Methoden im Zentrum! Methoden ins Zentrum? Potenziale und Grenzen universitärer Methodenzentren für die Erweiterung der qualitativen Methodenausbildung

Autor/innen

  • Fiona Kalkstein
  • Günter Mey Hochschule Magdeburg-Stendal

DOI:

https://doi.org/10.17169/fqs-22.2.3736

Schlagworte:

Methodenlehre, Methodenzentren, qualitative Forschung, Lehr-Lern-Umgebungen

Abstract

Die sichere Anwendung von Methoden stellt eine Qualifikation auf vielen Ebenen dar. An deutschen Universitäten waren bis vor einigen Jahren nur wenige angegliederte Methodenzentren zu finden. Im letzten Jahrzehnt hat sich deren Anzahl angesichts staatlicher Förderlinien zur Qualitätsentwicklung der Lehre an akademischen Einrichtungen fast verdreifacht. Diesem Phänomen möchten wir im vorliegenden Beitrag nachgehen mit Blick auf die Frage, wie Methodenzentren an der Entwicklung und Einübung einer qualitativen Forschungshaltung und der sicheren Anwendung qualitativer Methoden mitwirken. Dafür haben wir die Angebote und Aktivitäten von elf Methodenzentren aus Deutschland und Österreich vor allem anhand ihres Internetauftrittes betrachtet und in Ergänzung Gespräche mit deren Mitarbeiter_innen geführt. Es zeigt sich, dass universitäre Methodenzentren ein beträchtliches Potenzial bergen, die qualitative Methodenausbildung zu erweitern und zu vertiefen. Grenzen zeigen sich vor allem dann, wenn die strukturellen Dimensionen, insbesondere unklare Perspektiven für die Mitarbeiter_innen sowie Angebotseinschränkungen infolge temporärer Förderung, hinzugezogen werden.

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Autor/innen-Biografien

Fiona Kalkstein

Fiona KALKSTEIN ist Diplom-Psychologin und hat an der Universität Duisburg-Essen zu Vereinbarkeitspraxen von Mutterschaft und Beruf aus klassensensibler Perspektive promoviert. Sie war bis zum 31. März 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Inhouse-Fortbildung und Methodenweiterentwicklung an der Hochschule Magdeburg-Stendal und hat dort u.a. den Arbeitskreis "qualitativ_diskursiv" koordiniert. Sie bietet in unregelmäßigen Abständen Workshops und Seminare zur Grounded-Theory-Methodologie und zu feministischer/kritischer Psychologie an.

Günter Mey, Hochschule Magdeburg-Stendal

Günter MEY ist Professor für Entwicklungspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal, zudem ist er Privatdozent an der Universität Bayreuth und Leiter des von ihm 2005 mitgegründeten Instituts für Qualitative Forschung an der Internationalen Akademie Berlin. Er gehört dem Herausgebendenkreis von FQS an und ist Initiator des Berliner Methodentreffens Qualitative Forschung. An der Hochschule Magdeburg-Stendal hat er 2017 den Arbeitskreis "qualitativ_diskursiv" initiiert. Seine Forschungsschwerpunkte: qualitative Forschung und performative Sozialwissenschaft, Grounded-Theory-Methodologie, Jugendkultur und Transgenerationalität.

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Veröffentlicht

2021-05-29

Zitationsvorschlag

Kalkstein, F., & Mey, G. (2021). Methoden im Zentrum! Methoden ins Zentrum? Potenziale und Grenzen universitärer Methodenzentren für die Erweiterung der qualitativen Methodenausbildung. Forum Qualitative Sozialforschung Forum: Qualitative Social Research, 22(2). https://doi.org/10.17169/fqs-22.2.3736

Ausgabe

Rubrik

FQS-Debatte: Lehren und Lernen qualitativer Methoden

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