besonderen Rezeptionsweisen/-möglichkeiten elektronischer Dokumente Rechnung tragen. [32]

In FQS haben wir sukzessive zumindest einige Mindeststandards zu etablieren versucht16) (z.B. Abstract17) und Keywords18) zur raschen Information, Substrukturierung des Textes mittels aussagekräftiger Überschriften – und damit insgesamt eine formale Gleichstellung der Rezensionen mit allen anderen Texten in FQS). Intention war es, teilweise an die Lesegewohnheiten in Printmedien anzuknüpfen und gleichzeitig die Potenziale elektronischen Publizieren zu nutzen.19) [33]

7.4 Hybridisierung

Allerdings sind die häufig genutzten und angeführten Vorteile von Internetveröffentlichungen wie flexible Platzressourcen und die Möglichkeit zeitnahen Veröffentlichens zunächst relativ unspezifisch – verglichen mit der für elektronisches Publizieren möglichen Hypertext-Strukturierung, mit der verschiedene Textsegmente und verschiede Dateiformate (z.B. Audio-/Video-Dateien) miteinander verbunden werden können, und bei der die Leseabfolge eines Textes nicht mehr vorgegeben ist. – Diese Schreib- (und Lese-) Option ist erst für Online-Dokumente realisierbar (und übersteigt die Nutzung von Querverweisen in Printtexten bei weitem). Die Textsorte Rezension bietet sich aufgrund ihrer (in der Tabelle 1 zusammengestellten) Rahmenelemente besonders für die Nutzung einer Hyperstruktur an, entlang derer unterschiedliche Texte als Vorder- und Hintergrundinformation angeboten werden, wobei den Lesenden überlassen wird, welche Texte eingesehen werden.20) [34]

Auch könnte das komplette Inhaltsverzeichnis (in einer Extra-Datei) zur Verfügung gestellt werden, z.B. auch durch einen Link auf Verlagsseiten, da dort – neben der Möglichkeit, eine Medieneinheit zu erstehen – oft das Inhaltsverzeichnis und eine Kurzbeschreibung vorgehalten wird. Über solche Verlinkungen käme den Rezensionen noch mehr Aufmerksamkeit zu, sie würden einen direkten Zugriff auf das besprochene Buch eröffnen. [35]

Der Stellenwert einer Rezension kann aber auch noch über eine andere "Schnittstelle" erhöht werden. So könnten mittels der online verfügbaren Bibliothekskataloge alle zu bestimmten Titeln vorhandenen Besprechungen und weiteren Ressourcen eingebunden werden. Die Vorteile sind offensichtlich: Lesende könnten die Bibliothekskataloge für ihre Recherchen nutzen; sie würden im Vorfeld (vor der Ausleihe bzw. dem Kauf) Informationen erhalten; sie hätten – sofern mehrere Rezensionen vorliegen – die Möglichkeit, sich über Kontroversen zu informieren; sie könnten sich (da Rezensionen vom Rezensionsjournal Contemporary Psychology zurecht als "sources of ideas" verstanden werden) in ihrer eigenen Arbeit darauf beziehen; und es wäre vor dem Hintergrund anhaltender Forderungen nach interdisziplinärer Forschung eine Kenntnisnahme auch unterschiedlicher disziplinärerer Sichtweisen leichter zugänglich. [36]

Die Verknüpfung von Katalog und Rezensionsdienst wurde im Sommer 2003 erstmals zwischen IASL-online und dem Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen umfassend) realisiert und als "völlig neuartige Publikationsform" (so die Pressemitteilung) propagiert:

"Die Rezensionsaufsätze werden nicht mehr wie bisher gewissermaßen 'auf Vorrat' in einzelnen Zeitschriftenheften veröffentlicht, sondern dem Informationssuchenden in genau dem Augenblick angeboten, wo er sie braucht – nämlich dann, wenn er zu einem im Katalog gefundenen Titel mehr wissen möchte." [37]

Mittlerweile werden auch die Besprechungen des Rezensionsjournals "Sehepunkte" im Katalog der Bayrischen Staatsbibliothek angezeigt (unter der Rubrik: Neuerwerbungsdienst), und die Rezensionen werden damit bei einer Literaturrecherche gefunden. Und umgekehrt "stehen die Rezensionen ihrerseits an einer Schnittstelle der Recherche. Bei Sammelbänden können die Inhaltsverzeichnisse eingesehen werden, die Bücher selbst können über den Karlsruher Virtuellen Katalog direkt recherchiert, Aufsätze über den Literaturlieferdienst subito bestellt werden" (HELMBERGER 2003, Abs.22). [38]

Um ein solches Portal aufzubauen bzw. die bestehenden Bibliotheks-Online-Kataloge zu nutzen und zu verknüpfen, damit nicht unterschiedliche Kataloge durchsucht werden müssen, sondern verfügbare Rezensionen über verschiedene Kataloge nachgewiesen werden und gefunden werden können, sind neben technischen und finanziellen insbesondere inhaltliche Fragen zu klären, und hierzu gehört zuvorderst die nach der Qualität der Rezensionen. Wohl nicht ganz zu unrecht reagierte Rainer STRZOLKA (wenn auch etwas überzogen) auf die in die Liste "Internet für Bibliotheken" gesandte Pressemitteilung zur Kooperation zwischen IASL-online und dem Südwestdeutschen Bibliotheksverbund:

"Ich möchte anregen, die Qualität von Rezensionen zu überprüfen. Es ist nicht selten, daß deutlich zu bemerken ist, daß der Rezensent das besprochene Buch nicht einmal angesehen hat, geschweige denn verstanden. Ich halte es für wenig hilfreich, auf solche Texte zu verlinken" (http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg22129.html). [39]

Diese Mahnung ist ernst zunehmen: die Chancen, die sich technisch mit dem Internet bieten, dürfen nicht jenseits (und abgekoppelt) von inhaltlichen Notwendigkeiten und einer Debatte um die Standards von "good scholarly reviews" wahrgenommen werden. Rezensionsdienste müssen sich m.E. als verlässliche Distributoren von geprüften "good scholarly reviews" verstehen, damit Rezensionen weiter aus ihrem Schattendasein heraustreten und sich als gleichwertige Beiträge etablieren können: erst dann wären Online-Rezensionsdienste als "scholarly review resources" ein essentieller und nicht hintergehbarer Bestandteil der Produktion und Entwicklung wissenschaftlichen Wissens. [40]

8. Ausblick

Die Textsorte Rezension – und damit das Rezensionswesen – hat durch das Internet eine erhebliche Aufwertung erfahren. Dessen Potenziale (insbesondere Geschwindigkeit der Veröffentlichung und Platzressourcen) haben zu einer rasanten Entwicklung geführt, und dies möglicherweise insbesondere für Rezensionen als Textsorte, die im Printsektor ein Schattendasein führten als nicht unumstrittene "Textsorte minderer Qualität" in einem Medium, dem (zumindest anfangs) der Ruf einer Deponie für "junk science" anhaftete. [41]

Nachdem sich das Internet nun als Publikationsort zu etablieren beginnt und die Zahl der (auch) online zugänglichen Zeitschriften weiter enorme Zuwachsraten verzeichnet (siehe das Directory of Open Access Journals, das derzeit [25.3.2006], 2.140 referierte Zeitschriften aufweist; verglichen mit der Anzahl vor zwei Jahren [25.3.2004, N=801] ein Zuwachs von fast 175 Prozent), ist die Frage, wie sich das Rezensionswesen (möglicherweise seine "Vorreiterrolle" einbüßend) im Internet weiter entwickeln wird und welche Rolle ihm zukünftig zukommen kann und soll. [42]

Wichtig erscheint mir, weiter an der Hybridisierung zu arbeiten, indem vermehrt Links zu "verwandten" Webseiten eingebunden werden, z.B. zu Tagungen, die der Publikation vorangegangen sind; zur Webseite der Autor(inn)en/Beitragenden bzw. Arbeitsgruppen; zu Newsgroups; zu weiteren im Internet verfügbaren Texten; bis hin zu Rezensionen zur gleichen Publikation, um möglicherweise andere Lesarten vorzustellen und damit zu einer lebendigen Diskussion beizutragen. [43]

Zur Ermöglichung von lebendiger Interaktion und vermehrter Diskursivität sind (nicht nur technische) Vorkehrungen zu treffen, damit unterschiedliche Akteure direkt(er) und für die Öffentlichkeit sichtbar(er) [!] – via Diskussionsforen, Kommentarfunktionen, Weblogs etc. – miteinander in Austausch treten können.21) [44]

Der Diskussion zwischen Akteuren, die einander außerhalb des virtual life kaum "begegnen" würden, kommt eine wichtige Rolle zu, denn netzöffentliche Kontroversen und Debatten könnten eine "Qualitätskontrolle" befördern, weil durch Rückmeldungen, Ergänzungen etc. nicht nur (ohnehin in guten Rezensionsdiensten seltene) "Gefälligkeitsrezensionen" oder (persönlich motivierte) "Attacken" ein Gegengewicht fänden, sondern Rezensierende würden von vornherein dem Schreiben von Rezensionen mehr Sorgfalt zukommen lassen und es wäre – je mehr eine solche Kultur Platz fände – auch einige Konsequenz für die Qualität der veröffentlichten (und zu besprechenden) Publikationen zu erwarten. [45]

Durch solche – erst mit dem Internet geschaffene und ermöglichte – Neu-Justierungen schaffen wir den Raum für Rezensionen als "good scholarly reviews", denen im ursprünglichen Sinne eine wichtige Orientierungs- und Steuerungsfunktion zukommt und – deren Qualität und Nachhaltigkeit vorausgesetzt – zukünftig sogar noch deutlicher zukommen wird. In dem Maße, in dem sich die Anzahl der Publikationen durch das Internet selbst erhöhen wird, wird es noch notwendiger sein, diese Fülle kommentierend zu begleiten, über Entwicklungen zu informieren und Leseempfehlungen zu geben. Und: in dem Maße, in dem zu besprechende Publikationen selbst frei zugänglich sind, wird sich die Art und Anlage der Besprechungen zumindest für diese Publikationen verändern und noch konsequenter ausgearbeitet werden müssen. [46]

Anmerkungen

1) Diese Editorial Note basiert auf den Aufsatz Elektronisches Publizieren – eine Chance für die Textsorte Rezension?, der im von Katja MRUCK und Gudrun GERSMANN herausgegebenen Sonderband "Neue Medien in den Sozial-Geistes- und Kulturwissenschaften" des HSR erschienen ist (siehe dazu auch die Besprechung von Jaan VALSINER in dieser Ausgabe). Einige der Darlegungen sind ausführlicher in zurückliegenden in FQS erschienenen Editorial Notes behandelt, sei es, dass a) allgemeine, mit dem Online-Rezensionswesen einhergehende Herausforderungen und Notwendigkeiten diskutiert wurden (MEY 2000, 2002a) oder b) die Arbeitsabläufe des elektronischen Veröffentlichungsprozesses dokumentiert und damit die kleinteilige (und zuweilen mühevolle) Arbeit aller (direkt) Beteiligten verdeutlichtet wurde (MEY 2002b, 2003). <zurück>

2) Das kostenlose Rezensionsexemplar wird nur bei sehr teueren Bänden ein materieller Anreiz sein; auch in FQS erscheinen Besprechungen, bei denen die Rezensierenden auf die Zusendung der Medieneinheit verzichteten, da sie die Bände bereits "privat" angeschafft haben. <zurück>

3) Nur der Genauigkeit wegen sei erwähnt, dass je nach Perspektive eine andere Zuordnung erfolgen kann, so z.B. Schreibende als Anbietende und Verlage als Nutzende. <zurück>

4) Um "Gefälligkeitsrezensionen" zu vermeiden, treffen einige Rezensionsdienste explizite Vorkehrungen; siehe exemplarisch die Vorbemerkung von Kunstform: "Falls Sie an der Entstehung der Publikation in irgendeiner Weise beteiligt waren oder Ihr Urteil aus beruflichen bzw. privaten Gründen beeinträchtigt sein könnte, bitten wir Sie, die Besprechung nicht zu verfassen. Bei eingereichten Rezensionen geht die Redaktion davon aus, dass diese Aspekte ausreichend beachtet wurden. Dennoch behalten sich die Herausgeber in strittigen Fällen das Recht vor, einzelne Rezensionen nicht zu publizieren." <zurück>

5) Die Anerkennung als gleichwertige Publikation erfahren Rezensionen allerdings – zumindest formal –, da sie bei der VG Wort angemeldet werden können/vergütet werden; dies aber nur im Falle der Veröffentlichung in einer Printzeitschrift, da Online-Publikationen nach wie vor bei VG Wort nicht berücksichtigt werden. <zurück>

6) Voraussetzung für eine inhaltlich kritische Auseinandersetzung ist aber, dass die Rezensierenden einschlägig in dem Fach bzw. Themenfeld sind; für Noviz(inn)en dürfte es z.T. aufgrund fehlender Kenntnis schwierig sein, Fehler zu "(er-)kennen"; z.T. werden sie nicht wagen, massive (berechtigte) Kritik zu formulieren. <zurück>

7) Die Berücksichtigung relevanter Diskussionen setzt voraus, dass die Rezensierenden ihrerseits "Expert(inn)en" und mit der einschlägigen Literatur vertraut sind. Allerdings spricht unter bestimmten Umständen – nämlich z.B. im Falle von Einführungsbänden/Textbooks – auch einiges dafür, dass auch "Noviz(inn)en" Besprechungen verfassen, da sie, wenn es sich um eine Publikation handelt, die sich an "Neulinge" wendet, ihre Leseerfahrungen und Verstehensschwierigkeiten unmittelbarer formulieren können. Es bleibt aber immer eine Grenze, wie in der Anmerkung zuvor und damit bezogen z.B. an dem – seitens des Verlags zurückgezogenen – Bandes "Transkription" deutlich wird. <zurück>

8) Vor diesem Hintergrund verwundert nicht, dass z.B. NICOLAISEN (2002) betont, eine Besprechung ohne Verweise auf zusätzliche Literatur könne kein "good scholarly review" sein. Versuche zu bestimmen, wie viele Referenzen notwendig sind, um diese Klassifikation vorzunehmen, scheitern allerdings; auch bibliometrische Analysen (die im Mittel 3,2 zitierte Quellen ergeben haben) erbringen hier – ich möchte anfügen: glücklicherweise – keine Klarheit. <zurück>

9) Ein mitunter aufwändiges Unterfangen: So zeigte eine 2003 durchgeführte Analyse von 131 Besprechungen, die in FQS veröffentlicht wurden, dass nur knapp die Hälfte der eingesandten Beiträge den inhaltlichen und formalen Standards/Richtlinien genügte, was nicht heißt, dass nicht auch in diesen Fällen kleinere (Sprach- und Fehler-) Korrekturen vorgenommen oder einige Formalia in einer zusätzlichen Revisionsschlaufe hätten umgesetzt werden müssen. Für mehr als die Hälfte der eingereichten Besprechungen waren umfänglichere Überarbeitungen – und damit meistens mehrmalige Revisionsschlaufen – notwendig (siehe MEY 2003, Abs.17-19). <zurück>

10) Angesichts der Zeitschriftenkrise wurden in vielen Universitätsbibliotheken in den letzten fünf Jahren die Zeitschriftenbestände halbiert; die Streichungen erfolgten hierbei aufgrund der Präferenzen vor Ort oder es wurden die sehr teueren Journale gestrichen, um überhaupt Mittel für Neuanschaffungen von Monographien/Sammelbänden zur Verfügung zu haben.Ttrotz dieser Versuche ist die Zahl der Neuerwerbungen gering; die meisten Fachbibliotheken nehmen sich derzeit wie bessere moderne Antiquariate aus (siehe zur "Krise der wissenschaftlichen Informationsversorgung" z.B. ANDERMANN & DEGKWITZ 2004). <zurück>

11) "Aufbruchstimmung" ist etwas, was individuell/(sub-) kulturell/(sub-)disziplinär stattfindet, und so ist immer wieder zu beobachten, dass vermeintlich neue Lösungen und Argumente gefunden bzw. aufs Neue "entdeckt" werden. Dies gilt selbstkritisch auch für die Rubrik FQS Reviews, die zunächst konzipiert wurde, ohne "forerunner" wie H-Net-Reviews wirklich zur Kenntnis zu nehmen. – Die Potentiale von Online-Rezensionen wurden von uns bestimmt, als ob keine "Vorarbeiten" existierten. Umgekehrt erhielt ich nach der Etablierung von FQS Reviews Rückmeldungen, die auf die für FQS vorgenommene "Positionierung" abhoben und diese ihrerseits nun als "Wegmark(ierung)en" verstanden. Solche Gründerstimmungen zeichnen Entwicklungsphasen aus und sind keineswegs auf das Internet als neues Medium begrenzt. Beispielhaft sei der gesamte Bereich der qualitativen Sozialforschung benannt, für den in den "Anfangsjahren" eine ähnliche Phase der "Entwicklungslust" ohne Anschluss an Vorarbeiten zu verzeichnen war (z.T. gilt diese Nicht-Zurkenntnisnahme auch heute noch für Teile der qualitativen Forschung, dazu MRUCK, CISNEROS PUEBLA & FAUX 2005). <zurück>

12) An den Bearbeitungszeiten hat sich verglichen mit der von mir für die Jahre 2000-2003 vorgenommenen (und bereits erwähnten) Analyse von 131 eingereichten Besprechungen wenig geändert: im Durchschnitt können wir Rezensionen nach ungefähr acht Monaten "Besprechungszeit" veröffentlichen, der Range liegt zwischen zwei Monaten und über einem Jahr (siehe MEY 2003, Abs.21-25). <zurück>

13) Open Access ist laut einer DFG-Umfrage (2005, S.41ff) nur begrenzt bekannt: Nur 42 Prozent der Befragten aus den Geisteswissenschaften in engerem Sinne und 36 Prozent aus den Sozial- und Verhaltenswissenschaften kennen Open-Access-Zeitschriften, und die Zahl derer, die bereits in einer solchen Zeitschrift veröffentlicht haben, ist noch weitaus geringer (um ca. 10 Prozent); siehe zu allgemeinen Schwierigkeiten mit E-Publishing und grundsätzlicheren Problemen deutscher Wissenschaftler(innen) mit dem Medium Internet/PC: MRUCK und MEY (2001), DIEPOLD (2004). <zurück>

14) Ein Hinweis auf die Güte der Veröffentlichungen ist sicher auch, dass Originalbeiträge aus FQS als Reprints in anderen Zeitschriften erscheinen; so u.a. drei (mit bis zu 40 Druckseiten pro Beitrag) sehr umfangreiche Rezensionsaufsätze von LAMNEK (2002), DIAZ-BONE (2003) und ROTH (2003) in HSR 106, 28(4). <zurück>

15) Ab 2005 ist das Printjournal Contemporary Psychology (nach 49 Jahrgängen) in die PsycCRITIQUES database übergegangen, die wöchentlich neue Rezensionen (ein entsprechendes Abonnement vorausgesetzt, da kostenpflichtig) zugänglich macht. <zurück>

16) Dass FQS einer der wenigen Online-Dienste ist, in dem solche expliziten Gestaltungsvorgaben gemacht werden und auf deren Einhaltung geachtet wird, verwundert ein wenig. Eine mögliche Erklärung sehe ich in der generellen Skepsis gegenüber Standardisierung/Formalisierung, insbesondere wenn damit das Internet als "Experimentierraum" "bedroht" scheint, wie dies exemplarisch in einer Reaktion auf mein Editorial "Standards, Erwartungshaltungen und Entwicklungspotentiale von Online-Rezensionen" (MEY 2002a) zum Ausdruck kommt: "Ein bisschen habe ich vielleicht auch das Problem: Soll hier wieder in einem kulturellen Feld die Anarchie ausgetrieben/verboten werden?" Meine Antwort sei der Vollständigkeit halber mit angeführt: dass nämlich nicht "Anarchie" oder "Freiheit des Internet" das Ziel seien, sondern das Sichern von Qualität bzw. das Vermeiden von schlechten Rezensionen. <zurück>

17) Mit solchen Formalia – wie einer Zusammenfassung – geht auch eine Aufwertung von Rezensionen als wissenschaftlichen Texten einher, da sie in entsprechenden Datenbanken nachgewiesen werden können. <zurück>

18) Sinnvoll (aber noch nicht in FQS realisiert) ist es, eine Liste mit Keyword-Vorschlägen bereitzustellen, um den Lesenden die Möglichkeit zu bieten, "verwandte" Beiträge und Besprechungen direkt zu erkennen. <zurück>

19) Von Beginn an hat FQS versucht, Innovation und Tradition im Zeitschriftenkonzept und auch in der Gestaltung möglichst zu berücksichtigen (u.a. dreimal jährliche Erscheinungsweise; Bandorganisation in Anlehnung an traditionelle Printmedien). Ziel war ein "Wiedererkennen" vertrauter Wissenschaftspublikation sicherzustellen, um den "Einstieg" in die Nutzung des Online-Journals zu erleichtern; siehe dazu MEY und MRUCK (2005). <zurück>

20) In FQS haben wir erst ein Beispiel für eine konsequente Hypertextnutzung veröffentlichen können (SWERTZ 2004), ansonsten entweder versucht – so im Falle von einigen Rezensionsaufsätzen –, in Extradateien die Inhalte der besprochenen Bände zusammengefasst anzubieten, während sich der Haupttext einigen ausgewählten Diskussionsfeldern widmete (siehe z.B. SCHOLZ 2002; SEIFFARTH 2002), oder dass Fachtermini (mit Blick auf die heterogene Leserschaft) als "Glossar" (z.B. in Popup Fenstern) expliziert werden (siehe etwa die "Quick but Dirty Definitions", die Michael ROTH am Anfang seines in FQS 2(2) erschienenen Rezensionsaufsatzes "The Politics and Rhetoric of Conversation and Discourse Analysis" über Extra-Dateien anbietet). Diese wenigen in FQS vorliegenden Beispiele verdeutlichen, dass ein viel konsequenter vorgenommener Aufbau helfen würde – immer eine "intelligente" Strukturierung vorausgesetzt – die Beiträge so zu untergliedern, dass Texte für einen "schnellen" Überblick vorliegen, deren Tiefeninformation über Extradateien bei Bedarf/Interesse abgerufen werden könnte. Rezensionen bieten sich aufgrund der besonderen Strukturvorgaben (siehe Tabelle1), die als Rahmenelemente verstanden werden können, besonders an. Denn Rezensionen lassen sich in separate Textteile gliedern, die über eine Hyperstruktur miteinander "verschachtelt" werden können. Neben dem technischen Reiz der Gestaltung von Hypertext-Präsentationen liegen die inhaltlichen Vorzüge auf der Hand: Wesentliche Anforderungen an good scholarly reviews können mittels einer solchen Hypertext-Strukturierung "leicht" umgesetzt werden mit Vorteilen für unterschiedliche Rezeptionsinteressen: Primär am Inhalt eines Buches interessierte Lesende finden eine aussagekräftige Beschreibung; jene, die stärker am Forschungsfeld und darin aufgeworfenen Perspektiven und Themensträngen interessiert sind, erhalten eine "Einführung"; lediglich schnelle Information Suchende finden die bibliographischen Angaben, das "Inhaltsverzeichnis" und eine Einschätzung/Empfehlung. Diese auf der "Oberfläche" unmittelbar zugänglichen Informationen können durch unterschiedliche Tiefeninformation angereichert werden, so dass die Evaluation transparenter und nachvollziehbarer wird. Dass solche Texte zu schreiben möglicherweise schwieriger ist als einen traditionellen Aufbau zu wählen, ist durchaus nahe liegend; vielleicht auch ein Grund, dass bislang kaum (und auch nicht in der aktuellen Ausgabe) von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, Texte per Hypertextstrukturierung zu verschachteln. <zurück>

21) Damit würde auch wieder einer der herausragenden Vorteile des E-Publizierens in den Vordergrund treten, der in der Praxis wenig umgesetzt wurde, weil er – so Georg JÄGER (2002, unpag.) – wohl "kein Argument für die elektronische Publikation" unter den Schreibenden darstellt, aber von Beginn an ein zentrales Motiv für das gesamte Unternehmen Online-Publishing gewesen ist, wie HELMBERGER (2003, Abs.6) in Erinnerung ruft: "Bei manchen 'Aktivisten' der ersten Stunde hat wohl auch die Vorstellung eine Rolle gespielt, auf diesem Weg '>eingefahrene< Diskussionsrituale zu durchbrechen und eine umfassende, offenere >Scientific Community<' (wieder-)herzustellen." <zurück>

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Autor

Günter MEY ist Herausgeber FQS Reviews. Neben dem Schwerpunkt "Online-Kommunikation/-Publishing" arbeitet er insbesondere zu "Qualitative Methodologie und Methoden" und zu "narrative Identität".

Kontakt:

Dr. Günter Mey

Institut für Qualitative Forschung
in der Internationalen Akademie
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, PF 4
D-14195 Berlin

E-Mail: mey@qualitative-forschung.de
URL: http://www.institut.qualitative-forschung.de/
http://www.mey.qualitative-forschung.de/

Zitation

Mey, Günter (2006). Editorial Note: Das Internet als "scholarly review resource". Einige Überlegungen zum E-Reviewing anlässlich des "Special Issue: FQS Reviews IV" [46 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 7(2), Art. 42, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0602429.



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