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Volume 4, No. 1 – Januar 2003

Qualitative Forschung in den Sportwissenschaften: Ist das biomedizinische Ethikmodell anwendbar?

Steve Olivier & Lesley Fishwick (UK/Schottland)

Zusammenfassung: Traditionell spielten positivistische Ansätze in den Sportwissenschaften eine tragende Rolle. Dies bedeutet, dass Ethikkomitees nicht hinreichend sensibilisiert sein können für ethische Probleme, die durch qualitative Forschungsarbeiten aufgeworfen werden, wodurch umgekehrt qualitative Projektvorhaben benachteiligt werden können.

In unserem Beitrag versuchen wir zu zeigen, dass das traditionelle biomedizinische Ethikmodell nur begrenzt taugt, wenn es um die Begutachtung von qualitativen Forschungsanträgen geht. So kann die Besonderheit qualitativer Methodik ethische Fragen aufwerfen, die der Beratung und nachträglichen Lösung im Forschungsprozess bedürfen. Auch gehen wir – im Unterschied zur Position vieler Ethikkomitees – davon aus, dass Methoden, die Täuschung oder verdeckte Beobachtung einschließen, unter bestimmten Bedingungen gerechtfertigt sein können. Dem übergeordneten Prinzip des Respekts gegen Personen verpflichtet kommen wir zu dem Schluss, dass Forschende ethischen Belangen in ihrer Forschungsarbeit hinreichend Raum geben sollten. Umgekehrt sollten Ethikkomitees akzeptieren, dass qualitative Forschung besondere Probleme aufwirft, die nicht per se unüberbrückbare Hindernisse für die Bewilligung von Forschungsvorhaben sein müssen.

Keywords: Ethik, quantitative Forschung, qualitative Forschung, Ethikkomitees

Dieser Artikel liegt als Volltext nur in englisch vor.


Letzte Änderung: 05.02.2003

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© 2003 Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research
(ISSN 1438-5627)

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