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Volume 7, No. 4, Art. 6 – September 2006 Evaluationsforschung in soziopolitischen und soziokulturellen Kontexten: Methodologische Herausforderungen und die Dringlichkeit von Public-Health-Maßnahmen in entlegenen Regionen Hélène Laperrière (Kanada) Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag behandelt ein qualitatives Evaluationsprojekt, das sich mit partizipativen Bildungsprozessen von Prostituierten in einer entlegenen brasilianischen Region befasste. Im Zentrum des Projektes standen die Bedeutung unvorhergesehner Faktoren auf die Evaluationsergebnisse, die Bedeutsamkeit kollektiver Lernformen sowie die aktive Teilhabe lokaler sozialer Akteure bei der Gesundheitsprävention. Für die Evaluation wurden teilnehmende Beobachtung sowie individuelle und Gruppeninterviews in einer ethnographischen Perspektive genutzt unter Hinzuziehung gängiger lateinamerikanischer Konzepte von Volksbildung für die Rekonstruktion kultureller Sinngebung. Im Rahmen der Studie wurden zunächst unbeabsichtigte sekundäre Einflussfaktoren erkennbar, z.B. die Entwicklung von wechselseitigen Hilfepraktiken und Änderungen in individuellen und kollektiven Lebensverläufen, sowie Änderungen in den kollektiven Bedeutungszuschreibungen, die aus der (Wieder-) Gewinnung einer gemeinsamen kollektiven Geschichte erwuchsen. Dabei erlaubte die Nähe zu den lokalen Gegebenheiten die Teilhabe der Forschenden unmittelbar im sozialpolitischen und -kulturellen Programmkontext. Dies wiederum verbesserte die Möglichkeit, ungeplante Faktoren mittels eines qualitativen und partizipativen Ansatzes zu identifizieren. Keywords: participatory action-research, teilnehmende Handlungsforschung, qualitative Evaluation, Gesundheitsförderung, AIDS-Prävention, Volksbildung, Lateinamerika Dieser Artikel liegt als Volltext in englisch und spanisch vor. Letzte Änderung: 07.02.2007 Volume 7, No. 4 Inhaltsverzeichnis [qualitative-research.net]
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